Was ist Web-to-Print?

Ira Melaschuk am September 4, 2013

Web-to-Print-Systeme werden immer häufiger eingesetzt – einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der digitalen Wirtschaft e. V. (BVDW) und des Rhein-Ruhr-Instituts (RIAS) zufolge beträgt das Wachstum von Web-to-Print jährlich ca. 17 Prozent. Druckereien und Mediendienstleister bieten Drucksachenproduktion und Online-Services in offenen Webshops oder für Geschäftskunden in geschlossenen Portalen an. Offene Webshops sind für jeden im Internet zugänglich, in geschlossenen Shops dürfen nur definierte Benutzer auf das System zugreifen.

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Das Drucker-Lexikon

Thomas Backs am Oktober 29, 2012

A wie Abspecken, S wie Schweizerdegen,  Z wie Zwiebelfisch: Aus der Sprache der Drucker und Setzer

Die sprichwörtliche Bleiwüste kennen viele, beim Hurenkind und seinem kleinen Bruder, dem Schusterjungen, wird es schon schwieriger. Und was in Sachen Print-Medien mit einer Hochzeit oder einer Jungfrau gemeint ist, das wissen nur noch Spezialisten. Wir haben eine kleine, aber feine Liste an Fachbegriffen der Drucker und Setzer zusammengestellt. Eine spannende Sache.

„Da ist noch ein Schusterjunge, das können wir so nicht lassen.“ – Sätze wie diesen konnte wohl jeder Journalist hören, der wie der Autor dieser Zeilen noch in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre oder eben früher den Beruf des Redakteurs erlernt hat. Mit Filzstift, Layout-Bögen aus Papier und Schneidegeräten für die Fotos.  Unter den älteren Berufskollegen gehörten Wortschöpfungen wie besagter „Schusterjunge“ oder das „Hurenkind“ ganz einfach zum aktiven Wortschatz. Die Sprache der Drucker und Setzer, verkürzt oft auch „Druckersprache“ genannt, sie galt auch für die Text- und Bild-Redakteure. Manchmal, aber nur manchmal, da hören wir sie heute noch. Einige wenige, wie zum Beispiel die heute eher sprichwörtliche „Bleiwüste“ haben es sogar in die Berufswelt der Mediengestalter geschafft, egal ob diese Print, Online oder die crossmediale Variante bevorzugen.

Eine kleiner Hinweis darf an dieser Stelle nicht fehlen: Der Begriff „Druckersprache“ leitet eigentlich in die Irre, denn der Berufsstand der Setzer ist hier zunächst ausgeklammert. Nicht wenige Fachbegriffe der Branche stammen jedoch aus dem Bleisatz. Von daher sollten wir hier von der „Sprache der Drucker und Setzer“ schreiben. Oder vielleicht der „Sprache der Schweizerdegen“. Jene Multitalente also, die immer seltener anzutreffen sind.

Hier eine kleine Liste, von A wie Abspecken bis Z wie Zwiebelfisch:

Abspecken 

Der Speck, um den es hier geht, kommt natürlich nicht aus der Metzgerei. Gemeint ist das Abschälen von Papierrollen, die auf dem Transportweg in die Druckerei  beschädigt worden sind. Beim Abspecken wird eben das Papier von einer Rolle Druckpapier abgerollt, bis das nicht mehr brauchbare Papier entfernt ist. Mit dem Rest der Papierrolle kann dann gedruckt werden.

Neue Rolle, kein Abspecken nötig: Papieringenieur mit Produkt. Foto: VDP

Bleiwüste

Ursprünglich kam die Bleiwüste aus der Sprache der Setzer. Gemeint waren Fehler durch die Verwendung unpassender, zu enger Zeilenabstände oder die fehlende Strukturierung eines Textes durch nicht vorhandene Absätze. Irgendwann wurde die Bleiwüste dann mehr und mehr sprichwörtlich verwendet, als Bezeichnung für eine oftmals schwer lesbare Zeitungsseite, die ausschließlich aus Textbeiträgen ohne Bilder oder grafische Element bestand. So ließ sich im Grunde bis vor gar nicht allzu langer Zeit fast jede Ausgabe der Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) als „Bleiwüste“ bezeichnen.

