Bilderbücher sind ein spannendes Feld für Designer und Illustratoren, kleine und große Leser sorgen im Buchhandel für gewaltige Umsätze. Wir stellen zwei Projekte vor,  die uns besonders gut gefallen: „Schlafplatz gesucht!“ von Maria Bogade erscheint im Januar 2012. „Dolph der Elch“ von Andreas und Christian Gödde entsteht gerade.

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E-Book – Revolution oder Blase?

Birk Grueling am September 3, 2011

E-Books werden den Buchmarkt revolutionieren. Das verkünden jedenfalls viele Leitmedien. Doch was ist wirklich dran an den digitalen Büchern und braucht man als Autor bald wirklich keine Verlage mehr?

So hoffnungsvoll die Zeitungsverlage auf iPad und Co setzen, so angstvoll blicken die Buchhändler auf die E-Books. Immerhin könnten sie direkt und digital verlegt, das Geschäftsmodell einer gesamten Branche revolutionieren. Doch wie steht es denn eigentlich um das E-Book? Immerhin versammeln sich unter diesem Begriff jede Art von digitaler Publikation, von dem schnöden PDF-Dokument bis hin zum multimedial gestalteten Buchevent. So ist die Qualität vieler E-Books auf den Marktplätzen von Amazon und Co auch eher zweifelhaft. Eine Worddatei wird lieblos umgewandelt und vielleicht noch etwas bebildert, schon ist das elektronische Buch fertig und kann für Preise von 99 cent bis 2,99 Euro verramscht werden. Wirklich gut aufbereitete multimediale Bücher sind eher die Seltenheit, auch weil sich die aufwendige Produktion mit Sprechern und Designer nicht rechnet. Doch ist der E-Bookmarkt deshalb eine Blase? → diesen Artikel weiterlesen!


»typoversity« erschienen!

Marc-Michael Schoberer am Juni 17, 2011

Das jüngst im Norman Beckmann Verlag (www.nbvd.de) erschienene Buch »typoversity« präsentiert aktuelle und vor allem spannende Typografie-Projekte aus Ausbildung und Studium.

Zudem kommen Lehrende zu Wort – im hinteren Teil des Buches berichten verschiedene Professoren in Interviews über ihr Lernkonzept und erklären, wie es Ihnen gelingt, Studierende für Typografie zu begeistern und zu motivieren.
Zu den Interviewpartnern gehören: Prof. Heike Grebin, Prof. Nora Gummert-Hauser, Prof. Jürgen Huber & Christian Hanke, Prof. Indra Kupferschmid, Prof. Jay Rutherford, Prof. Betina Müller, Prof. Ulrike Stoltz, Prof. Rayan Abdullah und Dan Reynolds.

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Der Norman Beckmann Verlag aus Hamburg hat wieder eine neue Publikation im Programm:
»Kommunikationsdesign als Marke« von Damian Gerbaulet.

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Schöner Lesen: 21. Mainzer Minipressen-Messe

Thomas Backs am März 24, 2011

„Handpressen? Die gab es damals, zu Gutenbergs Zeiten.“ In den Tagen von Digitaldruck, Offset-Maschinen und verlegerischen Konzernen liegt diese Antwort nahe. Die ganze Wahrheit trifft sie aber nicht. Das Gegenteil beweist auch 2011 die Mainzer Minipressen-Messe. 360 Aussteller aus mehr als 15 Ländern und 10.000 Besucher werden dort vom 2. bis 5. Juni am Rheinufer erwartet.


Mit der 21. Auflage der Fachmesse ist die Gutenberg-Stadt Mainz wie in jedem Jahr mit ungerader Zahl der internationale Treffpunkt für Minipressen, Kleinverlage, Handpressen, Buchkünstler und Autoren. Die Mainzer Minipressen-Messe, kurz MMPM, ist damit der größte europäische Handelsplatz für Kleinverlagsbücher und künstlerische Pressedrucke.  Ein großes Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen und Poetry Slams gehört dazu.

