Grundlagen der Mediengestaltung
Mona Suenkel am Juli 22, 2009
„Grundlagen der Mediengestaltung“ – lohnenswertes Buch oder verschenktes Geld?
Kurzbeschreibung
Das Buch widmet sich der komplexen Thematik des Gestaltens und sensibilisiert für professionelles Arbeiten. Dazu führt es über die klassischen Gestaltungs-Grundlagen hin zur Fähigkeit, selber gestalterisch tätig zu werden und bietet eine Fülle von praktischen Hinweisen für die eigene Entwicklung: Ob Anzeige, Plakat oder im Internet – das Handwerkszeug dazu wird mit praktischen Übungen und Beispielen mitgeliefert. Im Internet: Website mit Beispielen und Übungen zu Komposition, Typografie, Fotobeurteilung sowie einer Linkliste.
Umschlagtext
Print, Internet, TV, CD-ROM – wir leben im multimedialen Zeitalter. Was braucht der Gestalter von Medien, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Wirkung zu erzielen: modernste Technik, schnellsten Internet-Zugang, neueste Software? – Er braucht vor allen Ideen und Konzepte. Und er sollte die Grundlagen von guter Gestaltung kennen, denn die sind medienübergreifend. Das Arbeitsbuch “Mediengestaltung” führt in die konzeptionelle Mediengestaltung ein. Das ist ein Ansatz, der nicht die Technik und das pure Design, sondern die Grundidee und das umfassende Konzept in den Vordergrund stellt. Viele praktische Übungen und Checklisten schaffen dabei die Basis für erste eigene Schritte und motivieren zum Ausprobieren. Das Buch ist ein Sprungbrett für die Mediengestaltung des 21. Jahrhunderts, in dem der ideenreiche Allrounder für Online- und Offline-Medien gefragt und gefordert ist.
Fazit
Dieses Buch schließt eine Lücke in der verfügbaren Literatur für Mediengestalter, indem es auf die wichtigsten Grundlagen des Gestaltens eingeht. Leider wurde das Konzept nur halbherzig umgesetzt: Viele Fragen, etwa zu Farbe oder Formaten, werden nur angeschnitten. In einem Buch, das speziell solche Themen bedienen möchte, wäre wahrlich eine ausführlichere Darstellung angebracht gewesen. So aber bringen die nur kurz gestreiften Beispiele dem Leser wenig. Auch praxisnahe Beispiele, an denen die Umsetzung des vermittelten Stoffs hätte aufgezeigt werden können, fehlen weitgehend.
Dafür hätte man gerne auf das Fachwortlexikon im Anhang verzichten können, welches – das Buch-Konzept verlassend – ausgerechnet die technischen Begriffe der Branche vermittelt, die man ja auch in anderen (Fach-)Büchern findet.
Außerdem ärgerlich: Jede Menge Patzer im Text, zum Teil hingeschluderte Gedankenfetzen ohne allzu viel Tiefgang – und dazu noch einige Druckfehler in Farbbildern, die in einem Buch für Mediengestalter nun wirklich nicht vorkommen sollten.
Alles in allem ein Buch, das ein wichtiges Thema anreißt – aus dem man sicher mehr hätte machen können.
Also sollte man es sich gut überlegen ob man diese 29,90 € wirklich investieren möchte.
Wer eine Alternative sucht, der ist mit “Visuelle Gestaltung am Computer” von Pina Lewandowsky wohl besser bedient.









Ich wiederum finde das Buch ziemlich gut und hilfreich. Naja, Geschmäcker sind verschieden.