Sonderfarben drucken

 

Mit Sonderfarben gelingt es Farben darzustellen:

die außerhalb des Farbumfangs des Vier- oder Mehrfarbendrucks liegen. Sonderfarben sind Volltöne, d.h. sie werden nicht durch die Skalenfarben CMYK aufgebaut.

Zur Definition von Sonderfarben werden Farbfächer verwendet. Weit verbreitet sind die HKS- und die Pantone Farbfächer. HKS steht für die Druckfarbenhersteller Hostmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schmincke. Den HKS Farbfächer gibt es für verschiedene Papiersorten, welche jeweils durch die entsprechenden Buchstaben kenntlich gemacht sind, zum Beispiel:
den HKS N (Naturpapier),
den HKS K (Kunstdruckpapier),
den HKS Ek (Endlosdruck auf Kunstdruckpapier)und
den HKS Z (Zeitungspapier)

Durch die Verwendung von Color-Matching Systemen können Sonderfarben auch durch Skalenfarben aufgebaut werden. Oftmals stehen CMYK-Werte im Fächer selbst abgedruckt, wodurch ein Aufbau durch Skalenfarben möglich ist. Alternativ kann man die Sonderfarbe auch im Photoshop in der Farbpalette auswählen und die Farbwerte mittels Farbmischer abfragen. Allerdings ist der Farbeindruck oftmals nicht identisch im Vergleich zur Sonderfarbe – gerade wenn diese außerhalb des Skalenbereichs liegt.

Sonderfarben werden häufig auch Schmuckfarben genannt und werden in der Praxis hauptsächlich im Verpackungsdruck eingesetzt (Milka-Lila, Zott-Rot).

Auch Farbtöne, die mit Skalenfarben erreicht werden könnten werden häufig als Sonderfarbe gedruckt, wenn enge Toleranzen in den Farbwerten gefordert sind. Viele bekannte Unternehmen benutzen Sonderfarben für das Unternehmenslogo (Telekom, Bosch, Sparkassen usw.). Mit der fertig vorgemischten Sonderfarbe ist ein konstantes und stabiles Druckergebnisse leichter zu erreichen, als mit dem Zusammendruck mehrerer Farben, welcher stets der Produktionsschwankung unterliegt.

Letztendlich müssen das Auge und der Geldbeutel entscheiden – durch die Farbfächer hat der Kunde und der Drucker allerdings ein verbindliches Referenzwerkzeug für die Abmusterung an der Maschine in der Hand.

2 Gedanken zu „Sonderfarben drucken“

  1. Pingback: Sonderfarben im Einsatz » Beyond-Print.de | All about future media
  2. Gute Proofsysteme – wie z.B. auch unseres (http://www.farbproofs.de) können heutzutage bis 98% aller Pantonefarben proofen – und natürlich auch HKS-Farben. Dabei werden die Farben nicht im CMYK Wert simuliert, sondern die Pantone- und HKS-Farben werden aus einem eigenen, dreidimensionalen Farbraum genommen und können auf den vollem Farbumfang des Proofdruckers zugreifen. Neonfarben und Silber oder Gold gehen natürlich nach wie vor nicht, aber oftmals kann mit einem Vergleichsproof – z.B. das Logo einmal in Pantone, einmal in CMYK Farbe – besser und praxisnäher als mit einem Farbfächer beurteilt werden, ob sich ein Schmuckfarbendruck trotz des Aufpreises lohnt.

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