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	<title>Drucktechnik - GUTENBERGBLOG</title>
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	<description>Blog rund um die Deutsche Druck- und Medienindustrie</description>
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		<title>Alois Senefelder</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/druckgeschichte-produktionstechnik/alois-senefelder</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 11:25:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Druckgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
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		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Alois Senefelders 240. Geburtstag: Geschichte der Druckelemente in der Reproduktionstechnik Aluis Senefelders heutige Bedeutung ergibt sich aus seiner Erfindung der Lithographie, seiner Punktiertechnik, des Stein- und Umdruckes sowie in der Folge der Repro-duktionstechnik wie dem Offsetdruck, somit heute bis zu 60% des inzwischen wichtigsten Vervielfältigungsprozesses. Um das geschichtlich besser zuordnen zu können, bedarf es &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/druckgeschichte-produktionstechnik/alois-senefelder" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Alois Senefelder“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Zu Alois Senefelders 240. Geburtstag: Geschichte der Druckelemente in der Reproduktionstechnik</h2>
<p><strong>Aluis Senefelders</strong> heutige Bedeutung ergibt sich aus seiner Erfindung der Lithographie, seiner Punktiertechnik, des Stein- und Umdruckes sowie in der Folge der Repro-duktionstechnik wie dem Offsetdruck, somit heute bis zu 60% des inzwischen wichtigsten Vervielfältigungsprozesses. Um das geschichtlich besser zuordnen zu können, bedarf es zuerst einer Auseinandersetzung mit dem <strong>Druckelement</strong> für den Bilderdruck, dem Punkt. Eine aktuelle Zuordnung dieser bedeutenden Erfindung die über 200 Jahre unter-bewertet wurde, schließt vor allem 2 wichtige deutsche Erfinder nach Senefelder mit ein: Georg Meisenbach, München: Rastertechnik und Dr. Ing. Rudolf Hell, Kiel, die elektronische Reproduktion.</p>
<p>1. Als man die Punkte ‚von Hand’ erstellte</p>
<p>Die Reproduktionstechnik umfasst nach DIN 16500/2 ganz einfach das erneute Herstellen von etwas Vorhandenem, einem Abbild. Um ein Abbild drucktechnisch vervielfältigen zu können, bedient man sich verschiedener Druckelemente: dem Punkt und Korn, auch dem Strich. Das begegnet uns so auch in der Malerei und der Schrift, sowie in alten Höhlenmalereien. Bei der Schrift ist die Aufgabe einer Linie, eines Striches, auch Punktes relativ einfach zuzuordnen. Beim Bild muss man sich mit ‚echten’ Halbtönen – also verlaufenden Tonwerten und Farbtönen befassen. Die werden weniger durch Striche dargestellt, wie im Holzschnitt, in Federzeichnungen oder Gravuren, sondern durch kleinste Druckelemente die uns z.B. vom frühen Kupferdruck als Punktstich bekannt sind.</p>
<p>Die Wiedergabe vielfältiger und feiner Tonwertstufen ist also im wesentlichen dem Punkt bzw. Korn vorbehalten. Es ist die besondere Kunst der Lithographen die richtige Punktgröße manuell auf dem Stein so zu platzieren, dass die notwendigen Tonwert- und Zeichnungselemente für die Wiedergabe einer Vorlage im Druck zur Verfügung stehen. Kleine Punkte für helle Töne, große Punkte für dunkle Töne. Das gilt für das Kreidekorn ebenso wie für die Spritztechnik oder den mit Senefelders Federpunktiermanier erzeugten Punkten. Diese <strong>Technik</strong> führte zum heutigen Bilderdruck. Um 1800 wurde anfänglich neben den Punkten auch <em>Alois Senefelder</em>  Kreidetechnik angewendet. Durch die Chromolithographie setzten sich dann folgende Techniken durch: neben dem Punktieren das Kreiden, Tamponieren, Spritzen &#8211; oft im Mix &#8211; das ist sehr gut in alten Postkarten erkennbar.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-3249" title="Gutenberg Blog_Punktiertechnik" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/11/Bildschirmfoto-2011-11-22-um-12.30.00.png" alt="" width="370" height="341" /></p>
<p>1.2 Senefelders Erfindung erobert den Markt der Bilder</p>
<p>Zum Beginn des 19. Jahrhunderts erlangten diese Reproduktionstechniken und der Steindruck durch die einfachere Handhabung für die Bilderwiedergabe eine spontane Verbreitung. Das bewirkte starke Konkurrenz zu den damaligen Hoch- und Tiefdruckern. Die folgenden Auseinandersetzungen erfassten die Druckereien wie<br />
die organisierten Mitarbeiter (Verband der Lithographen und Steindrucker, 1851).<br />
Um das besser zuordnen zu können, muss man sich in die Zeit um 1800 zurückversetzen. Es dominierte der Hochdruck seit Gutenbergs Erfindung der beweglichen Letter, die Bilder wurden als Holschnitte in die Text- Druckform montiert. Richtigen Mehrfarbendruck gab es nicht – es fehlten die kleinen Druckelemente, die Punkte. Da bietet Senefelders neue Reprotechnik mittels Lithographie sowie dem von ihm entwickelten Umdruck ganz neue Chancen. Die Fachliteratur des 19. Jahrhunderts ist voll von Zeugnissen, wie Vervielfältigungen mittels Umdrucktechnik auch für Texte, Noten *), Gravuren, Holzschnitte, auch die Wiedergabe alter Drucke nun direkt möglich ist.<br />
Dazu kam nun neu der Bilderdruck. Schon kurz nach Senefelders Erfindung ist ein solcher Druck in s/w von ihm bekannt. Bald aber brachte es Gottfried Engelmann<br />
in Paris zur wahren Meisterschaft. Er nutzte den Umdruck für Motivpausen zur Herstellung der einzelnen Farben für seine Chromolithographien. Diese Drucke, mit 10 – 20 Einzelfarben gefertigt, faszinieren heute noch.</p>
<figure id="attachment_3250" aria-describedby="caption-attachment-3250" style="width: 520px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3250" title="Gutenberg Druckblog_Sennfelder" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2011/11/viewer-540x393.png" alt="" width="520" height="393" /><figcaption id="caption-attachment-3250" class="wp-caption-text">R. Schulz, Leipzig 1880</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;">Die hohe Anzahl von meist hellen Einzelfarben war nötig, um vor allem die manuell erzeugten Punkte optisch nicht wirksam werden zu lassen. Die Tonabstufungen wurden durch die Kreidetechnik, die Federtechnik, das Spritzkorn und ab ca.1850 auch mittels <strong>Tangiertechnik</strong> erreicht. Dabei wurden auf Folien zuvor punktierte Tonwerte an eine vorbereitete Stelle des Steines umgedruckt. Das Verfahren kann man auch als Anstoß für Meisenbachs Rastertechnik (1882) ansehen.</p>
<p style="text-align: left;">Es entstanden natürlich auch neue Berufe. Neben den Kupferstechern, Holz-schneidern nun die Lithographen als Chromolithographen, Schriftlithographen, Steinschleifer und vor allem die Steindrucker. Auch Arbeitsteilung in der Repro-duktionstechnik war angesagt. Das ging soweit, dass es Lithographen gab, die ‚nur’ glatte Töne und andere, die Faltenwürfe oder Gesichter punktierten. Die Herstellung eines 8 Farben Postkartenlithos dauerte damals so ca. 2-3 Wochen. Das alles ging natürlich bald wieder zu langsam. So kamen neue Verfahren auf &#8211; vor allem aber die Fotografie.</p>
<p style="text-align: left;">2. der Rasterpunkt mittels Reprokamera</p>
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		<title>Der Katalogdruck</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/offsetdruck/der-katalogdruck</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 14:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Offsetdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Druckmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, das waren schon Medienereignisse, damals, als die dicken Wälzer von Neckermann und Quelle von Baur, Schwab und Otto, zweimal im Jahr aus den Rotationspressen liefen. Auf bis zu 1000 Seiten wurden Tausende von Artikeln beworben und der Katalogdruck erreichte unglaubliche Auflagen. Bis zu drei Millionen Stück dieser drei Kilogramm schweren Kataloge wurden verschickt und verschafften der &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/offsetdruck/der-katalogdruck" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der Katalogdruck“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ja, das waren schon Medienereignisse, damals, als die dicken Wälzer von Neckermann und Quelle von Baur, Schwab und Otto, zweimal im Jahr aus den Rotationspressen liefen. Auf bis zu 1000 Seiten wurden Tausende von Artikeln beworben und der Katalogdruck erreichte unglaubliche Auflagen. Bis zu drei Millionen Stück dieser drei Kilogramm schweren Kataloge wurden verschickt und verschafften der Neckermann AG einen Umsatz von 300 Millionen DM pro Jahr.</strong></p>
<p><strong>Spitzenreiter 2018 der IKEA-Katalog mit <span class="st">203.000.000</span> Auflage</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4502" title="Katalogdruck" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/11/SplitShire-03581-540x360.jpg" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p>Gedruckt wurden diese Ikonen des Wirtschaftswunders anfangs, in den 1950er Jahren, noch im Hochdruck. Bei steigender Auflage gingen die Hersteller beim Katalogdruck aber mehr und mehr zum Tiefdruckverfahren über, das erst bei Auflagen von über 300000 Stück rentabel wird. Im Gegensatz zum Hoch- und Flachdruck, besser bekannt unter der Bezeichnung Offset-Druck, wird im Tiefdruck von einer tiefer geätzten Druckform gedruckt. Winzig kleine, rautenförmige Vertiefungen werden in die Druckform geätzt oder gestochen. Diese sind von den Nachbarnäpfchen durch kleine Stege getrennt und werden von der Druckmaschine mit Farbe gefüllt. Eine Rakel streift die überflüssige Farbe ab und ein Druckzylinder presst das saugfähige, oftmals etwas angefeuchtete Papier, mit großem Druck auf die Druckform. Das Papier saugt die Farbe aus den Näpfchen und fertig ist der Abzug. Dieses Verfahren eignet sich hervorragend dazu im Katalogdruck eine fotorealistische Qualität der Bilder aufs Papier zu bringen.</p>
