Bilderbücher sind ein spannendes Feld für Designer und Illustratoren, kleine und große Leser sorgen im Buchhandel für gewaltige Umsätze. Wir stellen zwei Projekte vor,  die uns besonders gut gefallen: „Schlafplatz gesucht!“ von Maria Bogade erscheint im Januar 2012. „Dolph der Elch“ von Andreas und Christian Gödde entsteht gerade.

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„Hamburgs Kreative“ dockt mit der Ausgabe für 2011/12 an

Marc-Michael Schoberer am September 8, 2011

Das 352 Seiten starke Hardcover-Buch ist diesmal im nordisch-blauen Leineneinband mit Heißfolienprägungen, Blindprägung und zwei Lesebändern vom Stapel gelaufen.

Design: Hamburgs Kreative

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Schöner Lesen: 21. Mainzer Minipressen-Messe

Thomas Backs am März 24, 2011

„Handpressen? Die gab es damals, zu Gutenbergs Zeiten.“ In den Tagen von Digitaldruck, Offset-Maschinen und verlegerischen Konzernen liegt diese Antwort nahe. Die ganze Wahrheit trifft sie aber nicht. Das Gegenteil beweist auch 2011 die Mainzer Minipressen-Messe. 360 Aussteller aus mehr als 15 Ländern und 10.000 Besucher werden dort vom 2. bis 5. Juni am Rheinufer erwartet.


Mit der 21. Auflage der Fachmesse ist die Gutenberg-Stadt Mainz wie in jedem Jahr mit ungerader Zahl der internationale Treffpunkt für Minipressen, Kleinverlage, Handpressen, Buchkünstler und Autoren. Die Mainzer Minipressen-Messe, kurz MMPM, ist damit der größte europäische Handelsplatz für Kleinverlagsbücher und künstlerische Pressedrucke.  Ein großes Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen und Poetry Slams gehört dazu.

„Für die durch Internet und neue Medien geschundenen Buchmenschen ist die Mainzer Minipressen-Messe auch wie eine Heil- und Pflegeanstalt: Sie heilt das pessimistische Denken vom Untergang der Buchkultur“, erklärte der Berliner Buchantiquar und Verleger Riewert Quedens Tode  bei der letzten MMPM im Jahr 2009 in seiner Rede zur Vergabe des 16. Victor Otto Stomps-Preises. Dieser Preis der Stadt Mainz ging damals an Hendrik Liersch vom Verlag Corvinus Presse aus  Berlin. Seit 1978 wird die Auszeichnung im Rahmen der Minipressen-Messe im Gedenken an den Verleger und Schriftsteller Victor Otto Stomps für eine kleinverlegerische Leistung verliehen. Der Preis ist heiß, die Dotierung auch: 3.500 Euro gehen an den Gewinner in der Kategorie „Verlag und Zeitschriften“, die Stadt Mainz stiftet zusätzlich noch einen Föderpreis, der mit 1500 Euro dotiert ist.

Zwei Großzelte am Rheinufer bilden ab Christi Himmelfahrt erneut einen großer Handelsplatz für Kleinverlagsbücher und künstlerische Pressedrucke. Viele Aussteller und Verlage machen sich Hoffnungen, für ihre Leistungen mit dem Branchenpreis belohnt zu werden. Zu ihnen gehört auch der Berliner SuKuLTuR-Verlag, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert. Mit  ihren Leseheften der Reihe „Schöner Lesen“ und „Aufklärung und Kritik“ sind Marc Degens, Torsten Franz und Frank Maleu sehr erfolgreich. Seit 2003 sind ihre kleinen gelben Hefte (Format DIN A 6) zum Preis von 1 Euro auch in Süßwarenautomaten auf S-Bahnhöfen erhältlich. Allein in Berlin konnte das Trio auf diesem Weg bis zum Sommer 2010 mehr als 50.000 (!) Lesehefte verkaufen.


Süßwarenautomaten, das ist für Kleinverlage wie SuKuLTuR ein beinahe unschlagbar guter Weg, Lesestoff in Umlauf zu bringen. Ein weiterer Kanal ist natürlich der Online-Verkauf, wie auch die Veranstalter und Organisatoren der MMPM gemerkt haben. Sie unterstützen daher die virtuelle Messe smallpress.  Kleinverlage und Selbstverleger, Autoren, Künstler, Labels und Editionen können auf diesem elektronischen Marktplatz ihre Werke anbieten. Der Besucher findet dort eine stetig wachsende Auswahl an Produkten und Informationen aus den Bereichen Literatur, Kunst, Musik und Wissenschaft.


Rollenoffsetdruck: Wir verschenken Fachbücher!

Marc-Michael Schoberer am März 17, 2011

Wie ihr sicherlich schon gesehen habt, haben wir kürzlich über unsere Facebook-Fanpage 4 Exemplare von “Der Rollenoffsetdruck” verschenkt. Da ich immer noch Mails bekomme, ob wir denn nicht noch mehr Ausgaben hätten, gibt es jetzt die tolle Nachricht: Wir schenken euch noch weitere Ausgaben!


