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	<title>Gutenberg-Blog - alles rund um Drucken und Medien &#187; Tipps</title>
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	<description>Der unabhängige Blog für die deutsche Druck- und Medienindustrie</description>
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		<title>Papierwelten – die Creative Paper Conference 2012</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 10:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc-Michael Schoberer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Creative Paper Conference geht mittlerweile in die dritte Runde und zeigt Papier in seiner Vielfältigkeit. Man möchte eine einmalige Plattform in Deutschland sein, die die Möglichkeiten des kreativen Schaffens mit Papier in all seinen Facetten zeigt. Ob das gelingt? Ich war 2011 auf der Conference und war ziemlich begeistert! Gezeigt werden faszinierende und kreative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Creative Paper Conference geht mittlerweile in die dritte Runde und zeigt Papier in seiner Vielfältigkeit. Man möchte eine einmalige Plattform in Deutschland sein, die die Möglichkeiten des kreativen Schaffens mit Papier in all seinen Facetten zeigt. Ob das gelingt? Ich war 2011 auf der Conference und war ziemlich begeistert!</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-3394" title="Gutenberg Druckblog_Creative Papier Conference in München" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/02/CPC2012mitLogo.jpg" alt="" width="500" height="500" /><br />
</strong></p>
<p>Gezeigt werden faszinierende und kreative Neuentwicklungen aus Papier sowie hochkarätige Vorträge beakannter Sprecher und Brancheninsider.<br />
Die Sprecherriege verspricht eine abwechslungsreiche Reise durch die Papierwelten: Mit dabei sind H. P. Becker (New Cat Orange), Mirko Borsche, Marc M. Clormann, Kurt Dornig, Ivica Maksimovic, Max Kühne (Paperlux) und Olaf Kern (eurodruck), Jochen Rädeker (Strichpunkt), die Raffinerie, Schmitz &amp; Wiesner sowie Helder Suffenplan (20first). Damit beleuchtet die CPC Geschäftsberichte und Corporate Designs ebenso wie erstklassigen Buchgestaltung, Verpackungslösungen sowie den Papiereinsatz im Editorial Design, gibt Einblicke in die Kommunikation zwischen Kreation und Produktion, in Herstellungsprozesse und konzeptionelle Entwicklungen hochwertiger Printprodukte.<br />
Die Creative paper Conference findet vom 25. bis 26. Oktober 2012 in München statt und ist eine interessante Inspirationsquelle für neue Materialien und die  kreative Umsetzungen.<br />
<strong>Weitere Informationen findet ihr hier:</strong> <a title="Creative Paper Conference - papierwelten" href="http://www.creative-paper.de" target="_blank">www.creative-paper.de</a></p>
<div style='clear:both'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Druckmaschinenhersteller &#8211; Turnaround vor dem Blackout?</title>
		<link>http://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/druckmaschinenherstelle-turnaround-vor-dem-blackout-3398.html</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Ruppert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie waren jahrelang die Prunkstücke der deutschen Maschinenindustrie. Die Vorzeigekinder. Die Paradeexemplare, stattlich, riesig, stolz: Die Druckmaschinenhersteller. Was mit Gutenbergs Spindelpresse im Jahre 1442 begann, brachten sie zur Perfektion. Aus dem geradezu handlich anmutenden Vorreiter der heutigen Druckmaschinen kreierten sie dreißig Meter lange Kolosse mit bis zu drei Stockwerken Höhe, von oben bis unten ausgefüllt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie waren jahrelang die Prunkstücke der deutschen Maschinenindustrie. Die Vorzeigekinder. Die Paradeexemplare, stattlich, riesig, stolz: Die Druckmaschinenhersteller.</strong></p>
<div id="attachment_3399" class="wp-caption aligncenter" style="width: 520px"><img class="size-large wp-image-3399" title="Gutenberg_Druckblog_Senefeld.Haus 14 HR" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Offenbach_300-540x360.jpg" alt="" width="510" height="360" /><p class="wp-caption-text">Copyright: Manroland AG</p></div><span id="more-3398"></span></p>
<p>Was mit Gutenbergs Spindelpresse im Jahre 1442 begann, brachten sie zur Perfektion. Aus dem geradezu handlich anmutenden Vorreiter der heutigen Druckmaschinen kreierten sie dreißig Meter lange Kolosse mit bis zu drei Stockwerken Höhe, von oben bis unten ausgefüllt mit genauester Präzision und höchster Funktionalität. Lange Zeit beherrschten deutsche Druckmaschinen unangefochten den Weltmarkt. Heidelberger Druckmaschinen, Manroland oder Koenig &amp; Bauer prägten das Bild nahezu jeder Druckerei, die etwas auf sich hielt.<br />
Doch auch vor dem Prunkstück der deutschen Maschinenindustrie machten die jüngsten Wirtschaftskrisen keinen Halt und so blieb von den zuvor oftmals zweistelligen Wachstumsraten lediglich ein defizitäres Geschäft zurück. Arbeitsplätze, die einst als begehrt und sicher galten, wurden ersatzlos gestrichen, Unternehmen umstrukturiert und schließlich die Tore einiger Standorte für immer geschlossen.<br />
Prominentestes Opfer der Krise: Der einstige Weltmarktführer im Rollenoffsetdruck Manroland. Vom gefeierten Branchenkrösus  zum kriselnden Großunternehmen, vom kriselnden Großunternehmen zum Problemkind und vom Problemkind wiederum ab zum Amtsgericht Augsburg &#8211; Insolvenz. Die Verhandlungen um die Nachfolge der Standorte erwiesen sich als eben so zäh und ernüchternd wie die letzten Jahresbilanzen, doch jetzt ist klar: rund 2200 Arbeitsplätze fallen weg. Definitiv. Ersatzlos.<br />
Viele der Gründe für diese Entwicklung werden wohl noch länger in Kennzahlen und Bilanzen verborgen bleiben, doch der wohl wichtigste liegt auf der Hand: der Internet &#8211; Boom. Zeitungsleser wandern zunehmend ins Internet ab, Auflagen werden stetig reduziert und Maschinen weniger ausgelastet. Internet &#8211; Versandhäuser sorgen für schlechte Auftragslage bei Broschüren und Katalogen. Obendrein revolutioniert das E-Book neuerdings den Buchmarkt und selbst große Verlagshäuser drosseln spürbar den Druckmaschinenverschleiß. Die Leidtragenden: die Druckmaschinenhersteller.</p>
<p><div id="attachment_3400" class="wp-caption aligncenter" style="width: 520px"><img class="size-large wp-image-3400" title="Gutenberg Druckblog_Standort_Augsburg_300" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Standort_Augsburg_300-540x358.jpg" alt="" width="510" height="358" /><p class="wp-caption-text">Copyright: Manroland AG</p></div>
<p>Doch aus diesem Leid könnte sich jetzt eine Chance herauskristallisieren. Einer der größten Konkurrenten schließt seine Tore, das marktspezifische Überangebot könnte sein Ende finden und der Preiskrieg seine Graben etwas weiter entfernt von den Druckmaschinenherstellern aufschlagen. Die Pleite von Manroland eröffnet anderen Unternehmen die Chance, sich im Schatten des großen Blackouts neu aufzustellen und das freigewordene Marktpotenzial in Beschlag zu nehmen, die eigene Stellung auszubauen und einen ganz neuen Kundenstamm zu gewinnen, welcher vorher in weiter Ferne schien. Auch die Serviceleistungen könnten, bei entsprechender Qualifikation, ganz neuen Anlauf erfahren.<br />
Der Aktienkurs eines anderen Druckmaschinenherstellers beispielsweise legte innerhalb von vier Wochen um 30% zu und war somit eine der Goldgruben des Januars. Experten trauen der Aktie sogar noch mehr zu, auch wenn der Verdacht auf weiteren Stellenabbau den Aufstieg der Aktie ein wenig zu lähmen scheint. Doch genau diese Aktie macht es vor, was jetzt in der Krise gefragt ist: Aktionismus. Vom stillen Zuschauen wird wohl noch viel mehr Marktpotenzial freigesetzt und das einzige, was ansteigt, der Bedarf an Insolvenzverwaltern sein. Insofern könnte auch der Februar schon zum vorentscheidenden Monat werden. Wie reagiert der Markt, wie die anderen Marktführer? Wer traut sich was, wer tut was, um dem Abwärtstrend entschieden entgegenzutreten?<br />
Nachdem schon zahlreiche Lichter ausgingen, ist es nun an der Zeit, die Kurve zu kriegen. Vor der vollkommenen Dunkelheit. Ich hoffe.</p>