<p>Betrachtet man einen im Katalogdruck hergestellten Druck durch eine starke Lupe &#8211; wie zum Beispiel einem Fadenzähler &#8211; sieht man ein fast geschlossenes Bild. Beim Flachdruck und Hochdruck kann man mühelos die Rasterpunkte unterscheiden &#8211; beim Tiefdruck laufen die Punkte jedoch zusammen. Dieser Blur-Effekt verbessert ganz entscheidend die Qualität der Abbildungen und darauf kommt es ja an, beim Katalogdruck.<span id="more-3830"></span></p>
<p>Es ist klar, dass ein solcher Katalogdruck extrem teuer ist und sich nur dann lohnt, wenn große Auflagen einen noch größeren Umsatz generieren. Als in den letzten Jahrzehnten der Umsatz bei den Versandhäusern teilweise dramatisch einbrach, war auch ein solch teurer Katalogdruck nicht mehr wirtschaftlich. Bei einer <a href="https://www.flyerpilot.de/">Online Druckerei</a> erhalten Sie einfach ei besten Preise.</p>
<p>Mehr und mehr rückte man beim Katalogdruck von dem Tausend-Seiten-Wälzer ab, hin zu einer modernen Katalogform. Heute muss ein Werbekatalog eher in Form eines Magazins auftreten um den Geschmack der Kunden zu treffen. Hinzu kommt der Online-Handel, über den der Versandhandel heute bis zu 80% des Umsatzes erzielt. Die Auflagen des Katalogdrucks schrumpften und wurden wieder überwiegend im Offsetverfahren gedruckt. Die damit einher gehende Qualitätseinbuße konnte durch neue Rasterverfahren &#8211; wie zum Beispiel frequenzmodulierte Raster &#8211; gut kompensiert werden.</p>
<p>Der Digitaldirektdruck, den auch viele Online-Druckereien für den Katalogdruck anbieten &#8211; schafft eine ganz neue, völlig überraschende Form der Werbung. Ein echtes Direktmarketing wird möglich. Beim Printing mit digitaler Drucktechnik kann die Druckform bei jedem Druck geändert werden. So wird es zum Beispiel möglich, einen Katalog in einer Auflage von 100 Stück zu produzieren, wobei sich jeder der 100 Kataloge voneinander unterscheidet. Jeweils dem Bedarf des Kunden angepasst an den der Katalog, der verschickt wird. Das kann das Internet noch nicht leisten! Dazu ein kleines Beispiel. In Deutschland wurden vor Jahren 1000 Hausbesitzer angeschrieben. In dem Brief lag ein kleiner Flyer. Auf dem Titel der Broschüre konnte jeder Hausbesitzer sein eigenes Haus aus der Vogelperspektive sehen. Google-Earth und Digital-Direktdruck machten es möglich, und der Erfolg des <a href="https://www.flyerpilot.de/broschuere-drucken">Broschüren drucken</a> war enorm. Der Katalogdruck ist also noch lange nicht tot. Ausgestorben sind nur, und das sicher für immer, die gewaltigen Dinosaurier der Versandhäuser. Wer also heute <a href="https://www.flyerpilot.de/kataloge-drucken">Katalogdruck</a> braucht, der sollte auf Qualität achten, denn er tritt in direkte Konkurrenz zu anderen Versandhändlern, zum Internet und zu Hochglanzmagazinen. Ein pfiffiger Designer, eine Druckerei die auf höchste Qualität Wert legt, und ein gutes Konzept sind notwendig, um sich aus der Masse gedruckter Werbemedien positiv ab zu heben!</p>
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		<item>
		<title>Nudeln aus dem 3D Drucker</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/nudeln-aus-dem-3d-drucker</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2018 11:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[drucken]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spaghetti, Rigatoni, Fusilli, Farfalle oder doch eine ganz eigene Kreation? Und das auf Knopfdruck? Das ist keine weit entfernte Zukunftsvision mehr, sondern bereits greifbare Realität. Das italienische Lebensmittelunternehmen Barilla hat sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit dem niederländischen Institut TNO Eindhoven einen 3D-Drucker für Pasta zu entwickeln. Dieser wurde nun zur Weltausstellung 2015 in Mailand &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/nudeln-aus-dem-3d-drucker" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Nudeln aus dem 3D Drucker“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spaghetti, Rigatoni, Fusilli, Farfalle oder doch eine ganz eigene Kreation? Und das auf Knopfdruck? Das ist keine weit entfernte Zukunftsvision mehr, sondern bereits greifbare Realität. Das italienische Lebensmittelunternehmen Barilla hat sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit dem niederländischen Institut TNO Eindhoven einen 3D-Drucker für Pasta zu entwickeln. Dieser wurde nun zur Weltausstellung 2015 in Mailand präsentiert. Das rund 40 Zentimeter breite Beta-Gerät wirkt unscheinbar von außen, kann jedoch die Küche von morgen revolutionieren.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4622" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/05/Nudeln-3-D-Drucker-540x539.jpg" alt="Nudeln aus dem 3D-Drucker könnten schon mal in Serie gehen. Barilla arbeitet an der Serienreife eines Nudeldruckers." width="540" height="539" /></p>
<p>Mit einem herkömmlichen USB-Stick und einer mit Nudelteig gefüllten Patrone könnten so unzählige Kreationen sofort abrufbereit sein. Die Patronen sollen ähnlich wie Pads bei Kaffeemaschinen einfach nachzubestellen sein. Die Drucker sollen vor allem in Restaurants eingesetzt werden. In ausgewählten Restaurants in Eindhoven werden sogar bereits Lebensmitteldrucker für die Praxis getestet.<span id="more-4620"></span></p>
<h2>TNO Eindhoven und Barilla wollen den 3D-Drucker für Nudeln entwickeln</h2>
<p>Der Projektleiter des Instituts TNO Eindhoven Kjeld van Bommel ist überzeugt von dieser Idee. So könne man beispielsweise zu speziellen Anlässen wie einer Hochzeit, Nudeln in Herzform drucken lassen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4635" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/05/TNO-Spice-Bytes-1-540x405.jpg" alt="TNO Spice Bytes 1" width="540" height="405" /></p>
<p>Von Barilla wurde bereits eine Wettbewerb für die kreativste und individuellste Pasta ausgerufen. Unter den Gewinnern war der Franzose Loris Tupin, der mit seiner „Rosa“ eine Nudel in Rosenform gestaltete, die während des Kochens aufgeht. Die italienischen Gewinner Danilo Spiga und Luis Fraguarda designten eine Nudelform, die an einen geflochtenen Korb erinnert.</p>
<p>Der französische Gewinner Alessandro Carabini orientierte sich hingegen an etwas viel größerem: den Mond. Sogar die Mondkrater wurden mit eingearbeitet und so sieht die Nudel aus wie ein kleines, leckeres Kunstwerk.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/3iwD1P_7vxo" width="540" height="305" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Speed als Problem?</h2>
<p>An der Geschwindigkeit muss jedoch noch gefeilt werden. Der Drucker schafft eine Nudel in zwei Minuten (zu Beginn waren es noch 20 Minuten), was jedoch für den alltäglichen <strong>Restaurantbetrieb</strong> immer noch zu langsam ist. Aber Kjeld van Bommel gibt sich zuverlässig und das Projekt macht Fortschritte: „Wir können jetzt schon zehnmal so schnell drucken wie zu Beginn unserer Experimente.“</p>
<p>Aber nicht nur die Form der Nudel 2.0 kann personalisiert werden, auch die Zutaten. Sind Sie allergisch gegen Gluten? Wollen Sie mehr Ballaststoffe zu sich nehmen oder soll es heute mal Vollkornnudeln sein? Kein Problem. In der Zukunft können Restaurants ganz unkompliziert per Knopfdruck auf ihre speziellen Nudelwünsche eingehen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4636" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/05/TNO-Autumn-Truffle-with-plaice-and-foie-gras-2-540x397.jpg" alt="TNO Autumn - Truffle with plaice and foie gras-2" width="540" height="397" /></p>
<h2>Lebensmitteldrucker für Alten- und Pflegeheime</h2>
<p>2015 sollen erste 3D Lebensmitteldrucker in Alten- und Pflegeheime ausgeliefert werden. Kjeld van Bommel sieht darin eine große Chance die Lebensqualität der Bewohner zu steigern: „Mit den Druckern können wir pürierte Nahrung wieder in eine attraktive Form bringen und gleichzeitig noch personenspezifisch Nährstoffe beimengen. Beispielsweise könnten wir aus Karottenbrei wieder eine Karotte gießen und diese mit Calcium für Knochenkranke ausstatten.&#8220;</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4637" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/05/TNO-3D-printed-carrots-540x405.jpg" alt="TNO 3D printed carrots" width="540" height="405" /></p>
<p>Auch in der Welthungerbekämpfung sieht Kjeld van Bommel bereits den Lebensmitteldrucker: Unappetitliche, aber nährstoffreiche Lebensmittel, wie beispielsweise Algen oder Insekten, können so in ansprechende Form gebracht werden.</p>
<p>Aber wird der <a href="https://www.flyerpilot.de/">3D Drucker</a> irgendwann den menschlichen Koch ersetzen? Nein, glaubt van Bommel. Diese Drucker sollten eher als Ergänzung und Hilfe in größeren Essenseinrichtungen gesehen werden. Ersetzen können sie niemanden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Radierung</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/radierung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wort „Radierung“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich „kratzen, entfernen, wegnehmen“. Und der Name ist Programm. In künstlerischen Druck bezeichnet man mit dem Begriff Radierung ein Tiefdruckverfahren, bei welchem man einer glatten Oberfläche Wunden in Form von Kratzern zufügt. Die Druckplatten werden dabei mit sogenannten Radiernadeln bearbeitet. Die Radierung &#8211; ein Star der &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/radierung" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Radierung“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wort „Radierung“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich „kratzen, entfernen, wegnehmen“. Und der Name ist Programm. In künstlerischen Druck bezeichnet man mit dem Begriff Radierung ein Tiefdruckverfahren, bei welchem man einer glatten Oberfläche Wunden in Form von Kratzern zufügt. Die Druckplatten werden dabei mit sogenannten Radiernadeln bearbeitet.</strong></p>
