Wie gut ist Onlinedruck? Genauso gut wie der der Hausdruckerei, mit der man lange zusammenarbeitet? Bietet er sogar mehr? Und was hat man als Kunde einer Onlinedruckerei für den günstigen Preis zu erwarten? Die großen Onlinedruckereien wirken wie Wunderkinder: Sie liefern Standarddrucksachen zum märchenhaften Preis, dafür muss man als Kunde die Daten genau vorbereiten und sich mit einem umfangreichen Shopsystem und seinen festgelegten Abläufen vertraut machen.

Wunderkind und Schreckgespenst: Die Onlinedruckerei

Für den inhabergeführten kleinen Druckereibetrieb kommt der Onlinedruck daher wie ein Schreckgespenst. Zudem diversifizieren große Online-Druckereien ihre Produktpalette immer weiter. Zeit für eine Bestandsaufnahme, was die unterschiedlichen Geschäftsmodelle von Hausdruckerei und Onlinedruckerei leisten und wo die Unterschiede, die Vorteile und die Nachteile liegen. Es gibt einige neuralgische Punkte, die die Ansätze voneinander trennen und die Einschätzung der Leistungsfähigkeit der beiden Modelle erleichtern.

Die typische Seite einer Online-Druckerei, hier am Beispiel von Flyerpilot: Es gibt eine Vielzahl an Druck-Standards wie Flyer, Plakate und Geschäftspapiere, dann aber auch Diversifizierungen. Hier zum Beispiel bedruckte Faltzelte, gastronomische Artikel, Aufsteller und Messeprodukte.

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Bogenoffsetdruck-Baureihe Speedmaster SX erfolgreich eingeführt

Marc-Michael Schoberer am Dezember 17, 2012

Seit dem die Heidelberger Druckmaschinen AG im Mai diesen Jahres anlässlich der drupa2012 den Bogenoffsetdruck der neuen Speedmaster SX Reihe vorstellten, ist ein gutes halbes Jahr ins Land gezogen. Keine Sekunde zu früh um einmal Bilanz zu ziehen. Zwei Aspekte dürften da für den modernen Drucker, Mediengestalter und Designer von Interesse sein. Haben sich die Konzepte, nach den der Bogenoffsetdruck der SX Reihe gefertigt wurde, bewährt? Werden diese Maschinen den Ansprüchen die ich als Mediengestalter, Designer oder Drucker an die Druckerzeugnisse, die ihrerseits aus den Ansprüchen meiner Kunden resultieren, gerecht?

Umgesetzte Konzepte

Zur ersten Frage: Der Plan, d.h. das Konzept hinter der BaureiheBogenoffsetdruck Speedmaster SX bestand darin, eine Strategie zu entwickeln, die dem Markt der Druckbranche gerecht wurde. Kunden wünschen sich bei der Umsetzung ihrer Medienerzeugnisse eine Qualität, welche sich nur durch den modernen Bogenoffsetdruck realisieren lässt. Hohe Kosten, die durch geringe Auftragshöhen entstehen, machen diese Qualität so teuer. Die Bogenoffsetdruck Baureihe Speedmaster SX verschafft den hohen Qualitätsansprüchen einen attraktiveren Produktionspreis. Die Speedmaster SX orientiert sich zudem an der Nachfrage nach Druckwerken, die aufwendigere Veredelungen, die steigenden Druckjobs und umweltfreundliche Produktion konsolidieren.

Mit der Bogenoffsetdruck Baureihe Speedmaster SX ist ein Spezialwerkzeug für Drucker, Mediengestalter und Designer konzipiert worden. Die Beobachtungen bei einem Besuch der Präsentation der BogenoffsetdruckBaureihe an den Ständen der Heidelberger Druckmaschinen AG ergaben, dass mit diesen Druckwerken, der Bedarf im Segment Werbedruck gedeckt wird. Die Herausforderung: Wege zu finden hohe Quantität bei gleich hoher Qualität mit sinkenden Kosten unter einen Hut zu bekommen. → diesen Artikel weiterlesen!


Nicht jammern, Service verbessern!

Marc-Michael Schoberer am Oktober 26, 2012

Man liest es beinahe täglich:
Kleinere Hausdruckereien klagen lautstark über die chronische Übersättigung des Druckmarktes.

Nicht jammern - Service veressern. Und zwar schleunigst!Schuld seien natürlich wie immer die anderen, die Großen, die Online-Druckereien, die das Internet zum aktiven Verkauf nutzen.
Als sei Print 2.0 ein Buch mit 7 Siegeln?!

