Ricoh Pro 1357 EX – Multitalent oder Schwarzweiß-Malerei?

Marc-Michael Schoberer am Juni 11, 2009

Ricoh drängt mit einem neuen Produkt auf den Markt.
Pro 1357 EX heißt das Multitalent (Schwarzweiß Produktionssystem) und verspricht die Herstellung von Druckerzeugnissen, wie Broschüren und Katalogen, in nur einem Arbeitsgang.

Multifunktionalität für wen?

Die Pro 1357 EX kann maximal 135 Seiten pro Minuten erstellen. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann.
Ricoh (Hannover) empfiehlt das neue Gerät kleineren Druckereien, Copy-Shops und Firmen mit höherem Druckaufkommen.
Bei einem maximalen Produktionsvolumen von 1 Million Seiten im Monat, dürfte das System wohl eher in der ersten Kategorie Anklang finden.

Wer kann der kann

Pro 1357 EX kommt nach Herstellerangaben mit allen gängigen Papierformaten bestens klar und lässt sich sogar mit einem zusätzlichen Online-Ring-Binder aufpimpen.
Die maximal zu verarbeitende Grammatur von 300 g/m² ist eher Durchschnitt denn rekordverdächtig.
Der Hersteller verspricht weiter eine Lochung von ca. 100 Blatt in einem Arbeitsgang, natürlich ist auch die anschließende Ringbindung kein Thema für diese Druckeinheit.

Weitere integrierte Prozesse

Automatischer Deckblatteinschuss (maximal 300 g/m²), das Schneiden von Papier an 3 Rändern gleichzeitig, sowie eine Buchrückenproduktion (maximal ca. 200 Blatt) mittels Online-Klebe-Binder.
Mit dabei natürlich auch die Scaneinheit, für maximal 80 Blatt pro Minute.

Hört sich gut an, wird sich aber in der Praxis noch beweisen müssen.

Sollte die Ricoh Pro 1357 EX jedoch den Tests an der “Produktionsfront” Stand halten können,  ist die Druckwelt sicherlich wieder um ein multifunktionales Sternchen reicher.

Mehr Infos: www.ricoh.de


Seit 2005 öffnet Die Fachmesse für Druck und Weiterverabeitung für Fachbesucher, Interessenten und Hersteller ihre Pforten.
Die Messe hat sich kontinuierlich zum Branchentreff etabliert, nicht nur im innerdeutschen Raum, sondern auch in Tschechien und Polen.

Der Informationsschwerpunkt dieser Messe liegt in den Themengebieten Druckvorstufe, Druck, Weiterverarbeitung, Postbearbeitung und -versand.

Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website/Internet/Internet/www.postprint/deutsch/index.html


FESPA Digital Europe in Amsterdam vom 12. bis 14. Mai 2009

Marc-Michael Schoberer am Mai 3, 2009

Die FESPA Digital Europe findet dieses Jahr vom 12. bis 14. Mai 2009 in Amsterdam statt.
Ein besonderes Bonbon – der Eintritt ist für vorregistrierte Besucher kostenlos.

Location: Messe- und Kongresszentrum RAI
Veranstalter: Europäischer Sieb- und Digitaldruckdachverband FESPA
Eintritt: kostenlos
erwartete Besucher: ca. 15.000

Der internationale Vorzeigeevent dient als Bühne für die führenden Hersteller und Lieferanten professinellen Großformatdrucks.
Aussteller aus den USA, Asien, Europa und dem mittleren Osten, zeigen auf hohem Niveau aktuelle Aspekte der Digitaldruckverfahren.

Staunen Sie über die immense Vielfalt an Digitalfarben, Druckmaschinen, Bedruckstoffen, Druckvorstufensoftware und Weiterverarbeitungsmethoden.

FESPA Digital Europe in Amsterdam – ein Muss für alle Druckdienstleister, Designer, Druckkäufer und Endverbraucher!

weitere Veranstaltungshinweise


Ungeahnte Möglichkeiten in der Weiterverarbeitung

Stefan Petersen am April 14, 2009

Auch in der Weiterverarbeitung ist der technische Fortschritt mit großen Schritten unterwegs. Wo früher nur geheftet und gefalzt wurde, findet heute ein komplettes Finishing statt. Modern ausgestattete Produktionsmaschinen lassen dabei sogar komplette Produktionsschritte wegfallen und fertigen das Endprodukt in immer kürzeren Zyklen.

Eine Druckerei hat bei aufwändigeren Produkten oft einen zusätzlichen Arbeitsschritt machen müssen, wie z.B. das Stanzen eines Umschlages. So wurde das Innenleben der Broschüren gedruckt und schon einmal in die Weiterverarbeitung gegeben. Der Umschlag musste allerdings häufig in einem zeitraubenden Arbeitsschritt behandelt werden. Es wurde eine Stanzform erstellt und der gedruckte Umschlag musste ein zweites oder sogar ein drittes Mal durch eine zusätzliche Maschine. Diese Maschinen waren dann oft zu Stanzmaschinen abgestellte, alte Buchdruckmaschinen, die mit Kraft die Stanzform durchs Papier trieben. Dabei wurde dann noch gleichzeitig der Bogen gerillt um das Aufbrechen des Rückens zu verhindern.

Diese ganzen Schritte übernimmt die moderne Weiterverarbeitungsmaschine von heute gleich mit. Dabei leistet sie nicht nur diese üblichen Schritte, sondern bietet eine Vielzahl an zusätzlichen Möglichkeiten an, wie Personalisierung, Perforation, Aufspenden, Stanzen und vieles mehr.
Auch hier bietet sich eine fachliche Beratung mehr als an. Wenn man die Möglichkeiten besser kennenlernt, dann nehmen die Möglichkeiten der Gestaltung ebenso zu.


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