<h2>Die Radierung &#8211; ein Star der Drucktechnik</h2>
<p>Prinzipiell stehen sich dabei zwei Verfahren gegenüber: Einerseits gibt es die Kaltnadelradierung, bei der Zeichnungen und ähnliches mit oben erwähnter Radiernadel in die Druckplatte eingeritzt werden. Andererseits hat man die Möglichkeit einer Ätzradierung, bei der – wie der Name schon sagt – die Motive ins Material eingeätzt werden. Die bei beiden Verfahren entstandenen Vertiefungen können in Folge Farbe aufnehmen und so kann ein Abdruck durch Aufpressen von Papier gezogen werden. Allerdings werden hier in der Regel Walzendruckpressen benutzt, um ein gleichmäßiges und durchgängiges Ergebnis zu erhalten.</p>
<p>Entstanden ist diese Technik im 15.Jahrhundert. Bereits um 1400 herum finden sich Frühformen dieser Drucktechnik. Die erste richtige <em>Radierung</em> stammt aus dem Jahre 1513. Im 16.Jahrhundert benutzte man vor allem Essig und Salz für die vorherrschenden Eisenätzradierungen. Dies erwies sich jedoch schnell als wenig erfolgreich, da das so behandelte Material anfällig für Rost war. Als man später Kupfer als geeignetes Material für Ätzradierungen entdeckte, wurde die Radierung zum bevorzugten Ausdrucksmittel.</p>
<h2>Radierung</h2>
<p>Verschiedene Techniken wie Schabtechnik, mit Hilfe derer sich verschiedenste Grauabstufungen darstellen lassen oder Aquatinta, ein chemotechnisches Ätzverfahren, erlaubten intensive Ergebnisse. Durch Kombination verschiedenen Radierungstechniken ergab sich zudem eine Fülle An Gestaltungsmöglichkeiten. Wohl mit ein Grund, weswegen Künstler aller Genres und Epochen dieses Druckverfahren schätzen und lieben. Auch zu heutiger Zeit setzen sich namhafte Künstler gerne mit diesem Verfahren auseinander. So waren es unter anderem Picasso, Käthe Kollwitz oder Salvador Dalí, die auch im 20Jahrhundert dem Charme dieser Drucktechnik erlegen waren.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>UV-Lackierungen, Öldrucklack, Dispersionslack</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/drucklackierung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 11:21:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Verarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer nicht lackieren kann ist „gelackmeiert“! „Gelackmeiert“ ist eine scherzhafte Kontamination aus „lackieren“. Gelackmeiert zu sein,  heißt so viel wie der Betrogene sein und auch im Nachteil sein. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass derjenige, der heute im modernen Offsetdruck nicht lackieren kann, im scharfen Wettbewerb wirklich den kürzeren zieht. Es steigen nicht nur &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/drucklackierung" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„UV-Lackierungen, Öldrucklack, Dispersionslack“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wer nicht lackieren kann ist „gelackmeiert“!</h2>
<p>„Gelackmeiert“ ist eine <strong>scherzhafte</strong> Kontamination aus „lackieren“. Gelackmeiert zu sein,  heißt so viel wie der Betrogene sein und auch im Nachteil sein. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass derjenige, der heute im modernen <strong>Offsetdruck</strong> nicht lackieren kann, im scharfen Wettbewerb wirklich den kürzeren zieht. Es steigen nicht nur die Anforderungen hinsichtlich der allgemeinen Druckqualität bezüglich Detailreichtum, Bildschärfe, Kontrast, <strong>Tonwertumfang</strong> und Ausdruckskraft und natürlich auch was die Qualitätskonstanz innerhalb der gesamten Auflage betrifft. Die elektrostatischen Digitaldrucker versuchen den Markt der heutigen Wegwerfgesellschaft mit ihrer „Gut-genug-Qualität“ zu beeinflussen, weil bei diesen Verfahren der Gestaltung der Druckprodukte gewisse Grenzen gesetzt sind. Das betrifft einerseits die Auswahl nur einer sehr beschränkten Anwendung von Papier- und Kartonqualitäten (vorwiegend nur bestimmte und „lizensierte“ Naturpapiere) und andererseits besteht auch keine Möglichkeit des Lackierens. Aber der Markt erwartet neben einer weiter steigenden Druckqualität auch die Möglichkeit und Praktizierung einer der vielen Möglichkeiten einer Oberflächenveredelung durch Lack. Gut genug ist keineswegs im modernen Offsetdruck gut genug. Nicht zuletzt deshalb, hat sich das Gebiet der Druckveredelung durch eine Lackierung im Laufe der Zeit zu einem fast eigenständigen Fachgebiet entwickelt dem sich mehr und mehr  die Druckmaschinenhersteller auch für das kleinere Druckformat zuwenden. Hier möchte ich ganz kurz in Stichworten auf die vielen Möglichkeiten einer Drucklackierung aufmerksam machen.</p>
<figure id="attachment_3344" aria-describedby="caption-attachment-3344" style="width: 400px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-3344" title="Gutenberg Blog_Lackierungen_Druck_Druckerei_Lack" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Fotolia_27576973_XS.jpg" alt="" width="400" height="300" /><figcaption id="caption-attachment-3344" class="wp-caption-text">Foto: fotolia</figcaption></figure>
<p><span id="more-3343"></span></p>
<h2>1. Die Drucklackierung mit Öldrucklacken</h2>
<p>Dies ist wohl die einfachste und auch älteste Lackiermethode. Hier wird ein oxidativ trocknender Firnisdrucklack über das Farbwerk wie eine Druckfarbe übertragen. Hier kann  eine Spotlackierung nur auf das Druckbild, also ohne Beeinträchtigung der eigentlichen Papiercharakteristik übertragen werden, aber auch eine Vollflächen-Lackierung und für ganz besondere Effekte (je nach Papiercharakter Glanz-Matt- oder Matt-Glanz-Abstufungen) eine sogenannte Schattenlackierung. Dabei kann eine gerasterte Druckplatte entsprechend der Druckbildanteile aufgedruckt werden. Übrigens heißt Drucklackierung nicht allein nur „Glanz“ oder „Matt“ zur Erzielung von grafischen Effekten sondern es gibt auch die Möglichkeit von Schutzlackierung für die verschiedensten Anforderungen. Die entsprechende Auswahl an Lacktypen ist sehr groß. Diese Technik kann jeder Bogenoffsetdrucker beherrschen und bedarf keinerlei weiteren technischen Unterweisungen.</p>
<h2>2. Drucklackierung mit  UV-Lacken</h2>
<p>Hier sind  Einrichtungen und Installationen zum Trocknen solcher Lacke erforderlich. Denn hier geht es um eine Härtung durch Vernetzen der flüssigen Bindemittelbestandteile nach Einwirkung von UV-Strahlen in Sekunden- bruchteilen. UV-Lacke bestehen aus 100%ig polymerisierbaren Bindemitelbestandteilen und Fotointiatoren. UV-Lacke zeichnen sich aus durch einen besonders hohen Glanz in Verbindung mit hohen mechanischen Schutz, auch gegen chemische Einwirkungen. Die UV-Lackierung wird auch im Rollenoffsetdruck und Siebdruck mit der Möglichkeit besonders hoher auftragender Schichtdicke praktiziert. Auch UV-Mattlackierungen sind möglich. Für Lebensmittelverpackungen sind UV-Lackierungen wegen der Geruchsbildung nicht zu empfehlen. Alles in allem eine Technik für besondere Anwendungsbereiche und für erfahrender Spezialisten. Es gibt Druckereien die sich mit Hilfe der UV-Lackierung und gleichzeitig des mehrfarbigen UV-Druckes einen besonderen Markt erschlossen haben. So sind solche Betriebe z.B. in der Lage, schwierige Bedruckstoffe, wie Folien oder Kunststoffe im Offsetdruck problemlos zu bedrucken.</p>
<h2>3. Drucklackierung mit Dispersionslacken</h2>
<p>Die Lackierung mit wässrigen Dispersionslacken ist eine Technik, die sich in den letzten Jahren sehr stark durchgesetzt hat. Am Anfang wurde zunächst nur von einem „Wasserkastenlack“ gesprochen, weil die wässrige Dispersion mühsam über ein Feuchtwerk mit textilbezogenen Feuchtwalzen verarbeitet wurde. Auch eine zusätzliche Einrichtung zum Trocknen war nicht notwendig, weil der Lack nach der Obertragung auf den Bedruckstoff sofort trocken war. Heute  bieten die Druckmaschinenhersteller eine entsprechende Technik zur Übertragung des Lackes an. Eine herrausragende Rolle spielt dabei für die Inline-Veredelung sogenannte Lackmodule , mit denen der Lackauftrag  sowohl als Zweiwalzen-Auftragwerk erfolgen kann aber wahlweise auch über Kammerrakel mit einer Rasterwalze. Wichtig ist gleichzeitig natürlich auch  die notwendige Trocknungstechnik, am besten in einem verlängerten Ausleger.   Der rasante Erfolg des Lackierens mit einem Dispersionslack ist nicht allein zurückzuführen auf die Entwicklung von zuverlässigen Lackmodulen zur Lackübertragung, sondern es ist ein optimales Zusammenspiel zwischen Maschine, Lackchemie und Trocknungstechnik.<br />
Die Basis der Dispersionslacke sind verschiedene Polymerdispersionen. dabei handelt es sich um modifizierte Acrylate, die je nach Molekülaufbaue als „hart“ oder „weiche“ bezeichnet werden können. Dispersionen sind grob-disperse Teilchen, die milchig-trüb erscheinen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind die wasserlöslichen Harze, die über Salzbildung mit Ammoniak wasserlöslich gemacht werden. Als Lösemittel wird im allgemeinen nur Wasser eingesetzt. Als Additive bezeichnet man diverse Zusatzstoffe, die die verschiednen Eigenschaften, wie Oberflächenspannung, Bentzung, Gleichfähigkeit, Scheuerfestigkeit, Filmbildung u.a. beeinflussen. Im Gegensatz zum klassischen „alten“ öldrucklack, der wie eine Druckfarbe oxidativ trocknen muß, läuft der Trocknungsprozess beim <strong>Dispersionslack</strong> rein physikalisch ab. Dies erfolgt durch Wegschlagen in den Bedruckstoff aber vor allen Dingen des im Lack enthaltenen Lösemittelwassers. Dabei rücken die Dispersionsteilchen so nah aneinander, dass ein hoher Kapillardruck entsteht, wodurch die Grenzflächen verschmelzen und die Filmbildung einsetzt.<br />
Um eine gute Trocknung und einen sauberen glatten Film- bzw. Lackverlauf zu erreichen, empfiehlt es sich, eine Maschine mit einer entsprechend langen Trockenstrecke zu bevorzugen. Damit kann die volle Maschinengeschwindigkeit  ausgefahren werden ohne Gefahr zu laufen, dass ein Ablegen auftritt, ein Orangenhauteffekt des Lackes oder ein Krakulieren. Solche Probleme stehen oft in direktem Zusammenhang mit einer zu schnellen Trocknung mit zu hoher Trocknungsenergie. Auch ein höherer Glanz ist mit einer Auslegerverlängerung verbunden.<br />