Man beschwert sich über die zunehmende Zerstörung der Preisstrukturen und über den Kundenfang der Online Marktführer. Man jammert und jammert und jammert.

Der Service der Online-Druckereien sei schlecht, man selbst würde doch alles viel besser, effizienter und qualitativ hochwertiger machen.

Diese Ungerechtigkeit publiziert man über die Medien. Doch Ungerechtigkeit muss erforscht sein. Deshalb gehen wir der Sache auf den Grund. Ist dieses Problem etwa hausgemacht?

Wir haben den Praxistest gemacht und uns vom Servicegedanken der „kleinen Hausdruckereien“ überzeugt.

Der Kerngedanke:

Eine Druckerei die klagt, muss doch an potentiellen Neukunden interessiert sein, muss dem „Neuen“ Honig um´s Maul schmieren und buhlen was das Zeug hält. Denn Neukunden sind Aufträge. Aufträge nach denen man ja laut Presse händeringend sucht.

Wir haben daher 10 kleinere Druckereien (Offset) kontaktiert und ein klassisches Standardprodukt angefragt.

10.000 Visitenkarten, 4/4- farbig, 350 gr. Papier, Bilderdruck matt, vollständige, druckkonforme Daten werden als PDF geliefert.
Zugegeben, das angefragte Produkt passt mehr in die Sparte „Online-Druck“, aber Interesse, gerade wegen eventueller Folgeaufträge, müsste ja da sein. Oder?

Denkste! Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, weder uns und schon gar nicht unserem Auftrag wurde die nötige Aufmerksamkeit geschenkt.
Ja, zum Großteil haben wir noch nicht einmal ein professionelles Angebot erhalten.
Sollte es den Hausdruckereien also doch nicht so schlecht gehen?
Jammert man nur, weil alle jammern und es bequemer ist, die Schuld beim anderen zu suchen?

Bei 10 Offsetdruckereien aus dem gesamten Bundesgebiet sieht der Kundenservice und Customer Relation Management (CRM) wie folgt aus:

- 40 % der Druckereien rieten uns direkt und ohne Umschweife, uns an die bekannten Online-Druckereien zu wenden. Zwar erhielten wir keine konkrete Empfehlung, aber alleine die ablehnende Haltung verblüffte uns.
- 6 Druckereien wollten uns ein unverbindliches Angebot zukommen lassen. Trotz mehrfacher Betonung, dass wir den Auftrag so zügig wie möglich erledigt haben müssten, haben wir zum Teil bis heute kein Angebot vorliegen. Tatsächlich erhalten haben wir nach 7 Tagen 3 Angebote. Die anderen Offerten folgten sporadisch.
- Sage und schreibe 7 von 10 Druckereien vermittelten uns das Gefühl, mit unserer Anfrage hier nicht willkommen zu sein. Man war tendenziell unfreundlich und nur wenig serviceorientiert.
- 40 % der Druckereien konnten uns keine fundierte Auskunft geben, wie die Druckdaten am sinnvollsten geliefert werden sollten. „Schauen Sie mal auf unsere Website, oder schicken Sie ein JPG“. Von PDF war nicht wirklich die Rede. Auch hier wurde deutlich: Der Kunde war vielleicht mal vor 20 Jahren König.
- 3 von 4 Druckereien wiesen uns jedoch umgehend darauf hin, dass Datenchecks extra kosten und definitiv nicht im Service inbegriffen seien.

Der Preis:

Es war natürlich von Beginn an klar, dass eine kleine Druckerei nicht mit den Preisen der Internetkonkurrenz mithalten kann.
Die Preise der Druckereien, die uns auch tatsächlich ein Angebot geschickt haben, lag teilweise über dem 8-fachen Preis aus dem WWW.
Definitiv zu hoch.

Mit einem derart schlechten Ergebnis für die Hausdruckereien haben wir nicht gerechnet. Theoretisch wäre es natürlich möglich, dass wir genau die Schwarzen Schafe bei der Auswahl der Druckereien angefragt haben, die faktisch kein Interesse zeigen.
Die Zahlen sagen jedoch mehr als Worte und geben diesem Gedanken nur wenig Nahrung.
Auch wenn unser Auftrag sicherlich nur sehr geringe Gewinnspannen zulässt, es wäre doch ein Einstieg. Eine Möglichkeit auf interessante Neuaufträge.
Auf positive Mundpropaganda, auf die Hausdruckereien ja sehr viel Wert legen (sollten).

