Visitenkarten 2.0 – digitales Händeschütteln
Tom Schoener am Dezember 11, 2009
Üblicherweise ist es doch so: man nimmt einen Geschäftstermin war, ist Teilnehmer eines Kongresses, einer Messe oder sonst irgendeiner Business-Veranstaltung, man ist am Netzwerken und sammelt fleißig Kontakte und damit Visitenkarten. Bisher war das die schnellste und einfachste Methode, dem Gegenüber seine Kontaktdaten zukommen zu lassen und selbst die seinigen zu erhalten. Bisher!!! Wie könnte es in einer zunehmend digitalisierten Welt auch anders sein. Das Ende der kleinen Papierkärtchen könnte nahe sein – Poken heißt die Visitenkarte des 21. Jahrhundert.
Das Prinzip ist denkbar einfach. Poken ist ein kleines Gadget von der Firma Poken S.A. Man kann es sich gewissermaßen als ein USB-Stick mit einer „Hand“ vorstellen. Der User speist seine Kontaktdaten auf seinem Poken-Account ein und diese werden auf dem Poken gespeichert. Trifft er nun einen anderen Poken-Besitzer, können beide ihre Kontaktdaten via Nahbereichsfunk einfach durch die Berührung der beiden Poken miteinander austauschen. Ein Magnet zieht die beiden „Hände“ aneinander und innerhalb von etwa einer Sekunde erfolgt der Datenaustausch. Da mit dem Poken auch Links ausgetauscht werden, kann man seinem Gegenüber, wenn man will, zugleich seine Xing-, Facebook- oder MyVZ-Kontaktdaten zukommen lassen. Oder man verweist auf seine letzten Bilder bei flickl – alles nur durch ein einfaches digitales Händeschütteln. Und man bestimmt selbst, welche Informationen man an sein Gegenüber weitergeben möchte.
Nun ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt. Eindeutiger Nachteil ist die Abhängigkeit von Notebook oder PC, um die Kontaktdaten abzurufen. Allerdings fällt jetzt auch das ganze Wirrwarr rund um die Visitenkarten weg, denn mit dem Poken lässt sich ja nun nachvollziehen, wo und wann man den anderen kennen gelernt hat. Und im besten Fall erhält man auch gleich ein Gesicht dazu.
2005 hat Stéphane Doutriaux den Poken erfunden. Die Gestaltung war bisher eine kleine Figur mit einer vierfingrigen Hand – zu verspielt für den Einsatz im Business-Bereich. Daher ist nun in diesem Jahr ein Business-Poken erschienen, der nicht nur seriöser daherkommt, sondern auch mehr als die bisher 64 Kontakte aufnehmen kann. Ob sich der Poken in dieser Form tatsächlich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.









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Hallo,
also ich finde das mit dem Poken etwas zu verspielt und ich weiss nicht ob mich mein Business-Partner wirklich ernst nimmt, wenn ich mit so einem kleinen vierhaendigen Maennchen daher komme. Da geht doch nichts ueber die gute alte Visitenkarte.
Mit freundlichen Gruessen
Alexandra