Cleverprinting Schulungs-DVD

Peggy Stuber am September 1, 2009

Christian Piskulla von Cleverprinting.de tut ja alles, um die Arbeit im PrePress-Bereich zu erleichtern. Neben dem Cleverprinting-Handbuch in der aktuellen Ausgabe von 2009 gibt es nun auch eine Schulungs-DVD für Adobe CS4 und Quark Xpress 8.

Benutzerfreundlich sind die 9 Stunden Material in 75 Videofilme unterteilt. Sie erklären wie man Colormanagement optimiert, PDFs richtig einsetzt und professionelle Druckdaten erstellt.

Piskulla erklärt frei von Allüren, sei es nun in Richtung Gestalter oder Drucker, und nicht in Fach-Chinesisch, sondern gut verständlichem Deutsch. Eine Empfehlung für Leute, die noch nicht ganz so tief im Fach stehen und die Investition von knapp 70 Euro nicht scheuen.

Ohne Schleichwerbung machen zu wollen: Wir, vom gutenbergblog, finden die DVD echt gut und sind der Meinung: Diese Investition lohnt sich!


Die vier Rendering Intents

Michael Steinbrenner am Juni 25, 2009

Unterschiedliche Ein- und Ausgabemedien haben verschiedene Farbumfänge.
Ein RGB-Farbraum eines Scanners hat z. B. einen deutlich höheren Farbumfang als das CYMK eines Proofdruckers. Bei der Farbraumtransformation muss entschieden werden, unter welchen Gesichtspunkten das RGB des Scanners im CMYK des Proofdrucker abgebildet werden soll.

Des Weiteren muss entschieden werden, wie die eigentlich nicht mehr darstellbaren Farben des Scanner RGB, so wenig sichtbar wie möglich durch das Proofdrucker CMYK ersetzt werden können:

Wahrnehmungsorientiert (perceptual oder fotografisch) gibt das Bild auf dem Proofdrucker so wieder, dass es das Auge als möglichst originalgetreu empfindet.
Absolut heißt, dass das Scanner RGB nach dem kleinsten DeltaE in das Proofdrucker CMYK überführt wird. Der Weißpunkt wird vom Scanner RGB übernommen, d. h. es kann ein Zeitungspapier auf einem Proofdrucker simuliert werden.
➢ Der relativ farbmetrische Rendering Intent überführt den Weißpunkt vom Scanner RGB in das Proofdrucker CMYK, d. h. das Papierweiß wird nicht simuliert.
➢ Bei der sättigungserhaltenden Farbanpassung (Saturation oder Sättigung) wird die Erhaltung einer möglichst hohen Farbsättigung anstelle einer genauen Farbreproduktion bevorzugt.


Über Colormanagement gibt es unendlich viel zu erzählen – und genau das tun die auf Schulungen im Grafik- und Prepress spezialisierten Herrschaften von Cleverprinting auch in diesem Jahr wieder. „PDF/X und Colormanagment – ein Workshop für die perfekte Erstellung von Druckdaten“, so der Titel der Ausgabe 2009. In einem 185-seitigen didaktisch gut strukturierten PDF wird doch recht ausführlich in die Thematik eingeführt, was sich u.a. daran zeigt, dass gleich zu Beginn die Notwendigkeit von zunächst Colormanagment und dann eben auch von PDF-Dateien erklärt wird. Und trotz dessen schaffen sie es anders als die meisten Fachbücher ziemlich genau auf den Punkt zu kommen und den schnellsten Weg für ein optimales Ergebnis aufzuzeigen.

Praxisnah werden Themen angesprochen, die in der Beschäftigung mit druckrelevanten Daten alltäglich sind – ob Farbstich, differierende Farbwerte, Probleme bei Tintenstrahl-Ausdrucken oder den spezifischen Wünschen der jeweiligen Druckereien.

Zudem findet sich im PDF noch eine Auseinandersetzung mit Layoutprogrammen wie Adobe Indesign oder Quark XPress sowie eine kurze Abhandlung zu Softproof im Photoshop. Ein sinnvolles Tool ist dem ganzen Machwerk auch noch beigefügt – ein PrePress-Glosar.

Insgesamt eine lohnenswerte Geschichte für all jene, die sich mit der Erstellung von Druckdaten beschäftigen und kostenlos hier [http://www.cleverprinting.de/ratgeber2009.html] zu finden.

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Grafik Designer, die im ständigen Kampf um neue Kunden sind, tun sich oft mit einer Abstimmung zu den Lieferanten schwer. Ein lange und gut durchdachtes Layout, wird auf den verschiedensten Geräten und unter verschiedensten Bedingungen begutachtet. Die ersten Layoutphasen entstehen dabei vielleicht im Laptop auf der Terrasse, das Feintuning findet dann im Büro auf einem High End Rechner statt und die Präsentation beim Kunden eventuell sogar über einen Beamer. In der zweiten Phase werden dann erste Dummies dem Kunden gezeigt und die Änderungen per Laptop präsentiert.

Dabei haben sich die Farben mit großer Sicherheit von Präsentation zu Präsentation stark unterschieden. In der Zwischenzeit konnte der Kunde überzeugt werden und ist von dem Layout begeistert. Genau so möchte er es jetzt haben, also muss es auch genau so gedruckt werden. Nun haben wir allerdings den Nachteil, dass die Druckvorstufe oft die Daten an Bildschirmansichten oder an Ausdrucken anpassen muss. Das Verursacht nicht nur Kosten, sondern braucht auch noch eine Menge Zeit, die bekanntlich in diesem Stadium nicht mehr vorhanden ist.

Abhilfe schafft hier nur ein Colormanagement, welches im besten Falle schon auf den späteren Druck angepasst ist. Natürlich ist ein gutes Colormanagement auch mit Kosten verbunden. Wer aber diese Kosten einmal investiert, der wird das investierte Geld sehr schnell wieder einsparen können. Die eingesparte Zeit ist dabei noch nicht einmal mit eingerechnet.


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