“Mach mir doch mal ´n Logo für meinen Laden, du kannst doch so was?! Ich stelle mir da einen grünen Fisch mit lila Hut vor, der an der Angel hängt und…”

Fast alle, die im Grafik- und Webdesign tätig sind, kennen solche Aussagen von Kunden, die sich offenbar selber schaden wollen. Es kommt vor, dass ein Kunde einen guten Designvorschlag abweist und eine Gestaltung entgegen aller Regeln der Kunst verlangt. Nun steht man als Designer vor dem Dilemma: Entweder ein schlechtes Design produzieren, um den Kunden zufrieden zu stellen aber dabei den eigenen Ruf riskieren. Oder ehrlich die eigene Meinung sagen und gegebenenfalls den Kunden enttäuschen und sogar verlieren.

Da ich selbst kürzlich ein ähnliches Erlebenis hatte, habe ich mich mal im Web nach Ratschlägen umgesehen und bin auf folgende Tipps gestoßen:

1. Immer erstmal versuchen, den Kunden von seiner geschmacklosen Idee abzubringen. Dabei damit argumentieren, dass ein Logo für die Allgemeinheit ansprechbar sein sollte!

2. Wenn das nicht funktioniert, den Wunsch des Kunden ausführen, ihm aber die “bessere” Alternative parallel präsentieren. In einigen Fällen siegt die Qualität im direkten Vergleich.

3. Sollte auch das nicht funktionieren hat der schließlich zahlende Kunde gewonnen. Um den eigenen Ruf zu retten sollten im Portfolio dann aber beide Entwürfe aufgeführt werden. Klar, auf diese Weise muss man schon mal den eigenen künstlerischen Anspruch beiseite schieben. Die

Hauptsache ist aber doch, dass man sein Bestes versucht und den Fisch trotzdem an Land gezogen hat!

Oder wir macht Ihr das mit den Fischen?

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