<div style='clear:both'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Berufsstart: Welche Möglichkeiten bietet die Druck- und Medienbranche</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 10:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc-Michael Schoberer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Berufsstart ist für viele junge Menschen ein sehr entscheidender Punkt im Leben. Man hat gerade die Schule verlassen und möchte nun bestmöglich die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse in seinem zukünftigen Beruf verwirklichen. Diese grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen, erreicht man am besten in Form einer Berufsausbildung oder eines Studiums. Das eine schließt jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der <a title="Berufsstart" href="http://www.ratgeberzentrale.de/beruf-und-bildung.html" target="_blank">Berufsstart</a> ist für viele junge Menschen ein sehr entscheidender Punkt im Leben. Man hat gerade die Schule verlassen und möchte nun bestmöglich die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse in seinem zukünftigen Beruf verwirklichen. Diese grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen, erreicht man am besten in Form einer Berufsausbildung oder eines Studiums. Das eine schließt jedoch das andere nicht aus, häufig bietet sich hier auch die Möglichkeit im Anschluss an eine Berufsausbildung, ein weiterführendes Studium zu absolvieren. Und auch wenn man sich gegen ein Studium entscheiden sollte, so bietet eine Lehrstelle vielseitige Wege, um erste Berufserfahrungen zu sammeln.</strong></p>
<h2>Berufsstart: In welche Richtung führt mein Weg?</h2>
<p>Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es vielschichtige Systeme um bestimmte Bildungswege einzuschlagen. Der Berufsstart verunsichert viele junge Leute, weil sie sich vielleicht einfach noch nicht sicher sind, „wohin“ sie einmal wollen. Eine Berufsberatung kann hier durchaus hilfreich sein, um entsprechend den eigenen Interessen und Fähigkeiten einen passenden Ausbildungsberuf und den Weg aus der Orientierungslosigkeit zu finden. Wenn man sich zumindest für eine spezifische Branche entschieden hat, können auch erste Praktika, falls noch nicht absolviert, ein Gefühl dafür geben, was einem liegt und was eher nicht.</p>
<p>Unter anderem bieten auch Berufsverbände und Fachausschüsse erste wichtige Informationen, wie zum Beispiel der „Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien“. Hier findet man für seinen persönlichen Berufsstart ausführliche Informationen zu den Ausbildungsberufen, aktuellen Neuerungen, sowie Publikationen mit Hilfe derer man sich einen Überblick über das Ausbildungsangebot verschaffen kann.</p>
<h2>Welche Ausbildungsberufe bietet mir die Medien- und Druckbranche?</h2>
<p>Seit August 2011 gibt es eine Neuverordnung und somit eine Umbenennung der Berufe in der Druck- und Medienindustrie. Mit dieser Verordnung soll es eine kompaktere Darstellung der Berufe, aufgrund der Aktualisierung der Ausbildungsinhalte sowie eine Anpassung an strukturelle Entwicklungen, geben.</p>
<p>Der <strong>„Zentral-Fachausschuss Berufsausbildung Druck und Medien“ </strong>bietet einige sehr nützliche und hilfreiche erste Informationsmaterialien zur Berufswahl und den Berufsstart in der Medien- und Druckindustrie. Erstens eine Übersicht der Ausbildungsberufe in der Medien- und Druckindustrie sowie deren Bezeichnungen und Inhalte gemäß der aktuellen Ausbildungsverordnungen.</p>
<h2>Übersicht der Ausbildungsberufe in der Medien- und Druckindustrie</h2>
<p><a href="http://www.zfamedien.de/downloads/Berufe-Uebersicht-ZFA.pdf" target="_blank">http://www.zfamedien.de/downloads/Berufe-Uebersicht-ZFA.pdf</a></p>
<p>Zweitens das „Druck und Medien ABC“ welches Aufschluss über Aktuelles aus der Druck- und Medienindustrie bietet sowie konkrete Informationen über die verschiedenen Ausbildungsberufe und – Wege.</p>
<p>Druck und Medien ABC – Fachliche Information für die Ausbildung in der Druck- und Medienindustrie</p>
<p><a href="http://www.zfamedien.de/druckabc/DuM_58_2011.pdf" target="_blank">http://www.zfamedien.de/druckabc/DuM_58_2011.pdf</a></p>
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		<title>Besonders edel: Neue Ausgabe des Printmagazins TypoJournal zum Thema „Wandel“</title>
		<link>http://www.gutenbergblog.de/gestaltung-design/besonders-edel-neue-ausgabe-des-printmagazins-typojournal-3373.html</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Backs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Nichts ist beständiger als der Wandel“ heißt eine bekannte Lebensweisheit, die oft Philosoph Heraklit zugeschrieben wird.  Gültigkeit hat diese auch für Schrift, Sprache und Typografie. Den Phänomenen der Veränderung im Laufe der Jahrzehnte widmet die Fachzeitschrift TypoJournal nun gleich ihre komplette Ausgabe 3.  Prädikat: Besonders edel. 112 durchgehend farbige Seiten im DIN A4-Format bietet die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Nichts ist beständiger als der Wandel“ heißt eine bekannte Lebensweisheit, die oft Philosoph Heraklit zugeschrieben wird.  Gültigkeit hat diese auch für Schrift, Sprache und Typografie. Den Phänomenen der Veränderung im Laufe der Jahrzehnte widmet die Fachzeitschrift TypoJournal nun gleich ihre komplette Ausgabe 3.  Prädikat: Besonders edel. </strong></p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3374" title="Gutenberg_Druckblog_TypoJournal_Ausgabe3" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/01/TypoJournal_Ausgabe3-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /><span id="more-3373"></span></p>
<p>112 durchgehend farbige Seiten im DIN A4-Format bietet die dritte Ausgabe der Zeitschrift TypoJournal von Herausgeber und Autor Ralf Herrmann, der gleichzeitig auch Gründer der Community <a href="http://www.typografie.info/2/" target="_blank">Typografie.info</a> ist.  „Wandel“ lautet der schlichte wie bedeutsame Titel dieses Werks, das nun erhältlich ist. Für Designer, Drucker und Sprachwissenschaftler ist die Lektüre nicht nur ein ästhetischer und optischer Genuss.  Autoren wie der Linguist Rudi Keller, Herausgeber Ralf Herrmann, Martin Z. Schröder oder Kathrin van der Merwe behandeln das Themenfeld im Bereich von Schrift und Typografie fachkundig und unterhaltsam, vertiefen es dabei unter vielfältigen Gesichtspunkten. Kapitel zu Corporate Design, Papiernormen, Landkarten, Buchdruck, Sprachforschung und dem Phänomen „Eszett“ gehören dazu.</p>
<p>„Ist die deutsche Sprache vom Verfall bedroht?“ , fragt Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Rudi Keller gleich zu Beginn des neuen Print-Magazins, der Leser nähert sich dem Thema damit zunächst aus Sichtweise des Germanisten. Mit Anglizismen, Beispielen aus der Werbesprache und den Auswirkungen diverser Rechtschreibreformen analysiert Keller die Veränderungen der geschriebenen und gesprochenen Sprache in der jüngeren Vergangenheit. Spannend auch: Mit Nadine Roßa und Herausgeber Ralf Herrmann behandeln gleich zwei Autoren das gerade wieder besonders aktuelle „Eszett“. Herrmanns Thema ist das „Großbuchstaben-Eszett“. Ein ganz spezielles Phänomen, das Sprachwissenschaftler wie Typografie-Experten gleichermaßen fasziniert. Schließlich scheinen die Alphabete in Deutschland und Österreich nicht wirklich komplett, mit ihren 30 Kleinbuchstaben, denen nur 29 Großbuchstaben zur Seite stehen. In der aktuellen Diskussion ist in Zeiten von mobilen Computern und Augmented Reality auch das Thema „Landkarte und Reiseführer“, Ralf Herrmann behandelt es unter der Überschrift „Sie haben Ihr Ziel erreicht. Das Ende des Kartenlesens.“</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3375" title="Gutenberg_Druckblog_TypoJournal_Ausgabe3_ß" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/01/TypoJournal_Ausgabe3_ß-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Artikel der 3. Ausgabe im Überblick:</strong><br />
- Ist die deutsche Sprache vom Verfall bedroht? &#8211; Prof. Dr. Rudi Keller<br />
- Schriftmuster im Wandel. Henning Krause<br />
- Bleisatz und Buchdruck im 21. Jahrhundert. Martin Z. Schröder<br />
- Der Antiqua-Fraktur-Streit im 21. Jahrhundert. Ralf Herrmann<br />
- Eine Kursive für die Fraktur. Joshua Krämer<br />
- Die Berliner Verkehrsbetriebe im Wandel der Zeit. Lars Krüger<br />
- Das Eszett, eine scharfe Type. Nadine Roßa<br />
- Das Eszett kommt endlich groß heraus. Ralf Herrmann<br />
- Corporate Design im Umbruch. Kathrin van der Merwe<br />
- Papiernormen: Raumnot und Weltformat. Thomas Maier<br />
- Das typografische Manifest. Emanuelle Typographique<br />
- Sie haben Ihr Ziel erreicht. Das Ende des Kartenlesens. Ralf Herrmann<br />
- Fingerübungen bei marke.6 in Weimar. Severin Wucher</p>
