And it makes (Irma) BOOM!

Elena Jakob am August 18, 2010

Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich gleich noch einen “Buchtipp” bringe. Allerdings ist dieses “Buch” echt genial und eine Meldung wert! (LG Marc)


Die Niederländerin Irma Boom ist eine der bekanntesten Buchgestalterinnen der Welt. Sie wurde am 16.12.1960 in Lochem, Niederlanden geboren. Als Grafik-Designerin, hat sie sich auf Layout-Gestaltung, speziell Buchgestaltung spezialisiert. Sie wählt unübliche Formate, Materialien, Farben, Strukturen und Typografie.

Irma Boom macht die Bücher zu einem visuellen und haptischen Erlebnis. Ihre Bücher werden in vielen internationalen Ausstellungen repräsentiert, z. B. auch im Museum of Modern Art in New York. → diesen Artikel weiterlesen!


Die schönsten deutschen Bücher 2009

Tom Schoener am Januar 17, 2010

„Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen.“
Diese Weisheit des chinesischen Philosophen Lao-Tse ziert die Startseite der Website von der Stiftung Buchkunst. Getreu diesem Motto ruft jene jedes Jahr den Wettbewerb „Die schönsten deutschen Bücher“ aus. 2009 erwies sich dabei als ein sehr starker Jahrgang, denn von 440 Teilnehmern wurden unglaubliche 1035 Bücher eingesendet.

Für die Wahl des „schönsten Buches“ waren zwei Jurys verantwortlich. Zunächst unternahm ein siebenköpfiges Gremium eine erste Selektion und empfahl der zweiten Jury insgesamt 306 Bücher. Nach einer viertägiger Beratung entschieden die Juroren sich und vergaben insgesamt 64 Auszeichnungen. 40 weitere Bücher scheiterten denkbar knapp an der notwendigen Zweidrittelmehrheit.

Die „schönsten Bücher 2009“ konnten in punkto Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung überzeugten. Dabei sind alle Auszeichnungen undotiert. Eine Liste der prämierten Bücher findet man auf der Internetseite der Stiftung Buchkunst.

Ausgestellt werden die prämierten Bücher natürlich auch – und zwar in Form einer Wanderausstellung. Starten wird diese am 11. Februar 2010 in der Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Buchhallen und dann an mehr als 80 weiteren Stationen in Deutschland Halt machen.


40 Kilometer Bücherregal

Tom Schoener am September 27, 2009

Ob man tatsächlich von der größten Revolution des Buchdrucks seit Gutenberg reden kann, sei an dieser Stelle offen gelassen. Das es sich auf jeden Fall um eine neue Etappe des Buchdrucks handeln wird, ist jedoch “möglich”.

Die Rede ist von der Espresso Book Machine (EBM) 2.0, welche von dem amerikanischen Unternehmen On Demand Books entwickelt worden ist. Um es vorweg zu nehmen, nein, diese Maschine ist keine Kombination aus einem Kaffeeautomaten und einer Buchdruckmaschine. Die Komponente „Espresso“ im Namen steht sinnbildlich für die Geschwindigkeit, in der nun Bücher gedruckt und gebunden werden können – nämlich innerhalb von knapp fünf Minuten für 300 Seiten. Noch während des Drucks der Seiten wird ein Farbumschlag des gewünschten Buches hergestellt. Der Papierstoß wird schließlich geleimt, in das Cover gepresst und die Ränder beschnitten. Fertig ist das Buch.

Das Revolutionäre an dieser neuen Buchdruckmaschine ist, dass theoretisch nun kein Buch mehr als vergriffen oder nicht lieferbar gelten muss. Gerade für kleinere Buchhandlungen, die ein kleineres Sortiment und somit kaum Chancen gegenüber den großen Buchhäusern oder Amazon haben, kann die Espresso Book Machine eine interessante Option werden, um sich auf dem Markt zu behaupten, zumal das Gerät kaum mehr als ein High-End-Kopierer kosten soll, wenn es denn in Serie gehen sollte.

In der Londoner Filiale der Buchhandelskette Blackwell steht eine von weltweit drei EBM 2.0, die bis Ende Juli getestet wurden. Da die Bücher identisch mit den Auflagen der klassischen Druckereien sind und den gleichen Preis haben, liegt der Vorteil für den Kunden primär darin, immer das gewünschte Buch zu bekommen, so es als PDF-Vorlage im Angebot beinhaltet ist. Im Frühjahr waren es gut eine halbe Million Titel, mit denen der Hersteller in Großbritannien an den Start ging. Dieses Angebot wurde und wird kontinuierlich erweitert. Ziel von Blackwell ist natürlich, die magische Millionengrenze zu erreichen, was dem Fassungsvermögen von 50 Buchhandlungen entspricht oder anders ausgedrückt: ein 40 Kilometer langes Bücherregal. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Werke, für die niemand mehr ein Verlagsrecht besitzt.
Um das Sortiment attraktiver zu machen, spricht Blackwell zudem mit verschiedenen britischen Verlegern. Schließlich ist die englische Buchhandelskette vom Erfolg der High-Speed-Druckmaschine überzeugt und will insgesamt 60 Filialen mit der EMB 2.0 ausstatten.


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