IPA – das Internationale Phonetische Alphabet

Stefanie Schaetzler am März 10, 2010

Das Internationale Phonetische Alphabet, kurz IPA, ist, wie der Name schon sagt, ein phonetisches Alphabet, also ein Lautschriftsystem, womit nahezu alle Äußerungen menschlicher Sprache darstellbar sind. Vor allem bei der Darstellung von Wörtern und Bezeichnung und deren Aussprache in Wörterbüchern und Lexika hat sich das IPA als sehr hilfreich erwiesen.

Die Idee, ein Transkriptionsalphabet zu entwickeln, womit alle Sprachen der Welt festgehalten werden können, geht auf Otto Jesperse, einen dänischen Linguisten, im Jahr 1886 zurück. Dort hatte er in einem Brief an Paul Passy den Gedanken an solch ein System zum ersten Mal erwähnt. Gemeinsam gründeten die beiden wenig später die International Phonetic Assosiation. Zwei Jahre darauf, im Herbst 1888, wurde schließlich das erste Lautschriftsystem veröffentlicht.

Folgende Grundsätze waren dabei für das Alphabet von Bedeutung: Jeder distinktive, damit unterschiedliche, Laut sollte ein eigenes Zeichen besitzen. Lässt sich ein Laut allerdings in mehreren Sprachen finden, so bedarf es nur eines einzigen Zeichens. Dies trifft auch dann zu, wenn ein Laut zwar gleich, allerdings unterschiedliche Lautschattierungen aufweist. Des Weiteren sollte das Alphabet – wenn möglich- mit so wenig neuen Zeichen wie nur irgend machbar auskommen. Man stützte sich bei der Umsetzung dieses Grundsatzes weitgehend auf Buchstaben des lateinischen und griechischen Alphabets. Natürlich in veränderter Form. Dabei sollen die neuen Formen jeweils denjenigen Laut andeuten, welchen sie repräsentieren. Immer in Anlehnung und damit Ähnlichkeit zum alten Buchstaben. Diakritische Zeichen, also Zeichen welche zu einem Buchstaben gehören und diesem eine besondere Aussprache oder Betonung verleihen (z.B. ` oder ´ ), sollten vermieden werden. Lesbarkeit und Druckbarkeit des Lautschriftsystems sollte durch solche Sonderzeichen nicht beeinflusst oder erschwert werden.

Vor allem beim Zweitspracherwerb helfen Lautschriftsysteme, die richtige Aussprache kennenzulernen und anwenden zu können. Zudem sichern Aussprachewörterbücher vor allem für Nichtmuttersprachler, BerufsprecherInnen und SchauspielerInnen den richtigen Umgang mit Sprache. Für Deutschland ist das wohl meistgenutzte Aussprachewörterbuch der Duden Nr. 6. Unter folgende Adresse kann man sich über momentane Ausspracheregeln und die aktuellste Auflage des Aussprachewörterbuches informieren: http://www.duden.de/produkte/detail.php?isbn=3-411-04066-1