Veer ist ein Hersteller und Anbieter preisgünstiger visueller Elemente und designbezogener Produkte und hat nun in sein umfangreiches Portfolio zahlreiche neue Schriften aufgenommen, darunter exklusive Fonts wie zum Beispiel die aktuellste Scriptfont von Alejandro Paul, Business Penmanship. Zur Einführung dieser Schriftarten will das Unternehmen seine Kunden nun „ auf den guten Geschmack“ mit sechs Schriften-Kostproben aus dem „Online-Schriften-Imperium bei Veer.com “ bringen. Drei Schritte sind notwendig, um das kostenlose Type-Transfer-Set zu bekommen:
Zunächst muss man sich bei Veer registrieren beziehungsweise mit Benutzernamen und Kennwort einloggen. Dann wieder zurück auf die Ausgangseite und nur noch den hier abgebildeten Anweisungen folgen. Fertig. Und schon ist man im Besitz von:

- MELLOTRON – futuristische Eleganz und dekorative Retro-Geometrie
- HOOLIGAN – eine verspielte Sans-serif mit harmonischer Grundlinie
- SUGAR PIE – eine Zierschrift für Verpackungen
- COMPENDIUM – eine visuelle Geschichtsstunde
- GRANT AVENUE BOLD – monumentale Buchstaben
- PILO REGULAR – vintage, aber trotzdem modern mit dynamischer Ästhetik
Diese Schriftproben kann man dann auf einer Vielzahl von Oberflächen nutzen und so die von Veer angebotenen Schriften genau prüfen. Allerdings ist das Angebot begrenzt und es empfiehlt sich, die Teilnahmebedingungen zu studieren, da bestimmte Einschränkungen zu beachten sind.

Weitere Information hierzu gibt es natürlich auf veer.com.


Die Cleverprinting-Farbwelten – inkl. kostenloser Demoversion

Marc-Michael Schoberer am Januar 8, 2010

Gemeinsam mit dem Fachjournalisten Günter Schuler hat Cleverprinting ein Farbmusterbuch konzipiert, das den eher abstrakten CMYK-Farbwerten einen erfassbaren realen Bezugspunkt gegenüberstellt – „Cleverprinting Farbwelten“. Das Mischen der Farben, egal ob InDesign, Photoshop oder ein vergleichbares Programm, ist letztendlich einfach. Entweder gibt man im entsprechenden Tool den nummerischen Farbwert ein oder man schiebt solange am Farbregler, bis man die gewünschte Farbe gefunden hat. Damit man die neu angemischte Farbe für den weiteren Arbeitsprozess nutzen kann, benennt man folglich diese nach den korrekten Werten. Eine Vorstellung vom Farbton, ohne diesen tatsächlich vor Augen zu haben, schafft dieser Farbcode jedoch keinesfalls.

In den Farbwelten finden sich nun über 1.000 Farben, die in passende Gruppen unterteilt und zusammengefasst sind. Ist der Gestalter auf der Suche nach einem natürlichen Farbton, sucht er in der Kategorie Natur, sucht er einen metallischen Farbton, findet er diesen in der Kategorie Metall usw. 68 themenbezogene Farbsets stehen dem Anwender in den Farbwelten zur Verfügung, die Hinweise darauf geben, welche Farbe sich am besten für eine Automobilanzeige oder ein Trendmagazin eignet. Für viele Anlässe und Projekte liegen also bereits fertige Farbsets vor und das „Anmischen“ der Farbe per Hand entfällt. Schließlich sind alle Farbsets aus dem Buch als Datei beigefügt, so dass man diese in InDesign oder Photoshop importieren kann.