Hochzeit

Schon wieder die Setzer. Gemeint war und ist ein Satzfehler, bei dem zwei gleiche Worte hintereinander erscheinen. Im Eifer des Gefechts konnte das auch schnell mit kompletten Absätzen bzw. ganzen Textpassagen passieren, die dann doppelt gedruckt erschienen. In der Gegenwart lässt sich gerade an gehäuften „Hochzeiten“ oder anderen Tippfehlern feststellen, welche der klassischen Medien ihre Hochzeit wohl hinter sich haben. Auf Korrektoren, Redakteure und damit das bewährte Vier-Augen-Prinzip wird zum Zwecke der Gewinnoptimierung immer häufiger verzichtet.

Hurenkind und Schusterjunge

Das Hurenkind und sein kleiner Bruder, der Schusterjunge, sind in der Sprache der Setzer bereits seit der Erfindung des Buchdrucks fester Bestandteil des Wortschatzes. „Hurenkind“ wird die letzte Zeile eines Absatzes genannt, wenn sie gleichzeitig die erste einer neuen Spalte oder Seite ist. (siehe Abbildung). Sie gelten als besonders schwere handwerkliche Fehler, da sie die Ästhetik des Satz- bzw. Seitenspiegels stark beeinträchtigen. Von einem „Schusterjungen“ wird gesprochen, wenn eine Seite oder Spalte nach der ersten Zeile eines neuen Absatzes umbrochen wird, so dass diese allein am Ende der vorherigen Seite oder Spalte steht.

Unten links ein Schusterjunge, oben rechts ein Hurenkind. Abbildung: Rainer Zenz, Wikimedia Commons

Jungfrau

So bezeichneten die Setzer ursprünglich eine fehlerlos gesetzte Seite, eine fertig gesetzte Seite wird also mit diesem Attribut als fehlerfrei gekennzeichnet, was sie im Normalfall eigentlich nicht sein kann. Daher beschäftigten viele Verlage und Druckereien Korrektoren, die die Seiten auf Rechtschreibung, Grammatik und Typografie lasen.  Eine Seite, die komplett ohne Korrekturzeichen blieb, wurde von den Setzern auch als „jungfräulich“ bezeichnet, was in der Realität aber so gut wie nie stattfand. Früher konnten Leser von Print-Produkten also auf dem Papier sehen, wie gut die Korrektoren gearbeitet hatten. In der Gegenwart müssen sie sich gerade Zeitungsleser vielfach wundern, ob die Texte überhaupt noch Korrektur gelesen werden.

Lorem ipsum

„Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur adipisici elit …“ . Das klingt nach Latein, und soll auch nach Latein klingen. Eine Bedeutung hat dieser Text jedoch nicht. Es handelt sich um einen Blindtext, den Grafiker und Designer bereits in ihren Anfangstagen kennen lernen. Dieser Klassiker wird als Platzhalter im Layout der Seiten verwendet, um bereits vor dem „Einfließen“ der Textdokumente einen Eindruck vom fertigen Dokument zu haben. Unverständlich ist der Fantasie-Text vor allem, damit der Betrachter des Layouts nicht durch den Inhalt des Textes abgelenkt werden kann. In Geschichtsbüchern ist zu lesen, dass Lorem-ipsum-Füller bei den Druckern und Setzern bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt sind. Heute wird sie oftmals auch verwendet, um Wirkung und Gestalt verschiedener Schrifttypen testen zu können.

Lorem ipsum: Da hat sich tatsächlich ein „Sweety“ eingeschlichen. Foto: Thomas Backs

Schimmelbogen

So wird in der Drucktechnik ein Druckbogen bezeichnet, der auf beiden Seiten bedruckt werden soll, im Prozess jedoch ungewollt auf einer Seite keinen Druck erhalten hat. Versehentlich nur einseitig bedruckte Druckbögen entstehen oft dadurch, dass der Bogenanleger nicht nur einen, sondern zwei aufeinander liegende Bogen Papier in die Druckmaschine einzieht. Wenn der untere Bogen so unbemerkt unbedruckt bleibt, können auch schon mal leere Seiten im Buch landen.