<p>Als Vorgeschmack auf die Print-Version könnt Ihr <a href="http://issuu.com/fonts.info/docs/typojournal3-vorschau?mode=window&amp;background" target="_blank">hier</a> ein wenig in einer verkürzten Online-Variante des Magazins blättern. Ausgabe 3 zum Thema „Wandel“ kann wie das TypoJournal Nummer 2 (Thema: „Wayfinding und Lesbarkeit“) in diesem <a href="http://www.fonts.info/store/index.php/de/drucksachen.html" target="_blank">Shop</a> online bestellt werden.</p>
<div style='clear:both'></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>UV-Lackierungen, Öldrucklack, Dispersionslack und Co</title>
		<link>http://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/lackierungen-im-druck-uv-lack-oeldrucklack-dispersionslack-3343.html</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 09:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc-Michael Schoberer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer nicht lackieren kann ist „gelackmeiert“! „Gelackmeiert“ ist eine scherzhafte Kontamination aus „lackieren“. Gelackmeiert zu sein,  heißt so viel wie der Betrogene sein und auch im Nachteil sein. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass derjenige, der heute im modernen Offsetdruck nicht lackieren kann, im scharfen Wettbewerb wirklich den kürzeren zieht. Es steigen nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wer nicht lackieren kann ist „gelackmeiert“!</h2>
<p>„Gelackmeiert“ ist eine scherzhafte Kontamination aus „lackieren“. Gelackmeiert zu sein,  heißt so viel wie der Betrogene sein und auch im Nachteil sein. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass derjenige, der heute im modernen Offsetdruck nicht lackieren kann, im scharfen Wettbewerb wirklich den kürzeren zieht. Es steigen nicht nur die Anforderungen hinsichtlich der allgemeinen Druckqualität bezüglich Detailreichtum, Bildschärfe, Kontrast, Tonwertumfang und Ausdruckskraft und natürlich auch was die Qualitätskonstanz innerhalb der gesamten Auflage betrifft. Die elektrostatischen Digitaldrucker versuchen den Markt der heutigen Wegwerfgesellschaft mit ihrer „Gut-genug-Qualität“ zu beeinflussen, weil bei diesen Verfahren der Gestaltung der Druckprodukte gewisse Grenzen gesetzt sind. Das betrifft einerseits die Auswahl nur einer sehr beschränkten Anwendung von Papier- und Kartonqualitäten (vorwiegend nur bestimmte und „lizensierte“ Naturpapiere) und andererseits besteht auch keine Möglichkeit des Lackierens. Aber der Markt erwartet neben einer weiter steigenden Druckqualität auch die Möglichkeit und Praktizierung einer der vielen Möglichkeiten einer Oberflächenveredelung durch Lack. Gut genug ist keineswegs im modernen Offsetdruck gut genug. Nicht zuletzt deshalb, hat sich das Gebiet der Druckveredelung durch eine Lackierung im Laufe der Zeit zu einem fast eigenständigen Fachgebiet entwickelt dem sich mehr und mehr  die Druckmaschinenhersteller auch für das kleinere Druckformat zuwenden. Hier möchte ich ganz kurz in Stichworten auf die vielen Möglichkeiten einer Drucklackierung aufmerksam machen.</p>
<div id="attachment_3344" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-3344" title="Gutenberg Blog_Lackierungen_Druck_Druckerei_Lack" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Fotolia_27576973_XS.jpg" alt="" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Foto: fotolia</p></div>
<p><span id="more-3343"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>1. Die Drucklackierung mit Öldrucklacken</h2>
<p>Dies ist wohl die einfachste und auch älteste Lackiermethode. Hier wird ein oxidativ trocknender Firnisdrucklack über das Farbwerk wie eine Druckfarbe übertragen. Hier kann  eine Spotlackierung nur auf das Druckbild, also ohne Beeinträchtigung der eigentlichen Papiercharakteristik übertragen werden, aber auch eine Vollflächen-Lackierung und für ganz besondere Effekte (je nach Papiercharakter Glanz-Matt- oder Matt-Glanz-Abstufungen) eine sogenannte Schattenlackierung. Dabei kann eine gerasterte Druckplatte entsprechend der Druckbildanteile aufgedruckt werden. Übrigens heißt Drucklackierung nicht allein nur „Glanz“ oder „Matt“ zur Erzielung von grafischen Effekten sondern es gibt auch die Möglichkeit von Schutzlackierung für die verschiedensten Anforderungen. Die entsprechende Auswahl an Lacktypen ist sehr groß. Diese Technik kann jeder Bogenoffsetdrucker beherrschen und bedarf keinerlei weiteren technischen Unterweisungen.</p>
<h2>2. Drucklackierung mit  UV-Lacken</h2>
<p>Hier sind  Einrichtungen und Installationen zum Trocknen solcher Lacke erforderlich. Denn hier geht es um eine Härtung durch Vernetzen der flüssigen Bindemittelbestandteile nach Einwirkung von UV-Strahlen in Sekunden- bruchteilen. UV-Lacke bestehen aus 100%ig polymerisierbaren Bindemitelbestandteilen und Fotointiatoren. UV-Lacke zeichnen sich aus durch einen besonders hohen Glanz in Verbindung mit hohen mechanischen Schutz, auch gegen chemische Einwirkungen. Die UV-Lackierung wird auch im Rollenoffsetdruck und Siebdruck mit der Möglichkeit besonders hoher auftragender Schichtdicke praktiziert. Auch UV-Mattlackierungen sind möglich. Für Lebensmittelverpackungen sind UV-Lackierungen wegen der Geruchsbildung nicht zu empfehlen. Alles in allem eine Technik für besondere Anwendungsbereiche und für erfahrender Spezialisten. Es gibt Druckereien die sich mit Hilfe der UV-Lackierung und gleichzeitig des mehrfarbigen UV-Druckes einen besonderen Markt erschlossen haben. So sind solche Betriebe z.B. in der Lage, schwierige Bedruckstoffe, wie Folien oder Kunststoffe im Offsetdruck problemlos zu bedrucken.</p>
<h2>3. Drucklackierung mit Dispersionslacken</h2>
<p>Die Lackierung mit wässrigen Dispersionslacken ist eine Technik, die sich in den letzten Jahren sehr stark durchgesetzt hat. Am Anfang wurde zunächst nur von einem „Wasserkastenlack“ gesprochen, weil die wässrige Dispersion mühsam über ein Feuchtwerk mit textilbezogenen Feuchtwalzen verarbeitet wurde. Auch eine zusätzliche Einrichtung zum Trocknen war nicht notwendig, weil der Lack nach der Obertragung auf den Bedruckstoff sofort trocken war. Heute  bieten die Druckmaschinenhersteller eine entsprechende Technik zur Übertragung des Lackes an. Eine herrausragende Rolle spielt dabei für die Inline-Veredelung sogenannte Lackmodule , mit denen der Lackauftrag  sowohl als Zweiwalzen-Auftragwerk erfolgen kann aber wahlweise auch über Kammerrakel mit einer Rasterwalze. Wichtig ist gleichzeitig natürlich auch  die notwendige Trocknungstechnik, am besten in einem verlängerten Ausleger.   Der rasante Erfolg des Lackierens mit einem Dispersionslack ist nicht allein zurückzuführen auf die Entwicklung von zuverlässigen Lackmodulen zur Lackübertragung, sondern es ist ein optimales Zusammenspiel zwischen Maschine, Lackchemie und Trocknungstechnik.<br />
Die Basis der Dispersionslacke sind verschiedene Polymerdispersionen. dabei handelt es sich um modifizierte Acrylate, die je nach Molekülaufbaue als „hart“ oder „weiche“ bezeichnet werden können. Dispersionen sind grob-disperse Teilchen, die milchig-trüb erscheinen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind die wasserlöslichen Harze, die über Salzbildung mit Ammoniak wasserlöslich gemacht werden. Als Lösemittel wird im allgemeinen nur Wasser eingesetzt. Als Additive bezeichnet man diverse Zusatzstoffe, die die verschiednen Eigenschaften, wie Oberflächenspannung, Bentzung, Gleichfähigkeit, Scheuerfestigkeit, Filmbildung u.a. beeinflussen. Im Gegensatz zum klassischen „alten“ öldrucklack, der wie eine Druckfarbe oxidativ trocknen muß, läuft der Trocknungsprozess beim Dispersionslack rein physikalisch ab. Dies erfolgt durch Wegschlagen in den Bedruckstoff aber vor allen Dingen des im Lack enthaltenen Lösemittelwassers. Dabei rücken die Dispersionsteilchen so nah aneinander, dass ein hoher Kapillardruck entsteht, wodurch die Grenzflächen verschmelzen und die Filmbildung einsetzt.<br />
Um eine gute Trocknung und einen sauberen glatten Film- bzw. Lackverlauf zu erreichen, empfiehlt es sich, eine Maschine mit einer entsprechend langen Trockenstrecke zu bevorzugen. Damit kann die volle Maschinengeschwindigkeit  ausgefahren werden ohne Gefahr zu laufen, dass ein Ablegen auftritt, ein Orangenhauteffekt des Lackes oder ein Krakulieren. Solche Probleme stehen oft in direktem Zusammenhang mit einer zu schnellen Trocknung mit zu hoher Trocknungsenergie. Auch ein höherer Glanz ist mit einer Auslegerverlängerung verbunden.<br />
