Digitaler Verpackungsdruck on Demand

Tom Schoener am Mai 26, 2010

Im vergangenen Dezember hat die Hirschmann DCC Packaging GmbH im baden-württembergischen Ostfildern eine Weltpremiere auf dem Sektor des digitalen Verpackungsdrucks in Betrieb genommen. Hierbei handelt es sich um eine Produktionsstraße, die auf der Verpackungsdrucklösung Xerox iGen4 und einer Gallop Endverarbeitungseinheit vom finnischen Hersteller Stora Enso basiert, mit denen Xerox gemeinsam die digitale Produktionsstraße konzipiert hat. Diese umfasst die Module für Lackierung, Stapeln, Transport sowie den Stanzvorgang.

Die neue Verpackungsdrucklösung druckt on Demand. Auf diese Weise werden kürzere Lieferzeiten und kosteneffiziente Bedruckung der jeweiligen Verpackung mit den individuellen Daten ermöglicht. Die neue Technik erlaubt die Personalisierung der Druckerzeugnisse und ist auch bei geringeren Stückzahlen immer noch rentabel. Aufgrund der schnellen Umrüstzeiten ist das Angebot beispielsweise für Pharma- und Lebensmittelbranche, aber auch Marketing- oder Werbeagenturen sowie den Handel spannend. → diesen Artikel weiterlesen!


Espresso Book Machine – next generation

Tom Schoener am Januar 26, 2010

Nachdem die erste Version der Espresso Book Machine im Jahre 2006 neue Maßstäbe in punkto Print-On-Demand gesetzt hat und vom „Time Magazine“ sogar zur „Best Innovation 2007“ gekürt wurde, geht es nun mit der digitalen Buchdruckmaschine in die zweite Runde.

Hierfür hat sich der Erfinder der Espresso Book Machine nun einen Partner ins Boot geholt und mit Xerox die Buchdruckmaschine weiterentwickelt. Diese ist nun in der Kombination mit dem Drucker Xerox 4112 erhältlich. Damit kann ein 300-seitiges Buch in den unterschiedlichsten Formaten in weniger als vier Minuten produziert werden. Parallel werden hierbei die Buchseiten und der farbige Umschlag gedruckt, dann geleimt und dreiseitig beschnitten. Auch die Anzahl der verfügbaren Titel ist im Vergleich zu den Anfängen der Espresso Book Machine deutlich größer geworden. Über die proprietäre Software besteht derzeit ein Zugang zu etwa 3,3 Millionen Titel.


40 Kilometer Bücherregal

Tom Schoener am September 27, 2009

Ob man tatsächlich von der größten Revolution des Buchdrucks seit Gutenberg reden kann, sei an dieser Stelle offen gelassen. Das es sich auf jeden Fall um eine neue Etappe des Buchdrucks handeln wird, ist jedoch “möglich”.

Die Rede ist von der Espresso Book Machine (EBM) 2.0, welche von dem amerikanischen Unternehmen On Demand Books entwickelt worden ist. Um es vorweg zu nehmen, nein, diese Maschine ist keine Kombination aus einem Kaffeeautomaten und einer Buchdruckmaschine. Die Komponente „Espresso“ im Namen steht sinnbildlich für die Geschwindigkeit, in der nun Bücher gedruckt und gebunden werden können – nämlich innerhalb von knapp fünf Minuten für 300 Seiten. Noch während des Drucks der Seiten wird ein Farbumschlag des gewünschten Buches hergestellt. Der Papierstoß wird schließlich geleimt, in das Cover gepresst und die Ränder beschnitten. Fertig ist das Buch.

Das Revolutionäre an dieser neuen Buchdruckmaschine ist, dass theoretisch nun kein Buch mehr als vergriffen oder nicht lieferbar gelten muss. Gerade für kleinere Buchhandlungen, die ein kleineres Sortiment und somit kaum Chancen gegenüber den großen Buchhäusern oder Amazon haben, kann die Espresso Book Machine eine interessante Option werden, um sich auf dem Markt zu behaupten, zumal das Gerät kaum mehr als ein High-End-Kopierer kosten soll, wenn es denn in Serie gehen sollte.

In der Londoner Filiale der Buchhandelskette Blackwell steht eine von weltweit drei EBM 2.0, die bis Ende Juli getestet wurden. Da die Bücher identisch mit den Auflagen der klassischen Druckereien sind und den gleichen Preis haben, liegt der Vorteil für den Kunden primär darin, immer das gewünschte Buch zu bekommen, so es als PDF-Vorlage im Angebot beinhaltet ist. Im Frühjahr waren es gut eine halbe Million Titel, mit denen der Hersteller in Großbritannien an den Start ging. Dieses Angebot wurde und wird kontinuierlich erweitert. Ziel von Blackwell ist natürlich, die magische Millionengrenze zu erreichen, was dem Fassungsvermögen von 50 Buchhandlungen entspricht oder anders ausgedrückt: ein 40 Kilometer langes Bücherregal. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Werke, für die niemand mehr ein Verlagsrecht besitzt.
Um das Sortiment attraktiver zu machen, spricht Blackwell zudem mit verschiedenen britischen Verlegern. Schließlich ist die englische Buchhandelskette vom Erfolg der High-Speed-Druckmaschine überzeugt und will insgesamt 60 Filialen mit der EMB 2.0 ausstatten.


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