Logodesign Basics Teil 1

Manuel Kniepe am Januar 5, 2010

Vom Schein und Sein

Warum sind denn nun diese ganzen Glossy-Verläufe-Spiegelungs-Bling-Blings eigentlich (meistens) so schlecht?

Dazu einfach eine kleine Geschichte: Hat man zwei hohle Eier, bemalt eines davon mit Gold und lässt beide von einem hohen Turm fallen, passiert was? Es zerbrechen natürlich beide. Das goldene wie auch das gewöhnliche Ei. Eine wertige Hülle täuscht nur auf den ersten Blick über einen nicht vorhandenen Inhalt hinweg. Meist steigert es die Erwartung und wir sind am Ende sogar weit enttäuschter, wenn diese Erwartungen nicht gehalten werden.

Worauf will ich hinaus: Viel zu oft wird ein Effekt zur „Aufhübschung“ eines eigentlich schäbigen Logos benutzt. Das Logo wird dadurch zwar „attraktiver“, aber der Inhalt nicht gehaltvoller – man mag das ganze mit der aktuell laufenden Model-WG vergleichen… Zunächst ist man glücklich mit dem was man bekommt, doch am Ende ärgert man sich allerdings meist über sinnlose Ressourcenverschwendung.

Darum ist es in erster Linie wichtig, dass ein Logo konzeptionell gut ausgearbeitet und konstruiert wurde und technisch zunächst auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner aufbaut. Wenn ein Logo alle grundlegenden Rahmenbedingungen einhält und es dabei funktioniert, kann es immer noch durch fein dosierte Effekte an das jeweilige Einsatzgebiet angepasst werden. Aber auch hier gilt wie so oft: Weniger ist mehr; je auffälliger ein Effekt ist, desto sparsamer sollte man ihn verwenden, will man eine frühzeitige Abnutzung verhindern.

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