Ich persönlich würde auch sehr gerne mal regional drucken lassen.
Die lokale Wirtschaft unterstützen.

Bei diesem mäßigen Service drucke ich jedoch lieber weiterhin online und nehme in Kauf, dass der persönliche Kontakt verloren gehen könnte.

Natürlich – auf den ersten Blick kann man die Frustration der kleinen Druckereien verstehen, aber dieser Unmut sollte tunlichst nicht an den Kunden weitergegeben werden.
Stattdessen sollte man optimieren, ranklotzen und nicht nur jammern und mit dem Finger auf die anderen zeigen.

Hausdruckereien bei denen der Service noch groß geschrieben wird, können sich gerne bei uns melden und uns von Ihrem Service überzeugen. Wir würden uns freuen.


Plastikkarten Druck

Marc-Michael Schoberer am Oktober 4, 2012

Für die Bedruckung von Plastikkarten gibt es verschiedene Druckverfahren. Die Wahl des richtigen Verfahrens entscheidet maßgeblich über das tatsächliche Druckergebnis.

Plastikkarten: Druck im Offsetverfahren

Für größere Produktionen mit höchsten Qualitätsansprüchen zu wirtschaftlichen Kosten empfiehlt sich das Offsetverfahren. Durch industrielle Offsetmaschinen werden die Plastikkarten in großen Druckbögen gedruckt, d.h. es wird eine größere Anzahl Karten gleichzeitig bedruckt und anschließend auf das entsprechende ISO Format ausgestanzt. Bereits ab einer vergleichsweise geringen Auflage von 200 – 500 Karten, lohnt es sich, Karten im Offsetverfahren produzieren zu lassen. Bei kleineren Stückzahlen, unter 250 Karten, sind die Einrichtungskosten der Druckmaschinen zu hoch, als dass sich eine Produktion im Offsetverfahren rentieren würde. → diesen Artikel weiterlesen!


Grußkarten selbst gestalten und Erfolg haben

Marc-Michael Schoberer am September 1, 2012

Grußkarten werden oft und für viele unterschiedliche Anlässe benötigt. Meistens werden höhere Stückzahlen benötigt aber auch für kleine Feiern ist es möglich, Grußkarten drucken zu lassen.
Heutzutage fällt es vielen Menschen leicht, auf dem heimischen Computer eigene Grußkarten zu erstellen. Wenn diese dann bei einer Online Druckerei in Auftrag gegeben werden ist die Abwicklung in der Regel schneller und günstiger als wenn eine Druckerei vor Ort aufgesucht wird. Grußkartendrucken macht Spaß weil eigene Texte, Motive und Bilder eingebunden werden können und so ein individuelle, kleines Kunstwerk entsteht.

Für welchen Anlass können Grußkarten gedruckt werden?

Bei einer privaten Geburtstagsfeier fängt es je schon an. Grußkartendrucken verleiht eine individuelle Einladung, die auch sehr persönlich sein kann. Grußkarten können ebenfalls als Einladung zur Taufe, Hochzeit oder zum Hochzeitstag entworfen werden.
Ebenfalls werden Karten benötigt für Firmenfeiern, Dankesgrüße an Geschäftspartner oder Einladungen zu Präsentationen und Vorträgen.
Grußkarten drucken kann auch zum Zweck von Werbung für ein Unternehmen oder einen Sportverein geschehen. Vereinsveranstaltungen wie Feiern, Reinigungsarbeiten oder Instandhaltungstreffen können mit einer Postkarte bei allen Beteiligten in Erinnerung gerufen werden.

Wie sollte eine Grußkarte gestaltet sein?

Wichtig ist, dass die Schriftart gut lesbar und in einer angemessenen Größe gewählt wird. Das Motiv der Karte ist dem Anlass entsprechend zu wählen. Hier kommt es darauf an, ob der Aufdruck seriös, lustig oder nicht direkt (zum Beispiel Landschaft oder Blumen auf der Karte) gewählt wird.
Bei Karten, die ein echter Hingucker werden sollen, sollten Motiv und Oberseite der Karte farbig und groß gedruckt werden. Wenn die Grußkarten ins Auge fallen, werden sie in der Regel auch gelesen. Dies trifft vor allem auf Werbung zu, die auf Postkarten verschickt wird. Damit sie nicht sofort im Hausmüll entsorgt werden, muss die Grußkarte so ansprechend sein und neugierig machen, dass der Leser sich mit ihr befasst.

