Geschichte des Papiers
Stefanie Schaetzler am März 7, 2010
„Ein Freund und jahrtausendelanger Wegbegleiter“
Wir benutzen es fast täglich, es begegnet uns jeden Tag – und doch ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, so dass sich nur wenige über die immanente Bedeutung dieses Stoffes bewusst sind. Die Rede ist von Papier. Seit Jahrtausenden begleitet es uns und leistet gute Dienste. Brilliante Techniken und Ideenreichtum pur lassen auf dem unscheinbaren Träger Bilder und Kunstwerke entstehen, die viele von uns jeden Tag aufs Neue in Erstaunen versetzen.
Dabei ist der wahre Ursprung dieses Stoffes umstritten. Fest steht zwar, dass China als Entstehungsland gilt, doch wann genau dort das erste Papier hergestellt wurde, ist nicht eindeutig belegt. Vertraut man alten chinesischen Chroniken, so habe sich Tsai Lun, ein chinesischer Hofbeamter, als erster daran gemacht, Papier herzustellen. Doch darf angezweifelt werden, dass solch ein vielseitig verwendbares und kulturell bedeutsames Material in relativ kurzer Zeit von einer einzigen Person entwickelt wurde. Zumal Tsai Luns Papier zum ersten Mal im Jahre 105 v. Chr. Erwähnung findet, man aber Funde nachweisen kann, welche aus dem Jahre 200 v. Chr. datiert sind. Da es zuvor bereits papierähnliche Stoffe gab, ist anzunehmen, dass man aus den Erfahrungen mit früheren Stoffen gelernt hatte, und dank ein wenig Zufall und Versuch und Irrtum der neue Träger, Papier, entstanden ist. Nichtsdestotrotz war es Tsai Lun, welcher dem damaligen Kaiser sein Verfahren, Papier herzustellen präsentierte.
Die Formel der Papierherstellung unterlag lange Zeit strengster Geheimhaltung. Bis eines Tages schließlich Kriegsgefangene Chinesen in die arabische Welt gelangen. Bald darauf wurden in den arabischen Ländern Papiermühlen erbaut, durch kulturelle Kontakte verbreitete sich Papier in Europa und Amerika. Überall auf der Welt entstanden Papiermühlen, in welchen Pflanzenfasern zu einem universell einsetzbaren Speichermedium verwandelt wurden.
Bis ins 19. Jahrhundert änderte sich an der damaligen Formel zu Papierherstellung kaum etwas. Dann allerdings wurde Holz als Rohfaser entdeckt. Dadurch kam es zu einer vollständigen Umwälzung des Produktionsprozesses. Nicht ohne Grund werden in Zeiten des Klimawandels auch Diskussionen um Papierherstellung, Verbrauch und Recycling laut. Denn der Verbrauch des Rohstoffes Holz, die zunehmenden Rodung der Wälder und der Wasserverbrauch, welcher bei der Papierherstellung anfällt, bleiben nicht ohne Folgen.









Der angesprochene “Klimawandel” hat nichts mit dem Papier zu tun.
Nur ca. 8,2 % der weltweiten Holznutzung wird für Papier verbraucht, dagegen ca. 52,1 %
als Brennholz !!
Papier ist grundsätzlich umweltfreundlich
Papier ist thermisch nutzbar
Papier ist recycelbar
Papier wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt
Papier ist kompostierbar
Papier ist ungefährlich bei bestimmungsmäßiger Verwendung
W.Walenski
Stimmt soweit, jedoch ist die Herstellung von Papier nicht zwingend umweltfreundlich. Die Verwendung von Chlor zum Bleichen ist hier glaube ich mit ein großes Problem. Dazu kommen noch Beschichtungen unterschiedlichster Art um Veredelungen bzw. bessere Druckergebnisse zu erzielen. Und gedankenlose Verwendung in der Werbebranche, wie z.B. die täglichen Wurfsendungen im Hausflur, die eh jedes mal umgehend in der Tonne landen, sind auch alles andere als Nachhaltig.
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