Spieß

Die Setzer arbeiteten im Bleisatz auch mit Blindmaterial, also kleinen schmalen Bleistücken, mit denen zum Beispiel die Zwischenräume zwischen den Zeilen hergestellt wurden, diese hießen dann Regletten. Dieses Blindmaterial konnte im Druckprozess aber auch so weit nach oben rutschen, dass es mitgedruckt wurde. Das Resultat war im Schriftbild des Blattes zu sehen: Ein sogenannter Spieß.

Schweizerdegen

Multitalente, die sich ganz offiziell als „Schweizerdegen“ bezeichnen dürfen, die gibt es in der heutigen Zeit des medialen Wandels immer seltener. Schweizerdegen ist nämlich die Bezeichnung für einen gelernter Drucker, der zusätzlich eine Ausbildung zum Schriftsetzer absolviert hat. Das ist heute schwierig, gehörte doch der Beruf des Setzers zu den ersten, die den weiter andauernden Veränderungsprozessen der Branche zum Opfer fielen. Auch der althergebrachten Buchdruck im Hochdruck von bleiernen Lettern ist heute nur noch in Nische zu finden. Die Schweizerdegen der Gegenwart sind ohne Zweifel Künstler, wie zum Beispiel Martin Z. Schröder, der in Berlin arbeitet.

Zwiebelfisch

Der Zwiebelfisch erreichte viele Menschen der Gegenwart auf sprichwörtlichen Umwegen. Der Grund: Bestseller-Autor Bastian Sick („Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“) schreibt seit dem Jahr 2003 Kolumnen für das Portal „Spiegel Online“, hierfür hat Sick eben jenen Zwiebelfisch als Titel erkoren. In Online-Medien sind Zwiebelfische deutlich seltener zu finden als in gedruckten Werken. Unter einem Zwiebelfisch verstehen Drucker und Setzer einen einzelnen Buchstaben, der in einer andern Schriftart und/ oder einem anderen Schriftgrad als der restliche Text gesetzt wurde. Der Begriff stammt wie so viele aus der Arbeitswelt des Bleisatzes. Also aus einer Zeit, in der die Texte noch per Hand gesetzt wurden.

Vollständig ist diese kleine Liste natürlich längst nicht, wir haben die spaßigsten Begriffe ausgewählt. Wem fallen noch andere ein?

 


Marktchancen Web-to-Print für Druckdienstleister

Ira Melaschuk am August 11, 2012

Viele Druckereien gehen Online-Projekte zunächst mit großer Begeisterung an – die Ernüchterung stellt sich aber oft nach kurzer Zeit ein. Der Markt ist in ständiger Bewegung, was heute noch eine Marktnische war, ist drei Monate später oft schon keine mehr. Und die Anforderungen an den technischen und personellen Aufwand sind höher als erwartet.


Offene Webportale

Der Betrieb eines offenen Webportals (engl. Open Shop) ist eine Möglichkeit, um als Druckerei im Web präsent zu sein. Hier sieht man sich der starken Konkurrenz durch die sogenannten „Druckfabriken“ ausgesetzt, die den Markt der Standarddrucksachen beherrschen; niedrige Preise und kurze Lieferzeiten entstehen durch hohe Automatisierung der Produktion und Bereithalten von Überkapazitäten. Die viel beschworenen „Marktnischen“ sind naturgemäß nur für Wenige eine Option. Was wäre der Markt, wenn er hauptsächlich aus Nischen bestehen würde? Ein Bienenstock vermutlich und auch dort gibt es nur eine Königin und keine tausend. → diesen Artikel weiterlesen!