Zu einer guten Trockung gehört auch eine entsprechende Absaugung in der Auslage und eine Bodenabsaugung die die Entstehung eines sogenannten „<strong>Waschkücheneffektes</strong>“ vermeidet. Als Faustregel gilt, dass mindestens die Luftmenge aus der Maschine wieder abgesaugt werden, die durch den Trockner eingeblasen wird. Natürlich kann man auch bei älteren Maschinen, die nicht mit entsprechenden Trocknungsanlagen ausgerüstet sind, mit Dispersionslacken lackieren, allerdings dabei mit etwas geringerer Maschinengeschwindigkeit und vielleicht auch mit einem etwas geringeren Glanz.</p>
<p><strong>Hier auch die Anforderungsprofile für Dispersionslacke:</strong></p>
<h2>Lackfilm</h2>
<ul>
<li>Glanz</li>
<li>Scheuerfestigkeit</li>
<li>Blockfest (nass + trocken)</li>
<li>Elastizität (Nut-u.Rillfähigkeit)</li>
<li>Heisssiegelfest</li>
<li>Geruchsfreiheit</li>
<li>Verklebbarkeit</li>
<li>Gleitfähigkeit</li>
<li>klare Filme</li>
<li>folienprägbar</li>
<li>hohe Filmhaftung</li>
<li>recyclefähig</li>
</ul>
<h2>Verarbeitung</h2>
<ul>
<li>kein Ablegen im Stapel</li>
<li>kein Verblocken</li>
<li>kein Antrocknen im Lackwerk</li>
<li>geringe Schaumbildung</li>
<li>gute Benetzung des Untergrunds</li>
<li>Pumpbarkeit</li>
<li>möglichst kein Pudereinsatz</li>
<li>niedriger Verbrauch</li>
<li>wenig Geruch</li>
<li>gute Reinigungsmöglichkeit</li>
</ul>
<h2>Flüssiger Lack</h2>
<ul>
<li>hoher Festkörperanteil</li>
<li>Einstellung der Viskosität auf das Lackauftragsaggregat</li>
<li>Viskositätsstabilität</li>
<li>möglichst Frostbeständigkeit</li>
<li>Filmbildung auch bei tiefer Temperatur</li>
<li>Kennzeichnungsfrei</li>
<li>biologisch abbaubar</li>
<li>richtige Oberflächenspannung</li>
<li>keine  organischen Lösemittel</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aufgrund der unterschiedliche und zahlreichen Anforderungsprofile ist es wichtig, dem Lackhersteller die gewünschten oder notwendigen Eigenschaften des einzusetzenden Lackes zu nennen, da die Lacke entsprechend eingestellt werden können. Falls dem Lack während der Verarbeitung vielleicht auch Additive zugegeben werden müssen, sollte auch dann der Lackhersteller konsultiert werden.</p>
<h2>4. Kombinationslackierung</h2>
<p>Die gute Bogen- und Rollenoffsetdruckerei Vetters in 01471 Radeburg/Sachsen praktiziert eine Kombinationslackierung und nennt sie  „Drip-Offlackierung“. Auf Anfrage teilte man mir mit, dass bei dieser Lackiertechnik   mit konventionellen Druckfarben gedruckt wird. Im letzten Farbwerk der Offsetmaschine wird erst ein spezieller Öldruck-Mattlack partiell auf die gewünschten  Flächen aufgedruckt und im folgenden Lackwerk der Maschine läuft abschließend vollflächig ein Hochglanz-Dispersionslack. Dieser perlt an den vorher matt lackierten Stellen ab und der Matteffekt bleibt erhalten. „Drip Off“ heißt also so viel wie „abtröpfeln“. Durch die Oberflächenbeschaffenheit und den Kontrast zwischen matten und glänzenden Teilflächen entstehen so interessante optische Effekte.</p>
<h2>5. Die Drucklackierung im Digitaldruck</h2>
<p>Mir liegt auch eine kleine Musterkollektion (12,5 x 12,5 cm) mit verschiedenen Lackierungen vor die auf einer Canon imagePRESS C1 + gemacht wurden. Es sind dies:</p>
<ul>
<li>Partielle Glanz-/Mattlackierungen</li>
<li>Vofflflächige Matteveredelung</li>
<li>Sicherheitsmarkierungen (Watermarks)</li>
<li>Metalleffekte</li>
</ul>
<p>Mehr zu diesem Thema : Bei sensieblen Drucksachen verarbeiten <a href="https://www.flyerpilot.de">Onlinedruckereien</a> Drucklacke als Scheuerschutz.</p>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tintenpatronenwechsel</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/digitaldruck/tintenpatronenwechsel</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2017 17:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitaldruck]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[drucken]]></category>
		<category><![CDATA[Druckmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tintenpatronenwechsel &#8211; Was ist zu beachten? Drucker sind ein Alltagsgegenstand; sie stehen in beinahe jedem Haushalt und jedem Büro. Sie benötigen allerdings ein wenig Pflege ab und an, beispielsweise wenn die Patronen leer sind. Die meisten Geräte sind noch keine Laser- sondern Tintenstrahldrucker. Das bedeutet, dass Tintenpatronen gewechselt werden müssen, wenn die Farbe alle oder &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/digitaldruck/tintenpatronenwechsel" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Tintenpatronenwechsel“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tintenpatronenwechsel &#8211; Was ist zu beachten?</h2>
<p>Drucker sind ein Alltagsgegenstand; sie stehen in beinahe jedem Haushalt und jedem Büro. Sie benötigen allerdings ein wenig Pflege ab und an, beispielsweise wenn die <strong>Patronen</strong> leer sind. Die meisten Geräte sind noch keine Laser- sondern Tintenstrahldrucker. Das bedeutet, dass Tintenpatronen gewechselt werden müssen, wenn die Farbe alle oder vertrocknet ist. Das Vertrocknen kann bei einem längeren Nichtbenutzen auftreten, da die Flüssigkeit in der Tinte langsam verdunsten kann. Aus diesem Grund werden die Patronen in den meisten Fällen vakuumverpackt verkauft, damit sie nicht schon vor dem Einsetzen anfangen, zu verdunsten. Wenn es durch ein Verbrauchen oder Vertrocknen der Tinte an einen Wechsel der Kartuschen geht, sind einige Nutzer oft überfordert. Es braucht allerdings nicht viel Geschick für das Auswechseln, sofern ein paar Dinge beachtet werden. Der folgende Text gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zum Tintenpatronenwechsel im Drucker.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4316" title="Closeup of printer ink cartridges for a color printer" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/04/Tintenpatronenwechsel-Was-ist-zu-beachten-LZ-tintencenter.com-Texter-AS-Artikelklasse-A-Bild-1.jpg" alt="" width="304" height="395" /></p>
<ol>
<li><strong>Welche Patronen darf ich in den Drucker einsetzen?</strong></li>
<li><strong>Wie entnehme ich die alten Patronen?</strong></li>
<li><strong>Wie bereite ich die neuen Tintenpatronen vor?</strong></li>
<li><strong>Wie setze ich die neuen Patronen ein?</strong></li>
</ol>
<p><span id="more-4315"></span></p>
<h2>1. Welche Patronen darf ich in den Drucker setzen?</h2>
<p>Tintenpatronen direkt vom Hersteller sind oft teuer. Viele stellen sich daher die Frage, ob auch markenfremde und günstigere Patronen, oder sogar nachfüllbare Kartuschen, eingesetzt werden können. Grundsätzlich ist dies mit ja zu beantworten; es kommt aber stark auf den Hersteller und das jeweilige Modell an. Zum Teil ist es in der Beschreibung angegeben, ob eine markenfremde Patrone erkannt wird, zum Teil aber auch nicht. In diesem Fall hilft nur das Ausprobieren mit der Gefahr, dass der Drucker die Patronen nicht erkennt. Dies ist einfach ersichtlich, in dem er trotz der neuen Tinte weiterhin die Meldung anzeigt, diese wäre leer. Selbst nachgefüllte Originalpatronen, sofern dies möglich ist, werden in manchen Fällen nicht anerkannt. Dies hat, neben dem Umsatz des Herstellers, einen Grund: Die Tinte ist für jeden Drucker anders zusammengesetzt. Bei einer markenfremden Patrone ist die Zusammenstellung der einzelnen Inhalte daher eine andere, wodurch die Qualität des Drucks gemindert werden kann. Aus Angst, die Kunden könnten die verminderte Druckqualität auf die Leistung des Druckers zurückführen statt auf die markenfremde Patrone, lassen viele Hersteller dies nicht zu. So entgehen sie einer möglichen schlechten Bewertung ihres Produkts. Ob der Nutzer für sich aber Original- oder markenfremde Patronen wählt, ist für das Auswechseln nicht wichtig. Dieses läuft immer in den gleichen Zügen ab.</p>
<h2>2. Wie entnehme ich die alten Patronen?</h2>
<p>Der Drucker sollte für das Wechseln der Patronen eingeschaltet sein. Danach öffnet der Nutzer die Patronenabdeckung. Bei einigen Modellen fahren die Patronen dann einige Male hin und her, ehe sie in der Mitte zum Stillstand kommen, bei anderen Modellen bewegen sie sich von Anfang an nicht. Bevor die Abdeckung geöffnet wird, sollten die Patronen ebenfalls still stehen. Es ist wichtig, bei Austausch nur die Patronen zu berühren und keine anderen Teile im Drucker oder gar etwas in diesen hineinfallen zu lassen. Dies kann zu irreparablen Schäden oder Funktionsstörungen führen. Die alten Patronen sind mit einem leichten Druck von oben aus der Halterung zu lösen, beschreibt helpster.de. Bei der Herausnahme ist aber darauf zu achten, dass keine Kleidung oder Möbelstücke mit der Tinte verunreinigt werden. Diese Flecken sind nur schwer bis gar nicht zu entfernen. Aus diesem Grund ist es am besten, wenn die Tintenpatronen nach einander ausgewechselt werden und nicht mehrere auf einmal.</p>
<ul>
<li>Drucker einschalten, warten bis die Patronen zum Stillstand kommen</li>
<li>Abdeckung öffnen und warten, bis die Patronen zum Stillstand kommen</li>
<li>Nur die Patronen berühren, keine andern Teile im Drucker</li>
<li>Tintenpatronen mit leichten Druck von oben aus der Halterung lösen</li>
<li>Beim Auswechseln darauf achten, keine Kleidung oder Möbelstücke zu verunreinigen</li>
</ul>
<div><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4317" title="Ink Cartridges" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/04/Tintenpatronenwechsel-Was-ist-zu-beachten-LZ-tintencenter.com-Texter-AS-Artikelklasse-A-Bild-2.jpg" alt="" width="424" height="283" /></div>
<h2>3. Wie bereite ich die neuen Tintenpatronen vor?</h2>
