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	<title>Trendscout - GUTENBERGBLOG</title>
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	<description>Blog rund um die Deutsche Druck- und Medienindustrie</description>
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		<title>Print erfindet sich neu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 11:52:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8218;Print ist digital&#8216; und &#8218;Print erfindet sich neu&#8216;. Keine Frage: Eine Imagekampagne dieser Art muss im Gutenberg Blog gezeigt werden.  Die deutschen Druck- und Medienverbände gehen mit der Ansage  &#8218;Die Zukunft wird gedruckt&#8216; in die Offensive, da klicken wir uns rein. &#8218;Ich mach Medien&#8216; – so heißt das Motto, unter dem der Bundesverband Druck und &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/print-erfindet-sich-neu" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Print erfindet sich neu“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8218;Print ist digital&#8216; und &#8218;Print erfindet sich neu&#8216;. Keine Frage: Eine Imagekampagne dieser Art muss im Gutenberg Blog gezeigt werden.  Die deutschen Druck- und Medienverbände gehen mit der Ansage  &#8218;Die Zukunft wird gedruckt&#8216; in die Offensive, da klicken wir uns rein.</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-3956" title="DieZukunftwirdgedruckt" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DieZukunftwirdgedruckt.jpg" alt="" width="475" height="630" /><span id="more-3955"></span></p>
<p>&#8218;Ich mach Medien&#8216; – so heißt das Motto, unter dem der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) seit 2012 die <strong>Berufsbilder der Druck- und Medienindustrie</strong> präsentiert. Nun legen die Druck- und Medienverbände in Deutschland weiter nach, tun etwas für ihr leicht angestaubtes Image.  &#8218;Die Zukunft wird gedruckt&#8216; lautet die Botschaft einer neuen Kampagne, in der selbstbewusst Fakten und Zahlen der Industrie vorgestellt werden. Vorzugsweise sicher hier im Netz, schließlich tickt die Branche schon lange crossmedial.</p>
<p>„Die deutschen Druckereien gehören zu den vielfältigsten und modernsten Industrien weltweit. Druck wurde quasi hier erfunden“, wird dazu Oliver Curdt, Geschäftsführer und Vorstand des Verbandes Druck + Medien Nord-West (VDMNW), dem größten deutschen Druck- und Medienverband zitiert.  Der VDMNW war maßgeblich an der Erarbeitung und Erstellung der Kampagne beteiligt.</p>
<p>&#8218;Print wächst&#8216; – so die wichtigste Botschaft der Kampagne, in der die Verbände ihren Mitgliedern eine Menge Material zur Verfügung stellen. Sieben Fakten zum Thema Print bilden die Basisargumentation. Acht produktspezifische Varianten stehen den Verbandesmitgliedern ebenfalls als PDF zur Verfügung, zu den Themen &#8218;Flyer und Prospekte&#8216;, &#8218;Bücher&#8216;, &#8218;Corporate Publishing&#8216;, &#8218;Kataloge&#8216;, &#8218;Mailings&#8216;, &#8218;Verpackungen&#8216;, &#8218;Zeitschriften&#8216; sowie &#8218;Zeitungen und Anzeigenblätter&#8216;.</p>
<p><strong>Infografik und Best Of</strong> der Kampagne gibt es unter <a title="Die Zukunft wird gedruckt" href="http://www.print.de/News/Weitere-News/Deutscher-Drucker-10-2017-Zukunft-Print_6534" target="_blank" rel="noopener">www.die-zukunft-wird-gedruckt.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>Samsung gegen Apple- Unboxing aus der Vergangeheit</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/gestaltung-design/samsung-gegen-apple</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 15:08:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gestaltung & Design]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[gestalten]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Papier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was hat sich eigentlich geänder? Sie konnet damals schon Telefonieren und hatten Apps! In den Anfängen von Apple war das Logo des Unternehmens sechsfarbig. Im Laufe der Zeit hat sich das Unternehmen dem visuellen Understatement verschieben. Hier ein Ausschnitt einer Verpackung des iPad Mini mit Silberfolienprägung.  