Alles im Blick: Qualität, Service und Umweltschutz

Marc-Michael Schoberer am Januar 3, 2012

Die Entwicklung des Internets hat die Gesellschaft verändert – und mit ihr das Druckereiwesen. So schossen in den letzten Jahren einige Online-Druckereien aus dem Boden, die meist günstigere Preise als die traditionellen Druckereien anbieten können. Auch der Bestellvorgang hat sich verändert. Geben Kunden ihre Wünsche direkt online ein, wird bei der Abwicklung der Bestellung Zeit gespart. Darüber hinaus erleichtern Vorlagen den Bestellvorgang: Die Kunden können Flyer, Plakate und Co. selbst gestalten und dabei ihren individuellen Vorstellungen Ausdruck verleihen.

Online-Druckereien als Alternative zur klassischen Druckerei

Online-Druckereien als Alternative zur klassischen Druckerei

Eine moderne Online-Druckerei muss nicht nur auf Qualität, sondern auch auf guten Service achten. Schließlich soll durch den virtuellen Bestellvorgang kein Nachteil für die Kunden entstehen. Service-Hotlines, übersichtliche Portale und Kostentransparenz sind wichtige Faktoren, die Vertrauen wecken. Neben der Kundenfreundlichkeit darf aber auch die Umwelt nicht außer Acht gelassen werden. Der Spagat zwischen Qualität, Service und Umwelt stellt viele Online-Druckereien vor Herausforderungen. → diesen Artikel weiterlesen!


Unsere neue Redakteurin: Ira Melaschuk

Marc-Michael Schoberer am September 28, 2011

Expertin für Web, Print, Publish und Medien

Natürlich möchte ich nicht versäumen, euch unsere neue Fachredakteurin vorzustellen, denn die hat eine ganze Menge auf dem Kasten, vor allem im Bereich Web-to-Print ist Frau Melaschuk eine absolute Koryphäe.

Unsere neue Autorin Ira Melaschuk ist seit zwölf Jahren Inhaberin des Unternehmens Melaschuk Medien und bietet Beratungen, Workshops und Fachredaktion.

Ihre Spezialisierung auf Web-to-Print begann 2007 mit dem Aufbau der Marktübersicht Web-to-Publish-Systeme mithilfe einer Datenbank, die derzeit über 70 Systeme umfasst und von ihr regelmäßig aktualisiert wird. Web-to-Publish wird von Ira Melaschuk so definiert: „Im Gegensatz zu Web-to-Print, dessen Kernfunktion die webbasierte Drucksachen-Produktion ist, umfasst Web-to-Publish darüber hinaus die Bereiche Marketing-Management und die Ansteuerung von Non-Print-Ausgabekanälen, wie Internet oder mobile Geräte.“

Die Buchhändlerin und Diplomingenieurin für Druckereitechnik begeisterte sich von Beginn an für Internet-Technologien und schrieb bereits 1997 eine der ersten Veröffentlichungen für die Druckbranche zum Thema „Neue Dienstleistungen in der Vorstufe: Online Publishing“.
Einer ihrer Schwerpunkte sind Beratungen zur Auswahl von Web-to-Publish-Systemen für Industrieunternehmen und Mediendienstleister. Die Arbeitsweise von Ira Melaschuk ist dabei konsequent anbieterneutral und orientiert sich ausschließlich an den Anforderungen ihrer Kunden.

„Da ich den überwiegenden Teil der Systeme in der Marktübersicht Web-to-Publish-Systeme aus eigener Anschauung kenne und einen direkten Draht zu allen Anbietern pflege, lassen sich die Systemauswahl-Beratungen besonders effektiv und zeitsparend durchführen“, erklärt Ira Melaschuk.

In Verbindung mit diesen Aufgaben sind für die Beraterin auch weitere Anforderungen im Fokus, wie das Optimieren von Arbeitsabläufen (Prozessoptimierung) und das Erstellen von Wirtschaftlichkeitsnachweisen. Aktuell hat Ira Melaschuk Excel-Schablonen mit Investitionsrechnungen entwickelt, die Mediendienstleister als Werkzeug nutzen können, um ihren Kunden aufzuzeigen, ob sich der Einsatz eines Web-to-Print-Systems für sie lohnt.

Komplexe, technische Zusammenhänge in Wort und Schrift verständlich zu vermitteln ist außerdem die besondere Fähigkeit von Ira Melaschuk und deshalb freuen wir uns besonders, sie als Autorin für Gutenbergblog.de gewonnen zu haben.