„Für die durch Internet und neue Medien geschundenen Buchmenschen ist die Mainzer Minipressen-Messe auch wie eine Heil- und Pflegeanstalt: Sie heilt das pessimistische Denken vom Untergang der Buchkultur“, erklärte der Berliner Buchantiquar und Verleger Riewert Quedens Tode  bei der letzten MMPM im Jahr 2009 in seiner Rede zur Vergabe des 16. Victor Otto Stomps-Preises. Dieser Preis der Stadt Mainz ging damals an Hendrik Liersch vom Verlag Corvinus Presse aus  Berlin. Seit 1978 wird die Auszeichnung im Rahmen der Minipressen-Messe im Gedenken an den Verleger und Schriftsteller Victor Otto Stomps für eine kleinverlegerische Leistung verliehen. Der Preis ist heiß, die Dotierung auch: 3.500 Euro gehen an den Gewinner in der Kategorie „Verlag und Zeitschriften“, die Stadt Mainz stiftet zusätzlich noch einen Föderpreis, der mit 1500 Euro dotiert ist.

Zwei Großzelte am Rheinufer bilden ab Christi Himmelfahrt erneut einen großer Handelsplatz für Kleinverlagsbücher und künstlerische Pressedrucke. Viele Aussteller und Verlage machen sich Hoffnungen, für ihre Leistungen mit dem Branchenpreis belohnt zu werden. Zu ihnen gehört auch der Berliner SuKuLTuR-Verlag, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert. Mit  ihren Leseheften der Reihe „Schöner Lesen“ und „Aufklärung und Kritik“ sind Marc Degens, Torsten Franz und Frank Maleu sehr erfolgreich. Seit 2003 sind ihre kleinen gelben Hefte (Format DIN A 6) zum Preis von 1 Euro auch in Süßwarenautomaten auf S-Bahnhöfen erhältlich. Allein in Berlin konnte das Trio auf diesem Weg bis zum Sommer 2010 mehr als 50.000 (!) Lesehefte verkaufen.


Süßwarenautomaten, das ist für Kleinverlage wie SuKuLTuR ein beinahe unschlagbar guter Weg, Lesestoff in Umlauf zu bringen. Ein weiterer Kanal ist natürlich der Online-Verkauf, wie auch die Veranstalter und Organisatoren der MMPM gemerkt haben. Sie unterstützen daher die virtuelle Messe smallpress.  Kleinverlage und Selbstverleger, Autoren, Künstler, Labels und Editionen können auf diesem elektronischen Marktplatz ihre Werke anbieten. Der Besucher findet dort eine stetig wachsende Auswahl an Produkten und Informationen aus den Bereichen Literatur, Kunst, Musik und Wissenschaft.


Rollenoffsetdruck: Wir verschenken Fachbücher!

Marc-Michael Schoberer am März 17, 2011

Wie ihr sicherlich schon gesehen habt, haben wir kürzlich über unsere Facebook-Fanpage 4 Exemplare von “Der Rollenoffsetdruck” verschenkt. Da ich immer noch Mails bekomme, ob wir denn nicht noch mehr Ausgaben hätten, gibt es jetzt die tolle Nachricht: Wir schenken euch noch weitere Ausgaben!


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Im Schatten des Flügelschlags: Der Roman auf Twitter

Marc-Michael Schoberer am April 20, 2010

Das schnellste Medium im Internet wird das langsamste: Ab dem 3. Mai 2010 erscheint erstmals ein deutschsprachiges Buch komplett auf Twitter. Der Verlag Motu One veröffentlicht den Roman “Im Schatten des Flügelschlags” von Marcel Magis über das junge Medium, im Herbst 2010 folgt die Buchausgabe sowie E-Book-Versionen für iPhone, iPod touch und iPad.

Täglich erscheint stündlich von 9 bis 19 Uhr ein Tweet, am Ende stehen rund 3500 Tweets, die komplette Veröffentlichung dauert also fast exakt ein Jahr.

Im Buch “Im Schatten des Flügelschlags” wird die Wirklichkeit unzuverlässig: Menschen verschwinden, auch ein Hotel stirbt über Nacht. Ein Pinguin in Paris zeigt seine allzu menschliche Vorliebe für guten Whisky. Im Mittelpunkt steht Mino, der recht erfolglos verschiedene Arbeiten ausführt, sich auf die Suche nach seiner großen Liebe auf eine traumähnliche Reise durch eine japanische Winterlandschaft begibt. In einer “Agentur für Liebesangelegenheiten” findet Mino einen neuen Job, der ihn nach Wien zu seiner großen Liebe führt.