Digital-Gadgets und analoge Marketingaspekte Die Welt, wie wir sie &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/gestaltung-design/samsung-gegen-apple" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Samsung gegen Apple- Unboxing aus der Vergangeheit“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4217 aligncenter" title="applelogo_corporatedesign" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/applelogo_corporatedesign.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<h2>Was hat sich eigentlich geänder? Sie konnet damals schon Telefonieren und hatten Apps!</h2>
<p><em>In den Anfängen von Apple war das Logo des Unternehmens sechsfarbig. Im Laufe der Zeit hat sich das Unternehmen dem visuellen Understatement verschieben. Hier ein Ausschnitt einer Verpackung des iPad Mini mit Silberfolienprägung. </em><span id="more-4216"></span></p>
<h2>Digital-Gadgets und analoge Marketingaspekte</h2>
<p>Die Welt, wie wir sie kannten, wir zunehmend virtualisiert. Das heißt, Vorgänge der realen Welt finden ihr Abbild in der digitalen Welt des Internet und seiner Hardware-Gadgets. Im Zuge dieses funktionalen Umbaus, der Prozessen ihre Materialität nimmt, z.B. in Form des papierlosen Büros, wurde viel über das Ende des gedruckten Buches und allgemeiner über „The End of Print“ philosophiert. Und doch gewinnt man den Eindruck, dass es gegenläufige Tendenzen gibt. Als wenn sich die reale, analoge Welt Nischen suchen würde, in denen sie ganz besonders analog ist. Dabei kann man feststellen, dass die digitale Welt auch wieder auf diese Nischen zurückgreift und dass eine interessante Synthese am Ende steht. Gut kann man das am Beispiel gedruckter Verpackungen sehen, die ihre technische High-End-Produkte analog beflügeln.</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4218 aligncenter" title="geldscheindesign_papierqualitaet" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/geldscheindesign_papierqualitaet.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Wir leben in der Welt der digitalen Zahlungsmittel – und doch wird weltweit mehr Geld auf Papier gedruckt als je zuvor. Warum? </em></p>
<h2>Papiergeld als Indikator für die Wichtigkeit des Gedruckten</h2>
<p>Ein erster Hinweis auf diesen grundlegenden Umstand, dass die virtuell-digitale Welt des Internets nicht unbedingt nur alten Berufsständen den Teppich unter den Füßen wegzieht, ist unser aller Papiergeld. Denn obwohl auch Bezahlvorgänge zunehmend virtualisiert wurden, Kreditkarten und Geldkarten zum Bezahlstandard geworden sind, gibt es dennoch Geldscheine. Gedruckte Geldscheine haben in Volkswirtschaften auch eine geldpolitische Dimension. Es wäre denkbar, dass es eines Tages gar kein gedrucktes Geld mehr gibt. Aber bis dahin zeigen sich die Staaten real und symbolisch mit papiernem Geld, dass in einer Kopplung aus sehr alten Druckverfahren (Stahlstich-Tiefdruck und Wasserzeichen, <a title="Linienmuster" href="http://print24.com/de/blog/2013/06/wertpapier-und-geldschein-design-guilloche-linienmuster-als-dekoratives-element-in-der-gestaltung/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Guilloche-Muster</a>) und innovativen Druckverfahren (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/OVI_(Druck)">variable Druckfarbe</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hologramm">Hologramme</a> bzw. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kinegramm_%28Sicherheitstechnik%29">Kinegramme</a>, und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoreszenz">fluoreszierende</a> bzw. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phosphoreszenz">phosphoreszierende</a> Muster) materiell vorhandenes Geld für die Finanzsysteme die Grundlage darstellt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4219" title="iphone3g_apple_verpackung" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/iphone3g_apple_verpackung.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>2007 wurde die erste </em><em>iPhone-</em><em>Generation vorgestellt. Hier ist die Verpackung der dritten Generation zu sehen, das iPhone 3GS aus 2009. Ein Abbild des Gerätes wurde vierfarbig auf die Außenhülle gedruckt, was aufgrund des damalig völlig neuartigen dreidimensional anmutenden Interface-Designs Aufmerksamkeit erregte. Zudem war das Foto blind geprägt, der Offset-Druck des Smartphones wirkte also erhaben und selbst dreidimensional.</em></p>