Grußkarten drucken ist einfacher als Sie glauben – probiere es doch bei der nächsten Gelegenheit einfach aus! Zum Beispiel bei Serienkarte.


Die Geschichte von Gutenberg

Marc-Michael Schoberer am Mai 14, 2012

Auf den Spuren von Gutenbergs Werk

In Zeiten in denen man vorrangig mit E-Readern, Tablet-PCs und Smartphones zu tun hat, gibt es jedoch Momente in denen man lieber ein „richtiges“ Buch in den Händen halten möchte, anstatt auf ein Display zu schauen. Doch lieber den Geruch von Druckerschwärze wahrnimmt. Eine Wand voller Bücher übt auch im noch so technischen Zeitalter eine gewisse Faszination aus und hat etwas Vertrautes an sich.

Copyright: Dieter Schütz, pixelio.de

Johannes Gensfleisch, so hieß Gutenberg mit bürgerlichem Namen, wurde als Sohn einer Krämerstochter und eines wohlhabenden Kaufmanns in Mainz geboren. Damals hatten nur wenige das Privileg lesen und schreiben erlernen zu dürfen. Als Sohn des Kaufmanns Gensfleisch war ihm dieses Privileg gegeben. Sein Elternhaus, der Hof zum Gutenberg, wurde der spätere Namensgeber Johannes‘. Ebenso wie das Privileg lesen und schreiben zu lernen, lernte Gutenberg auch die lateinische Sprache – die Sprache der Gebildeten. → diesen Artikel weiterlesen!


Der Ausstieg aus der Atom-Energie ist ein großes Thema des Jahres, die Mehrheit der Deutschen will ihn. Klar, dass die atomstromfreie Produktion wie auch der klimaneutrale Druck in der Branche diskutiert wird. Bis 2022 müssen Unternehmen dabei gar nicht warten. Die Online-Druckerei Flyerpilot in Franken gehört zu denen, die bereits komplett atomstromfrei produzieren. Vermutlich als erste Online-Druckerei überhaupt.

Ihren Energieversorger können sich die meisten Unternehmen in Deutschland selbst aussuchen. In der Debatte um den Atom-Ausstieg geht die Druckerei Flyerpilot im unterfränkischen Kreis Schweinfurt mit gutem Beispiel voran: Als vermutlich erste Online-Druckerei überhaupt in Deutschland arbeitet das Unternehmen nun seit dem 1. Mai 2011 zu 100 Prozent atomstromfrei und bezieht seinen Strom komplett aus Wasserkraft.

Das ist möglich, weil sich die Franken für einen regionalen Energieversorger als Stromlieferanten enstchieden haben. Der betreibt in der Nähe der Druckerei ein Wasserkraftwerk, zur Erzeugung des grünen Stroms dient das natürliche Gefälle des Mains. Die Druckerei selbst geht in puncto Nachhaltigkeit noch weiter: Papierschneideabfälle werden konsequent recycelt und eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Firmendach liefert 80KW umweltfreundlichen Strom. Zudem will man auch künftig in den Ausbau ökologischer Prozesse investieren. Der Plan: Im Gegenzug verzichtet man bewusst auf großflächige Anzeigenkampagnen, Stadionwerbung und Sponsoring. Ein guter Ansatz, wenn man diese Ideen auch wirklich weitertreibt.

Atomstromfreier Druck und klimaneutrale Produktion sind aktuell und in Zukunft wichtige Instrumente der Kundenbindung. Schließlich zeichnet sich die Ressourcenknappheit als das große zukünftige Problem der Menschheit ab. Nur Unternehmen, die dieses verinnerlichen und demnach nachhaltig wirtschaften, werden ihre Kunden langfristig binden können. Immer mehr Druckunternehmen übernehmen daher Verantwortung, setzen auf Nachhaltigkeit und bieten klimaneutral gedruckte Produkte an. Ein starker Trend, in den Ausbau ökologischer Prozesse wird dabei viel investiert.

Für den Öko-Druck werden ausschließlich Farben verwendet, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Diese Farben enthalten anders als konventionelle Druckfarben kein Mineralöl. Sein Anteil wird hier durch pflanzliche Öle ersetzt, die biologisch abbaubar sind. Gängige Drucksachen wie Broschüren, Flyer, Visitenkarten oder Briefpapier werden dabei von den meisten Unternehmen in Varianten auf Öko-Papier angeboten. Erkennbar ist das für den Kunden häufig an der FSC-Zertifizierung. FSC steht für Forest Stewardship Council, eine Zertifizierung für nachhaltig produzierte Holzprodukte. Produkte zertifizierter Anbieter dürfen mit diesem offiziellen FSC-Logo bedruckt werden. Gleiches gilt für PEFC (nachhaltige Waldbewirtschaftung) oder den Blauen Engel (Recyclingpapier).

