Pro und Contra: kostenlose Visitenkarten

Marc-Michael Schoberer am Januar 4, 2010

Ich möchte an dieser Stelle kurz ein Thema ansprechen, von dem ich denke, dass der Gutenbergblog eine gute Diskussionsplattform darstellen könnte. Und zwar geht es mir um Argumente, die für und gegen kostenlose Visitenkarten sprechen. Prinzipiell ist die reine Existenz dieser Möglichkeit gerade für Berufseinsteiger und Freelancer durchaus positiv zu bewerten, schließlich geht es in diesen Fällen ja zunächst erst einmal darum, bekannter zu werden. In der einen oder anderen Situation mag daher Quantität über Qualität gehen. Und genau das ist mein persönlicher Kritikpunkt Nummer 1: kostenlose Visitenkarten sind selten die Aushängeschilder, die sie sein sollten.

Kurze Geschichte: Neulich bin ich Gast eines kleinen ganz netten Restaurants gewesen. Allerdings stehen Qualität der Küche und Frequentierung der Location im umgekehrt proportionalen Verhältnis zueinander – heißt Küche super, Gastraum nahezu verwaist. Schade für den Inhaber. Am Tresen lagen dann eben kostenlose Visitenkarten herum, die jeder Ästhetik widersprechen. Wenn ich mir also ein paar dieser kostenlosen Visitenkarten zu Promotion-Zwecken mitnehme, welche Assoziationen wird derjenige, dem ich diese überreiche, anhand der Karte über das Lokal treffen. Zumal kostenlos ja dann auch nicht gleich kostenlos bedeutet, schließlich ist auf der Visitenkarte, wenn auch rückseitig, zumindest die Website-URL – also Werbung – aufgedruckt.

Eigentlich ist es traurig darüber zu diskutieren. Aber wir leben in einer Welt der Superlative, in der alles perfekt sein muss und ein kleines Stück Papier zum Statussymbol avanciert.

Nicht das wir uns falsch verstehen. Keineswegs soll dies ein Plädoyer gegen kostenlose Visitenkarten sein. Vielleicht habe ich auch bisher nur keine Gutgemachten gesehen. Also wenn Ihr anderer Meinung seit oder gute Anbieter kennt, bei denen man sich ästhetisch ansprechende aber kostenlose Visitenkarten bestellen kann, dann teilt es uns doch einfach mit.