<h2>Siegeszug des Smartphones</h2>
<p>Man kann nicht daran vorbei, dass sich die Welt seit der flächendeckenden Computerisierung permanent und schnell umbaut. Eine zentrale Funktion hat dabei der mobile Taschencomputer bekommen – das Smartphone. Seit Apple 2007 sein iPhone vorgestellt hatte, rückte das Smartphone aus dem Stand heraus ins Zentrum der digital-mobilen Revolution. Sie wurde mit den Tablets – oder im Falle sehr großer Handys mit Stifteingabe, mit den „Smartlets“ oder „Phablets“ – sowie mit „Google Glasses“ und Samsungs Smartwatch „Galaxy Gear“<strong>  </strong>fortgeführt. Dabei geht es nicht nur darum, was man damit machen kann, es ging vor allem darum, wann und wo man es machen konnte – nämlich im Prinzip jederzeit und überall. Musik hören, fotografieren, Videos drehen oder anschauen, zeichnen, Memos aufnehmen und natürlich kommunizieren, per Telefon, Text- oder Videochat. Ein ganzes Büro, eine Unterhaltungsfabrik und ein Kommunikationszentrum, das in eine Hosentasche passt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4220" title="iphone_schwarzes_produktdesign" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/iphone_schwarzes_produktdesign.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Die Produktverpackung des iPhone 3GS zeigte, was innen war. Später, als immer mehr Konkurrenten leistungsfähige Smartphones auf den Markt brachten, war die für ein Handy neuartige Benutzerführung kein Alleinstellungsmerkmal mehr.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4221" title="smartphone_verpackung_3gs" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/smartphone_verpackung_3gs.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Oben: Das iPhone zeigte Präsenz: Diese Produktverpackung kam unübersehbar wie ein Ziegel daher. In späteren Zeiten lernte man, die Geräte immer platzsparender zu verpacken.</em></p>
<h2>Als die digitale Welt der analogen Welt die Hand reichte</h2>
<p>Eingeleitet hatte den Smartphone-Trend eigentlich das BlackBerry-Handy, das aber mit physikalischer Tastatur daherkam, vor allem Business-Features bot und damals noch über keinen Touchscreen verfügte. Den Ausschlag gab etwas, dessen Tragweite viele – wie zum Beispiel Nokia, der damals weltgrößte Handyhersteller – nicht vorausgesehen hatten: Per Gestensteuerung und berührungsempfindlichen Bildschirm wurde das Virtuelle plötzlich handfest.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4222" title="iphone4s_iphone3gs" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/iphone4s_iphone3gs.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Vergleicht man die Verpackungen des iPhone 3GS von 2009 mit dem iPhone 4S aus 2011, so ist der Unterschied augenfällig: Die visuelle Schwere und Dominanz des iPhone 3GS sind Unterstatement und Zurückhaltung gewichen. Apple war inzwischen erst durch den Erfolg des iPod, dann durch den des iPhone auf dem Weg zum Multi-Milliarden-Unternehmnen und hatte deutliche Signale nicht mehr nötig – sein sagenhafter Erfolg sprach für sich und hatte keine auffällige visuelle Erläuterung mehr nötig.</em></p>
<h2>Smartphone-Revolution: der mobile Mini-Computer und das Ende des Gedruckten?</h2>