Zu einer guten Trockung gehört auch eine entsprechende Absaugung in der Auslage und eine Bodenabsaugung die die Entstehung eines sogenannten „Waschkücheneffektes“ vermeidet. Als Faustregel gilt, dass mindestens die Luftmenge aus der Maschine wieder abgesaugt werden, die durch den Trockner eingeblasen wird. Natürlich kann man auch bei älteren Maschinen, die nicht mit entsprechenden Trocknungsanlagen ausgerüstet sind, mit Dispersionslacken lackieren, allerdings dabei mit etwas geringerer Maschinengeschwindigkeit und vielleicht auch mit einem etwas geringeren Glanz.</p>
<p><strong>Hier auch die Anforderungsprofile für Dispersionslacke:</strong></p>
<h2>Lackfilm</h2>
<ul>
<li>Glanz</li>
<li>Scheuerfestigkeit</li>
<li>Blockfest (nass + trocken)</li>
<li>Elastizität (Nut-u.Rillfähigkeit)</li>
<li>Heisssiegelfest</li>
<li>Geruchsfreiheit</li>
<li>Verklebbarkeit</li>
<li>Gleitfähigkeit</li>
<li>klare Filme</li>
<li>folienprägbar</li>
<li>hohe Filmhaftung</li>
<li>recyclefähig</li>
</ul>
<h2>Verarbeitung</h2>
<ul>
<li>kein Ablegen im Stapel</li>
<li>kein Verblocken</li>
<li>kein Antrocknen im Lackwerk</li>
<li>geringe Schaumbildung</li>
<li>gute Benetzung des Untergrunds</li>
<li>Pumpbarkeit</li>
<li>möglichst kein Pudereinsatz</li>
<li>niedriger Verbrauch</li>
<li>wenig Geruch</li>
<li>gute Reinigungsmöglichkeit</li>
</ul>
<h2>Flüssiger Lack</h2>
<ul>
<li>hoher Festkörperanteil</li>
<li>Einstellung der Viskosität auf das Lackauftragsaggregat</li>
<li>Viskositätsstabilität</li>
<li>möglichst Frostbeständigkeit</li>
<li>Filmbildung auch bei tiefer Temperatur</li>
<li>Kennzeichnungsfrei</li>
<li>biologisch abbaubar</li>
<li>richtige Oberflächenspannung</li>
<li>keine  organischen Lösemittel</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aufgrund der unterschiedliche und zahlreichen Anforderungsprofile ist es wichtig, dem Lackhersteller die gewünschten oder notwendigen Eigenschaften des einzusetzenden Lackes zu nennen, da die Lacke entsprechend eingestellt werden können. Falls dem Lack während der Verarbeitung vielleicht auch Additive zugegeben werden müssen, sollte auch dann der Lackhersteller konsultiert werden.</p>
<h2>4. Kombinationslackierung</h2>
<p>Die gute Bogen- und Rollenoffsetdruckerei Vetters in 01471 Radeburg/Sachsen praktiziert eine Kombinationslackierung und nennt sie  „Drip-Offlackierung“. Auf Anfrage teilte man mir mit, dass bei dieser Lackiertechnik   mit konventionellen Druckfarben gedruckt wird. Im letzten Farbwerk der Offsetmaschine wird erst ein spezieller Öldruck-Mattlack partiell auf die gewünschten  Flächen aufgedruckt und im folgenden Lackwerk der Maschine läuft abschließend vollflächig ein Hochglanz-Dispersionslack. Dieser perlt an den vorher matt lackierten Stellen ab und der Matteffekt bleibt erhalten. „Drip Off“ heißt also so viel wie „abtröpfeln“. Durch die Oberflächenbeschaffenheit und den Kontrast zwischen matten und glänzenden Teilflächen entstehen so interessante optische Effekte. Wer weitere technische Informationen und Einzelheiten erfahren möchte, setze sich in Verbindung mit <a title="Kombinationslackierung / Gutenberg Blog-Anfrage" href="mailto:sebastian.ihle@druckerei-vetters.de" target="_blank">sebastian.ihle@druckerei-vetters.de</a> in Verbindung. Sicherlich kann man auch Muster bekommen.</p>
<h2>5. Die Drucklackierung im Digitaldruck</h2>
<p>Mir liegt auch eine kleine Musterkollektion (12,5 x 12,5 cm) mit verschiedenen Lackierungen vor die auf einer Canon imagePRESS C1 + gemacht wurden. Es sind dies:</p>
<ul>
<li>Partielle Glanz-/Mattlackierungen</li>
<li>Vofflflächige Matteveredelung</li>
<li>Sicherheitsmarkierungen (Watermarks)</li>
<li>Metalleffekte</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen und Muster sind zu bekommen unter<a href="mailto:info@canon.ch" target="_blank"> info@canon.ch</a></p>
<p>Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr auch in unserem Beitrag <a title="Druckveredelung: Wissen kompakt" href="http://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/druckveredelung-wissen-kompakt-2853.html" target="_blank">&#8220;Druckveredelung: Wissen kompakt&#8221;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Denkmal an die Menschenrechte: Jana Stenzel designt in Düsseldorf eine Stadtbahn für Amnesty</title>
		<link>http://www.gutenbergblog.de/gestaltung-design/denkmal-an-die-menschenrechte-jana-stenzel-designt-in-duesseldorf-eine-stadtbahn-amnesty-3316.html</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 16:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Backs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung & Design]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Objekt: Eine fabrikneue Stadtbahn. Länge: 30 Meter, Gewicht: 35 Tonnen. Die Aufgabe: Design von innen und außen, Konzept und Umsetzung. Das klingt nach einem Traum für Kreativkräfte. Aber auch nach einer ganzen Menge Arbeit. In Düsseldorf meisterte Jana Stenzel dieses Mammutprojekt für Amnesty International. „Silberpfeile“ werden die schmucken Stadtbahnwagen der Düsseldorfer Rheinbahn eigentlich genannt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Objekt: Eine fabrikneue Stadtbahn. Länge: 30 Meter, Gewicht: 35 Tonnen. Die Aufgabe: Design von innen und außen, Konzept und Umsetzung. Das klingt nach einem Traum für Kreativkräfte. Aber auch nach einer ganzen Menge Arbeit. In Düsseldorf meisterte Jana Stenzel dieses Mammutprojekt für Amnesty International.</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-large wp-image-3317" title="Gutenberg_Blog_Amnesty_Außendesign_Rheinbahn" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Amnesty_Außendesign_Rheinbahn-540x316.jpg" alt="" width="540" height="316" /><br />
</strong><br />
„Silberpfeile“ werden die schmucken Stadtbahnwagen der Düsseldorfer Rheinbahn eigentlich genannt. Wegen ihrer stylishen Formen und glänzenden Farben. Jetzt leuchtet ein Exemplar davon im gelb-schwarzen Design von Amnesty International. Die Verkehrsbetriebe der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt spendeten der Menschenrechtsorganisation zu ihrem 50. Geburtstag eine fabrikneue Bahn, als „Denkmal an die Menschenrechte“.<span id="more-3316"></span></p>
<p>„Wir schauen nicht weg, wir handeln“. Oder „Weder umsonst, noch kostenlos“. Botschaften wie diese können die Fahrgäste in Düsseldorf seit dem 10. Dezember oft genug gelesen. Infotafeln in der Bahn erzählen in Wort und Bild Geschichten von Menschen wie Rebiya Kadeer. Die gehört in China zur Minderheit der Uiguren, kämpft als politisch verfolgte Aktivistin im Exil für die Rechte ihres unterdrückten Volks. Beim Blick unter die Wagendecke gibt es in der neuen Bahn auch einiges zu entdecken: Jana Stenzel (21) hat hier mit ihrem Konzept 30 Tafeln zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte installieren lassen.  Von außen ist der moderne Niederflurwagen ein Eyecatcher, zieht im leuchtenden Gelb-Schwarz von Amnesty die Blicke auf sich.</p>
<p>Alois Anders freut all das besonders. Das Düsseldorfer Amnesty-Mitglied hatte die Idee zu diesem Mammutprojekt, er fragte im Frühjahr bei der Rheinbahn an. „Ein Denkmal, das überall in der Stadt präsent ist, das erschien uns optimal“, so der Düsseldorfer zu seiner Idee. Großes Glück für ihn: Mit Jana Stenzel meldete sich im Juli eine Kommunikationsdesignerin von der Fachhochschule Düsseldorf, auf sie warteten spannende Monate in Konzeption und Umsetzung. Inklusive Millimeterarbeit auf großen und kleinen Flächen. Wir wollten wissen, wie so etwas läuft und haben Jana ein paar Fragen gestellt:</p>
<p><strong>Design einer Straßenbahn, Innen- und Außenflächen. Das ist keine alltägliche Aufgabe. Wie bist Du dazu gekommen?</strong></p>
<p><em>Ich bin bereits seit 2007 Mitglied bei Amnesty International. Im Laufe meiner Tätigkeit als Webadministratorin bei Amnesty Düsseldorf habe ich von der Idee erfahren, ein Denkmal an die Menschenrechte zu errichten. Angedacht war zunächst eine Plakat-Kampagne, die vor allem an U-Bahn und S-Bahn-Stationen Aufmerksamkeit erregen sollte. Die Idee wurde konkreter, als sich nach einer Präsentation die Rheinbahn als potenzieller Werbeträger entpuppte. Daraufhin wurde nach Agenturen geforscht, die die Realisierung hätten übernehmen können. Die haben aber nicht die gewollten Ergebnisse geliefert, das angedachte Projekt lag für einige Monate auf Eis. Am Ende war es ein glücklicher Zufall, dass ich als kürzlich vorgestellte Webadministratorin im Juli 2011 von dem Projekt erfuhr. Ich habe sofort meine Hilfe angeboten und drei Entwürfe der Amnesty-Straßenbahn bei der nächsten Gruppensitzung präsentiert. So hat das Projekt seinen Lauf genommen.</em></p>
