Veer nimmt zahlreiche neue Schriftarten in die umfangreiche Kollektion auf und gibt die Verleihung von Auszeichnungen an Schriftdesigner bekannt.
Veer, Hersteller und Anbieter preisgünstiger visueller Elemente und designbezogener Produkte, erweitert sein Angebot an preisgünstigen und kunstvoll gestalteten Schriftarten. Auerßdem wurden zahlreiche neue Schriftkollektionen und einzelne, exklusive Schriften ins Portfolio aufgenommen.
TypeTogether, eine zur Nutzung durch Verlage und Unternehmen bestimmte Kollektion qualitativ hochwertiger und detailreicher Schriftarten, wurde um vier Schriften erweitert: Etica, Rue, Edita Small und Skolar. → diesen Artikel weiterlesen!
Wenn an dieser Stelle von Schriftwettbewerben die Rede war, dann waren diese immer stark westlich geprägt und auf die lateinische Schrift fokussiert. GRANSHAN 2010 ist ein Beleg dafür, dass das Feld der Typografie weit aus größer ist und auch in östliche Gefilden manch imposante Frucht zu finden ist, um in der einmal begonnenen Metaphorik zu verbleiben. GRANSHAN 2010 ist ein Wettbewerb für östliche Typografie, speziell für die armenischen, kyrillischen und griechischen Schriftwelten ausgelobt.
2010 wird der Wettbewerb erstmalig gemeinsam vom armenischen Kultusministerium und der Typografischen Gesellschaft München (tgm) organisiert. Zu den Gründen für diese Kooperation spricht Boris Kochan, Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München: „In enger Zusammenarbeit wollen wir das „andere“, die Vielfalt der Sprache zelebrieren, indem bisher in der Typographie weniger beachtete Sprachen in den Mittelpunkt eines internationalen Wettbewerbs gerückt werden.“ → diesen Artikel weiterlesen!
Ich muss zugeben, folgendes typografische Fundstück lässt sich nicht zwingend mit dem Attribut neu bezeichnen. Nun wage ich einmal die Behauptung, dass dieses Kleinod nicht nur mir entgangen sein dürfte und weil ich es ganz persönlich ganz hervorragend gemacht finde, möchte ich es den Lesern des Gutenbergblogs auch keineswegs vorenthalten.
Im Juni 2006 hat der Grazer Multimedia Student Philipp Strahl sich auf, wie ich finde, äußert kreative Art und Weise dem Thema Fonts angenommen und einen unterhaltsamen Sachfilm produziert. Zu Beginn des Videos gibt es eine kurze Einführung in die Konstruktion einer Schrift – und wenn man bisher glaubte, dass dies ein eher trockenes Thema sei, so lehrt uns das Filmchen von Philipp Strahl eines besseren.
Dem schließt sich eine Benefiz Gala an, bei denen die Schriften wie auf einer Modenschau präsentiert werden. Auf diese Weise werden im Film die unterschiedlichen Stile innerhalb der Typografie sehr anschaulich erklärt.
Ein kleiner inhaltlicher Fehler hat sich dann wohl doch in den Film eingeschlichen. Bei der Präsentation der Caslon wird scheinbar eine Baskerville verwendet – ein Fehler, der nach Angabe von Philipp Strahl auf eine falsch beschriftete Schriftart zurückzuführen sei und der auf dem Fontblog eine kleine Diskussionslawine heraufbeschworen hat, ohne dass letztlich dabei die Beurteilung des Filmes negativ ausfiel – im Gegenteil. Dem schließe ich mich, wie bereits erwähnt, gerne an. Aber machen Sie sich am besten selbst ein Bild:
Anmerkung: Im Film sind kurz politisch negativ konnotierte Symbole sichtbar, die jedoch nicht dazu verwendet werden, eine politische Meinung auszudrücken. Vielmehr geht es darum zu zeigen, wie ein solcher Missbrauch einer Schrift ein schlechtes Image bewirken kann. Da weder der Urheber oder die Videoplattform YouTube Grund für Zensur sehen, sehen auch wir dafür keine Veranlassung.
