Scribus – Open Source für DTP
Tom Schoener am März 6, 2010
Ein kleiner Tipp für all jene, die für die Erstellung von professionellen Layouts auf der Suche nach einer kostengünstigen Alternative zu Adobe InDesign, PageMaker und QuarkXPress sind: Mit Scribus steht für diese Zwecke sogar eine kostenfreie Open Source Desktop Publishing Software zur Verfügung, die seit der Version 1.3.3.7 auch plattformübergreifend auf Windows, Mac und Linux/Unix läuft.
Scribus verfügt über eine Vielzahl von Funktionen, die man für professionelle Druckvorlagen benötigt. Zu nennen sind hier u.a. Farbmanagement, Farbseperation durch CMYK-Ausgabe, Tabellen und Vektorzeichnung sowie der Import von PDF- und EPS-Dateien. Darüber hinaus unterstützt Scribus den direkten Export nach PDF/X-3. Gerade hinsichtlich der Funktionalitäten für PDF ist die Möglichkeit, PDF-Präsentationen und PDF-Formulare zu erstellen, besonders erwähnenswert. Ein paar kleinere Überraschungen verbergen sich dann auch noch hinter der DTP-Software. Zunächst sind da die praktischen Vektor-Zeichentools. Daneben unterstützt Scribus den Import und Export von SVG-Dateien sowei Open-Typen-Schriftarten. Mit Scrapbook verfügt Scribus über einen praktische Bibliothek, die per Drag and Drop einfach zu bedienen ist. Mittlerweile ist das DTP-Programm in 25 Sprachen übersetzt – weitere sollen folgen.
Okay, soweit nun die ganzen technischen Infos. Aber mal Hand auf´s Herz: wie tauglich ist Scribus nun wirklich für den professionellen Einsatz. Auf www.dtp-blog.de , dem Blog für Desktop Publishing, gibt es hierüber einen ausführlichen Artikel, auf den ich an dieser Stelle gerne hinweisen möchte. (http://www.dtp-blog.de/allgemein/scribus-die-freie-alternative-zu-indesign?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+dtp-blog+%28dtp-blog.de%29&utm_content=Google+Reader) Der Autor Anselm Hannemann beschreibt hier seine persönlichen Erfahrungen mit der Software und bietet einen Vergleich mit Adobe InDesign an. Aber am besten macht man sich selbst ein Bild und entscheidet, ob man mit der Software zurecht kommt. Und wem die am Ende doch vergleichsweise beschränkten Werkzeuge nicht genügen, der wird seine professionellen Layouts wohl weiterhin mit den kostenintensiveren Programmen Adobe InDesign oder QuarkXPress anfertigen. So bleibt mir schlussendlich nur der Tipp: einfach ausprobieren und dann für sich selbst entscheiden, ob Scribus den persönlichen Ansprüchen genügt. Aber es ist ja schon mal gut zu wissen, dass es ein solches Programm überhaupt erst einmal gibt.
Weitere Infos gibt es auf der Homepage von Scribus, dem Wiki von Scribus und hier.
Und hier noch der Downloadlink.