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Agentur-Jahrbuch „Selection“ Band 5 erschienen

Marc-Michael Schoberer am Dezember 23, 2010


5 Jahre „Selection“. Das Agentur-Jahrbuch „Selection – Germany’s Finest Agencies“ ist mit seiner fünften Ausgabe erschienen und zeigt wieder individuelle Selbstdarstellungen der besten deutschen Agenturen aus Werbung, Design und Internet. Diesmal auf 368 Seiten im goldenen Einband.


Übersichtlich nach Bundesländern geordnet, präsentiert das Annual vom Norman Beckmann Verlag  in Band 5 rund 150 Agenturen. Vorgestellt werden, neben bekannten und großen Namen der Branche, auch kleinere Hot-Spots und vielversprechende Newcomer-Agenturen aus ganz Deutschland. → diesen Artikel weiterlesen!


Neuartige Bindung selbst gemacht! Klimaschutz von zu Hause aus

Marc-Michael Schoberer am November 15, 2010

“Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.” heißt die Diplomarbeit von Anke Stöppel, die an der FH Aachen im Fachbereich Gestaltung entstanden ist. Die Autorin sammelte über 300 Tipps, wie jeder einzelne von uns das Klima schützen kann. Wir finden die Idee so genial, dass wir einen Beitrag verfassen MUSSTEN.

Da jeder an einer anderen Stelle beginnt, klimafreundlich zu handeln, sollte auch ihre Diplomarbeit flexibel gestaltet sein. Es entstanden neun einzelne Hefte mit Klebebindung, die mit Hilfe von Buchbinderschrauben zu einem Buch verbunden werden können. Löst man die Buchbinderschrauben, so kann man die einzelnen Kapitel umsortieren und sich eine eigene Reihenfolge zusammenstellen. So beginnt die junge Mutter mit dem Kapitel “Kleidung und Ernährung”, während der arme Student im Kapitel “Energie” Sparmöglichkeiten findet, die auch der Haushaltskasse zu Gute kommen. Auf diese Weise entstand ein individueller Farbcode auf dem Buchrücken.

Diese neuartige Bindung stieß bei vielen Verlagen auf Ablehnung. Daher lässt die Autorin ihr Buch nun als ganz normales Paperback-Buch bei Books on demand produzieren und vertraut darauf, dass ihre Leser den Rest erledigen: Löcher bohren für die Buchbinderschrauben, das Buch in neun Hefte zerschneiden, Umschläge basteln usw

Alle Informationen rund ums Buch findet man auf www.klimaschutz-selbstversuch.de


And it makes (Irma) BOOM!

Elena Jakob am August 18, 2010

Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich gleich noch einen “Buchtipp” bringe. Allerdings ist dieses “Buch” echt genial und eine Meldung wert! (LG Marc)


Die Niederländerin Irma Boom ist eine der bekanntesten Buchgestalterinnen der Welt. Sie wurde am 16.12.1960 in Lochem, Niederlanden geboren. Als Grafik-Designerin, hat sie sich auf Layout-Gestaltung, speziell Buchgestaltung spezialisiert. Sie wählt unübliche Formate, Materialien, Farben, Strukturen und Typografie.

Irma Boom macht die Bücher zu einem visuellen und haptischen Erlebnis. Ihre Bücher werden in vielen internationalen Ausstellungen repräsentiert, z. B. auch im Museum of Modern Art in New York. → diesen Artikel weiterlesen!


Bookmap – Landkarte der Buchschauplätze

Tom Schoener am April 15, 2010

Es gibt ja die unterschiedlichsten Gründe, sich für ein Buch zu erwärmen. Eine hinreißende Rezension im Feuilleton, einen spannenden Teasertext auf dem Buchrücken oder einfach die Vorliebe für den Autor oder die Autorin. Natürlich kann auch die Geografie eine Rolle spielen, wenn man beispielsweise ein Buch lesen möchte, dessen Handlungsspielraum der der eigenen Heimatstadt ist. Aber wer weiß schon so genau, welche Schauplätze in welchem Buch vorkommen?

Nunja, die Antwort dürfte wenig überraschend sein – das Internet weiß es, um genau zu sein, und dass ist ja noch viel weniger überraschend – Google. Okay, dass ist jetzt etwas vereinfacht. Also noch einmal von vorn. Seit Dezember 2009 gibt es mit Pinbooks eine Plattform, die mithilfe des Geotagings von Google Maps die Bücher der Welt geografisch ordnet – und eben nicht nach dem Land oder der Stadt, in welcher das Buch herausgegeben oder geschrieben wurde, sondern nach dem jeweiligen literarischen Handlungsort. Die Suche kann man zudem noch dahingehend spezifizieren, indem man das gesuchte Genre des Buches und die bevorzugte Handlungszeit angibt. Ein virtueller Pin markiert auf der Landkarte nun den Handlungsort. Und natürlich gibt es noch Informationen über Autor, Genre und Erscheinungsjahr – und einen Link zu Amazon.