<p>Die neue Patrone muss vor dem Einsetzen vorbereitet werden. Dazu ist zuerst die Verpackung zu entfernen. Gegenebenfalls ist sie davor zu schütteln, damit die Tinte sich in der gesamten Patrone verteilt. Nach der Verpackung ist bei einigen Herstellern noch eine Schutzfolie um die Kartusche gelegt. Diese ist ebenfalls zu entfernen. Es ist darauf zu achten, dass die komplette Folie abgezogen wird, da eventuelle Reste die Funktion der Patrone beeinträchtigen könnten. Zum Teil haben die Kartuschen noch eine orangefarbene Schutzkuppe. Tintencenter.com berichtet, dass dies unter anderem bei HP-Patronen der Fall ist. Diese ist vor dem Einsetzen abzunehmen. Dazu muss sie nach oben zeigen und die Kappe vorsichtig um 90° zu drehen, damit sie sich löst und entsorgt werden kann. Dabei ist es wichtig, die Tintenpatrone nicht zusammenzudrücken, da sonst Tinte austreten kann.</p>
<ul>
<li>Verpackung und Schutzfolie gänzlich entfernen</li>
<li>Orangefarbene Schutzkappe entfernen</li>
<li>Patrone nicht zusammendrücken</li>
</ul>
<h2>4. Wie setze ich die neuen Patronen ein?</h2>
<p>Die vorbereitete Druckerpatrone kann nun in den Drucker platziert werden. Dazu ist es wichtig, dass sie an die richtige Stelle gesetzt wird. Vor allem bei Druckern, die unterschiedliche Patronen für Schwarz und die Farbtöne haben, ist dies wichtig. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Patronen nacheinander zu wechseln, so kann es dabei keine Irritationen geben. Die Kartusche ist schräg in das dazugehörende Fach zu legen. Mit einem leichten Druck von oben auf die Kartusche rastet diese ein. Wenn alle Patronen ausgewechselt sind, ist die Abdeckung zu schließen. Der Drucker oder der dazugehörende PC wird eine Mitteilung anzeigen, dass die Patronen ausgewechselt wurden. Diese ist zu bestätigen, danach ist das Gerät wieder voll betriebsbereit.</p>
<ul>
<li>Patrone schräg in das Fach legen</li>
<li>Druck von oben ausüben, bis ein Einrasten zu hören ist</li>
<li>Nach Austauschen aller Patronen Abdeckung schließen</li>
<li>Entsprechenden Hinweis an Drucker oder PC bestätigen</li>
</ul>
<p>Bilder:</p>
<p>Abbildung 1: © borojoint &#8211; Depositphotos.com</p>
<p>Abbildung 2: © newlight &#8211; Depositphotos.com</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schönheit der Papier</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/papier/paper-engineering-papier-ingenieurskunst</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2017 17:44:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Papier]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Druckindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oben: Rückseite eines plano gelieferten Aufstellers mit einfacher Rückenstütze. Unter Paper-Engineering oder Papier-Ingenieurskunst versteht man den handwerklich und gestalterisch kunstvollen Umgang mit Papier oder Pappe. Oft geht es um interessant designte Pop-up-Bücher oder um Kunsthandwerk, bei dem mit Laserstanzungen oder z. B. im Mehrschichtverfahren mit Papieren gearbeitet wird. Oben: Der Aufsteller mit ausgeklappter Rückenstütze. P.O.S.-Material: &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/papier/paper-engineering-papier-ingenieurskunst" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Schönheit der Papier“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4508" title="Aufsteller Plano" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/aufsteller-plano.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Rückseite eines plano gelieferten Aufstellers mit einfacher Rückenstütze.</em></p>
<p>Unter Paper-Engineering oder Papier-Ingenieurskunst versteht man den handwerklich und gestalterisch kunstvollen <a title="Papierkunst" href="https://www.youtube.com/watch?v=1Vbxk5rNUV4 http://www.notizbuchblog.de/images2013/papierkunst_jeff_nishinaka.jpg http://www.markhiner.co.uk/history-text.htm#bookano" target="_blank" rel="noopener">Umgang mit Papier</a> oder Pappe. Oft geht es um interessant designte Pop-up-Bücher oder um Kunsthandwerk, bei dem mit Laserstanzungen oder z. B. im Mehrschichtverfahren mit Papieren gearbeitet wird.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4509" title="aufsteller_von_hinten" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/aufsteller_von_hinten.jpg" alt="" width="540" height="304" /><span id="more-4507"></span></p>
<p><em>Oben: Der Aufsteller mit ausgeklappter Rückenstütze.</em></p>
<h2>P.O.S.-Material: Künstlerisch wertvoll oder funktional?</h2>
<p>In diesem Artikel geht es um eine andere Facette des Paper-Engineering: Um den ganz normalen Alltag in der Druckproduktion von Point-of-Sale-Materialien, die nicht künstlerisch wertvoll sind, sondern verkaufen und funktional sein sollen. Dass auch hinter diesen gefalteten, aufgestellten, ausgeklappten oder aufgehängten Marketingmaterialien viel Know-how steckt, vergisst man oft.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4510" title="aufsteller_mit_spender" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/aufsteller_mit_spender.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Vorderseite des Aufstellers mit Dispenser.</em></p>
<h2>Blickfang „Werbetechnik“: POS-Materialien mit Anspruch</h2>
<p>Wir haben uns die Point-of-Sale-Materialien der „<a title="druckerei24.de" href="http://www.druckerei24.de" target="_blank" rel="noopener">druckerei24</a>“ angesehen, also z. B. jene Aufsteller, Faltblattdispenser oder faltbaren Würfel, die normalerweise Teil von Werbe- und Promotionmaßnahmen in Verkaufsräumen sind.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4511" title="pos_materialien" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/pos_materialien.png" alt="" width="540" height="327" /></p>
<p><em>Oben: Eine kleine Auswahl aus dem Angebot unserer Testdruckerei „druckerei24“.</em></p>
<p>Man findet diese Werbe-Materialien auch bei Veranstaltungen, bei Tombolas oder aber im Wartebereich des Kinos als Aufsteller. Alle haben gemeinsam, dass sie nicht platt daliegen wie Broschüren oder Flyer, sondern dreidimensional die Blicke auf sich ziehen und so zum Hingucker werden.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4512" title="losbox" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/losbox.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Ein Tombola-<a href="https://www.flyerpilot.de/werbewuerfel">Werbe-Würfel</a> mit Werbemittel-Spender, seitlich angeklebt.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4513" title="verschluss_losbox" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/verschluss_losbox.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Der Verschluss – einfach und robust.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4514" title="dispenser_plano" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/dispenser_plano.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Der Dispenser für Infoflyer wird fertig angeklebt plano mitgeliefert. Er muss nur noch auseinandergefaltet werden.</em></p>
<p>Sie sind manchmal Teil der Raumplanung, sie stehen auf Theken im Einzelhandel, beim Arzt oder finden sich auf Messen. Und selbst Einzelstücke oder kleine Auflagen sind so günstig geworden, dass auch Privatleute sie für Partys oder ihre Events nutzen können. Diese Materialien haben gemeinsam, dass ihre Produktion komplizierte und durchdacht-funktionale Stanzungen und Nutungen voraussetzt. Es geht auch um Kaschierungen, vor allem aber um deren produktionstechnische Standardisierung – damit sie günstig angeboten werden können.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4515" title="P1530417_01klein" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/P1530417_01klein.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Ein Dachaufsteller mit Fixierlasche…</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4516" title="IMG_1687_01klein" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/IMG_1687_01klein.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>…und so sieht er plano aus. Was einfach wirkt, ist gestanzt, genutzt und geklebt.</em></p>
<h2>Kunst der Standardisierung: Ergonomie bei Werbematerialien</h2>
<p>Neben gestalterischen und produktionstechnischen Aspekten ist interessant: Durch eine gleichbleibende Qualität, die sich erfolgreich bewährt hat, wird sichergestellt, dass diese Materialien „funktionieren“. Sie sind einfach aufzubauen, robust, gut zu bedrucken und damit zu individualisieren – alles Eigenschaften, die für die Umsetzung innerhalb eines Corporate Designs oder eines Markenkonzeptes wichtig sind. Aber auch für den Event, auf dem schon mal ein Glas überschwappt &#8211; drucklackierte Wellpappe hält einiges aus.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4517" title="dispenser" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/dispenser.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Links ein Dispenser für Flyer platzsparend plano geliefert, daneben ist er fertig zusammengesteckt zu sehen.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4518" title="flyerbox_faltung" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/flyerbox_faltung.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Und so sieht die Rückseite aus. Interessant, wie die Dreiecksform der Rückenstütze Stabilität bringt.</em></p>
<h2>Stanzungen neu entwickeln oder auf bewährte zurückgreifen</h2>
<p>Doch wer in der Werbung, im Werbe-Design und/oder der Drucksachen-Produktion nicht nur Inhalte und ihre Wirkungen erdacht hat, sondern wer dann auch gucken muss, wie das umgesetzt wird, der weiß, dass Ergonomie und Benutzerinterface nicht nur Begriffe sind, die auf das Web zutreffen. Wer z. B. einen DIN A2-Aufsteller produzieren lässt, will, dass der bei Lieferung schnell auseinandergefaltet ist, fest steht und dieser kurze Prozess selbsterklärend ist. Wie eine gute Webseite, auf der man wie von selbst alles findet und alles versteht – die alles scheinen Selbstverständlichkeiten zu sein, aber im Alltag kommt es oft ganz anders. Denn es gibt im Werbemittelsektor viele Materialien, die nicht gut funktionieren und den Kunden eher belasten als entlasten.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4519" title="werbetechnik_design" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/werbetechnik_design.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Form follows Function…</em></p>