Mobile Inspiration gesucht? Sie brauchen eine Übersicht über Schriftarten? Haben mit Fonts, Typografie, Schriftarten du Schriftsatz zu tun und wollen immer und überall damit arbeiten können? Dann ist das kostenlose iPhone bzw. iPod Touch App Fontshuffle genau das Richtige.
Inspirationsquelle für Schriften
Laut Fontshop AG, dem Verkäufer von Fontshuffle, handelt es sich bei dieser App um die „Schnellste Inspirationsquelle für Schriften. Über 650 Schriftfamilien sind wie ein Stammbaum nach Ähnlichkeiten sortiert. Mit nur zwei Fingertipps navigieren Sie zu 6 ähnlichen Schriften, visuell und ohne Vorkenntnisse.“ Weder Name noch Gattung einer gesuchten Schrift müssen bekannt sein, beides kann spielerisch erlernt werden. Schriften können über das App gefunden, gemixt, probegesetzt und gemailt werden. Fun und neue Ideen sind damit garantiert.
Fontshuffle 1.2 ist da
Seit gestern ist nun Fontshuffle 1.2 als App über iTunes kostenlos erhältlich. Vor allem zwei Neuerung erweisen sich in der aktuellsten Version als nützlich: Einerseits wurden mehr als 500 kursive Schriftmuster hinzugefügt. Andererseits sind Beispieltexte sowie Figurenverzeichnisse nun skalierbar. Zudem können individuelle Schriftmuster bis zu 16-fach vergrößert werden. Die Vergrößerung ist dabei mit dem Zoom einer Digitalkamera zu vergleichen. Mittels Kneifgeste via Touchscreen kann so ein digitale Vergrößerung erreicht werden.
Hier noch einige technische Hinweise:
Gratis App
Name: FontShuffle
Größe: 2.9MB
Sprachen: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Norwegisch
Verkäufer: FontShop AG
Kompatibel mit iPhone, iPod Touch, iPad. Erfordert iPhone OS 2.0 oder neuer.
Historisches:
Die venezianische Renaissance-Antiqua geht aus den humanistischen Minuskeln des 15. Jahrhunderts hervor, welche mit einer schräg angesetzten Bleifeder geschrieben wurden.
Die Kursive der venezianischen Renaissance-Antiquas wird nicht aus dem normalen Schriftschnitt entwickelt, sondern als eigenständige Schrift.
Erkennungsmerkmale:
• Der Querstrich des kleinen Buchstaben e liegt schräg
• Die Schattenachse der Rundungen (beispielsweise beim o, q oder b) ist nach links geneigt.
• Es gibt kaum Unterschiede in den Strichstärken bei Grund- und Haarstrichen
• Die Serifen sind mehr oder weniger ausgekehlt (unterschiedlich je Schriftart)
• Die Serifen besitzen einen zum Grundstrich hin abgerundeten Übergang
• Der Ansatz der Oberlängen ist abgeschrägt
Der Beruf des Setzers ist mit dem Aufkommen des Publizierens am Rechner praktisch ausgestorben. Heute unterstützen Desktop-Publishing-Programme wie QuarkXPress oder Adobe InDesign den Layouter bei seiner Arbeit und nehmen ihm dabei viele der notwendigen aber wenig kreativ anspruchsvollen Arbeitsschritte ab, zu nennen wäre da zum Beispiel der automatische Randausgleich, der Gebrauch von Stilvorlagen und so weiter. Kreativ muss der Layouter aber dennoch sein, gerade wenn es um die Typographie geht, denn es gibt hier ein paar klare Regeln, die es zu beachten gilt und die jeder Layouter beherrschen sollte, nein beherrschen muss.
Günter Schuler, Journalist und Autor hat exklusiv für Cleverprinting eine Reihe zur „richtigen Typografie“ aufgelegt. Und das nicht mal so nebenher in einem kurzen PDF – nein ganze zehn Lektionen mit insgesamt 130 Seiten Typografie Know-how sind es geworden. Und das Beste: Günter Schulers „Typo-Schule“ ist sogar gratis.
