Medienrevolution im Mittelalter
Marc-Michael Schoberer am April 17, 2009
Wir schreiben das Jahr 1400 und es ward eine Zeit, da nur wenige Menschen Zugang zum geschriebenen Wort hatten und die wenigen, die dieses Privileg genossen, verfügten zum Lesen meist nur über die Bibel.
Mediale Reproduktion galt als blasphemische Utopie.
Nicht für Johannes Gensfleisch, oder wie wir Ihn kennen, Johannes Gutenberg (um 1400 – 1468).
Er lies für Millionen von Menschen den Traum der breitgefächerten Informationsverbreitung wahr werden. Johannes Gutenberg gilt als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern und des mechanischen Buchdrucks.
Mit dieser revolutionären Errungenschaft begann in Europa ein neues Zeitalter – Bücher und andere Printmedien konnten plötzlich schnell reproduziert oder neu gedruckt werden. Streuung an die breite Masse. In der damaligen Zeit bisher unvorstellbar; Schreiber vervielfältigten mühsam per Hand und unterlagen nicht selten der Zäsur der klerikalen Obrigkeit.
Es ist nicht verwunderlich, dass der Buchdruck in Windeseile den gesamten europäischen Kontinent eroberte.
Eines der wohl populärsten Werke aus der Schmiede Johannes Gutenbergs ist die “Gutenberg-Bibel”.
Ästhetisch anmutend und technisch brilliant gefertigt – bahnbrechend im Mittelalter!
Johannes Gutenberg war Erfinder durch und durch, ein rastloser Tüftler, der unter anderem auch die erste Druckerpresse, eine ölhaltige Tinte und eine praktische Legierung aus Blei, Zinn und Antimon erfand. Weitere Neuerungen sollten folgen.
Über den Menschen Johannes ist jedoch sehr wenig bekannt und vieles bleibt bis heute spekulativ. Was wir jedoch sicher wissen ist eines – Herr Gutenberg ist die Lichtgestalt am Himmel der industriellen Massenproduktion von Büchern.
Es bleibt nur noch zu sagen: “Gutenbergs Erben, verneigt Euch!”









Bei aller Euphorie über die geniale Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern darf nicht
vergessen werden, dass es “nur” Schrift war. Das gedruckte Wort löste damit am Anfang das
mühsame Schreiben und Abschreiben der Mönche ab.Der damit mögliche Informations- und
Meinungsaustausch führte zu tiefgreifenden Veränderungen der ganzen Welt.
Was fehlte war aber die Wiedergabe von Bildern. Erst durch Alois Senefelder (6.November 1771-
9.Februar 1834) wurde der Flachdruck, also der Steindruck und die Lithographie erfunden.
Alois Senefelder kann deshalb als Vater des modernen ein- und mehrfarbigen Illustrationsdruckes
bezeichnet werden. Aus dem Steindruck entwickelte sich dann im Laufe der technischen
Weiterentwicklung der Offsetdruck der schließlich den alten Buchdruck (Hochdruck) ablöste.
Bitte nicht vergessen!!