<p>Wie schafft man es also, dass vier kleine Laschen ineinander gesteckt so haltbar sind, dass auch der befüllte Dispenser nicht unter der Last der Befüllung zusammenbricht und damit aufgeht? Es gibt zwei Möglichkeiten, sich der Aufgabenstellung zu nähern: 1.) Man entwirft die Stanz- und Nutform selbst, lässt die Stanze produzieren und stellt danach u.U. fest, dass man etwas nicht bedacht hat. 2.) Man sucht eine Druckerei, die bereits ein Portfolio solcher Werbemittel besitzt und entsprechend über Stanzen verfügt. Dies ist günstiger und schneller.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4520" title="werbemittelbox" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/werbemittelbox.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Spender für Flyer oder ähnliche Drucksachen in unterschiedlichen Größen.</em></p>
<h2>Ästhetik und Funktionalität bei der Werbemittelproduktion</h2>
<p>Onlinedruckereien wie die “druckerei24” setzen, wie schon einmal an anderer Stelle erläutert, noch einen drauf und koppeln hochwertige Produktionsverfahren mit Schnelligkeit und günstigen Preisen. Betrachtet man sich die Werbemittel im Detail, wie stabile Laschen bei Dispensern angelegt sind, wie Standfestigkeit bei kleinen und großen Aufstellern erreicht wird, dann hat man ein gutes Gefühl. Schön ist einfach, wie die quadratische Losbox und der 100%ig fest angeklebte Dispenser sowohl grafisch als auch produktionstechnisch harmonieren – sieht gut aus, hält was aus und ist schnell zusammengesteckt. Denn Standardlösungen in der Produktion sehen so einfach aus, weil sie sich bewährt haben. Die Losbox z. B., gerade die große Variante mit 30 cm Kantenlänge, ist stabil. Warum? Weil die verbindenden Laschen genau so sitzen und ineinandergreifen, dass optimale Stabilität gewährleistet ist.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4521" title="dispenser_klein" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/dispenser_klein.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Die Dispenser bieten unterschiedlich viel Platz für Werbemittel und unterschiedliche große Flächen für die Imagewirkung.</em></p>
<h2>Ein Beispiel: Würfelzucker für die Augen des Produktioners</h2>
<p>Natürlich ist der Würfel nicht aus dünnem Papier gemacht, sondern aus kaschierter Wellpappe oder im Falle des kleineren Würfels mit 20 cm Kantenlänge aus stabilem 400g-Chromosulfatkarton, also in einer Grammatur, bei der man richtig etwas in der Hand hat. 400g ist auch schon die ungefähre Obergrenze gebräuchlicher Papiergrammaturen. Der Würfel als Losbox oder Aktionsbox mit Einwurfschlitz und 30x30x30cm Dimensionierung wirkt viel größer als ich von der Angabe der Maße her vermutet hätte. Die Materialoberfläche bringt zusammen mit dem Drucklack und z. B. mit vollflächigem Bedruck eine wunderbar glatte Oberfläche. Dieser Würfel funktioniert, das heißt, er erfüllt seinen Zweck optimal, und die standardisiert-hochwertige Produktion macht ihn dann noch zu einem Hingucker. Design und Produktion gehen hier Hand in Hand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Oben: Plano geliefertes Stellplakat mit Doppelrückenstütze.</em></p>
<h2>Liebe zum Detail: Arrtierungen für festen Stand</h2>
<p>So wie Würfel anderer Hersteller, die produktionstechnisch nicht durchdacht sind, zu leicht eingedrückt werden können, weil sie nicht stabil genug sind, so können Aufsteller umfallen, wenn die Mechanik innerhalb des Papp-Sandwichs oder hinter dem Einzelaufsteller nicht richtig fixiert ist. Man kennt Aufsteller, die eine Zeit lang gerade stehen und dann wegrutschen oder in sich zusammenfallen. Bei den Aufstellern der „druckerei24“ ist das nicht möglich, weil es eine Doppel-Herz-Papp-Arretierung gibt. Das heißt, dass die Stehhilfen auf der Rückseite der Kartonage in die richtige Position gedrückt werden und dort mit einem konternden Pappstreifen, der wie die Nut in die Feder greift, fixiert ist. Ein ganz einfacher Mechanismus. Das sind Kleinigkeiten, die man oft auf den ersten Blick nicht bemerkt. Wer aber einmal auf einer Messe oder einer Verkaufspräsentation den Schaden hatte und sich ärgern musste, wird gerade solche Details, die zeigen, dass die Lösung bis ins Letzte durchdacht ist, zu würdigen wissen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4523" title="aufsteller_von_oben" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/aufsteller_von_oben.jpg" alt="" width="540" height="304" /></p>
<p><em>Oben: Das Stellplakat mit Arretierung als Doppel-Herz-Rückenstütze.</em></p>
<h2>Eine bunte Palette an Werbetechnik-Materialien</h2>
<p>Eine Onlinedruckerei aktuellen Zuschnitts wie die druckerei24 bietet dabei eine Fülle an Marketingmaterialien bzw. Verkaufs- oder Point-of-Sale-Materialien wie Displays und Aufsteller, die ihre Funktion im Raum erfüllen. Das geht vom Großaufsteller bis zu Sitzwürfeln oder formgeschnittenen Pappaufsteller-Standfiguren in Lebensgröße. Onlinedruckereien werden also immer kreativer, was ihr Produkt-Portfolio anbelangt. Gerade Produktionsprozesse mit komplexer Aufeinanderfolge von früher sehr teuren und langwierigen Arbeitsschritten, werden analysiert und rationalisiert, damit sie bezahlbar werden. Das kann man als Verdienst des internetbasierten Druckens ansehen. Alles steht auf dem Prüfstand. Der Kunde freut sich am Ende in immer mehr Bereichen über günstige Preise, kurze Lieferzeiten und hohe Qualitätsstandards.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4525" title="werbetechnik_uebersicht" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/02/werbetechnik_uebersicht1.jpg" alt="" width="540" height="325" /></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Transparentpapier bedrucken</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/papier/transparentpapiere</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Papier]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Transparentpapiere sind interessante, abwechslungsreiche, schöne und vor allen Dingen auch universelle Papiere. Sie lassen sich verarbeiten auf allen marküblichen Kopierern, sie sind geeignet für Arbeiten mit Tusche, Tuschefüller, Blei-,Farb- und Filzstiften und sie können auch eingesetzt werden auf Kopierer, Laser- und Inkjetdrucker. Transparentpapiere lassen sich selbstverständlich schneiden, stanzen, bohren, falzen, rillen und sogar mit einer &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/papier/transparentpapiere" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Transparentpapier bedrucken“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-2708" title="Der Gutenberg Blog berichtet über Papier" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2010/12/pb_5.jpg" alt="" width="550" height="460" /></p>
<p><strong>Transparentpapiere</strong> sind interessante, abwechslungsreiche, schöne und vor allen Dingen auch universelle Papiere. Sie lassen sich verarbeiten auf allen marküblichen Kopierern, sie sind geeignet für Arbeiten mit Tusche, Tuschefüller, Blei-,Farb- und Filzstiften und sie können auch eingesetzt werden auf Kopierer, Laser- und Inkjetdrucker. Transparentpapiere lassen sich selbstverständlich schneiden, stanzen, bohren, falzen, rillen und sogar mit einer Heißfolienprägung versehen. Besonders interessante Effekte lassen sich mit Filigranstanzungen erzielen. Auch eine Drucklackierung lässt sich aufbringen und selbstverständlich können auch die verschiedenen Bindetechniken praktiziert werden. Hier unsere Tipps, wie Sie Transpaprentpapier bedrucken können.</p>
<p>Es gibt auch transparente Etiketten, die Sie drucken lassen können, ein Überblick erhalten Sie auf dem Webshop <a href="https://www.etiketten-drucken.de">Etiketten-drucken</a> .de.</p>
<h2>Transparentpapiere auch farbig</h2>
<p>Die vielen auf dem Markt befindlichen weißen und farbigen Transparentpapiere findet man in aufwendigen Geschäftsberichten, für mehrfarbige Glückwunschkarten und Einladungen, für ansprechende Speisekarten und sogar für repräsentative Visitenkarten. Transparentpapiere bieten Raum für fast jede kreative Idee, um sich aus der Vielzahl anderer standardisierter Druckerzeugnisse durch ihre besondere charakteristische Beschaffenheit herauszuheben und auf sich aufmerksam zu machen.</p>
<p>Die schöne, ruhige und gleichmäßige Transparenz und andere Eigenschaften solcher Papiere ergeben sich durch die Verwendung besonders ausgesuchter Zellstoffe in Verbindung mit der Bearbeitung der Fasern durch die sogenannte Mahlung in einem Refiner. Dabei wird ganz gezielt eine Veränderung der Faserform vorgenommen. Für transparente Papiere erfolgt dabei weniger ein Schneiden oder Kürzen der Fasern, sondern vielmehr ein Quetschen. Das führt zu einer wesentlichen Vergrößerung der Faseroberfläche, verbunden mit einer Zunahme der gewünschten Lichtdurchlässigkeit d.h. der Transparenz, bei gleichzeitger Abnahme des Weißgrades.<span id="more-1914"></span>Für einen Drucker ist es wichtig zu wissen, dass sich durch diese Art der Stoffmahlung auch die Poren und Zwischenräume des Papiers schließen , die Saugfähigkeit des Papiers abnimmt und damit ist eine deutliche Verlängerung der Wegschlagzeit der Druckfarbe verbunden. Die beiden nachstehenden Oberflächenaufnahmen zeigen in sehr starker Vergrößerung, wie bei einem transparenten Papier die einzelnen Fasern durch die gequetschte Mahlung, die in der Fachsprache auch als „schmierige Mahlung“ bezeichnet wird, flach und so gut wie ohne Poren und Zwischenräume aufliegen. Im Vergleich dazu weist das andere Naturpapier Zwischenräume auf in die die Druckfarbe gut und schnell wegschlagen kann.</p>
<p>Aufgrund dieser speziellen Fertigungsmethoden ergibt sich für den Drucker, auf drei besonders wichtige drucktechnische Gesichtspunkte zu achten.<!--more--></p>
<h2>Transparentpapier bedrucken</h2>
