Das EPS-Format

Lange genutzt und nun vom PDF abgelöst?

Eines der am häufigsten genutzten Datenformate im Grafik-Bereich ist wohl unweigerlich das EPS-Format. 1987 wurde es von Adobe, Aldus und Altsys entwickelt und auf den Markt gebracht. Heute nutzen mehr und mehr Endgeräte und Programme, das von der Datenmenge her geringere PDF-Format. Doch schauen wir einmal hinter die Kulissen des EPS-Format.

Das EPS-Format selbst wird in der sogenannten PostScript-Sprache angelegt, diese dient in erster Linie als Seitenbeschreibungssprache. Seitenbeschreibungssprache deshalb, weil man mit dieser den Aufbau einer (Druck-)Seite beschreiben kann und diese somit für die spätere Ausgabe vorbereitet. So wird also festgelegt welche Form, Grafik, Text usw. sich, wo auf einer Seite befindet.

Die PostScript-Sprache wurde ursprünglich für die Erstellung und die Ausgabe komplex aufgebauter Seiten entwickelt. Diese, ebenfalls aus dem Hause Adobe stammende, Sprache wurde seit 1984 vorwiegend für die Verwendung von Laserdruckern und Belichtern genutzt. Schwachpunkt des Formates ist jedoch, dass es über ein unheimlich großes Datenvolumen verfügt, sodass die Bearbeitung dieser Daten ausschließlich über die Recheneinheit der Ausgabegeräte erfolgen konnte, dem sogenannten Rastergrafikprozessor (kurz RIP). Der damalige Stand der Technik machte es bis dahin einfach nicht möglich diese großen Datenmengen direkt im PC zu verarbeiten.

Das Encapsulated PostScript-Format, was das EPS-Format in ausgeschriebener Form bedeutet, beinhaltet soviel wie die direkte Einbindung von Grafik-Dateien in das bereits vorhandene PostScript einer Seite. Da EPS sehr eng mit der PostScript Sprache verbunden ist, fügt es sich auch problemlos in diese Daten ein.

Weiterentwicklung PDF-Format

Inzwischen wird jedoch häufig der Nachfolger des EPS-Formates genutzt – PDF. Das Pocket Document Format, also frei übersetzt ein portables oder tragbares Datenformat. Es verfügt über eine erheblich geringere Datenmenge, was die Bearbeitung und Ausgabe der Daten erheblich vereinfacht. Dieses Dateiformat basiert ebenfalls auf PostScript und ist quasi als Weiterentwicklung des EPS-Formates zu verstehen. 1993 wurde es von Adobe veröffentlicht.

Da „überflüssige“ Daten durch die Bearbeitung mit dem dazugehörigen Adobe Acrobat Destiller herausfiltert werden, verringert sich die Datenmenge erheblich, was positiv für die Datenverarbeitung, die Ausgabe und auch den Datenaustausch ist.

Trotz PDF – EPS-Format optimal verwenden

Wer trotz des PDF-Formates nicht auf EPS verzichten und Druckdaten mit diesem aufbereiten möchte, der sollte allerdings auf ein paar Grundlagen achten, damit es keine bösen Überraschungen beim Ergebnis gibt.

  • Für den Print-Bereich sollte der CMYK-Modus eingestellt sein.
  • Textelemente sollten in Pfaden, Vektoren angelegt oder eingebettet werden (das vermeidet, dass der Schriftsatz und somit das Ergebnis verändert wird).
  • Wenn EPS, dann sollte der gesamte Arbeitsbereich in diesem Format angelegt sein.

Beide Formate haben ihre Vor- und Nachteile optimale Ergebnisse sind jedoch mit beiden erreichbar. Online-Druckereien bevorzugen EPS ,TIFF und PDF Dateien