Während der gelernte Schriftsetzer im ersten Beitrag der Reihe über wissenschaftliche und traditionelle Komponenten informieren will und hier die wichtigsten Basics verdeutlicht, geht es in den folgenden Beiträgen um Themen wie „Der digitale Setzkasten“, Schrifttechnik, Satzregeln, Satzästhetik oder die Gestaltung mit Schrift. Schuler informiert in seiner Reihe folglich sowohl über handwerkliches Wissen als auch über kreative Prozesse. Damit wird diese Reihe für jeden, der sich mit Typografie beschäftigt, zu einer interessanten Lektüre.
Hier noch einmal alle Lektionen im Überblick:
• Lektion Nr. 1: Historie und Klassifikation: Schriften und Schriftgruppen
• Lektion Nr. 2: Der digitale Setzkasten: Die Zeichen einer Schrift
• Lektion Nr. 3: Schrifttechnik: Was man über Fonts wissen sollte.
• Lektion Nr. 4: Text und Textelemente: Der Umgang mit Schrift(en)
• Lektion Nr. 5: Satzregeln: Typo-Finetuning
• Lektion Nr. 6: Satzästhetik: Welche Programmeinstellungen sind wichtig?
• Lektion Nr. 7: Gestaltung mit Schrift: Schriftgrößen, Spaltenbreiten und der Rest
• Lektion Nr. 8: Typo & Design: Farbkontraste und andere Gestaltungselemente
• Lektion Nr. 9: Layouthilfen: Scribbles, Gestaltungsraster & Co.
• Lektion Nr. 10: Projektabwicklung: Phasen eines Layouts
Neben reichlich Infos rund um das Thema Druck und Medien wollen wir hier auf dem Gutenbergblog auch immer wieder Nützliches aus den unterschiedlichsten Bereichen präsentieren, das wir im Zuge unserer Recherchen im World Wide Web gefunden haben.
Und da jeder Grafiker und Layouter über eine adäquate Auswahl unterschiedlichster Fonts verfügen sollte, wollen wir an dieser Stelle auf zwei wunderbare Sammlungen kostenloser Schriften hinweisen, die für die eigenen Projekte frei im Netz zum Download zur Verfügung stehen.
Da wäre zunächst die großartige Sammlung von Retroschriften zu nennen, die die Kollegen von creativefan.com zusammengestellt haben. Und mit insgesamt 25 Fonts handelt es sich hier um eine recht große und vor allem heterogene Auswahl, bei der für jeden etwas dabei sein sollte.
Als zweites will ich auf die Auswahl von Schreibschriften hinweisen, die Paul Viluda auf noupe.com zusammengetragen hat. Gut, mit zehn Schriften ist die Anzahl der Schreibschriften und damit die Auswahl deutlich geringer, aber letztlich zählt doch die Qualität. Und auch hier sind ein paar sehr edle Schriften dabei. Also einfach mal anschauen und die Überschaubarkeit der eigenen Schriftensammlung noch einmal kräftig reduzieren .
Sie klingen alle gleich und werden gerne synonym verwendet: die Begriffe Schriftart, Font und Zeichensatz scheinen alle das selbe zu meinen und werden daher gerne über einen Kamm geworfen. Nicht ganz unschuldig an dieser Misere sind namhafte Hersteller bekannter Betriebssysteme. So sah man sich genötigt, Font einerseits als Zeichensatz, andererseits als Schriftart zu übersetzten. Allerdings sind diese Übersetzungen eher irreführend, bezeichnen alle drei Begriffe doch etwas anderes.
Ein Font ist der älteste der drei Begriffe und existiert schon lange vor heutigen Computertechniken. Man geht davon aus, dass sich der Wortursprung im französischen fonte, ‚der Guss’ , finden lässt. Man bezeichnete damit einen zusammengehörenden Satz Bleilettern einer bestimmten Schriftgröße. Font bezieht sich also auf das Material, womit Schrift gedruckt wurde. Inzwischen werden zum Druck von Schriften natürlich keine Bleilettern mehr verwendet. Moderne Fonts sind Dateien, welche in digitaler Form Träger einer Schrift sind. Fonts bieten unseren Computern also das Hintergrundwissen, um Schrift überhaupt in druckbarer Form auf unserem Computer entstehen zu lassen.