<p>1. Da die Oberfläche von Transparentpapier eine sehr schlechte Saugfähigkeit hat, ist es am besten, rein oxidativ trocknende Druckfarben einzusetzen. In der fachlichen Umgangssprache werden diese Farbserien auch als Folienfarben bezeichnet. Das sind Druckfarben die keine Mineralöle aufweisen und darum allein durch Luftsauerstoff vom pastösen in einen (trocknen) festen Zustand übergehen müssen. Die richtige Druckfarbe ist also die erste Voraussetzung für eine gute Trocknung und für eine einwandfreie Verbindung der Druckfarbe mit der Oberfläche des Papiers.</p>
<p>2. Das Feuchtmittel spielt im Offsetdruck eine wichtige Rolle. Für die Wasserführung gilt nach wie vor die „goldene Faustregel“: So viel Wasser wie notwendig, aber so wenig wie möglich. Mit den Feuchtwasserzusatzmitteln sollte sehr sparsam umgegangen werden. Wir empfehlen, einen pH-Wert von nicht unter pH 6 einzustellen. Der pH-Wert unseres Transparentpapiers liegt zwar im neutralen Bereich von pH 7, der aber mit + 1,5 schwanken kann. Deshalb besonders kontrollierter Umgang mit Feuchtwasser-Zusätzen!</p>
<p>3. Durch die spezielle Beschaffenheit von Transparentpapier ergibt sich auch die Eigenschaft einer besondere Empfindlichkeit gegenüber klimatischen Schwankungen. Wir empfehlen, eine relative Feuchte von 50-55% bei 20° C im Druck und Verarbeitungsraum konstant einzuhalten. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, so ist nach dem Druck eine klimaschützende Umhüllung erforderlich, um eine Verspannung oder eine Randwelligkeit der Auflage zu verhindern</p>
<p>Aber es gibt auch den wasserlosen Offsetdruck, der heute in vielen Druckereien betrieben werden kann. Er ist für das bedrucken von Transparentpapier und anderen nichtsaugende Materialien sehr gut geeignet. Denn durch die Abwesenheit von jeglichem Feuchtmittel wird die oxidative Trocknung der Druckfarbe begünstigt und jegliche Trocknungsverzögerung oder -verhinderung durch den Einfluss von Wasser verhindert, vor allen Dingen bei Drucksujets, die nur eine geringe Farbabnahme haben.</p>
<h2>Auf was sollte man beim Bedrucken unbedingt achten</h2>
<p>Der wichtigste Vorgang für einwandfreie Druckergebnisse auf Transparentpapier im Offsetdruck ist das Trocknen der Druckfarbe bei gleichzeitiger Beachtung der klimatischen Bedingungen. Deshalb Kurzfassung die wichtigsten technischen Hinweise:</p>
<ul>
<li>Verwendung rein oxidativ trocknender Druckfarben (Folienfarben)</li>
<li>Knappe Wasserführung praktizieren</li>
<li>Einstellung des Feuchtmittels auf einen pH-Wert von nicht unter pH 6.0</li>
<li>Für einen ausreichenden Farbverbrauch achten</li>
<li>Der wasserlose Offsetdruck ist eine sehr gute Alternative zum konventionellen Offsetdruck mit Wasser</li>
<li>Bei der Praktizierung der UV-Trocknung ist durch die Wärmeeinwirkung besondere Vorsicht geboten! (evtl. gibt es Planlageprobleme)</li>
<li>Individuelle Anfragen zu Tranzparenten Papieren drucken unter <a href="https://www.flyerpilot.de">www.flyerpilot.de</a></li>
</ul>
<p>Hinzuweisen ist aber auch auf mögliche Kontaktrektionen, die bei ein- oder auch zweiseitigem Druck von dunklen Vollflächen in sehr seltenen Fällen auftreten können. Dabei können sich nach dem Trocknen der Farben auf den Flächen fettähnliche und unerwünschte „Fettflecken“ (Ölabscheidungen) bilden. Vermutlich sind es flüchtige Spaltprodukte, die während des oxidativen Trocknungsprozesses ausgasen, nicht in die Rückseite des im Stapel darüberliegenden Bogens eindringen können, sondern praktisch auf die Oberfläche der Farbfläche zurückschlagen. In anderen Fällen kann es auch zu Abstosserscheinungen kommen, wenn der Bogen zweiseitig bedruckt werden soll. Dabei kann beobachtet werden, dass beim Drucken der zweiten Seite die Farbe immer dort abgestoßen wird, wo der Bogen Kontakt gehabt hat mit der Druckfarbe der ersten Seite. In solchen Fällen sind es ebenfalls Ausgasungen von Spaltprodukten der Druckfarbenschicht des Schöndrucks der auf der Widerdruckseite partielle Ablagerungen verursacht hat.</p>
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		<item>
		<title>Reliefdrucke kann man fühlen</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/reliefdrucke-kann-man-fuehlen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2014 12:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Druckgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Verarbeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt eine Vielzahl hochwertiger Naturpapiere sehr unterschiedlicher Beschaffenheit und Eigenschaften. Es sind Papiere mit verschiedenen markanten und sehr charakteristischen Oberflächenstrukturen. Sie wenden sich einerseits mit ihren unterschiedlichen Färbungen, zarten Tönungen und mit und ohne Wasserzeichen an das Auge und andererseits kann man die Verschiedenartigkeit der Oberflächen auch spüren und betasten. So sind sie natürlich &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/reliefdrucke-kann-man-fuehlen" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Reliefdrucke kann man fühlen“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt eine Vielzahl hochwertiger Naturpapiere sehr unterschiedlicher Beschaffenheit und Eigenschaften. Es sind Papiere mit verschiedenen markanten und sehr charakteristischen Oberflächenstrukturen. Sie wenden sich einerseits mit ihren unterschiedlichen Färbungen, zarten Tönungen und mit und ohne Wasserzeichen an das Auge und andererseits kann man die Verschiedenartigkeit der Oberflächen auch spüren und betasten. So sind sie natürlich glatt und eben, manchmal rauh oder genarbt, geprägt, dünn oder dick.<br />
Es gibt aber auch Druckarbeiten, bei denen man das Druckbild spüren und fühlen kann weil es ein Relief bildet und ein Relief ist ein aus einer Fläche erhaben herausgearbeitetes Bildwerk. Gemeint sind hier Stahlstichprägedrucke und Thermodrucke.</strong></p>
<h2>Visitenkarten oder Grußkarten mit Relief</h2>
<p>In beiden Drucktechniken liegt das Druckbild, im Gegensatz zu normalen Akzidenzdrucken im Offset- oder Tiefdruck, als ein erhabenes und fühlbares Relief auf der Oberfläche des Papiers. Dadurch ergeben sich, besonders in Verbindung mit unseren hochwertigen Naturpapieren aus unserer Design Collection ganz besonders auffällige, wertvolle und plastische Druckergebnisse, die gerne für herausragende Briefbogen, Gruß- und Visitenkarten oder Einladungen praktiziert werden. <span id="more-2582"></span></p>
<p>Der <strong>Stahlstichprägedruck</strong> ist ein Tiefdruckverfahren, der sich entwickelt hat aus der viel älteren Technik des Kupferstichs, als es dem nach England übergesiedelten Amerikaner Jacob Perkins (1766 &#8211; 1849) in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelang, Stahlplatten gravierfähig zu machen und nach dem Gravieren wieder auf Stahlhärte zu bringen. Das entsprechende englische Patent AD 1819 Nr. 4400 wurde am 10. April 1820 erteilt. In einer neuen Fachterminologie wird der Stahlstichprägedruck auch als Linien-Prägedruck bezeichnet, um damit noch eine klarere Abgrenzung zum Stahlstichdruck für die Reproduktion von zweidimensionalen Bildern zu schaffen.<br />
Beim Stahlstich-Prägedruck-Verfahren haben wir es dagegen mit einem dreidimensionalen Druckergebnis zu tun, nämlich mit einem Farbdruck und einer gleichzeitigen Hochprägung. Dabei wird das gewünschte Druckbild, bestehend aus Schrift oder/und Zeichnung, am besten in kunstvoller Handarbeit mit Hilfe verschiedener Stichel von einem Graveur seitenverkehrt in die polierte Metallplatte eingetieft, graviert. In manchen Fällen wird das Druckbild aber auch nur mit Hilfe einer lichtempfindliche Schicht übertragen oder vorgraviert und dann anschließend geätzt. Beim Druckvorgang auf speziellen Stahlstichprägepressen erfolgt eine vollständige Einfärbung der Form mit einer Lackfarbe. Alle gravierten Vertiefungen füllen sich vollständig mit Farbe, während sie von der Oberfläche rückstandsfrei abgewischt und abgerakelt wird. Unter sehr hohem Anpress-Druck erfolgt ein Eindrücken des zu bedruckenden Papiers in die mit Druckfarbe gefüllten Vertiefungen. Dabei erfolgt die Übertragung der Druckfarbe und gleichzeitig eine reliefbildende Prägung. Zu diesem Zweck wird von der eigentlichen Druckform (Patrize) vor dem Druck auch noch eine entsprechende Gegenform oder Gegenzurichtung (Matrize) genau entsprechend der Gravur erstellt. Es entsteht ein wirklich gestochen scharfes, glänzendes und erhabenes farbiges Druckergebnis welches mit keinem anderen Druckverfahren erreicht werden kann. Charakteristisches Qualitäts-Merkmal eines echten Stahlstich-Prägedrucks ist auch eine ganz leichte Eintiefung des Papiers auf der Rückseite des Druckbogens. Sollen Stahlstich-Prägedrucke laserfest sein, müssen spezielle Druckfarben eingesetzt werden, die allerdings nicht ganz so glänzend sind. Auch auf die Laufrichtung muss geachtet werden. Bei einem DIN A4-Bogen z.B. muss in Breitbahn gedruckt werden.</p>
<h2>Der Thermodruck oder auch Reliefdruck</h2>
<p>Eine kostengünstige Alternative zum hochwertigen Stahlstichprägedruck stellt der sogenannte <strong>Thermodruck</strong> dar, der auch als Reliefdruck bezeichnet wird. Auch für diese Technik sind hochwertige Naturpapiere sehr gut geeignet. Beim Reliefdruck handelt es sich nicht um eine mechanische Verformung des Papiers durch eine Prägung, sondern um normalen Offsetdruck, bei dem auf die noch nasse und klebrige normale Offsetdruckfarbe unmittelbar nach dem Druckvorgang ein thermoplastischer Harz-Puder aufgetragen wird. Das erfolgt auf einer speziellen Vorrichtung, die unmittelbar an die Offsetdruckmaschine angeschlossen wird. Dort wird nach einem dosierten Puderauftrag und nach Absaugung des überschüssigen Puders der Druckbogen mittels Bändertransport durch einen Heiztunnel geführt. Der transparente natürliche Harzpuder schmilzt dabei und geht mit der Druckfarbe eine feste Verbindung ein. Es entsteht dabei ein erhabenes, fühlbares Druckbild und so eine Prägung vorgetäuscht. Bei optimaler Qualität des Offsetdrucks entsteht ein Druckergebnis, das einem echten Stahlstichprägedruck ähnlich ist. Das Druckbild ist allerdings nicht ganz so gestochen scharf und auf der Rückseite des Druckbogens fehlt die für einen Stahlstichprägedruck übliche „Schattierung“. Zu beachten ist, dass Thermodrucke nur dann laserfest sind, wenn die UV-Trocknung praktiziert, wird kein geklebter Karton verwendet werden sollte und beim Bedrucken von gummierten Umschlägen die Gummierung beeinträchtigt wird. Thermodrucke werden vorwiegend im Format DIN A 4 gedruckt. Die Laufrichtung ist dann auch hier Breitbahn.</p>