Verlagsinhaberin Corinna Luedtke: “Mit dem Twitter-Projekt beschreiten wir einen eigenen Weg in der Verlagslandschaft, der klassische und neue Medien miteinander verknüpft. Wir sehen in der Verbindung die Zukunft des Buches und Möglichkeiten für die Verlagsbranche. Bisher fürchten etliche Verlage eine Kannibalisierung der Buch-Verkäufe durch das E-Book, ich sehe eher Chancen, indem man zum Beispiel völlig neue Zielgruppen erreichen und für das gute Buch begeistern kann.”

Der Autor Marcel Magis: “Es ist erstaunlich, wie sich ein Buch in Twitter verändert. Jeder Satz wird zum Mikrokosmos.”

Der junge Verlag Motu One stellte Ende 2009 erste Bücher für iPhone und iPod touch vor und kooperiert dabei auch mit renommierten Verlagen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen wie E-Pub setzt Motu One jedes Buch neu und verleiht ihnen so ein typografisch eigenes Gesicht. Neben elektronischen Veröffentlichungen stellt der Verlag im Sommer/Herbst 2010 sein erstes Buchprogramm vor, unter anderem eine Anthologie des Projektes “Schreiben gegen das Vergessen”.

Ich kenne Marcel persönlich und war schon von seinem ersten Werk “Mein Leben mit Mitsu” begeistert!  Sicherlich ist es für ihn ein seltsames Gefühl, die Sätze in je 140 Zeichen zu zerlegen.  Jedoch wird so jeder Twitter-Satz noch mehr betont sein und aus dem Roman wird eine ganz neue Form, ein kreatives pars pro toto!

Twitter-Auszüge:

3. Mai 13 Uhr: Ich würde jetzt fliegen wollen, durch Wolken schwimmen und die Stunden bis zur Sonne zählen.
4. Mai 9 Uhr: Die Stadt dampfte. Darüber der Himmel, eben erwacht, Wolkentürme, dazwischen verstreut mattes Licht.
5. Mai 18 Uhr: Ich mag alle Menschen, die ein wenig verzweifelt sind, und Kawaka mit seinen Ärmelschonern schien mir besonders verzweifelt zu sein.
6. Mai 11: Uhr: Von meinem Schreibtisch aus sah ich jeden Tag eine Krähe, die mich zu beobachten schien.
7. Mai 17 Uhr: Ich ging in die Küche, schaltete den Gasherd an, setzte den Topf mit den Eiern auf und wartete.
8. Mai 17 Uhr: Unsere Blicke trafen sich ungefähr auf der Mitte und wir lächelten.

Flügelschlag, Twitter-Link: http://www.twitter.com/fluegelschlag
Marcel Magis: http://www.nemono.de
Motu One: http://www.motu-one.de


Grundlagen der Mediengestaltung

Mona Suenkel am Juli 22, 2009

„Grundlagen der Mediengestaltung“ – lohnenswertes Buch oder verschenktes Geld?

Kurzbeschreibung

Das Buch widmet sich der komplexen Thematik des Gestaltens und sensibilisiert für professionelles Arbeiten. Dazu führt es über die klassischen Gestaltungs-Grundlagen hin zur Fähigkeit, selber gestalterisch tätig zu werden und bietet eine Fülle von praktischen Hinweisen für die eigene Entwicklung: Ob Anzeige, Plakat oder im Internet – das Handwerkszeug dazu wird mit praktischen Übungen und Beispielen mitgeliefert. Im Internet: Website mit Beispielen und Übungen zu Komposition, Typografie, Fotobeurteilung sowie einer Linkliste.

Umschlagtext

Print, Internet, TV, CD-ROM – wir leben im multimedialen Zeitalter. Was braucht der Gestalter von Medien, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Wirkung zu erzielen: modernste Technik, schnellsten Internet-Zugang, neueste Software? – Er braucht vor allen Ideen und Konzepte. Und er sollte die Grundlagen von guter Gestaltung kennen, denn die sind medienübergreifend. Das Arbeitsbuch “Mediengestaltung” führt in die konzeptionelle Mediengestaltung ein. Das ist ein Ansatz, der nicht die Technik und das pure Design, sondern die Grundidee und das umfassende Konzept in den Vordergrund stellt. Viele praktische Übungen und Checklisten schaffen dabei die Basis für erste eigene Schritte und motivieren zum Ausprobieren. Das Buch ist ein Sprungbrett für die Mediengestaltung des 21. Jahrhunderts, in dem der ideenreiche Allrounder für Online- und Offline-Medien gefragt und gefordert ist.