Das, was die Cleverprinting-Farbwelten für Designer, Kreative, Layouter und Druckvorstufler zum interessanten Werkzeug macht, ist die Tatsache, dass eine so große Vielfalt an Farben anegboten wird, so dass das selbst „Anmischen“ damit fast hinfällig werden dürfte. Zum anderen, und das ist wohl der entscheidende Pluspunkt, schaffen es die Herausgeber, die jeweilige Farbe mit einer charakteristischen Bezeichnung zu benennen – wobei, eine genaue Vorstellung von “indischgelb“ oder „umbra“ hat vermutlich dann doch nicht jeder. Aber Farbwelten richtet sich schließlich nicht an jeden, sondern an Experten, die eine Auswahl von 72 Türkis-, 72 Cyan-, 72, Blau-, 72 Violett-, 72 Magenta-, 72 Rot-, 72 Orange-, 72 Gelb-, 72 Grün-, 72 Braun-, 72 Schwarz-, 72 Grau- und 72 Weißtönen benötigen, plus die 72 knalligen RGB-Farben.

Cleverprinting kam zudem zu der Erkenntnis, dass ein visuelles Produkt wie eben Farbwelten schwer in Worte zu fassen ist und hat sich daher entschlossen, nicht nur die ersten Seiten des Buches sowie das komplette Inhaltsverzeichnis, sondern auch noch 10 Demo-Sets inklusive der ase-Dateien für InDesign kostenlos zur Verfügung zu stellen. Okay, jetzt wo das gesagt ist, kann ich ja aufhören, darüber zu berichten und auf die Website von Cleverprinting verweisen.

Das gedruckte Buch inkl. CD für 59,90 Euro kann dort natürlich auch bestellt werden.


Farbmanagement – wieso, weshalb, warum?

Tom Schoener am Oktober 31, 2009

Wenn man sich im Internet auf die Suche nach spannenden Themen macht, dann stößt man nicht selten ganz zufällig auf eine Website, die sich dann sogar für das eigene Ansinnen als äußerst nützlich erweist. Und so bin ich auf der Homepage von Quato gelandet. Das Unternehmen hat sich auf Wide-Gamut-Monitore, Proof-, Photographic-, Layout- und Broadcast-Monitore spezialisiert und bietet zudem Software für das Farbmanagement sowie Mess- und Prüftechnik an. Soviel zum Hintergrund.
Okay, dass ist jetzt an sich nicht sonderlich erwähnenswert, aber beim Durchklicken lande ich schließlich in der Kategorie „Colormanagement“. Neben dem Hinweis auf eine von cleverprinting angebotene Schulung, verbirgt sich dahinter ein so genanntes Tutorial, welches sich dem Thema Colormanagement sehr kleingliedrig annimmt. So wird gleich zu Beginn die Frage nach dem “Wieso” des Farbmanagements gestellt.

Des Weiteren werden in den verschiedenen Punkten die Themen Umgebungslicht, Farbfehler, Messgeräte, Monitorgrundlagen, Kalibrierungsarten und –grundlagen, Farbmanagement mit Adobe, Quark XPress, Freehand oder Brevier, Farbkonvertierungen und schließlich Softproof abgehandelt.

Für einen ersten Überblick ist dieses kleine „Kompendium“ des Colormanagement eine tolle Sache, schließlich befinden sich darunter ein paar sehr praktische Hinweise wie beispielsweise Kalibrierungstipps und die Erklärungen, wie man zum Beispiel RGB-Dateien in den CMYK-Farbraum konvertiert. Also wer sein Wissen zum Thema Colormanagement auffrischen oder erweitern mag – einfach mal reinschauen und durchklicken…


Ganz frisch: Silberfarbene Metallic-Tinte

Tom Schoener am September 9, 2009

Eine Weltneuheit kommt aus dem Hause Roland DG.

Der Hersteller von Großformatdruckern, Schneideplottern, Gravier- und Fräsmaschinen, Metalldruckern, Laserscannern sowie integrierten Druck- und Schneidegeräten hat als erstes Unternehmen eine silberfarbene Tinte auf den Markt gebracht.

Da man diese neue Eco-Sol Max- Farbe mit den CMYK-Tinten kombinieren kann, wird den Nutzern die Verwendung spezieller Farben wie verschiedene Metallic-Farben oder Gold ermöglicht, die ja zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Mit Hilfe dieser Farbe sollen künftig eindrucksvolle Effekte auf PET-Folien, Bannern, Papier und anderen Materialien erzielt werden können.

Einsatzgebiete sind unter anderem Sticker, Etiketten, Aufkleber, Schilder oder auch Schaufensterdekorationen.
Zunächst wird Roland DG die silberfarbene Metallic-Tinte auf dem Schneideplotter XC-540 einsetzen.

