Die Lithographie

Wolfgang Walenski am Februar 16, 2010

Handabzug-vom-Stein

(griech.lithos=Stein; graphein=schreiben,zeichnen).Die Lithographie ist eine ein- und mehrfarbige manuelle Technik des Schreibens und Zeichnens auf einen dafür vorbereiteten (gekörnten) und präparierten (entsäuerten) Lithographiestein (Solnhofer Kalkstein).

Mehrfarbige Arbeiten werden auch als „Chromolithographie“ bezeichnet. Gearbeitet wird mit lithographischer Kreide oder Tusche. Hauptbestandteile sind Wachs, Talg, Kernseife, Harz und Ruß. Es gibt verschiedene manuelle künstlerische Techniken sehr unterschiedlicher Ausdruckskraft:

* Federzeichnung
* Kreidezeichnung
* Tuschemanier
* Spritzmanier
* Schabmanier
* Tangiermanier

Entdeckt wurde die Lithographie 1798 von Alois Senefelder (1772 – 1834). Gedruckt wird nach dem Flachdruckprinzip (Fett + Wasser) unter Rakeldruck auf einer Steindruckmaschine oder auf einer Handpresse. Dabei wird der Stein vor dem jedem Einfärben (Einwalzen) mit einer fetthaltigen Druckfarbe mit Wasser leicht gleichmäßig befeuchtet. Mehrfarbige Lithographien werden auch als Chromolithographien bezeichnet. (Erfunden von Godefroy Engelmann 1788-1839, Patent Nr.8848 am 27.3.1838)

Vorsicht vor Fälschungen! „Original Lithographien“ lassen sich auch herstellen durch Zeichnen mit lithographischer Kreide oder Tusche auf eine gekörnte und entsäuerte Aluminium- oder Zinkplatte die dann im Offset gedruckt werden können!
Sammler druckgraphischer Arbeiten sollten auch bei lithographischen Arbeiten mit einem Fadenzähler oder mit einer Lupe die Strukturen der Abdrucke genau prüfen.

„Kunst vom Stein“ praktiziert z.B. noch heute z.B. die Druckerei Stecher + Stecher in Tirol. Dort kann man sehr schöne dekorative mehrfarbige Original-Steindrucke auch erwerben. Eine herrliche Fundgrube für alle Sammler von wertvoller Druckgraphik.
(Steindruckerei Stecher + Stecher, in A-6414 Wildermiening)