<p>Ein neues Auto? In den Urlaub fahren? – Seit dem iPhone war das plötzlich „oldschool“, was zählte, war nur noch das neuste Smartphone. Der mobil-multimediale Minicomputer schien mit seiner Kommunikationsgewalt tatsächlich das „End of Print“ einzuläuten, schien das „papierlose Büro“ weiter zu befördern. Tatsächlich: Wer schreibt heute noch persönliche Briefe per Hand? Rechnungen sind zum PDF-Anhang einer E-Mail geworden. Überhaupt scheint die Wertigkeit von Massen-Drucksachen Schnee von gestern, wo doch Onlinedruckereien ein ganz neues, verbraucherfreundlicheres Preisgefüge eingeführt haben: hochwertige aber standardisierte <a href="https://www.flyerpilot.de/drucksachen">Drucksachen</a> zu Schleuderpreisen. Vielerorts wurde das Ende der verschiedenen analogen Massenmedien apostrophiert und als Diskussionsgegenstand von Fachleuten aus der Druckbranche schaudernd gedreht und gewendet.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4223" title="iphone4_verpackungsdesign" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/iphone4_verpackungsdesign.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Oben: Auch die Verpackung des iPhone 4S aus 2011 bildet das Produkt ab. Doch nun ist es nicht mehr vollständig abgebildet, sondern angeschnitten, und es ist, wie auch heute die iPad-Produktverpackungen dies tun, in die Dimension gedreht, damit man Material, Flachheit und Bedienelemente sehen kann. Das User-Interface vieler Handys bewegt sich inzwischen auf einem vergleichbaren Niveau. Was Material und Verarbeitung anbelangt, ist Apple immer noch mit an der Spitze.</em></p>
<h2>Wer die Wahl hat…: eBook oder gedrucktes Buch?</h2>
<p>Dem iPhone und später dem iPad war Erfolg beschieden, weil Apple seine Hardware sehr eng mit seinen Diensten koppelte. Dazu zählt nicht nur die Musik-Bibliothek „iTunes“, sondern man kann digitale Zeitschriften kaufen oder abonnieren oder eBooks herunterladen. Das ist schon ein schlüssiges Gegenmodell zur real existierenden Welt mit Zeitschriften, die man durchblättern kann und zu Büchern mit Eselsohren.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4224" title="verpackungsdesign_ipod" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/verpackungsdesign_ipod.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Auch den iPod Classic gab es in einer visuell „schweren“ Verpackung, die von oben und seitlich das Produkt sachlich abbildete. Der iPod war der erste Schritt in die Richtung der Virtualisierung von Musik und damit nicht nur ein technisches Gerät, ein Image-Träger mit dem Nimbus der Innovation, sondern auch eine Schlüsselapplikation einer sich umwälzenden Kultur.</em></p>
<h2>Totgesagte leben länger: Als Analoges zu neuen Ehren kam</h2>
<p>Andererseits: Nachdem ein Medium wie die „Langspielplatte“ (LP) ihren Geist aufgegeben hatte, war sie plötzlich wiedergekehrt. Nicht etwa wie ein lebender Toter, als der sie zwischendurch erschien, sondern zunächst als kleines Nischenprodukt für scratchende DJs. Sie wurde völlig neu geboren als analoges Liebhaberstück, vor allem in Form von aufwendigen Sondereditionen: im Schmuck-Schuber, mit beigelegtem Booklet, Comicheft oder sogar ganzen Büchern – und in einem hochwertigen produktionstechnischen Umfeld, sodass man zu dem Schluss kommen könnte: Soviel toll Gedrucktes in Form von UV-lackierten Booklets, aufwendig kaschierten Pappboxen gab es noch nie – allerdings zu hohen Preisen in kleinen Auflagen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4225" title="ipod_shuffle" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/ipod_shuffle.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Der iPod-Shuffle: ein kleines Etwas, das ganze Musikbibliotheken beherbergen kann. Apple hatte in seinem </em><em>Produktdesign</em><em> immer wieder Akzente mit transparentem bzw. </em><em>transluzentem Design</em><em> gesetzt. Der iPod shuffle kommt hier in einer transparenten Plexiplasverpackung daher, das aktuelle iPhone auch wieder. Das wirkt fast so wertig wie ein Schmuckstück.</em></p>
<h2>Eine Renaissance für die Vinyl-LP: Wie Phönix aus der Asche</h2>
<p>Eigentlich könnte man diesen Neustart neben dem Erstarken der Wertigkeit des Mediums „Vinyl-LP“ auch „The Start of Print“ nennen. Die LP als durch und durch analoges Medium hat sich gesundgeschrumpft und bedient nun keinen Massenmarkt mehr, sondern Liebhabernischen. Dies basiert auf zwei Umständen:</p>
<ul>