Auf der Viscom (01.-03. Oktober) in Düsseldorf wird die neue Farbe dann der Öffentlichkeit vorgestellt.


Die vier Rendering Intents

Michael Steinbrenner am Juni 25, 2009

Unterschiedliche Ein- und Ausgabemedien haben verschiedene Farbumfänge.
Ein RGB-Farbraum eines Scanners hat z. B. einen deutlich höheren Farbumfang als das CYMK eines Proofdruckers. Bei der Farbraumtransformation muss entschieden werden, unter welchen Gesichtspunkten das RGB des Scanners im CMYK des Proofdrucker abgebildet werden soll.

Des Weiteren muss entschieden werden, wie die eigentlich nicht mehr darstellbaren Farben des Scanner RGB, so wenig sichtbar wie möglich durch das Proofdrucker CMYK ersetzt werden können:

Wahrnehmungsorientiert (perceptual oder fotografisch) gibt das Bild auf dem Proofdrucker so wieder, dass es das Auge als möglichst originalgetreu empfindet.
Absolut heißt, dass das Scanner RGB nach dem kleinsten DeltaE in das Proofdrucker CMYK überführt wird. Der Weißpunkt wird vom Scanner RGB übernommen, d. h. es kann ein Zeitungspapier auf einem Proofdrucker simuliert werden.
➢ Der relativ farbmetrische Rendering Intent überführt den Weißpunkt vom Scanner RGB in das Proofdrucker CMYK, d. h. das Papierweiß wird nicht simuliert.
➢ Bei der sättigungserhaltenden Farbanpassung (Saturation oder Sättigung) wird die Erhaltung einer möglichst hohen Farbsättigung anstelle einer genauen Farbreproduktion bevorzugt.


ICC Profile

Michael Steinbrenner am Juni 21, 2009

Alle am Reproduktionsprozess beteiligten Ausgabegeräte werden linearisiet, kalibriert und profiliert.
Ein Farbprofil ist die farbmetrische Beschreibung der geräteabhängigen Wiedergabeeigenschaften eines Gerätes in einem geräteunabhängigen Referenzfarbsystem (z. B. CIELab). Die Struktur dieses Profils ist vom International Color Consortium (ICC) festgelegt worden.
Genau genommen ist das Farbprofil eine Tabelle, die RGB-Werten die Normfarbwerte eines Standardfarbraums zuordnet, zum Beispiel L*A*B*, sRGB oder AdobeRGB(1998). Die Kombination aus RGB-Wert und Farbprofil liefert damit die vollständige Information über die tatsächlich gemeinten Farbwerte.
Ziel eines konsequent eingesetzten Color-Managements ist, dass eine Vorlage, die mit irgendeinem Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird. Colormanagement-Systeme können Geräte wie Scanner, Digitalkameras, Monitore, Drucker sowie Film- und Plattenbelichter aufeinander abstimmen. Die Farbe wird z.B. den Druckbedingungen entsprechend angezeigt.

Wie werden ICC-Profile erstellt?

➢ Zur Erstellung von ICC-Profilen ist eine Profilierungs-Software, ein Spektralphotometer und eine Messvorlage notwendig.
➢ Eingabegeräte wie Scanner und Digital-Kameras werden mit einem IT8-Testchart kalibriert. Zu dieser standardisiert hergestellten Dia- oder Aufsichtsvorlage gehört eine ausgemessene Referenzdatei. Das IT8-Testchart wird gescannt oder fotografiert und in einer definierten Auflösung abgespeichert. Die Profilerzeugungssoftware vergleicht dann die digitalisierte Datei mit der Referenzdatei und berechnet aus den Differenzen das Farbprofil.
➢ Zur Kalibration von Monitoren wird das Spektralphotometer am Monitor befestigt. Mit Hilfe der Profilierungssoftware wird der Farbumfang des Monitors vermessen und in einem weiteren Profil gespeichert.
➢ Für die Profilierung des Proofdruckers wird die IT8-Testchart Referenzdatei auf dem Proofdrucker ausgegeben. Dieser Ausdruck wird mit dem Spektralphotometer vermessen, von der Profilierungssoftware mit der Referenzdatei verglichen und die Differenzen in einem dritten Profil gespeichert.
➢ Die Profilierung der Fortdruckmaschine erfolgt genau wie die des Proofdruckers. Hierbei ist zu beachten, dass der Zwischenschritt beim konventionellen Offsetdruck über die Druckplattenbelichtung ebenfalls kalibriert sein muss. Jede Fortdruckmaschine-Bedruckstoff-Kombination hat ihr eigenes Farbprofil, d. h. es muss für jede Fortdruckmaschine und jedes Papier ein eigenes Profil generiert werden (z. B. 2 Fortdruckmaschinen bedrucken je ein mattes und ein glänzendes Papier = vier Profile).