Mehr Infos: http://www.melaschuk-medien.de


Online-Rezension – Strategie: Web-to-Print

Marc-Michael Schoberer am Oktober 19, 2009

Vor ca. 3 Wochen fand ich einen großen Umschlag in meinem Firmenbriefkasten vor.
Der Inhalt ein Buch: Strategie:Web-to-Print
Zunächst etwas verwundert, denn ich hatte nichts bestellt, wurde mir alles klar, als ich das Anschreiben las.
ZIPCON Consulting bat mich um die Online-Rezension des Buches.

Auch wenn mich das Thema Web-to-Print sehr interessiert und ich den Autor Bernd Zipper mit der Studie Web-to-Print 2009/2010 in Verbindung brachte, habe ich dieses „Projekt“ als eher uninteressant abgestempelt und daher hinten angestellt.
Der Grund: Unbezahlte Rezensionen bedeuten zunächst eines – hoher Zeitaufwand für das Lesen des Buches, Rechercheaufwand und eine Menge Arbeit für die eigentliche Rezension. Uns die Zeit ist ein kostbares Gut.
Web-to-Print beschäftigt jedoch die Druck- und Medienwelt wie kaum ein anderes Thema und so habe ich eines Abends angefangen das Buch zu lesen.
Weniger unter dem Aspekt einer eventuellen Rezension, als aus reiner Neugierde.

Strategie: Web-to-Print – was sol ich sagen? Ich war von Anfang an begeistert und so investiere ich trotzdem und schreibe eine kleine Rezension. Denn das Buch ist es wirklich wert!

Basics
Zunächst jedoch einige grundlegende Fakten zu Web-to-Print.
Technik ist keine Strategie. Und Strategie ist ohne technische Umsetzung nichts.
Web-to-Print ist für die einen pure Technologie und beschreibt Verfahren, wie sich Druckvorlagen online erzeugen lassen.
Für andere ist Web-to-Print eine Strategie, mit der sich Marktvorteile sichern und neue Absatzpotentiale erschließen lassen. Ich würde sagen, Web-to-Print nutzt beiden Welten, dem Druck- und den Online-Markt.
W2P ist die Methode, um virtuelle Internet-Dienstleistungen mit der haptischen Papierwelt zu verbinden.
24-Stunden Verfügbarkeit, kostengünstig, aktuell, kundennah, vielfältig einsetzbar – dies alles sind Eigenschaften von erfolgreichem Web-to-Print und das wiederum ermöglicht neue Dimensionen der Kundenbindung. Kundenbindung die heute über Erfolg und Misserfolg entscheidet.
Es kursieren viele Synonyme für Web-to-Print, die so nicht stimmen. Beim Web-to-Print geht es aber einzig und alleine um eines, eine online erzeugte, individuelle Druckvorlage.

Der Autor Bernd Zipper spricht in Strategie:Web-to-Print von einem Buch für alle Interessierten. Für den Studenten und Azubi, ebenso wie für den erfahrenen Medienmacher und Drucker. Generell halte ich von solchen Aussagen nichts. Denn der Einklang zwischen Wissen für Einsteiger und dem, für Fortgeschrittene, ist schwer zu finden, meist sogar unmöglich.
Um so mehr ziehe ich den Hut von Herrn Zipper – dieses Buch hat diesen Spagat geschafft.

Das Buch bietet Wissen und Informationen wie wir Sie mögen. Kurz, prägnant, auf den Punkt und schnörkellos.
Strategie: Web-to-Print lässt (fast) keine Fragen offen.
Was ist Web-to-Print?
Was sind die Vor- und Nachteile? Sowohl aus Firmen-, wie auch aus Kundensicht.
Wo liegt der entscheidende Nutzen?