<p><em><img class="aligncenter size-large wp-image-3320" title="Gutenberg_Blog_Amnesty_JanaStenzel_AloisAnders" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Amnesty_JanaStenzel_AloisAnders-540x555.jpg" alt="" width="540" height="555" /></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In der Amnesty-Straßenbahn steckt bestimmt eine Menge Arbeit. Wie lange hast Du für dieses Projekt von der Konzeption bis zur endgültigen Realisierung gebraucht?</strong></p>
<p><em>Die Konzeption begann Mitte Juli 2011, endgültig realisiert wurde der Entwurf Anfang Dezember 2011. Hinter dem Projekt liegt also ca. ein halbes Jahr Arbeit.</em></p>
<p><strong>Wie bist Du bei Deiner Arbeit vorgegangen? Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten bei diesem Projekt?</strong></p>
<p><em>Wichtig bei diesem Projekt war vor allem die Kommunikation zwischen Amnesty Düsseldorf, der Zentrale in Berlin und der Rheinbahn in Düsseldorf. Daher habe ich besonderen Wert auf Transparenz gelegt, den einzelnen Parteien möglichst häufig den aktuellen Stand des Projekts kommuniziert und Feedback eingeholt. Eine große Herausforderung hat für mich die Bahn als zu bedruckende Fläche dargestellt: Einen solchen Körper, und dazu noch einen beweglichen, hatte ich zuvor noch nie bedruckt. Als erster Termin stand also eine Besichtigung der Straßenbahn fest, um sich die zu bedruckenden Flächen in ihren Dimensionen vor Augen zu führen und des Weiteren bereits beklebte Bahnen zu mustern.</em></p>
<p><em><img class="aligncenter size-large wp-image-3319" title="Gutenberg_Blog_Amnesty_Innendesign_Rheinbahn" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Amnesty_Innendesign_Rheinbahn-540x760.jpg" alt="" width="540" height="760" /></em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><strong>Gab es für Dich in Studium/ Ausbildung bisher eigentlich vergleichbare Herausforderungen, die Dich ähnlich gefordert haben? Ist Printdesign Deine Spezialität? Wo liegen Deine persönlichen Schwerpunkte und Vorlieben?</strong></p>
<p><em>Vergleichbare Herausforderungen, im Sinne von zu gestaltenden Verkehrsmitteln, gab es während meines Studiums bisher nicht. Meine derzeitige Bachelor-Arbeit „flingern mitte“ fordert mich ähnlich: Ich arbeite mit einem Kommilitonen zusammen an einem konkreten Projekt zur Stadtteilaufwertung in Düsseldorf. Vorgesehen ist, einer Spielstraße im Stadtteil Flingern mittels Asphaltfarbe eine neue Identität einzuhauchen. Der Boden und die Sitzbänke der Spielstraße dienen als zu bedruckende Fläche, auf der neben Hüpfspielen wie Himmel &amp; Hölle auch Gesellschaftsspiele wie Mühle, Schach, Dame aufgebracht werden. Zu den Spielen wird es Anleitungen geben und Texte, die den Ort charakterisieren und seine Besonderheiten aufzeigen. Die Umsetzung dieses Projekt soll im Frühjahr 2012 stattfinden, und zwar gemeinsam mit den Bürgern. Weitere Informationen dazu gibt es auf meiner Website www.janastenzel.de. Printdesign, nein, experimentelles Printdesign sehe ich als meine Spezialität an. Es gibt allerhand zu bedruckende Flächen im urbanen Raum, die mich reizen und zukünftig beschäftigen werden.</em></p>
<p><em><img class="aligncenter size-large wp-image-3318" title="Gutenberg_Blog_Amnesty_Entwurf_Rheinbahn" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Amnesty_Entwurf_Rheinbahn-540x348.jpg" alt="" width="540" height="348" /></em></p>
<p><strong>Du hast für Amnesty International auch die Website des Bezirks Düsseldorf neu gestaltet. Wie bist Du dort vorgegangen?</strong></p>
<p><em>Die Website des Bezirks Düsseldorf findet Ihr unter <a href="http://www.amnesty-duesseldorf.de" target="_blank">www.amnesty-duesseldorf.de</a>. Ich habe sie dem Webauftritt von Amnesty International stärker angepasst: Aktuelle Meldungen erscheinen regelmäßig auf der Startseite, es gibt neue Rubriken, die über die Geschichte und Arbeit von Amnesty aufklären, vor allem im Zusammenhang des 50jährigen Jubiläums der Organisation. Dazu finden Besucher dort nun ein größeres Angebot an Bildmaterial, das der ständigen Aktivität und Präsenz von Amnesty International gerechter wird.</em></p>
<p><strong>Was bedeutet Dir persönlich Deine Arbeit für Amnesty International?</strong><br />
<em>Persönlich ist es mir sehr wichtig,  sich für die Anerkennung der Menschenrechte, die ja übrigens erst seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 offiziell existieren, weltweit einzusetzen. Dieser Einsatz bedeutet für mich keinen Kompromiss, sondern eine Lebensnotwendigkeit. Denn wie Amnesty International bereits titelte: „Ich schütze sie, sie schützen mich.“ So sehe ich mich als mündige Bürgerin in der Verantwortung, das Wissen und die Aufklärung über meine Rechte in die Welt zu tragen, zu kommunizieren und zu teilen. Auch um sich der Rechte bewusst zu sein und sie nicht missen zu müssen. Meiner Meinung nach stellt die aufklärende Tätigkeit bei Amnesty International eine Grundsäule für Freiheit und Gleichheit dar und bedingt letztendlich den Fortschritt. Für Fortschritt setze ich mich gerne ein!</em></p>
<p><strong>Welchen Effekt wird die Amnesty-Straßenbahn Deiner Meinung nach in Düsseldorf haben?</strong><br />
<em>Ich erhoffe mir einen kommunikativen Effekt: ein Verständnis für die Arbeit und den Einsatz von Amnesty International, einen Austausch und eine Diskussion über Menschenrechtsverletzungen.</em></p>
<p><strong>Wo liegen Deine beruflichen Ziele? Welche Projekte wünschst Du Dir für die Zukunft?</strong><br />
<em>Meine beruflichen Ziele liegen zunächst im Bachelor-Abschluss des Kommunikationsdesign-Studiums 2012 an der Fachhochschule Düsseldorf. Im gleichen Jahr beginne ich den Master-Studiengang und möchte 2013 in diesem Zusammenhang meine Auslandserfahrungen erweitern. Ich plane für die Zeit meines Masters (2012-2014) mehrere Praktika in kleinen und großen Werbeagenturen und interessiere mich besonders für die Arbeit des Designers im urbanen Raum.Wie kann z.B. die Kommunikation zwischen Stadt und Bürger verbessert werden? Welche Funktion kann ein Designer in dieser Hinsicht einnehmen? Dementsprechend wünsche ich mir für die Zukunft Projekte, die im urbanen Raum stattfinden und eine Partizipation der Bürger ermöglichen.</em></p>
<p><strong>Vielen Dank, liebe Jana. Der Gutenbergblog wünscht Dir für auf dem Weg zu diesen Zielen alles Gute!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Street Art: Und dennoch sind wir frei!</title>
		<link>http://www.gutenbergblog.de/trendscout/street-art-und-dennoch-sind-wir-frei-3301.html</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 08:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Ruppert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Suche der nordafrikanischen Revolutionäre nach einer Stimme, die nie verhallt, mündet in eine Kunst, die nie ruht: Street Art. &#160; Egal, ob Ägypten, Lybien oder Tunesien. Sie alle haben gehofft, gebetet und gekämpft. Stunde um Stunde. Tag für Tag. Woche um Woche. Sie haben gelitten, wurden geschlagen, haben sich aufgerafft und schließlich gesiegt. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Suche der nordafrikanischen Revolutionäre nach einer Stimme, die nie verhallt, mündet in eine Kunst, die nie ruht: Street Art.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_3302" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-3302 " title="Gutenberg_Blog_Street_Art" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/01_marayah.jpg" alt="" width="500" height="334" /><p class="wp-caption-text">Yehia El Alaily www.marayah.com</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong>Egal, ob Ägypten, Lybien oder Tunesien. Sie alle haben gehofft, gebetet und gekämpft. Stunde um Stunde. Tag für Tag. Woche um Woche. Sie haben gelitten, wurden geschlagen, haben sich aufgerafft und schließlich gesiegt.<br />
Doch selbst in den Siegestaumel mischten sich die ersten Spuren von Unsicherheit, welche sich auch schnell bewahrheiten sollten. Längst ist Ernüchterung eingekehrt: Militärräte verbreiten propagandistische Stimmung gegen die Helden der Revolution und regieren eisern; Meinungsfreiheit war wohl nur ein Wunschtraum und die aufgeflammte Hoffnung erlosch schnell wieder. Doch aus dieser Asche der Hoffnung steigt nun ein Phoenix empor: Street Art.<span id="more-3301"></span></p>
<p>Des Nachts, wenn die Laternen die Städte in verheißungsvolles Glühen versetzen, fallen sie über die einst so kahlen Wände der Städte her. Wo einst kahler, grauer Beton war, lassen sie einzigartige Kunstwerke entstehen. Nicht eins oder zwei – Tausende. Wo Propaganda und Druck die Sprache verstummen lassen wollen, entstehen Botschaften, die heimlich still und leise appellieren.<br />
