Welche Papiersorte für welches Layout?

Stefan Petersen am April 14, 2009

Jeder Grafik Designer kennt dieses Problem sicherlich. Man hat dem Kunden ein schlüssiges Konzept vorgelegt, die Kosten wurden vom Kunden abgenickt, ein ordentliches Layout wurde erstellt und nun muss die Imagebroschüre nur noch gedruckt werden. In der Kalkulation wurde ein hochwertiges Imagepapier gewählt, welches hervorragend zum neuen Design des Kunden passt.

Schnell werden die Daten auf CD kopiert und mit den Digitalproofs unter dem Arm geht es zur Druckerei. Eigentlich hat man nur vor die Daten und die Proofs “feierlich” zu übergeben und in ein paar Tagen erhält man dann die ersten Belegexemplare der Imagebroschüre. Oft fangen aber hier dann erst die Probleme an. Um in Zukunft den einen oder anderen Fehler zu vermeiden zu können gehe ich auf oft gemachte Fehler ein und erkläre wie man sie umgehen kann.

Die Proofs wurden nicht auf dem Originalpapier gedruckt

Ein immer wieder gerne genommener Fehler. Papier ist eben leider nicht immer vergleichbar. Es gibt sehr glatte, geschlossene Oberflächen die in den Bereich der gestrichenen Papiere zu zuordnen sind. Beispiele dafür wären glänzend gestrichene Papiersorten, matt gestrichene oder auch gussgestrichene Sorten wie z.B. Chromolux. Ein Offsetdruck wird auf einem gestrichenen Papier immer wesentlich brillanter aussehen, als auf einem ungestrichenen Material. Sollen die Bilder also im Vordergrund stehen, dann hat man die Wahl zwischen einem gestrichenen Papier oder einer Optimierung in der Druckvorstufe auf die gewählte Papiersorte. Ist in der Druckvorstufe entsprechendes Fachpersonal vorhanden, so steht einer fachgerechten Aufarbeitung der Bilder für den Bedruckstoff nichts im Wege. Natürlich kann man auch in der Druckvorstufe keine Wunder vollbringen, dennoch lässt sich einiges optimieren um die Brillanz zu erhöhen.

Originalandruck auf dem Auflagenpapier

Diese Methode ist natürlich die sicherste aller Prüfmethoden. Am besten man sucht sich dafür die schwierigsten Motive heraus und stellt sie zu einer Andruckform zusammen. Diese wird die Druckerei sicherlich gerne für geringe Kosten erstellen. Damit hat man schon einen sehr guten Überblick wie die Bilder auf dem Material wirken.

Andruck an der Druckmaschine

Diese Methode ist die einzige in der man noch direkt und vor allem live Einfluss auf die Farbgebung nehmen kann. Mit einem freundlichen Lächeln wird jeder Drucker gerne die Wünsche berücksichtigen und schnell umsetzen. Durch diese Methode ist man vor bösen Überraschungen auf jeden Fall geschützt.

Das richtige Material für das jeweilige Druckobjekt einzusetzen ist wirklich keine Zauberei. Durch die richtige Kommunikation mit der Druckerei wird man viele Probleme umgehen und auch lösen können.