Grafik Designer, die im ständigen Kampf um neue Kunden sind, tun sich oft mit einer Abstimmung zu den Lieferanten schwer. Ein lange und gut durchdachtes Layout, wird auf den verschiedensten Geräten und unter verschiedensten Bedingungen begutachtet. Die ersten Layoutphasen entstehen dabei vielleicht im Laptop auf der Terrasse, das Feintuning findet dann im Büro auf einem High End Rechner statt und die Präsentation beim Kunden eventuell sogar über einen Beamer. In der zweiten Phase werden dann erste Dummies dem Kunden gezeigt und die Änderungen per Laptop präsentiert.

Dabei haben sich die Farben mit großer Sicherheit von Präsentation zu Präsentation stark unterschieden. In der Zwischenzeit konnte der Kunde überzeugt werden und ist von dem Layout begeistert. Genau so möchte er es jetzt haben, also muss es auch genau so gedruckt werden. Nun haben wir allerdings den Nachteil, dass die Druckvorstufe oft die Daten an Bildschirmansichten oder an Ausdrucken anpassen muss. Das Verursacht nicht nur Kosten, sondern braucht auch noch eine Menge Zeit, die bekanntlich in diesem Stadium nicht mehr vorhanden ist.

Abhilfe schafft hier nur ein Colormanagement, welches im besten Falle schon auf den späteren Druck angepasst ist. Natürlich ist ein gutes Colormanagement auch mit Kosten verbunden. Wer aber diese Kosten einmal investiert, der wird das investierte Geld sehr schnell wieder einsparen können. Die eingesparte Zeit ist dabei noch nicht einmal mit eingerechnet.


Über Colormanagement gibt es unendlich viel zu erzählen – und genau das tun die auf Schulungen im Grafik- und Prepress spezialisierten Herrschaften von Cleverprinting auch in diesem Jahr wieder. „PDF/X und Colormanagment – ein Workshop für die perfekte Erstellung von Druckdaten“, so der Titel der Ausgabe 2009. In einem 185-seitigen didaktisch gut strukturierten PDF wird doch recht ausführlich in die Thematik eingeführt, was sich u.a. daran zeigt, dass gleich zu Beginn die Notwendigkeit von zunächst Colormanagment und dann eben auch von PDF-Dateien erklärt wird. Und trotz dessen schaffen sie es anders als die meisten Fachbücher ziemlich genau auf den Punkt zu kommen und den schnellsten Weg für ein optimales Ergebnis aufzuzeigen.

Praxisnah werden Themen angesprochen, die in der Beschäftigung mit druckrelevanten Daten alltäglich sind – ob Farbstich, differierende Farbwerte, Probleme bei Tintenstrahl-Ausdrucken oder den spezifischen Wünschen der jeweiligen Druckereien.

Zudem findet sich im PDF noch eine Auseinandersetzung mit Layoutprogrammen wie Adobe Indesign oder Quark XPress sowie eine kurze Abhandlung zu Softproof im Photoshop. Ein sinnvolles Tool ist dem ganzen Machwerk auch noch beigefügt – ein PrePress-Glosar.

Insgesamt eine lohnenswerte Geschichte für all jene, die sich mit der Erstellung von Druckdaten beschäftigen und kostenlos hier [http://www.cleverprinting.de/ratgeber2009.html] zu finden.

Mehr dazu…


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