Auch als jemand, der sich seit langem mit Web-to-Print beschäftigt, habe ich in diesem Buch interessante, neue Wissenshäppchen entdecken und an den zahlreichen Praxisbeispielen neue Lösungsansätze generieren können.
Zipper geht in seinem Buch en detail auf die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Web-to-Print ein und erläutert die verschiedenen Produktionsarten von W2P.
Der Autor bringt durch die zahlreichen Praxisbeispiele viel Schwung in das Buch und zeigt gut nachvollziehbar auf, wie W2P dann auch tatsächlich erfolgreich in den unterschiedlichsten Unternehmen zum Einsatz kommt. Von der Theorie, zur Praxis.
An vielen Stellen war ich wirklich verblüfft, mit welch innovativen Technologielösungen die Anforderungen der Firmen „angepackt“ wurden.
Man kann fast von einer gewissen Art an Spannung sprechen, mit der ich mich auf jede neue Ausführung gefreut habe.

Markt & Chancen
Im Bereich Markt&Chancen warten jede Menge Zahlen und Diagramme auf den Leser.
Was zuerst recht langweilig und eher nüchtern betriebswirtschaftlich anmutet, entpuppt sich ebenfalls als lesenswert und durchaus interessant.
Zipper gibt Antworten auf zahlreiche Fragen. So zum Beispiel, wie ist das Web-to-Print Potential im Ausland zu bewerten aus und wie sieht die Unternehmensstruktur des klassischen W2P-Users aus.

Lösungen
Ein großer Teil des Buches ist konkreten Lösungen und Anwendungsszenarien gewidmet.
Denn an Beispielen aus dem realen Leben lässt sich am besten zeigen, wie sich Kundenanforderungen, strategisches Geschick und technologische Bausteine zu einem stimmigen Gesamtpaket formen lassen.
Anhand der von ZIPCON Consulting entwickelten Produktklassifizierungen (Marktsegmentstypen), erläutert Zipper eingehend die konkreten Anforderungen verschiedener Projekte und liefert gleich detailliert die technische Realisierung, sowie den gesamten Produktionsablauf mit.

Anwendungen
Ein weiteres Kapitel des Buches beschäftigt sich mit dem Thema „Anwendungen“.
Welche unterschiedlichen Web-to-Print Anwendungen gibt es überhaupt, was bringen sie für die Unternehmen in der Praxis und welche Firmen nutzen diese Anwendungen bereits aktiv.
So lassen sich nachvollziehbar spezielle Applikationen für den Einsatz im eigenen Unternehmen herausfiltern und Vor-und Nachteile perfekt ausloten.
Diesen Bereich hätte man meines Erachtens etwas straffen können, aber das ist wohl Ansichtssache.

Remote Publishing
Remote Publishing oder Web-to-Print? Betrachtet man die Technologieaspekte, scheint dies das Gleiche zu sein.
Doch diesem Fehlglauben sollte man nicht blind folgen. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen beiden Bereichen. Und genau dieser wird erläutert.

Marktvision
Sehr interessant lassen sich auch die abschließenden Zukunftsprognosen für Web-to-Print lesen. Auch wenn die Innovationszyklen in der heutigen Zeit immer kürzer werden, lässt sich eines schon heute prognostizieren, Web-to-Print bleibt auf dem Vormarsch. Allen voran Bernd Zipper und sein Team.

Ich kann das Buch wirklich allen Interessierten ans Herz legen.
Oft warten Fachbücher mit trockenem Zahlenmaterial und einer schwer verständlichen Sprache auf. Strategie: Web-to-Print spielt jedoch in einer anderen Liga.
Mir erscheint sogar der Preis von 39,90 € als durchaus gerechtfertigt.

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Mehr zum Buch und ZIPCON Consulting


6. Web-to-Print Forum in Mainz

Marc-Michael Schoberer am September 2, 2009

Am 3. und 4. November im ZDF-Konferenzzentrum.

Das Web-to-Print eines der ganz “großen”, aktuellen Themen im Druck- und Medienbereich ist, muss eigentlich gar nicht mehr explizit erwähnt werden.
Als großer Fan, tu´ich´s einfach trotzdem.
Renommierte Online-Druckereien bieten seit einiger Zeit verstärkt Web-to-Print, “Shop-im-Shop” Systeme und jede Menge innovativer Produkte an.
Zum Glück – beachte man, dass die Druckbranche in letzter Zeit eigentlich als wenig “experimentierfreudig” galt.