Zur Mittagszeit, wenn die Sonne im Zenit steht und erbarmungslos auf die leergefegten Straßen der Metropolen niederbrennt, kommen sie hervor und verwandelndie Öde mit ihrem eigenen Zauber: die Street Art Künstler. Ein Zauber, der so noch vor wenigen Monaten undenkbar erschien.</p>
<div id="attachment_3303" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-3303" title="Gutenberg_Druckblog_Street_Art" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/03_marayah.jpg" alt="" width="500" height="334" /><p class="wp-caption-text">Yehia El Alaily www.marayah.com</p></div>
<p>Grau. Eng. Kalt. Bedrückend. So konnte man das Stadtbild noch vor den Revolutionen beschreiben. Doch dass diese nicht vergebens waren fällt bei einem Gang durch jedwede Metropole der Revoluzzer-Länder auf. An den Wänden prangen Botschaften, Zeichnungen, gar kleine und große Kunstwerke. Vorbei die Zeit der Tristesse und des sterilen Stadtbilds. Vielfalt heißt die neue Devise in den Staaten, die so lange für Freiheit kämpfen mussten. Und eben diese Freiheit ist es jetzt, die sich auf den Wänden widerspiegelt. Die Menschen, die so lange unterdrückt wurden und verstummen mussten, sind es jetzt, die sich die Freiheit nehmen und ihr Umfeld auch visuell mitgestalten. Ganz im Sinne der Demokratie, die sie anstreben.</p>
<p>Die Motive sind dabei weitreichend und vielfältig: von bunt und farbenfroh über bewaffnete Comicfiguren  bis hin zu mahnenden, bedrohlich wirkenden Objekten. Nur eines haben sie alle gemeinsam: einen Sinn. Eine Botschaft, die sie an jeden Passanten weitergeben wollen. Da gibt es die Botschaften, die nach Mehr streben. Nach dem Mehr an Meinungsfreiheit, dem Mehr an Demokratie. Die Botschaften, die die Revolution verkünden und die Hoffnung auf Veränderung ausdrücken. Die Botschaften, die hoffnungsvoll in die Zukunft blicken und den Ausbruch aus der Diktatur verkünden, aber auch die Botschaften, die eine schwarze Zukunft aufzeigen – kontrolliert, isoliert, diktiert. Botschaften, die von den Passanten aufgenommen werden. Teils mit Wohlwollen und Genugtuung, teils mit Unverständnis und Ablehnung. Doch diese Ablehnung ist nicht einmal unwillkommen, schafft sie doch die Grundlage für eine Diskussion über die Kunst, ja über Systeme allgemein. Und Diskussionen sind wiederum die Grundlage der Meinungsbildung, dem Grundbaustein der Demokratie.</p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<div id="attachment_3304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-3304 " title="Gutenberg_Designblog_Street_Art" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/04_marayah.jpg" alt="" width="500" height="334" /><p class="wp-caption-text">Yehia El Alaily www.marayah.com</p></div>
<p>Street Art ist also, gerade in den nordafrikanischen Ländern, eine Kunst, die weit mehr umfasst, als Kunststile, Zeichnungen oder einfache Botschaften. Sie umfasst alles, wofür gekämpft wurde: Individualität, Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie. Diese Kunstform versteht es &#8211; wohl wie keine Zweite &#8211; zu provozieren, zu attackieren und doch zu mobilisieren. Sie wird nicht versteckt hinter Schranken der Museen oder des Privateigentums, sie ist frei zugänglich. Mehr noch, es ist fast unmöglich, nichts von ihr mitzubekommen. Auch für die Obrigkeit, die so lange die Augen verschlossen hielt vor den Wünschen des Volkes. Viele englische Texte richten sich gerade an die feinen Herren; viele Comicfiguren zielen gerade auf die, die in ihrer Villa Walt Disney Filme schauten, während sich das Volk zu Tode schuftete.</p>
<p>Diese Kunstform lässt also eine völlig neue Kunstszene mit ungeahntem Ausmaß und immensen Möglichkeiten entstehen. Die junge Generation versteckt sich nicht, sondern verkündet ihre Wünsche und Ideale, ihre Aufrufe und Appelle, über ein diesen Ländern bisher unbekanntes Medium: Street Art. Längst haben sich Künstler ihre Namen gemacht und ihre neuen Werke werden mit Spannung erwartet, um deren Sinn zu diskutieren und den erneuten Streich gegen die Obrigkeit zu feiern. Denn dort, wo Taten nicht den gewünschten Effekt hatten und Worte noch gerne ignoriert werden, dringen die Botschaften an den Wänden zu allen vor. Dort sprechen die Bilder die Sprache der Revolution und rufen in Erinnerung, wofür gekämpft wurde und wird. Dort ist Kunst mehr als Impression, Expression oder Kreativität: sie ist Lebensinhalt und die Parole zum Durchhalten.</p>
<div id="attachment_3305" class="wp-caption aligncenter" style="width: 437px"><img class="size-full wp-image-3305" title="Gutenberg_Blog_Design_Kunst_Art_Streetart" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/05_marayah.jpg" alt="" width="427" height="640" /><p class="wp-caption-text">Yehia El Alaily www.marayah.com</p></div>
<p>Als einstiges Kind der Revolution übernimmt Street Art mehr und mehr die Rolle des Anstifters, des Initiators. Desjenigen, der den Menschen den Weg zeigt und desjenigen, der so viele Individuen miteinander verbindet und ihnen Tag für Tag ihr gemeinsames Ziel vor Augen hält. Die Rolle desjenigen, der immer wieder verkündet: Und dennoch sind wir frei!</p>
<div style='clear:both'></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Prinz Apfel lässt grüßen!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 09:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc-Michael Schoberer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe ein wirklich geniales, total süßes und einfach tolles Produkt entdeckt, von dem ich euch berichten muss. Ihr werdet es lieben, weil man bei jeder Seite merkt, dass auch die Macher dahinter ihr Produkt vergöttern! Es war einmal in einem fernen Land&#8230; In einem nicht allzu entfernten Land, lebt seit noch nicht allzu geraumer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe ein wirklich geniales, total süßes und einfach tolles Produkt entdeckt, von dem ich euch berichten muss. Ihr werdet es lieben, weil man bei jeder Seite merkt, dass auch die Macher dahinter ihr Produkt vergöttern! Es war einmal in einem fernen Land&#8230;</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-large wp-image-3276" title="prinzapfel2012_kalender1" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/prinzapfel2012_kalender1-540x371.jpg" alt="" width="540" height="371" /></strong></p>
<p>In einem nicht allzu entfernten Land, lebt seit noch nicht allzu geraumer Zeit ein Prinz, der stolz den Namen Prinz Apfel trägt. Dieser Prinz vertreibt sich aufgrund seiner durchaus aktiven Natur gern die Zeit. Zu seinen Aufgaben zählen, neben dem Beschützen des Wohlergehens seiner geliebten Mitmenschen, das Zählen der Wolken zwischen zwei und drei Uhr des Nachmittages sowie das Lauschen des Regens oder Sammeln gar lustiger Worte.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3281" title="prinzapfel2012_kalender6" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/prinzapfel2012_kalender6-540x371.jpg" alt="" width="540" height="371" /><span id="more-3270"></span></p>
<p>Der Tag eines Prinzen ist lang. Und während er einmal wieder beschäftigt ist mit dem blank polieren seiner frisch geernteten Lieblingsäpfel, muss er die Zeit übersehen haben – und gleichwohl eine wahrlich unverzeihliche Tat folgte. So hat es sich zugetragen, dass er in seinem königlichen Stress den Ehrentag seiner holden Maid übersah! Welch eine Schandtat! Diese zog sich sogleich samt Hausdrachen zurück in ihre Gemächer und ließ ihre Majestät ratlos am Hofe zurück.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3280" title="prinzapfel2012_kalender5" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/prinzapfel2012_kalender5-540x371.jpg" alt="" width="540" height="371" /></p>
<p>Ihre Durchlaucht wünschte sich seine Tat wäre ungeschehen. Doch nun musste er eine Lösung finden. Der Prinz tüftelte und berechnete. Dachte und skizzierte. Knobelte und kombinierte – viele  Erdumdrehungen lang. Nächte wurden zum Tag, Tage wurden zur Nacht. . Und so hat es sich zugetragen, dass ihre Durchlaucht eine einfache, doch gleich auch königliche Lösung für sein unverzeihliches Verhalten entwickelte: Den <a title="Taschenkalender" href="http://www.prinzapfel.com" target="_blank">Prinz Apfel Taschenkalender</a>!</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3283" title="prinzapfel2012_kalender8" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/prinzapfel2012_kalender8-540x371.jpg" alt="" width="540" height="371" /></p>
