Die 7 kleinen Typographen und das böse Web. sIFR – die gesunde Alternative zum Browser-Text
Boris Stoev am Oktober 13, 2009
Es waren einmal 100.000 Schriftarten, von denen jedoch nur ca. 7 voll einsatzfähig waren.
Welcher Webdesigner kennt das Problem nicht?
Man hat eine ausgefallene, ansprechende Schriftart gefunden und will sie in eine Webseite einbinden. Im Normalfall können die gängigen Browser aber nur ein paar websichere Schriften anzeigen. Diese Schriftarten sind weltbekannt und echt nicht besonders spannend. Also was tun?
Es gibt die Möglichkeit, die besondere und nicht websichere Schrift in eine Bilddatei umzuwandeln und diese auf die Webseite zu stellen. Natürlich ist das dann für jedes Schriftstück ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Es muss in einem Grafikprogramm umgewandelt, optimiert und schließlich exportiert werden. Und dieser Aufwand wiederholt sich, wenn z.B. eine Überschrift auf der Seite überarbeitet werden soll. Weitere Nachteile: Bilddateien sind von der KB-Anzahl groß und machen Webseiten langsamer. Die in Bilddateien umgewandelten Texte erscheinen nicht scharf genug, werden von Suchmaschinen nicht gelesen und können nicht als Text kopiert werden.
Wer suchet, der findet…
Wir haben eine Lösung gefunden, sie heisst sIFR (Scalable Inman Flash Replacement) und ist eine von Mike Davidson und Mark Wubben entwickelte Web-Typographie-Lösung für Jedermann.
Wie der Name schon verrät: Hier ist Flash im Spiel. Und so funktionierts:
Eine normale (X) HTML-Seite wird in den Browser geladen.
Eine JavaScript-Funktion wird ausgeführt, die zunächst überprüft, ob Flash installiert ist und anschließend nach Tags, IDs, oder Klassen sucht, die vom Webdesigner definiert sind.
Wenn Flash installiert ist, durchläuft die Funktion die Seite und ersetzt die als “sIFRed” definierten Textelemente durch Flash-Filme mit den gleichen Abmessungen und lädt sie in den Browser als Flash-Variable.
Der Actionscript in der Flash-Datei skaliert dann die individuelle Schrift , die man darin gespeichert hat. So wird der Text in einem Flash-Film direkt auf der Seite präzise über dem vorhandenen Browsertext angezeigt.
Kurz gesagt: sIFR ersetzt die normale Browser-Schrift durch eine Flash-Schrift und da ist wirklich jede möglich.
Sollte irgendetwas schiefgehen (kein Flash Player installiert oder Javascript nicht erlaubt), wird die normale Browserschrift angezeigt.
So hat man die Vorzüge der Typografie in Flash in eine normale (X) HTML Seite integriert.
Alles in allem finde ich die Installation und Benutzung recht einfach. Allerdings sind Grundkenntnisse in HTML, Flash und Javascript ein großer Vorteil.
sIFR funktioniert auf Mac, Windows, und Linux und deckt alle gängigen Browser ab.
Das Beste zum Schluss: Dieser Service ist kostenlos!
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann findet man sie noch Heute:
sIFR Beispielseite: http://www.mikeindustries.com/blog/files/sifr/2.0/
sIFR Homepage: http://www.mikeindustries.com/blog/sifr/
sIFR Dokumentation: http://wiki.novemberborn.net/sifr/