Web-tp-Print ist jedoch keines Wegs ein Begriff, der erst seit kurzem in der Welt des Drucks kursiert.
Das Web-to-Print Forum geht mittlerweile in die 6. Runde. Besuchertendenz stark steigend!

Immer mehr Unternehmen erkennen das Potential innovativer Technologien und möchten es besser heute als morgen in Ihre B2B- und B2C-Prozesse integrieren.

Das Forum in Mainz bietet neben Keynotes, zahlreichen Vorträgen (Web-2-Print im B2B- und B2C-Bereich), Diskussionsrunden und Speed-Präsentations, vorallem zwei geniale W2P-Workshops (für Einsteiger und Fortgeschrittene), die für einen wirklichen Wissensmehrwert dieses Forums sorgen.

Die Kosten liegen mit ca. 500 – 600 € leider wieder im oberen Bereich, aber wir kennen das ja: Qualität kostet.

Infos und Anmeldung
weitere Artikel zum Theme Web-to-Print

Web-to-Print Forum_gutenbergblog


Web-to-Print-Studie 09/10 – Anbieter, Dienstleister + Lösungen

Marc-Michael Schoberer am August 18, 2009

Die Studie geht bereits in die zweite Runde und liefert qualitativ hochwertigste Informationen zu einem brandaktuellen Thema: Web-to-Print
Viele Druckereien bieten es an, nur wenige behrrschen die Workflows und haben das Konzept auch zu Ende gedacht.
Herausgegeben von bvdm und ZIPCON Consulting, werden 96 Produkte/Lösungen aus Deutschland und Europa analysiert und eingehend bewertet.
Diese Studie bietet allen interessierten Betrieben eine hilfreiche Grundlage zur Qualifizierung der Anbieter und kann auch als Entscheidungshilfe fungieren. Die integirerte Marktübersicht hilft, sich einen kompletten Überblick zu verschaffen.
Die Studie „Web-to-Print 09/10“ richtet sich in erster Linie an Verantwortliche in Druck- und Medienunternehmen, Agenturen, sowie an Dienstleister und an Anwender aus der Industrie, die sich mit moderner, vernetzter und automatisierter Drucksachenerstellung beschäftigen.

Artikel-Nr. 85243, Kombination mit Web-to-Print-Studie 2007, Art.-Nr. 85244
Bestellen:  www.point-online.de

Quelle: www.bvdm-online.de

web2Print - Studie 2009


Status Quo im Web-to-Print – Studie 09/10

Tom Schoener am Juli 7, 2009

Nach 2007 wird nun die zweite Studie zum Thema Web-to-Print vorgestellt. 

Mit dem Titel „Web-to-Print 09/10 – Anbieter, Dienstleister + Lösungen“ stellen der Bundesverband Druck und Medien (bdvm) und Zipcon Consulting eine aktualisierte Produktstudie und Marktübersicht zum Thema vor. Insgesamt wurden 96 Produkte und Lösungen von 87 Anbietern aus der ganzen Welt analysiert und begutachtet. „Web-to-Print 09/10“ will in erster Linie die Entscheider der Druck- und Medienunternehmen sowie Entscheider aus Agenturen ansprechen, die sich für automatisierte Drucksachenerstellung interessieren. Die Studie bietet ein unabhängiges Bewertungssystem und kann deshalb durch aus als Basis für Investitionsentscheidungen fungieren.

Neben einer kurzen Einführung in den Bereich Web-to-Print, beinhaltet „Web-to-Print 09/10“ die besagte Produktstudie, inklusive einer umfangreichen Marktübersicht. 
Sie beschreibt die Produkte ausführlich, bewertet und beurteilt diese hinsichtlich ihres Einsatzzwecks. Interessant ist zudem das Bewertungsdiagramm, welches u.a. anhand der Kriterien Allgemeine Bedienbarkeit/Erlernbarkeit, CI/CD Wiedergabe, Frontendgestaltung und Sicherheit erstellt wird.