Der Prozess einer klimaneutralen Produktion reicht natürlich weit über die verwendeten Materialien und Rohstoffe hinaus. Auch Zulieferer können nach ökologischen Kriterien ausgewählt werden.  Und im Energieverbrauch lässt sich die Umweltbilanz mit Green IT und Wärmerückgewinnung deutlich verbesseren. Etwa durch den Einbau von Wärmepumpen. Mit der Rückgewinnung der Prozesswärme kann die in den Druckmaschinen entstehende Wärme für die Warmwasserversorgung und zum Heizen verwendet werden. Investitionen, die sich für ein Unternehmen auf die Dauer gesehen rechnen. Und Kunden können durch den besonderen Service von Zeugnissen ebenfalls profitieren: So können die CO2-Werte oft individuell für die gedruckten Produkte berechnet werden, ein Emissionszertifikat wird häufig zur Verfügung gestellt.

Einen interessanten Artikel über alle gängigen ÖKO-Labels im Papierbereich, findet ihr hier.


Wenn man derzeit aus dem Fenster schaut, dann lässt eigentlich kaum etwas auf die nicht erst seit Kopenhagen mahnenden Hinweise auf Klimawandel und Erderwärmung schließen. Alles OK. Der Schein trügt jedoch kolossal und so gehören Themen wie Green-IT, erneuerbare Energien, aber auch Atomausstieg die Zukunft. Jetzt kann man sich als Privatperson oder als Unternehmen, welcher Größe auch immer, gut und gern hinter den halbgaren Beschlüssen der Politiker verstecken und einfach so weitermachen, wie bisher. Was kann ich als Einzelner schon ausrichten? Wie gesagt, es geht eben auch einfach. Aber verändern wird sich auf diese Weise überhaupt nichts.

Dass es auch anders geht, beweist die Druckerei Hassmüller aus Frankfurt am Main. Die Druckerei, die der Grandpierre Unternehmensgruppe angehört, will etwas gegen den Klimawandel tun und verwendet mit natureOffice nun ein Verfahren, welches ihnen erlaubt, klimaneutrale Druckerzeugnisse herzustellen.

Kunden, die Produkte der Druckerei Hassmüller kaufen, leisten damit ihren ganz eigenen Beitrag zum Klimaschutz und mit dem Qualitäts-Signet „klimaneutral gedruckt“ kann man dann sein Engagement auch jedem vor die Nase halten. Ich weiß, ich werde jetzt ein klein wenig polemisch. Aber natürlich weiß auch die Druckerei Hassmüller, dass es für klimaneutral hergestellte Produkte einen Markt geben wird. Neben dem durchaus begrüßenswerten ökologischen Ansinnen steht natürlich auch ein ökonomisches. Das ist im höchsten Maße legitim für ein Unternehmen, aber an diesem Satz auf der Homepage: „ Durch das Qualitäts-Signet “klimaneutral gedruckt”, welches auf die Rückseite oder ins Impressum der Drucksache mit eingedruckt wird, machen Sie ihr Engagement öffentlich.“, stoße ich mich dann doch irgendwie – schließlich geht es nicht darum, wenn ich ein Flyer, eine Broschüre oder ein Geschäftsbericht erstelle, dass jeder sieht, was für ein Gutsmensch ich bin, sondern man tut dies, weil es einfach richtig ist. Aber dies ist dann wohl erst der nächste Schritt in der Entwicklung eines neuen Umweltbewusstseins in dieser Gesellschaft. Seien wir also zufrieden und so enden wir mit einem weiteren Zitat von der Homepage der Frankfurter Druckerei: „Bekennen Sie sich zum Klimaschutz und übernehmen Verantwortung.“ Fragen zu Thema werden da übrigens auch gern beantwortet.


Was wurde im vergangenen Jahr in allen Branchen über Krisen, Umsatzeinbrüche, Massenentlassungen und dergleichen gesprochen. Die unterschiedlichsten Szenarien wurden an die Wand gemalt – und mit welchem Ergebnis nun eigentlich?

