Die richtige Richtung zählt!

Stefanie Schaetzler am März 24, 2010

Generell beschreibt man mit der Laufrichtung eine Positions- oder Richtungsangabe, welche sich aus –mitunter nur gedachten – Bewegungen ergeben. Bezogen auf Papier beschreibt die Laufrichtung die Ausrichtung und Anordnung der Zellstofffasern innerhalb des fertigen Produktes. Im Prozess der maschinellen Papierherstellung schwimmen die Fasern frei und werden dann parallel zur Laufrichtung der Papierbahn angeordnet. Das fertige Papier lässt sich später in Faserrichtung leichter biegen als entgegen der Faserrichtung.

Eine Tatsache, welche für Buchhandel und Co nicht unerheblich ist. Denn Bücher oder Zeitschriften, bei denen die Laufrichtung des verwendeten Papiers nicht parallel zum Buchrücken ausgerichtet ist, lassen sich anschließend nur schwer umblättern bzw. kann sogar an der Bindung abbrechen.

Da man zwischen zwei Laufrichtungen unterscheidet, werden Papierpackungen entsprechend gekennzeichnet, um so dem Verbraucher die Richtung anzuzeigen. Differenziert wird dabei zwischen Schmalbahn und Breitbahn. Schmalbahn (SB) bezeichnet diejenige Laufrichtung, bei welcher die Fasern des Papiers parallel zur langen Seite des Blattes verlaufen. Breitbahn (BB) hingegen bezeichnet Papiere, bei denen die Fasern parallel zur kurzen Seite des Blattes verlaufen. Sowohl für den Druckbereich als auch alle anschließenden Arbeitsschritte bzw. jegliche Weiterverwendung von Papier ist diese Einteilung entscheidend.

Um besonders stabile und beständige Papiere zu erhalten, werden oftmals mehrere Blätter in abwechselnder Laufrichtung übereinander geklebt. Ähnlich dem Sperrholz entsteht so ein recht standhaftes Papier, welche auch Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit etwas weniger ausgesetzt ist, wie normales, einlagiges Papier. Die so entstandenen Papierarten sind bei uns unter dem Begriff Karton bekannt, wobei für einige Kartonarten neben Papier noch zusätzliche Stoffe zum Einsatz kommen.

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