Der vollständige Titel lautet:

Bernd Zipper, Daniel Schürmann, Dzenafa Kulenovic: 
Web-to-Print 09/10 – Anbieter, Dienstleister + Lösungen, Markt- und Produktstudie Deutschland/Europa und umfasst 625 Seiten.
Erworben werden kann die Studie über Print & Media Forum AG zu einem Preis von 690 Euro bzw. in Kombination mit der Studie von 2007 zu einem Preis von 890 Euro (exkl. MwSt.).


Web2Print ­- Vorteile für Unternehmen

4c media am März 30, 2009

Vielen Lesern dieses Blog‐Eintrags wird der Begriff „Web‐to‐Print“ sicherlich bekannt vorkommen. Kaum ein Begriff schwirrt derart oft durch die Fachpresse wie „Web‐to‐Print“. Während Digitaldrucker 1 von einer „Crossmedia‐Killerapplikation“ sprechen, hat es manchen eingesessenen Offsetdrucker den Angstschweiß auf die Stirn getrieben.

Unter „Web‐to‐Print“ versteht man die servergestützte Online‐Erzeugung von Druckvorlagen via Internet. Verständlicher ausgedrückt: der Kunde bestellt seine individuell selbst zusammengestellten Drucksachen im Internet, mittels Webbrowser oder einer speziellen Software. Der Server der Druckerei erzeugt die Druckdaten und gibt den Auftrag in die Produktion. Dabei spielt das Druckmedium an sich kaum eine Rolle. Es ist eine fast unüberschaubare Zahl an Anbietern auf dem Markt, die über „Web‐to‐Print“ individuelle Postkarten, T‐Shirts, Fotobücher, Kalender, Mauspads, Bücher, Diplomarbeiten usw. anbieten. Und das äußerst preiswert und schnell.

Welchen Vorteil 2bietet „Web‐to‐Print“ für Unternehmen?

  • Da der Kunde (egal ob Business‐2‐Business oder Business‐2‐Customer) den Inhalt selbst verfasst und korrigiert, werden die Kosten drastisch gesenkt. So entfallen z. B. die Korrektur‐ und Prüfphasen (Lektorat, Satz, Preflight, Proof) in der Druckerei. Die Druckdaten werden vom Server erzeugt und bis zum eintreffen des Druckjobs an der Maschine ist kein menschliches Eingreifen notwendig. Zusammengefasst wird der komplette Prepress‐Bereich der Druckerei übersprungen.
  • Durch das Internet verfügt die Druckerei über ein enormes Einzugsgebiet. Limitierender Faktor ist lediglich die Postzustellung des Kundenauftrages.
  • Kunden profitieren von der Schnelligkeit, Aktualität und können ohne spezielle Kenntnisse ihre Druckvorlagen gestalten, wodurch das Medium Print weiten Teilen der Gesellschaft zugänglich wird.
  • Kaufmännische Prozesse können vom „Web‐to‐Print“ System im Hintergrund abgearbeitet werden, z. B. Rechnungs‐ und Lieferscheinerstellung.
  • Speziell zugeschnittene „Web‐to‐Print“ Systeme binden Großkunden an das Unternehmen.
  • Mittels Business‐to‐Business können freie Kapazitäten optimale genutzt werden, oder eigene Überkapazitäten einfach ausgelagert werden.

Fakt ist, das „Web‐to‐Print“ auch in der Zukunft eine wichtige Rolle im Printbereich spielen wird. Die Digitaldrucksysteme werden immer leistungsfähiger und die Vielfalt der Bedruckstoffe nimmt stetig zu. Wer allerdings an die Investition in eine „Web‐to‐Print“ Lösung denkt sollte genau wissen was er benötigt und wie das Projekt umgesetzt werden soll. Die Zahl der Systemanbieter ist groß und viele halten nicht das, was sie versprechen. Der bvdm 3und zipcon consulting 4sind auf jeden Fall ein guter Ansprechpartner.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, sodass „Web‐to‐Print“ auch ihre „Crossmedia‐Killerapplikation“ wird und Ihnen den Angstschweiß auf der Stirn erspart bleibt.


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