<p>Ein- und mehrfarbige Reliefdrucke werden heute in kleinen und größeren Auflagen für anspruchsvolle und repräsentative Druckarbeiten hergestellt. Hier kann man die Druckqualität also fühlen. Das wird von keinem der vielen modernen analogen und Digitaldruckverfahren mit geboten.</p>
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		<item>
		<title>Lithografie &#8211; Steindruck</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/druckgeschichte-produktionstechnik/lithografie-steindruck</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 08:08:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Druckgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[drucken]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einführung zur Lithografie Als in Frankreich um das Jahr 1803 zunehmend die Drucktechnik eingesetzt und weiterentwickelt wurde, suchte der Jurastudent Alois Senefelder (1771 – 1834) nach Wegen, seine eigenen Theaterstücke qualitativ hochwertig und gleichzeitig preiswert zu vervielfältigen. Zu dieser Zeit waren Druckkosten immens hoch, also suchte er nach einer günstigen Alternative. Er nutzte den Effekt, &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/druckgeschichte-produktionstechnik/lithografie-steindruck" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Lithografie &#8211; Steindruck“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Einführung zur Lithografie</h2>
<p>Als in Frankreich um das Jahr 1803 zunehmend die Drucktechnik eingesetzt und weiterentwickelt wurde, suchte der Jurastudent Alois Senefelder (1771 – 1834) nach Wegen, seine eigenen Theaterstücke qualitativ hochwertig und gleichzeitig preiswert zu vervielfältigen. Zu dieser Zeit waren Druckkosten immens hoch, also suchte er nach einer günstigen Alternative. Er nutzte den Effekt, dass sich Fette und Wasser abstoßen. Das Druckbild brachte er spiegelverkehrt auf eine völlig flache Steinplatte auf und bestrich diese mit fetthaltiger Tusche oder Kreide. Danach wurde der Stein mit Wasser und fetthaltiger Farbe behandelt. Die Farbe haftete nur auf den fettigen Partien von den wässrigen wurde sie abgestoßen. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich der Begriff Lithografie hieraus, welcher aus dem Griechischen so viel wie „Stein“ bedeutet. Lithografie ist somit ein Steindruckverfahren auch als Flachdruckverfahren bekannt. Vor allem im 19. Jahrhundert fand dieses Druckverfahren seine Anwendung im Druck farbiger Druck-Erzeugnisse.</p>
<figure id="attachment_4384" aria-describedby="caption-attachment-4384" style="width: 430px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4384" title="Gruss vom Bayrischen Bahnhof in Leipzig 1900 (hist. Postkarte)" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/09/Fotolia_62061333_XS.jpg" alt="" width="430" height="279" /><figcaption id="caption-attachment-4384" class="wp-caption-text">© babelsberger &#8211; Fotolia.com</figcaption></figure>
<p><span id="more-4383"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man verwendete sie vor allem für Gebrauchsgrafiken, zum Beispiel für Noten, Texte, Schriften, aber auch Landkarten wurden auf diese Weise hergestellt. Druckereien für Lithografien entstanden überall, denn die Lithografie war eine lukrative Möglichkeit, hohe Auflagen in kurzer Zeit herzustellen. Die Lithografie beschreibt allgemein auf dreierlei Weise den Steindruck:</p>
<ol>
<li>Die Vervielfältigung eines Manuskriptes mittels einer Farbübertragung – hierzu wurde Farbe von einem Stein in der Steindruckpresse auf dazu passendes Papier übertragen.</li>
<li>Das Steindruckverfahren im Allgemeinen, welches von Hand oder auf maschinellem Wege durchgeführt wurde.</li>
<li>Den Stein, welcher für das Druckverfahren genutzt wird. Er ist die Druckvorlage für das spätere Druckerzeugnis.</li>
</ol>
<div></div>
<div>
<h2>Lithografie für Kunstdrucke</h2>
<figure id="attachment_4385" aria-describedby="caption-attachment-4385" style="width: 466px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4385" title="Insect pest Sparganothis pilleriana" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/09/Fotolia_63179911_XS.jpg" alt="" width="466" height="257" /><figcaption id="caption-attachment-4385" class="wp-caption-text">© Sergey Kohl &#8211; Fotolia.com</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schon bald wurde das Druckverfahren auch für Bilder und bildhafte Darstellungen entdeckt. So erkannte der Musikverleger Johann Anton André aus Offenbach als Erster das künstlerische Potenzial dieses Druckverfahrens. Schon bald darauf nutze man die Lithografie auch, um Bilder und Darstellungen anzufertigen.</p>
<figure id="attachment_4386" aria-describedby="caption-attachment-4386" style="width: 346px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4386" title="Printing press" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/09/Fotolia_63786416_XS.jpg" alt="" width="346" height="346" /><figcaption id="caption-attachment-4386" class="wp-caption-text">© Ungor &#8211; Fotolia.com</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Lithografie machte es möglich auch Kunstdrucke in hohen Auflagen herzustellen und außerdem entdeckte man die Wirtschaftlichkeit dieses Druckverfahrens. Die Lithografie etablierte sich als Massendruckverfahren. Künstlern eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten, Zeichnungen in ihrem derzeitigen Zustand festzuhalten, zu verbreiten und für längere Zeit zu konservieren.</p>
<p>Lang vor der Zeit, als die Fotografie Einzug hielt, war die Lithografie für die damalige Bevölkerung ein sehr wichtiger Informationsträger.</p>
<h2>Meinungsäußerung in Form von Bildern</h2>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_4387" aria-describedby="caption-attachment-4387" style="width: 382px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4387" title="Printing Press - 19th century" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/09/Fotolia_48468709_XS.jpg" alt="" width="382" height="314" /><figcaption id="caption-attachment-4387" class="wp-caption-text">© Erica Guilane-Nachez &#8211; Fotolia.com</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch die Presse erkannte bald die neuen Möglichkeiten. Man griff dankbar und schnell diese neue Möglichkeit auf, aktuelle Ereignisse zu illustrieren. Damit war es möglich, wichtige Ereignisse zu verdeutlichen und sie einem breiteren Publikum zugänglicher machen. So geschah es, dass auch Honoré Daumier die Lithografie nutzte um gesellschaftskritische Karikaturen in der Zeitschrift „Le Charivari“ zu veröffentlichen. Insgesamt um die 4000 an der Zahl, welche noch heute im inzwischen digitalisierten Daumier-Register betrachtet werden können. Die politische Situation im Lande hatte es ihm angetan und so schilderte er diese zwischen 1830 – 1872 auf seine Weise in Bildform. Er legte seinen Schwerpunkt auf die Darstellung der Missstände in Gesellschaft und Politik.</p>
<p>Man erreichte fortan viel mehr Menschen mit der Lithografie, weil diese Technik ebenso massentauglich war und die Verbreitung von Bildern und Schriften erschwinglich machte.</p>
<p>Einer der es ebenso kritisch meinte, war Andreas Paul Weber aus Thüringen, er schuf vor allem gesellschaftskritische Lithografien und wurde wegen eben diesen auch verhaftet. Er schuf vor allem vor und nach dem Krieg (1931- 1941 und nach 1945) Lithografien, welche die Missstände in der Gesellschaft, Politik, Kirche, Justiz und Wirtschaft darstellten. Noch zu seinen Lebzeiten wurde ihm zu Ehren 1973 im Kreis Herzogtum Lauenburg ein Museum eingerichtet und eröffnet, das seine Vielzahl von Werken, Skizzen und Ölbildern beherbergt. In 23 Räumen sind ca. 300 Ausstellungsstücke aus seiner Schaffenszeit ausgestellt.</p>
<h2>Zeitzeugen &#8211; Bilderbogen</h2>
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<figure id="attachment_4388" aria-describedby="caption-attachment-4388" style="width: 424px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4388" title="Bilderbogen Lithografie" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/09/Fotolia_18347239_XS.jpg" alt="" width="424" height="283" /><figcaption id="caption-attachment-4388" class="wp-caption-text">© Christian Gauthier &#8211; Fotolia.com</figcaption></figure>
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<p>Der Druck von sogenannten Bilderbogen wurde zur damaligen Zeit als eine Art Chronik verwendet. Man hielt wichtige Ereignisse in Bildform fest. Bekanntes Beispiel sind die Neuruppiner Bilderbogen, welche die Zeit von 1810 bis 1937 widerspiegeln. Mit insgesamt 20.000 Motiven eine echte Leistung für die kleine Stadt, nahe Berlin gelegen. Der Schöpfer dieser Bogen war der Drucker Johann Bernhard Kühn, dessen Sohn die Druckerei seines Vaters später erfolgreich weiterführte. Nach ihm folgten weitere Bilderbogen-Drucker, jedoch findet sich noch heute eine der größten Bilderbogen-Sammlungen Europas in der Stadt Neuruppin im dortigen Museum.</p>
<p>Nach 1920 wurde der Steindruck von anderen Techniken so gut wie abgelöst. Es gab nur noch vereinzelte Bereiche, die für die Lithografie interessant blieben. Blechdruck, Abziehbilder, Erdvermessungskarten und künstlerische Drucke blieben die Arbeitsgebiete für Lithografen.</p>
<p>Bis zum Jahr 1956 war Steindrucker und Lithograf ein Lehrberuf. Dann wurde dieser Ausbildungsgang aus den Lehrlingsrollen der Industrie- und Handelskammern entfernt.</p>
<p>Für Interessierte ist es heutzutage noch möglich die Grundkenntnisse der Lithografie an Fachhochschulen oder innerhalb eines Kunststudiums zu kennenzulernen.</p>
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