Voraussetzungen für PSO
Michael Steinbrenner am Juni 4, 2009
Für die Zertifizierung nach PSO ist nur ein überschaubarer technischer Aufwand notwendig. Das benötigte Know-how lässt sich durch die umfangreiche Dokumentation auch im Rahmen eines Projektes oder einer Arbeitsgruppe aneignen. Darüber hinaus bieten die Verbände spezielle Schulungen an, mit dem Ziel, die PSO Zertifizierung erfolgreich zu erreichen.
Für die Umsetzung der ISO Norm 12647 benötigen Sie folgende Hardware:
1. Ein Auflichtdensitometer für die Prozesskontrolle im Druck und ein entsprechendes Durchlichtgerät für die Messung von Druckfilmen.
2. Für die Farbkontrolle und das Farbmanagement benötigt man ein Farbmessgerät, mit dem sich sowohl (optimalerweise automatisierte) Messungen von Charakterisierungscharts und Kontrollkeilen auf Prüfdrucken als auch Monitormessungen durchführen lassen. Moderne Spektralfotometer bieten heute die Möglichkeit, mit einem Messgerät sowohl Densitometrie als auch Farbmessung zu betreiben.
3. Erfolgt die Druckplattenherstellung über Computer-to-Plate, sollte ein Messgerät zur Messung der Druckplatte vorhanden sein. Entweder ein Bildanalysegerät oder ein spezielles, für die Druckplattenmessung geeignetes, Densitometer.
4. Die Prozesskontrolle ist natürlich undenkbar ohne geeignete Kontrollelemente für die Überprüfung von Filmen, Prüfdrucken, Druckplatten und Offsetdrucken. Der PSO empfiehlt dafür die systemneutralen Kontrollkeile bzw. Kontrollstreifen der Fogra.
Die Schwerpunkte des ProzessStandard Offsetdruck in der Übersicht:
• Colormanagement (Erstellung und Nutzung von Profilen)
• Einsatz von Standardprofilen
• Regeln zur Datenerzeugung, Datenprüfung und Proofkontrolle
• Kennlinien, Tonwertzunahmen
• Ausgabeoptionen wie CTF und CTP
• Richtige Kalibrierung der Film- und Druckplattenbelichter
• Tonwertrichtige Übertragung
• Angleichen von Druckmaschinen an vorgegebene Werte
• Farbmusterung, Mess- und Prüftechnik
• Neue Messwerte in Vollfarbe, Tonwertzuwachs
• Kontrollelemente von der Druckvorstufe bis hin zum Druck
Voraussetzung für eine Standardisierung der Prozessqualität ist allerdings, dass sowohl Auftraggeber, wie z.B. Agenturen, Hersteller, Verlage usw. als auch Vorstufe und Druck die genormten Vorgaben und Schnittstellendefinitionen benutzen.










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