Nachdem wir uns beim letzten Mal Cuil und Kartoo gewidmet haben, kommen wir mit Limmz nun zu einer weiteren Meta-Suchmaschine.
Fast hätte ein Link zu der Website ausgereicht, um einen Überblick über verfügbare Suchmaschinen zu bieten. Nach den Kategorien Web, Image, Video, Music, News und More sind hier die wichtigsten Suchmaschinen und Portale aufgelistet. Ich habe mir wirklich eingebildet, die relevanten Seiten zum Thema Musik im Netz zu kennen – Limmz belehrt mich da auf jeden Fall eines Besseren.
Eigentlich ein ganz schlaues Modell. Man gibt sein Suchbegriff in die Maske ein und kann dann durch anklicken einer Kategorie seine Suchergebnisse zielgenau eingrenzen. Nun gut, einen Haken hat dieses System natürlich dann doch. Wenn man jetzt beispielsweise aktuelle Nachrichten zum Thema Digitaldruck sucht und hoffnungsfroh auf News klickt, werden dann eben auch nur die Ergebnisse der Newsseiten angezeigt. Sprich, wenn der Suchbegriff mal etwas spezifischer ist, wird man an der aufwendigeren Allgemeinsuche wohl kaum vorbeikommen.
Im Wissen, hier nicht alle Suchmaschine einer etwas ausführlicheren Betrachtung würdigen zu können, ist dies nun der Moment für die letzte Kurzvorstellung eines Google-Konkurrenten.
Und was wäre ich für ein Schreiberling, wenn ich mir da nicht ein edles Kleinod als krönenden Abschluss aufgehoben hätte. Um genau zu sein, es sind zwei, allerdings mit vergleichbarer Philosophie.
Die Rede ist von Forestle und Ecocho, die beiden „grünen Suchmaschinen“.
Lassen wir mal ausnahmsweise Betrachtungen was Funktionalität und Design betrifft beiseite. Letztlich soll hier eine Idee vorgestellt werden, die sich von jener der anderen Suchmaschine abgrenzt und klar im Trend von Green IT steht.
Das Prinzip ist eigentlich vergleichbar.
Während bei Forestle mit jeder Suchanfrage 0,1 Quadratmeter Regenwald gerettet werden, pflanzt Ecocho für 1.000 Suchanfragen zwei Bäume. Finanzieren soll sich dies über Werbeeinnahmen, speziell über Klicks bei den Sponsoren Links.
Hinter beiden Suchmaschinen steht jeweils Yahoo, so dass die Suchergebnisse über die bekannte Technologie angezeigt werden. Dass aber auch hier nicht alles Baum ist, was grünt, ist im letzten Jahr deutlich geworden. Damals arbeitete Forestle noch mit Google zusammen und hat sich über deren Werbeeinnahmen finanziert. Da Forestle seine Anwender jedoch durch den Hinweis auf seine Abhängigkeit von Klicks auf die Sponsoren Links hingewiesen hat, wurde die Partnerschaft von Google wegen Verstoßes gegen die Adsense-Richtlinien beendet. Diese Probleme scheinen nun behoben zu sein und schließlich ist es eine wirklich gute und vor allem einfache Möglichkeit, mal wieder Gutmensch zu sein.
Kurzes Resümee: Die Liste der Suchmaschinen hätte hier durchaus deutlich länger sein können. Ob Bing, Ixquick, Ask, Clusty oder MetaGer, ganz zu schweigen von Yahoo oder Lycos – es gibt neben Google noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die gewünschten Suchergebnisse im Netz zu finden. Welche Suchmaschine man verwenden möchte, entscheidet dann das eigene Nutzungsverhalten und bleibt daher jedem selbst überlassen. Es macht aber durchaus Sinn, sich mit dem Thema Suchmaschine etwas intensiver auseinanderzusetzen und zu schauen, was es da noch so auf dem Markt gibt. Selbst wenn man, sei es aus Gewohnheit oder Überzeugung, weiterhin auf die Dienste von Google zurückgreift, ein wenig mehr über die Suchmaschine seines Vertrauens zu erfahren, kann ja nicht schaden.
Oder wer kennt alles den Google Übersetzer bzw. nutzt den Google Reader auch wirklich aktiv?