<p>Und ab diesem Tage an vergaß er weder den Ehrentag seiner Liebsten, noch den der geliebten Mutter, noch eher lästige Pflichten wie Zahnarztbesuche. Gleichwohl ward das zarte Augenlicht der  holden Meid durch die Farbenpracht des Kalenders wahrlich entzückt. Sie verzieh ihrem Prinzen noch am gleichen Tage und seitdem planen sie gemeinsam und erfreuen sich des Lebens. Und die Moral von der Geschicht: vergiss deine Termine nicht! Hier geht´s direkt zum <a title="Terminplaner" href="http://www.prinzapfel.com" target="_blank">Königreich</a>&#8230;</p>
<p><strong>Ist das nicht herrlich?! Ich liebe den Prinzen und verneige mich auf´s tiefste!</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3277" title="prinzapfel2012_kalender2" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/12/prinzapfel2012_kalender2-540x371.jpg" alt="" width="540" height="371" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style='clear:both'></div>]]></content:encoded>
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		<title>Marktchancen Web-to-Print für Druckdienstleister</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 09:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ira Melaschuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web-to-Print]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Web to Print]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Druckereien gehen Online-Projekte zunächst mit großer Begeisterung an – die Ernüchterung stellt sich aber oft nach kurzer Zeit ein. Der Markt ist in ständiger Bewegung, was heute noch eine Marktnische war, ist drei Monate später oft schon keine mehr. Und die Anforderungen an den technischen und personellen Aufwand sind höher als erwartet. Offene Webportale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele Druckereien gehen Online-Projekte zunächst mit großer Begeisterung an – die Ernüchterung stellt sich aber oft nach kurzer Zeit ein. Der Markt ist in ständiger Bewegung, was heute noch eine Marktnische war, ist drei Monate später oft schon keine mehr. Und die Anforderungen an den technischen und personellen Aufwand sind höher als erwartet.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img class="size-large wp-image-3228 aligncenter" title="Marktchancen Web-to-Print für Druckdienstleister_Gutenberg_Druckblog" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/11/marktchancen_abb-540x382.png" alt="" width="540" height="382" /><br />
</strong></p>
<p><strong>Offene Webportale</strong></p>
<p>Der Betrieb eines offenen Webportals (engl. Open Shop) ist eine Möglichkeit, um als Druckerei im Web präsent zu sein. Hier sieht man sich der starken Konkurrenz durch die sogenannten „Druckfabriken“ ausgesetzt, die den Markt der Standarddrucksachen beherrschen; niedrige Preise und kurze Lieferzeiten entstehen durch hohe Automatisierung der Produktion und Bereithalten von Überkapazitäten. Die viel beschworenen „Marktnischen“ sind naturgemäß nur für Wenige eine Option. Was wäre der Markt, wenn er hauptsächlich aus Nischen bestehen würde? Ein Bienenstock vermutlich und auch dort gibt es nur eine Königin und keine tausend. <span id="more-3225"></span></p>
<p>In den letzten Jahren haben einige Druckereien die interessante Erfahrung gemacht, dass das Webangebot eine „Sprungbrettfunktion“ hat. Dazu ein Beispiel: Eine Rollenoffsetdruckerei bietet auf ihrem Webportal die komplexe Kalkulation der Produkte an mit der anschließenden Bestell- und Uploadmöglichkeit der fertigen Druckdaten. Ziel war, mit Hilfe des Portals täglich viele Aufträge automatisiert zu generieren. Tatsächlich sind daraus nur wenige Aufträge pro Monat geworden; dennoch ist das Webangebot ein Erfolg. Die Kunden nutzen die Kalkulation im Shop und fragen dann per Mail oder Telefon an. So wurden im letzten Jahr aus 600 Angeboten rund 150 Aufträge; mehrere Hundert Mustermappen wurden verschickt.</p>
<p>In einem anderen Fall wurde ein Werbemittel-Portal für Mehrmarken-Autohändler in einem Gemeinschaftsprojekt von einer Druckerei und einer Agentur betrieben. Statt vieler Bestellungen, die über das Portal eingehen sollten, stellte sich der Erfolg anders ein: Die Kunden waren weniger an den – qualitativ hochwertigen – Standard-Werbemitteln interessiert, sondern vielmehr an komplexeren und beratungsintensiveren Produkten. Das Portal wurde somit hauptsächlich zu einem Vorzeigeprojekt und Anknüpfungspunkt für die Kundenakquise.</p>
<p><strong>Diese Erfahrungen zeigen, dass Druckdienstleister einen offenen Webshop nicht als „Insel“ betreiben, sondern in ihre Vertriebsstruktur integrieren und zusätzlich für die Verkaufsunterstützung nutzen sollten.</strong></p>
<p>Dafür spricht auch der zu beobachtende Trend bei Druckereien, sich als Betreiber ihres Webshops nicht mehr geheim zu halten. Druckereien präsentieren sich und ihr Know-how häufiger offen auf den Homepages – dazu gehören standardisierter Druck, hochwertige Bildreproduktion, Farbmanagement, Datenprüfung, Veredelung oder Logistik.</p>
<p><strong>Geschlossene Webportale</strong></p>
<p>Viele Druckereien wählen den Weg, ihren Unternehmenskunden geschlossene Webportale (engl. Closed Shops) anzubieten, in denen meist firmenindividuelle Werbemittel und Drucksachen für die Geschäftsausstattung bestellt werden können.</p>
<p>Druckereien machen bei der Kundengewinnung die Erfahrung, dass das Hauptproblem darin besteht, Kunden die Abläufe und die Vorteile der Web-to-Print-Lösung zu verdeutlichen. Das gelingt am besten mit einer praktischen Demonstration. Hatte der Kunde noch keine Erfahrung mit Web-to-Print, ist es gut, ein einfaches Beispiel mit Visitenkarten zu wählen. Kunden müssen „erfahren“, dass die Arbeitsbelastung verringert werden kann und die Produktion einfacher und schneller geht. Auch die Kostenersparnis kann ein Thema sein. Diese Anforderungen habe ich für meine Arbeit aufgegriffen und speziell einen Workshop für Vertriebsmitarbeiter von Mediendienstleister entwickelt. Das Programm finden Sie hier: <a href="http://www.melaschuk-medien.de/pdfs/w2p_workshop_mediendl.pdf" target="_blank">http://www.melaschuk-medien.de/pdfs/w2p_workshop_mediendl.pdf</a>.</p>
<p>Druckdienstleister sollten auch die Erweiterungs-Möglichkeiten ihrer Auftragssysteme in Betracht ziehen, die z. B. von Alphagraph, Heidelberg, Printplus oder Lector angeboten werden. In geschlossenen, login-geschützten Bereichen können sich Bestandskunden Übersichten zu Angeboten, Aufträgen oder Lagerständen verschaffen, Wiederholbestellungen auslösen, Lagerbestände abrufen, Anfragen stellen. Es gibt hier gute Resonanzen von Druckerei-Stammkunden, die diesen zusätzlichen Kundenservice positiv aufnehmen.</p>
<p><strong>Das Marketing zählt</strong></p>
<p>Das Marketing ist einer der elementarsten Aspekte, um mit Webportalen, ob offen oder geschlossen, im Markt bestehen zu können. Für offene Webshops sind vor allem die Suchmaschinen-Optimierung und das Suchmaschinen-Marketing wichtige Faktoren für den Verkaufserfolg. Bei geschlossenen Webportalen hingegen kommt es auf den Vertrieb an, der in der Lage sein muss, Webportale zu verkaufen.</p>
<p>An einer Online-Präsenz führt für Druckdienstleister sicher kein Weg vorbei. Beginnen sollte man mit einem überschaubaren, gut definiertem Projekt – um sich dann schrittweise weiterzuentwickeln.</p>
<p>Ein Beitrag von Ira Melaschuk, <a title="Web-to-Print" href="http://www.melaschuk-medien.de" target="_blank">http://www.melaschuk-medien.de</a></p>
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		<title>Schneller, weiter… teurer?</title>
		<link>http://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/schneller-weiter-teurer-bezahlsysteme-3212.html</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 08:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Ruppert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Neue Bezahlmodelle für Online-Zeitungen zaubern Web-Usern die Sorgenfalten auf die Stirn, während die großen Medienkonzerne munter nach der Musterlösung suchen. Egal, ob auf Arbeit, in der Schule oder abends vor dem TV: Fragen haben wir täglich. Interessante Fragen, spannende Fragen, ja selbst lästige Fragen begegnen uns jeden Tag zuhauf. Wie gut, dass es da doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neue Bezahlmodelle für Online-Zeitungen zaubern Web-Usern die Sorgenfalten auf die Stirn, während die großen Medienkonzerne munter nach der Musterlösung suchen. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_3231" class="wp-caption aligncenter" style="width: 530px"><img class="size-large wp-image-3231" title="Chromeman Sprinter" src="http://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_21634710_S-540x763.jpg" alt="" width="520" height="763" /><p class="wp-caption-text">© rudall30 - Fotolia.com</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Egal, ob auf Arbeit, in der Schule oder abends vor dem TV: Fragen haben wir täglich. Interessante Fragen, spannende Fragen, ja selbst lästige Fragen begegnen uns jeden Tag zuhauf. Wie gut, dass es da doch die Patentlösung gibt: PC an, rein ins weltweite Netz und schon wird uns die Antwort bequem per Suchmaschine auf dem Silbertablett serviert. Kostenlos.<br />