Das Ganze ist zudem als Community angelegt, in der man sich als Buchfreund anmelden und die Welt an seinem literarophilen Habitus teilhaben lassen kann, sei es, dass man Buchempfehlungen parat hat oder auf der Weltkarte der Bücherschauplätze neue Regionen durch die Freigabe seines persönlichen Wissensschatzes erobert und damit vervollständigt. Spannende Geschichte und für Literaturbegeisterte könnte sich der Besuch der Website auf jeden Fall lohnen – ob man dann unbedingt Buchfreund werden muss, steht dann auf einem anderen Blatt Papier geschrieben.

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Grundlagen der Mediengestaltung

Mona Suenkel am Juli 22, 2009

„Grundlagen der Mediengestaltung“ – lohnenswertes Buch oder verschenktes Geld?

Kurzbeschreibung

Das Buch widmet sich der komplexen Thematik des Gestaltens und sensibilisiert für professionelles Arbeiten. Dazu führt es über die klassischen Gestaltungs-Grundlagen hin zur Fähigkeit, selber gestalterisch tätig zu werden und bietet eine Fülle von praktischen Hinweisen für die eigene Entwicklung: Ob Anzeige, Plakat oder im Internet – das Handwerkszeug dazu wird mit praktischen Übungen und Beispielen mitgeliefert. Im Internet: Website mit Beispielen und Übungen zu Komposition, Typografie, Fotobeurteilung sowie einer Linkliste.

Umschlagtext

Print, Internet, TV, CD-ROM – wir leben im multimedialen Zeitalter. Was braucht der Gestalter von Medien, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Wirkung zu erzielen: modernste Technik, schnellsten Internet-Zugang, neueste Software? – Er braucht vor allen Ideen und Konzepte. Und er sollte die Grundlagen von guter Gestaltung kennen, denn die sind medienübergreifend. Das Arbeitsbuch “Mediengestaltung” führt in die konzeptionelle Mediengestaltung ein. Das ist ein Ansatz, der nicht die Technik und das pure Design, sondern die Grundidee und das umfassende Konzept in den Vordergrund stellt. Viele praktische Übungen und Checklisten schaffen dabei die Basis für erste eigene Schritte und motivieren zum Ausprobieren. Das Buch ist ein Sprungbrett für die Mediengestaltung des 21. Jahrhunderts, in dem der ideenreiche Allrounder für Online- und Offline-Medien gefragt und gefordert ist.

Fazit

Dieses Buch schließt eine Lücke in der verfügbaren Literatur für Mediengestalter, indem es auf die wichtigsten Grundlagen des Gestaltens eingeht. Leider wurde das Konzept nur halbherzig umgesetzt: Viele Fragen, etwa zu Farbe oder Formaten, werden nur angeschnitten. In einem Buch, das speziell solche Themen bedienen möchte, wäre wahrlich eine ausführlichere Darstellung angebracht gewesen. So aber bringen die nur kurz gestreiften Beispiele dem Leser wenig. Auch praxisnahe Beispiele, an denen die Umsetzung des vermittelten Stoffs hätte aufgezeigt werden können, fehlen weitgehend.
Dafür hätte man gerne auf das Fachwortlexikon im Anhang verzichten können, welches – das Buch-Konzept verlassend – ausgerechnet die technischen Begriffe der Branche vermittelt, die man ja auch in anderen (Fach-)Büchern findet.
Außerdem ärgerlich: Jede Menge Patzer im Text, zum Teil hingeschluderte Gedankenfetzen ohne allzu viel Tiefgang – und dazu noch einige Druckfehler in Farbbildern, die in einem Buch für Mediengestalter nun wirklich nicht vorkommen sollten.
Alles in allem ein Buch, das ein wichtiges Thema anreißt – aus dem man sicher mehr hätte machen können.
Also sollte man es sich gut überlegen ob man diese 29,90 € wirklich investieren möchte.
Wer eine Alternative sucht, der ist mit “Visuelle Gestaltung am Computer” von Pina Lewandowsky wohl besser bedient.


Exlibris wieder im Kommen

Peggy Stuber am Mai 17, 2009

Ein kleines, längst totgesagtes Druck-Erzeugnis erlebt zwischen Flyern, Broschüren und Visitenkarte seine Wiederauferstehung.
Es gibt offenbar tatsächlich noch Leute, die sich ein Exlibris in das neueste Werk von Sarah Kuttner oder in Richard David Prechts die Bestsellerlisten stürmende Philosophie-Schwarten kleben. Nach dem Krieg scheinbar in Vergessenheit geraten werden diese Kleinode des individuellen Ausdrucks nun wiederentdeckt und neu und faszinierend interpretiert. Vielleicht liegt es an der Wirtschaftskrise? Lesen die Leute jetzt wieder mehr? Markieren sie ihre Bücher, bevor sie sie verleihen?

Wer am Niederrhein lebt, kann sich noch bis zum 14. Juni über die Geschichte des Exlibris informieren und genauso von neueren Exponaten inspirieren lassen. Und Schloss Moyland ist ja sowieso eine Reise wert.


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