<li>Käufer hätten gerne das, was kein anderer hat. Immer wenn etwas den Markt durchdrungen hat und es jeder hat, verliert es tendenziell seine Spannung. Verknappung schafft Anreize, permanente Verfügbarkeit langweilt. Man kann sich an der Analogtechnik wieder so richtig freuen, weil die kaum einer mehr hat oder kennt. Und die papiernen Drucksachen helfen dabei, diese neue alte Leidenschaft zu zelebrieren.</li>
<li>Zum anderen sehnt sich der Käufer bei allen Vorteilen von Virtualität und Digitalität immer mal wieder nach etwas Handfestem, etwas Materiellem, das man anfassen und haptisch spüren kann. Wenn Musik nur noch in Form von unsichtbaren MP3-Dateien zu hören ist, dann hält man gerne eine materiell vorhandene LP oder CD in Händen, weil man die anfassen und berühren kann. Das berührt mitunter und vermittelt zudem das gute Gefühl, dass sie einem gehört. Angesichts mancher Cloudmusik-Abonnement-Modelle  – bei denen zwar das Anhören, also die Nutzung, gewünscht ist, nicht aber der Besitz – ein Vorteil.</li>
</ul>
<p>An der analogen Musik, die von der virtuellen Musik abgelöst wird, um dann unter anderen Vorzeichen analog zurückzukehren, kann sich auch die Druckbranche ein Beispiel nehmen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4226" title="ipad_mini_verpackung" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/ipad_mini_verpackung.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Auch für das iPad mini ist weniger mehr. Das Produkt zeigt auf seiner Abbildung weniger von seiner Oberfläche und mehr davon, wie dünn es ist. Das Tablet löst dabei mehr und mehr den heimischen Desktop-PC und auch den klassischen Laptop ab, deren Verkaufszahlen rückläufig sind oder stagnieren.</em></p>
<h2>Die taktil-haptischen Reize des Papiers sprechen menschliche Sinne an</h2>
<p>Die Generationen an Grafik-Designern, die im vordigitalen Zeitalter Satzfahnen im Fotosatz verarbeitet haben, wissen, dass die Erstellung von papiernen Druckvorlagen, bei denen geklebt, geschnitten, gekratzt und retuschiert wurde, etwas anderes ist als die Arbeit am Bildschirm – weil bei der Arbeit, bei der man seine Hände benutzt, auch die Sinne angesprochen werden. Der taktil-haptische Sinn, also der Tastsinn, basiert im wörtlichen Sinne auf Fingerspitzengefühl. Tatsächlich konzentriert sich in den Fingerkuppen einer menschlichen Hand die größte Ansammlung an Nervenzellen im menschlichen Körper überhaupt. Wer diesen Tastsinn schult, ist in der Lage, feinmotorische Bewegungen auszuführen, also z.B. mit einer Schere oder einem Messer Modelle für später produktionstechnisch gestanzte Drucksachen zuzuschneiden, die beim Kunden vorgestellt werden. Die Sensomotorik vermittelt dem Menschen darüber hinaus auch einen Teil seines Weltbildes. Das Analoge in der Welt ist also nicht in allen Bereichen so einfach zu virtualisieren. Das gilt insbesondere für einen Käufer, der das von ihm gewünschte Produkt in seiner Verpackung sieht.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4227" title="apple_produktverpackungen" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/apple_produktverpackungen.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Links die zweite Generation der iPad-mini-Produktverpackung, rechts die erste, die noch reduzierter war.</em></p>
<h2>Real Vorhandenes gegen die Virtualisierung? Papieroberflächen oder Touchscreens?</h2>
<p>Der Touchscreen des drucksensitiven Bildschirms hat diese Feinmotorik auf eine neue Probe gestellt. Aber dennoch ist es etwas anderes, die Oberflächenstruktur eines Blattes Papiers zu fühlen, mit dem Finger über die Kante eines Papierbogens zu streichen oder einen Bildschirm über die kapazitiven Ströme der Hautspannung zu steuern. Papier ist Materie, etwas real Vorhandenes, das Informationen transportiert. Eine Festplatte mit Tausenden Fotos kann einem Magneten zu nahe gekommen oder vom Tisch gefallen sein und alle Daten können dann fort sein. Ein Buch, mit dem man das gleiche machen würde, behält seinen Inhalt. So gesehen ist die reale Welt weniger flüchtig und viel zuverlässiger als die digitale. Die Digitalität ist Voraussetzung für die Virtualisierung, die Prozesse der realen Welt auf den Bildschirm bringt.</p>