Der Bundesverband Druck und Medien hat jetzt erstmalig in Form eines Buches, die „Jahreskonjunkturanalyse 2009 Deutsche Druckindustrie“ veröffentlicht, in dem, wie es der Name ja bereits verspricht, ein Gesamtbild zur konjunkturellen Lage der deutschen Druckindustrie abgebildet werden soll. Darüber hinaus finden sich neben dieser Analyse, Überlegungen zu den langfristigen Marktchancen der Branche und Untersuchungen zum Strukturwandel sowie innovative Ideen aus dem Bereich der Drucktechnik.

Neben dem recht umfangreichen Tabellenteil enthält die Jahreskonjunkturanalyse Deutsche Druckindustrie 2009 weitere nützliche Informationen wie z.B. ein Glossar oder ein Veröffentlichungskalender statistischer Ergebnisse für die Druckindustrie. Das Werk befasst sich mit den unterschiedlichen volkswirtschaftlichen Bereichen der Druckbranche und verdeutlicht Entwicklungstendenzen und Perspektiven auf den einzelnen Gebieten.

Themen des Kompendiums sind u.a. ein Überblick über die Konjunkturbedingungen der deutschen Druckindustrie aus dem vergangenen Jahr, Angaben über deren Produktions- und Investitionsvolumen sowie Aussagen über den Arbeitsmarkt mit Personalbestand, Betriebsgrößenstruktur, Beschäftigtenstruktur nach Sparten und Bundesländern, Personalkostenanteil und Arbeitsproduktivität.

Ein Buch also voll mit Zahlen, Daten und Fakten. Vermutlich nicht jedermanns Bettlektüre, aber für diejenigen, die sich mit der Analyse der deutschen Druckindustrie befassen wollen oder müssen, ein nützliches Hilfsmittel.

Hier also noch einmal alle wichtigen Informationen gebündelt:
Nora Lauterbach
Jahreskonjunkturanalyse Deutsche Druckindustrie, Ausgabe 2009
68 Seiten, mit zahlreichen Tabellen und Grafiken,
DIN A4, Artikel-Nummer 82000,
Preis (Mitglieder): 
49 Euro zzgl. 7% MwSt. und Versand
Preis (Nichtmitglieder):
 79 Euro zzgl. 7% MwSt. und Versand.


Neues Führungsteam für „grüne“ Druckerei

Marc-Michael Schoberer am Januar 26, 2010

Die für ihr Umweltengagement und innovativen Ressourceneinsatz bekannte Druckhaus Berlin-Mitte GmbH im Herzen Berlins hat zum Beginn dieses Jahres ihre Führungsstruktur neu geordnet.

Ab 1. Januar ist der bisherige Vertriebsleiter Martin Lind alleiniger Geschäftsführer des Unternehmens. Ihm zur Seite stehen Christiane Krolewski und Ole Jach für die Produktionsleitung, sowie die Assistenten Jennifer Meister (Marketing und Vertrieb) und Christian Elbert (Technik).

Martin Lind sagte zur neuen Struktur: „Die Aufstellung der Geschäftleitung als Team von erfahrenen Spezialisten und die frühzeitige Einbeziehung junger Mitarbeiter in die Führungsarbeit erscheint uns im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung notwendig und sinnvoll“.

Ein weiterer wichtiger Schritt wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 getan. Sämtliche Firmenanteile wurden auf die gemeinnützige Sonja Röder Stiftung übertragen. Mit diesem ungewöhnlichen und besonders nachhaltigen Schritt werden die bisherigen Aktivitäten der Gesellschafter untermauert.

Seit Jahren verbinden die Gesellschafter der Druckhaus Berlin-Mitte GmbH, Hans und Sonja Röder sowie Ronald Krögler ihre wirtschaftlichen Aktivitäten mit einem Engagement für die Gesellschaft.

Aus dem Verständnis heraus, gerade als mittelständischer Unternehmer Teil der Gesellschaft zu sein und in besonderer Weise Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu tragen, wurde das Druckhaus Berlin-Mitte zu einer der umweltfreundlichsten Druckereien in der Region und in ganz Deutschland ausgebaut.

Mit der Übertragung der Firmenanteile auf die Stiftung stehen zukünftige Erträge der Gesellschaft ausschließlich dem Stiftungszweck, Tier- und Naturschutzprojekte in Deutschland, zur Verfügung.

Ronald Krögler sagte hierzu: „Mit der Sonja Röder Stiftung als neuer Eigentümerin, können die bisherigen Aktivitäten des Druckhaus Berlin-Mitte noch konsequenter fortgeführt werden.“

Der Gutenberg-Blog wünscht alles Gute!


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