Welche Klebebindung für welchen Einsatz?

Peggy Stuber am April 18, 2009

Dass Polyurethanleim die Grundlage einer stabilen Klebebindung ist, steht außer Frage. Die Klebekraft ist hervorragend und das Aufschlagsverhalten mit dem von Kaltleim durchaus vergleichbar. Doch die PUR-Verbindung braucht teuere Technik, deshalb werden oftmals die günstigeren Kalt- oder Heißleim-Klebebinder angeschafft.
Wer lediglich die Wahl zwischen Heißleimbindung und Kaltleimbindung hat, dem helfen die folgenden Tipps, sich für die richtige Bindung zu entscheiden.
Kaltleim bildet eine gute Basis für gestrichene Papiere im Digital- und Bilderdruck. Für aufwendige Broschüren beispielsweise, die eine gewisse Haltbarkeit haben sollen, stellt die Kaltleimbindung das Optimum dar. Kaltleim hat die besseren Klebeeigenschaften, weil er langsam trocknet und so in das Papier eindringen kann, er bleibt über Jahre hinweg elastisch.
Heißleim eignet sich hingegen insbesondere für stark holzhaltige Papiere, die Haltbarkeit ist jedoch insgesamt deutlich geringer. Die Handhabung von Heißleim ist dafür aber besonders unkompliziert. Heißleim trocknet sehr schnell direkt auf der Papieroberfläche. Er dringt nicht in die Fasern ein, sondern klammert den Rücken des Buches oder der Broschüre. Um eine Heißleimverbindung komplett zu öffnen, muss der Rücken gebrochen werden, weil die große Rückstellkraft das Buch sonst wieder zuklappen lässt.