<h2>Verpackungsdesign und Verpackungsproduktion manifestieren das Image</h2>
<p>Gestalter, Designer und Werbestrategen nutzen den Umstand aus, dass Verpackung Image schafft. Der Kern ihrer Arbeit in der Markenartikelindustrie ist es, ein Image zu erzeugen. Dieses Image existiert aber auch nur „virtuell“ in den Köpfen der Käufer und basiert auf einer Mischung aus Wahrnehmung und Vorstellung. Parfümhersteller wissen, dass ihr Glasflakon sehr wichtig ist für den Verkaufserfolg, er ist in der Regel sogar teurer ist als sein Parfüm-Inhalt. Diese Glasflaschen stecken in Pappverpackungen, deren Druck mit zu dem Aufwendigsten gehört, was man massenhaft druckt: Da wird kaschiert, blindgeprägt, heißfoliengeprägt oder kaltfoliengeprägt, gestanzt und fast immer lackiert – und nebenbei auch ganz normal gedruckt. All dies vermittelt dem Konsumenten eine Botschaft über Beschaffenheit und Wertigkeit des Produktes.</p>
<h2>Das Image als virtuelle Größe</h2>
<p>Produkt-Verpackung ist ein Element im Kommunikations-Mix, weil die Werbepsychologie ja weiß, dass die Verpackung mit darüber entscheidet, was gekauft wird und was nicht. Die Verpackung wertet das Produkt auf. Sie wird im Regelfall auf Karton gedruckt, sofern nicht besondere Verpackungen aus Kunststoff oder Metall zum Einsatz kommen.</p>
<h2>End of Print, das „Papierlose Büro“ und der virtuelle Medienkonsum</h2>
<p>Die virtuelle Welt als Simulation kann einen Teil der echten Welt ersetzen: siehe „Papierloses Büro“, wo der virtuelle Papierkorb auf dem Schreibtisch mehr Spaß macht als der in der echten Welt, unter anderem, weil man ihn nie real in zum Ausleeren zur Mülltonne bringen muss. Papier oder Karton als Grundmaterial von Drucksachen ist etwas zum Anfassen und Festhalten. Drucksachen werden bleiben und werden – strategisch gezielt punktgenau eingesetzt – sogar noch wichtiger. Weil ihr reales Vorhandensein in einer zunehmend virtualisierten Welt einen Wert an sich darstellt und darüber hinaus ästhetische und über die Sinne wahrnehmbare Signale sendet. Auch Unternehmen wie Apple setzen Drucksachen in ihrem Kommunikationsmix strategisch wohl überlegt ein.</p>
<h2>Weniger ist mehr bei der Markenbotschaft</h2>
<p>Apple hat im Laufe seiner Unternehmensgeschichte diverse Design-Trends aufgegriffen und mit angestoßen. Dazu zählen transparentes oder metallenes Produktdesign und im Wechselspiel immer wieder der Einsatz poppiger Farben wie bei den ersten iMacs oder den MacBooks, die aus farbigem Kunststoff bestanden. Zentral war fast immer ein grundlegender Purismus, der bis heute ein „Weniger ist mehr“ visuell umsetzt. Apple-Produkte und ihre Kommunikation sollen auf ihre Essenz und Einfachheit reduziert werden, damit sich ihre Funktion sofort erschließt. So ist Apple 1984 mit dem Desktoppublishing in der Computerwelt berühmt geworden und so wurden auch alle „i“-Produkte zum Erfolg. Angefangen beim Namen „iPhone“, „iBook“, „iPod“, iPad“ oder „iMac“ bis hin zum offenen, klaren und übersichtlichen Grafik-Design strebt alles bei Apple nach Einfachheit und Übersichtlichkeit. Natürlich bezieht sich das auch auf das Interfacedesign.</p>
<h2>Dreidimensional anmutende App-Icons bei Apple</h2>
<p>Als Apple jedoch das iPhone eingeführt hat, war das Icon-Design in einer dreidimensionalen Anmutung gestaltet, als wollte man die Sensation der digitalen Möglichkeiten mit dem Look &amp; Feel der realen Welt kreuzen. iOS7 ist wieder dem Zeitgeist Rechnung tragend dem „Flat-Design“ verhaftet und dementsprechend stilisierter. Die ersten Verpackungen des Apple Macintosh waren 1984 mit großen weißen Flächen, stilisierten Illustrationen und fotografischen Freistellern dominiert. An dieser visuellen Klarheit hat man bis heute festgehalten.</p>
<h2>Wertige Materialien im Apple-Produktdesign</h2>