Fazit

Dieses Buch schließt eine Lücke in der verfügbaren Literatur für Mediengestalter, indem es auf die wichtigsten Grundlagen des Gestaltens eingeht. Leider wurde das Konzept nur halbherzig umgesetzt: Viele Fragen, etwa zu Farbe oder Formaten, werden nur angeschnitten. In einem Buch, das speziell solche Themen bedienen möchte, wäre wahrlich eine ausführlichere Darstellung angebracht gewesen. So aber bringen die nur kurz gestreiften Beispiele dem Leser wenig. Auch praxisnahe Beispiele, an denen die Umsetzung des vermittelten Stoffs hätte aufgezeigt werden können, fehlen weitgehend.
Dafür hätte man gerne auf das Fachwortlexikon im Anhang verzichten können, welches – das Buch-Konzept verlassend – ausgerechnet die technischen Begriffe der Branche vermittelt, die man ja auch in anderen (Fach-)Büchern findet.
Außerdem ärgerlich: Jede Menge Patzer im Text, zum Teil hingeschluderte Gedankenfetzen ohne allzu viel Tiefgang – und dazu noch einige Druckfehler in Farbbildern, die in einem Buch für Mediengestalter nun wirklich nicht vorkommen sollten.
Alles in allem ein Buch, das ein wichtiges Thema anreißt – aus dem man sicher mehr hätte machen können.
Also sollte man es sich gut überlegen ob man diese 29,90 € wirklich investieren möchte.
Wer eine Alternative sucht, der ist mit “Visuelle Gestaltung am Computer” von Pina Lewandowsky wohl besser bedient.


Wer ein guter Mediengestalter werden will, kommt im Rahmen seiner Ausbildung kaum am fleißigen Büffeln vorbei. Und so gilt es, sich emsig mit den zahlreichen Wälzern herumzuschlagen und sich das Wichtigste zu markieren und herauszuschreiben. Eine kleine Hilfe, gerade in der unmittelbaren Phase vor anstehenden Prüfungen, bietet „Spickzettel“. Herwig Horn, Inka-Gabriela Schmidt und Henrik Wolf haben das Prüfungswissen für Mediengestalter auf 660 Lernkarten gebannt.
Aktuelle Fragen und kompakte Antworten zu Themen wie Drucktechnik, Farbe, Gestaltung, Vorstufe, Datenhandling oder Multimedia, um nur einige zu nennen, ermöglichen ein Lernen, das Spaß macht.

Herausgegeben wird „Spickzettel“ vom Hermann Schmidt Verlag, einem der führenden Fachverlage für Typografie und Grafikdesign im deutschsprachigen Raum.

Mit 49,80 Euro ist die Wissenssammlung nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber dafür enden die Einsatzmöglichkeiten wahrscheinlich auch nicht mit den bestandenen Prüfungen.


Buchtipp: Druckmittel erstellen

Peggy Stuber am Juni 16, 2009

Druckmittel werden nicht immer von Profis hergestellt, die Ergebnisse müssen auch nicht zwangsweise sehr professionell sein und können trotzdem gut wirken. Die Vorbereitung für die Druckvorstufe, die muss allerdings passen.
Es gibt einen Ratgeber, der auch Nicht-Profis die Arbeit sehr erleichtert. Das Buch heißt „Druckwerke und Werbemittel herstellen. Was Sie schon immer über Print wissen wollten“ und ist eine echte Hilfe, wenn man sich in diesem Metier noch nicht so gut auskennt.
Diverse Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklären sehr ausführlich, wie man Flyer, Broschüren und Bücher herstellt. Zudem eignet sich das Buch gut als Nachschlagewerk für die diversen Fachausdrücke.
Die typografischen Grundlagen werden genauso erläutert, wie die Grundsätze des Layout. Außerdem wird natürlich ausgiebig alles zum Thema „Druck“ erläutert.


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