Die Schrift oder Schriftart hingegen ist ein eine Menge von Zeichen, welche gleiche Strukturen aufweisen. Eine Schriftart bezeichnet also das konkrete, visuelle Erscheinungsbild einer Schrift. Schriftarten sammeln also Zeichen gemäß einem zusammengehörigen Formprinzip. Formprinzipien sind so unter anderem Arial, Arial Narrow, Times New Roman, etc. All diese Schriftarten weisen in sich gleiche Merkmale auf, gleiche Formen auf.
Der Zeichensatz wiederum sammelt grafische Zeichen und ordnet diese zu einem System. Konkret geht es beim Zeichensatz aber nicht um ein Abbild, sondern lediglich um Bedeutungsrepräsentationen. Ein Zeichensatz fügt bestehende Zeichen zu einem Ordnungsprinzip zusammen, ist somit der Überbau, welcher Sachverhalte darstellt. Der bekannteste Zeichensatz ist dabei Unicode. Der internationale Standard sammelt digitale Codes für alle sinntragenden Textelemente aller Schriftkulturen.
Die Erfinder von Schriftnamen haben schon immer eine Neigung zu recht ungewöhnlichen Bezeichnungen. Die Namen der Klassiker wie Times New Roman, Verdana oder Arial klingen für uns wohl mittlerweile nur deshalb nicht sonderlich abstrus, da sie eben Klassiker sind.
Ich weiß, man muss dies jetzt als eine zirkuläre Argumentationskette empfinden . Aber in der Tat ist es doch so, dass man diese Schriften in der Regel wohl mehrheitlich nutzt, dann darüber spricht und sich schließlich gar keine Gedanken mehr über diese Bezeichnungen macht – im Gegenteil: Times New Roman könnte doch eigentlich gar nicht anders heißen.
Auf webtoolkit4.me findet sich nun eine Sammlung von „5 excellent calligraphic fonts“ und „Jellyka – Gare de Chambord“, „Scriptina“, „Jane Austen“ „Windsong“ und „Fely“ bleiben zumindest schon einmal der Tradition ungewöhnlicher Namen treu. Jede dieser fünf Schriftarten steht für wunderbare Schreibkunst und sollte eigentlich in keiner Schriftensammlung fehlen. Ein Link für den kostenlosen Download findet sich natürlich auch im Post von webtoolkit4.me. Allerdings kann es sein, dass die eine oder andere Schrift nur für private Zwecke frei ist. Aber hierzu gibt es dann ja weitere Angaben auf den jeweiligen Seiten.
Besonders toll wirken die Schriften durch den Oldpaper-Hintergrund. Der steht übrigens auch auf webtoolkit4.me als Download zur Verfügung.
Es gibt verschiedene Formen, mit fremden Kulturen umzugehen. Dass nicht jeder dem aktuellen Schweizer Beispiel folgen möchte, beweist Linotype, die nun die Schrift Neue Helvetica Arabic von Nadine Chahine veröffentlicht haben. Die von der gebürtigen Libanesin entwickelte Schrift umfasst die Schnitte Light, Regular und Bold und ist so angelegt, dass sie mit der lateinischen Version bei gleicher Schriftgröße übereinstimmt und harmonisiert. “Die Helvetica ist ein ikonisches Design, das einen hohen Wiedererkennungswert hat”, erklärt Nadine Chahine, die an der amerikanischen Universität von Beirut Grafikdesign und in der englischen University of Reading Schriftgestaltung studiert hat. “Die Neue Helvetica Arabic erhält diese Eigenschaften und transportiert sie in die Ästhetik des arabischen Schriftsystems.” Nadine Chahine hat sich auf die Verbindung von lateinischer und arabischer Schrift spezialisiert. Für ihre Arbeit wurde der Schriftgestalterin 2008 vom Type Directors Club der Award for Excellence in Type Design verliehen.
Die Neue Helvetica Arabic ist keineswegs die erste Type, die von der Schriftgestalterin entworfen wurde. Auch die Frutiger Arabic, die Palatino Arabic, die Koufiya und die Janna wurden von Nadine Chahine entwickelt.