„Druckkunst 2.0“ – die 16. Leipziger Typotage
Tom Schoener am März 25, 2010
Der 8. Mai 2010 dürfte zum Pflichttermin für Designer und Druckspezialisten werden. Die Reise geht nach Leipzig ins Museum für Druckkunst, denn hier finden bereits zum 16. Mal die Leipziger Typotage statt. Die zehn Referenten werden sich an diesem Tag voll und ganz dem Thema „Druckkunst 2.0“ und damit den alten und neuen Rivalitäten in Druck und Typografie widmen.
Mit diesem thematischen Rahmen will der Veranstalter, die Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst, auf die Veränderungen innerhalb der Druck- und Gestaltungsbranche eingehen, wie beispielsweise die zunehmende Bedeutung digitaler Prozesse. Gerade dieser Aspekt verdeutlicht, dass der Wandel innerhalb der Branche zum einen ganz neue Herausforderungen mit sich bringt, zum anderen aber auch unglaubliche Möglichkeiten für Kunst, Design und Produktion entstehen.
Die Welt der klassischen Printerzeugnisse verändert sich zunehmend. Auf welche Weise sie das tut, beleuchten nun die einzelnen Referenten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Buchkunst, Typografie, Verlagswesen und Kunstdruck, aber auch Hochschulen. So werden der Berliner Verleger Robert Klanten von „Die Gestalten“, die Schriftdesigner Veronika Elsner und Günther Flake von Elsner+Flake (Hamburg), der Leipziger Typograf Erhard Kaiser, Wolfgang Schubert vom Lichtdruck-Kunst Leipzig e. V. , Nina Schütte und Jörg Petri von der Edition Kopfnote (Berlin) und Marc Mittelstaedt von Giesecke & Devrient aus München ihre jeweilige Perspektive den Besuchern vorstellen.
Als ein Höhepunkt der Leipziger Typotage wird das Streitgespräch zwischen Prof. Jay Rutherford und Prof. Frank Hartmann von der Bauhaus-Universität Weimar angekündigt. Die beiden Professoren werden ihre kontroversen Ansichten zum Thema „Schrift versus Bild“ diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Ulrike Stoltz von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Die Teilnehmer der Leipziger Typotage können sich auf eine spannende Mischung aus Vorträgen und Diskussion freuen, in denen ein Blick auf die Trends der Branche geworfen werden wird.
Hier noch einmal alle Referenten mit ihren Vorträgen im Überblick:
• Veronika Elsner und Günther Flake „Vom Blei zum Bit – Bedeutet digitalisieren manipulieren?“ (Elsner+Flake)
• Erhard Kaiser „Schrift: nach wie vor anders oder nicht?“ (freier Typograf)
• Nina Schütte und Jörg Petri „Digilog – ein Dialog von Tinte und Toner, Korrex und Kopierer“ (Edition Kopfnote)
• Prof. Jay Rutherford und Prof. Frank Hartmann „Streitgespräch Schrift versus Bild“ (Bauhaus-Universität Weimar)
• Robert Klanten „Digital denken, analog speichern“ (Die Gestalten)
• Marc Mittelstaedt „Kunst und Druck im Wertpapier“ (Giesecke & Devrient)
• Wolfgang Schubert „Lichtdruck-Kunst in digitaler Zeit“ (Lichtdruck-Kunst Leipzig e. V.)