Haben wir dann noch Bedarf an Wissen oder den neuesten Neuigkeiten, bleiben wir ganz einfach vor dem PC sitzen und surfen bequem durch die Weiten des Internets. Hier ein Zeitungsartikel, da ein Kommentar.  Kostenlos.<br />
Doch genau damit soll jetzt Schluss sein: Neue Online-Bezahlmodelle sollen das El Dorado für Internetnutzer nur noch gegen Wegzoll passierbar machen. Die Vielfalt der frei genießbaren Artikel soll drastisch eingeschränkt werden. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: fleißige Verfasser schreiben Artikel um Artikel, tausende Leute lesen diese – und niemand bezahlt dafür.<br />
Will man nun also weiter wie bisher surfen und mal hier, mal da eine Welle reiten, so könnte das zukünftig ziemlich teuer werden. Und „teuer“ ist ein Wort, welches von den Web-Usern stets gar nicht gerne gehört wird. Doch so sehr Surfer ihre Wellen auch lieben, so gefährlich sind doch zu viele, zu hohe Wellen: zwar zeigt uns eine Suchmaschine zigtausende Infos über ein gewünschtes Thema an, doch sortiert sie diese nicht nach Informationsgehalt. Somit surfen wir oft unnütz, vergeuden Zeit mit schlechten oder schlicht unpassenden Artikeln und beginnen, Berichte und Informationen lediglich zu überfliegen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er stets die aufgerufenen Artikel gründlich von A bis Z liest? Und hierin birgt sich die Gefahr des grenzenlosen Internets samt seiner Informationswelle: Verlust von Aufmerksamkeit, Feinfühligkeit und dem Augenmerk fürs Wesentliche.<span id="more-3212"></span><br />
Genau diese Gefahr bietet allerdings den Ansatzpunkt für die Bezahlmodelle. Ein Surfer, dem nur die besten Wellen präsentiert werden, ist wohl durchaus bereit, dafür zu bezahlen. Statt der bislang gewohnten Quantität an Informationen und dem damit verbundenen Aufwand, die wertvollsten herauszufiltern, müsste man ihm also geballte Qualität bieten. Die Medienbranche kann dem Internet zu einem neuen Look verhelfen, wenn sie denn nur genügend Qualität mitbringt und ihre Artikel mit fundiertem Wissen und rhetorischen Prachtstücken ausschmückt.<br />
Leider scheint es gerade in Amerika zur Mode geworden zu sein, viel Zeit auf der Suche nach dem geeigneten Bezahlsystem zu verbringen und dabei das zu Bezahlende zu vergessen. Etliche Bezahlmodelle wurden ausprobiert, verworfen, überarbeitet und wieder verworfen. Zahllose Experten wurden befragt, bezahlt und ohne Ergebnis wieder gehen gelassen. Gespart wurde oft nur an einer Stelle: der Redaktion. Dass das tödlich für eine Zeitung, vielleicht sogar für eine ganze Branche ausgehen kann, muss hier nicht extra erwähnt werden. Freilich bleibt vielen Zeitungen nichts anderes übrig, als einen Sparkurs zu fahren, fallen doch zunehmend Einnahmequellen wie Kleinanzeigen oder Annoncen weg. Doch wenn dieser Sparkurs in erster Linie am Herzstück einer Zeitung, ihren Redakteuren, zur Anwendung kommt, drängt sich einem schnell die alte Wendung vom zu Tode sparen auf.<br />
Denn auch hier kann wieder nur gelten: Qualität ist die Chance. Ob für „kleine“ Zeitungen, regionale Zeitungen oder Fachzeitschriften: Qualität ist die Chance. In einer Gesellschaft, in der vieles umsonst ist, ist die einzige Möglichkeit, sich abzuheben, herauszuragen.<br />
Auch Surfer mit dem Meer genau vor der Haustür nehmen Strapazen auf sich, um zu besseren Wellen zu gelangen. Ihr Ziel bei einem Flug in die Karibik ist nicht die Karibik, sondern die Wellen, die sie dort vorfinden. Das Ziel der Medien auf dem Weg ins Internet sollte also nicht das Internet selbst sein, sondern die Art, wie sie darin vertreten sind, was darin von ihnen zu finden ist. Auch kleinere Zeitungen können also den Weg ins Internet getrost wagen, wenn sie qualitativ dafür gerüstet sind.<br />
Doch wie rüstet sich eine vergleichsweise kleine Zeitung nun für den Kampf gegen eine derart erdrückende Anzahl von Konkurrenten?<br />
Bei einem Blick in die Waffenkammer springt einem die größte Trumpfkarte kleinerer, regionaler Zeitungen sofort ins Auge. Eine Waffe, die auf keinem Schlachtfeld im Cyberspace errungen werden kann: regionale Verbundenheit. Gerade in kleineren bis mittelgroßen Städten und ländlicheren Gegenden ist die Zeitung immer noch das Informationsmedium Nummer 1. Logisch, der Spielbericht des Lieblingsclubs aus dem Heimatort findet sich ja auch nicht im Internet. Auch das Dorffest wird dort nicht angekündigt. Selbst die Trunkenheitsfahrt des Nachbarn wird nur selten den Weg in die Weiten des Internets finden und so ist es doch die morgendliche Zeitung, die den Leser mit all diesen Informationen versorgt. Und er dankt es ihr. Täglich.<br />
So wichtig also die Besinnung auf die Region ist, so wichtig sind doch auch gelegentliche Blicke über den Tellerrand hinaus. Der Euro ist in Gefahr, das wissen alle – doch nur die wenigsten kennen die Details. Keiner schlägt sich gerne zum Frühstückskaffee durch einen Artikel voller Hiobsbotschaften, Fremdwörter und Schachtelsätze. Eine klare, verständliche und erklärende Sprache könnte hier der Schlüssel zum Erfolg sein. Damit das Lesen nicht nur Information bringt, sondern auch wieder Spaß macht.</p>
<p>Spaß für Jung und Alt. Denn auch die junge Generation liest Zeitung. Zugegeben, nicht immer aus reinem Interesse. Manchmal auch nur, weil die Zeitung einfach gerade auf dem Frühstückstisch liegt. Damit sie dort nicht liegenbleibt, muss sie Lust auf mehr machen. Interessant sein, vielleicht sogar ein wenig spannend. Eine „junge Seite“, am liebsten gleich mehrere. Jung sind ja nicht nur ABC-Schützen, sondern auch Teenager oder Junggebliebene. Alle wollen ihr eigenes Angebot. Wer die „Generation GameBoy“ als lesefaul bezeichnet, der muss ihr auch Lesestoff anbieten. Es ist ein Leichtes, zu monieren, dass die Jugend von heute nicht mehr liest. Doch diese Kraft sollte besser verwendet werden, um sie zum Lesen zu bewegen. Denn wer jung keine Zeitung liest, wird sie alt auch nicht mehr lesen wollen.</p>
<p>Das Lesen-Wollen ist ja schließlich das Entscheidende. Man will auch keine Artikel lesen, die beim Surfen am Tag zuvor sowieso schon ins Auge stachen. Zumindest nicht, wenn sie genau so kurz sind. Ein Artikel, welchen man schon gelesen hat, erscheint hingegen erweitert um Hintergrundinformationen, Erfahrungsberichte oder historische Daten gleich in einem völlig anderen Licht. Ist es nicht das, was wir täglich von unserer Zeitung fordern? Mehr Informationen, mehr Wissen? Schlicht: Qualität?</p>
<p>Die Tatsache, dass Millionen von Menschen jeden Tag online nach News suchen und dort mit tausenden Angeboten überschüttet werden, bietet für einen Anbieter, der Qualität feilbietet, weitaus mehr Chancen als Gefahren. Qualität wird honoriert. Und es war noch nie vorher so leicht, eine derart große Anzahl an Klienten in derart kurzer Zeit zu erreichen.<br />
Dem spielen auch die „E-Books“ in die Karten; ein schon totgesagter Trend, der jetzt wohl mehr als nur seine Renaissance feiert. Denn mit diesen handlichen, digitalen Begleitern ändert sich nicht nur die Art und Weise des Lesens, sondern auch die Mobilität. Wer früher keine Zeitung zur Hand hatte, kann sie jetzt bequem auf seinem E-Book überall hin ohne lästiges Falten oder Zusammenknüllen mitnehmen. Vorbei die Zeiten, zu denen man am Frühstückstisch oder in der U-Bahn lesen musste. Von nun an kann immer gelesen werden, ohne Blättern, geräuschfrei und blitzschnell. Dafür muss nicht einmal der Weg zum Kiosk auf sich genommen werden.</p>
<p>Die Weichen für den nächsten Schritt im digitalen Zeitalter stehen also gut, es bleibt lediglich abzuwarten, mit welcher Verspätung und welcher Ladung der Zug sie passiert. Denn das Entscheidende ist nicht der Zug, sondern seine Ladung.</p>
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