<p>Apple ist vom Nischenanbieter für Computer für die grafische Industrie, für Werber und Kreative und alle, die etwas ganz Besonderes wollten, zum Massenlieferanten des digitalen Lifestyle avanciert. An seiner Produktqualität, die immer an wertigen Materialien festhielt und seiner damit einhergehenden Hochpreispolitik hat sich indes nichts geändert. Das iPhone ist eines der wenigen Handys, das einen Metall-Rahmen hat, auch Gadgets wie das iPad oder die Apple-Laptops glänzen mit Materialeigenschaften, die man fühlt, wenn man das Gerät in der Hand hält. Die aktuellen MacBooks sind jeweils aus einem Aluminium-Block gefräst. Die Belastbarkeit der Geräte ist fast schon sprichwörtlich geworden.</p>
<p>Apple ist seit der Einführung seiner Unterhaltungselektronik-Produkte mit 185 Milliarden US-Dollar zur wertvollsten Marke der Welt geworden, außerdem seit letztem Jahr auch zum wertvollsten Unternehmen, sein Umsatz lag im Geschäftsjahr 2013 bei fast 171 Milliarden US-Dollar. Erfolg spricht für sich selbst und zieht die Käufer an.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4228" title="ipad_mini_galaxy_note3" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/ipad_mini_galaxy_note3.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Im Vergleich: die Verpackung des aktuellen iPad Mini von Apple als kleinem Tablet und die Verpackung des Galaxy Note 3 von Samsung als großem Handy mit integrierter Stifteingabe. Schon auf den ersten Blick werden die unterschiedlichen Strategien deutlich: Apple als äußerst ertragreicher Premium-Marktführer lässt sein Produkt für sich sprechen. Samsung signalisiert Wertigkeit durch die (gedruckte) Simulation einer Holzoberfläche, um weiter in den Premiummarkt vorzudringen und vom „Plastik-Image“ wegzukommen.</em></p>
<h2>Samsung gegen Apple: Konkurrenz auch im Kommunikationsdesign</h2>
<p>Die Welt könnte für Apple rosarot sein, wenn da nicht das konkurrierende Betriebssystem Android wäre, das eng mit der Google-Software-Welt verknüpft ist und hardwaremäßig von Samsung dominiert wird. Apple hat am Markt für die Smartphones eine dominierende Vormachtstellung und Innovationsführerschaft innegehabt. Kaum ein Konkurrent wusste ein Rezept dagegen. Inzwischen hat Samsung Apple – was den Umsatz und die Stückzahlen verkaufter Smartphones anbelangt – erst eingeholt und dann überholt. Samsung ist das Unternehmen, das im Hinblick auf alle anderen Android-Smartphone-Hersteller den wesentlichen Profit für sich herausholt.</p>
<p>Während Apple lange Zeit die „Ein-Produkt-Strategie“ mit seinem iPhone realisierte, also nur ein Modell im Angebot hatte, hat Samsung eine kaum noch überschaubare Fülle an kleinen und großen Smartphones in den Markt gedrückt. Apple hat reagiert, indem es ältere iPhone-Modelle weiter produziert und günstiger angeboten hat. Samsung-Smartphones sind in der Regel aus Kunststoff und damit was die verarbeiteten Materialien anbelangt weniger wertig. Abgesehen davon gelten für Apple die leistungsfähigen Modelle der Samsung Galaxy-Klasse vom Design her als Produkt-Klon des iPhones, Ähnliches hat auch bei den Tablets zu Patent-Streitigkeiten vor den Gerichten geführt.</p>
<p>Samsung ist ein Mischkonzern, der 2012 einen Umsatz von 247,5 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet hat. Die Electronik-Sparte des Konzern ist allerdings mit etwa 143 Milliarden US-Dollar deutlich kleiner als Apple, zumal ein wesentlicher Teil des Umsatzes mit Hardware-Produktion generiert wird. Man sieht aber allein an den Zahlen und auch an der Strategie, für jedes Bedürfnis ein Smartphone zu produzieren, dass Samsung ein sehr ernst zu nehmender und weiter aufholender Konkurrent am Markt ist.</p>
<h2>Papier, das Zünglein an der Waage</h2>
<p>Zwischen Apple und den Android-Smartphones und Android-Tablets ist ein Wettlauf entstanden, bei dem immer neue Features das Produkt weiterentwickeln. Aber die High-End-Handys nähern sich, was ihren Funktionsumfang anbelangt, immer mehr einander an. Seit Langem wird aber in der Fachpresse kritisiert, dass es kein Android-Handy gäbe, das von den Materialien her ähnlich wertig produziert sei wie das iPhone. Inzwischen hat sich das etwas relativiert, Hersteller wie HTC, oder Samsung haben die ersten Smartphones mit Metallgehäuse im Angebot.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4229" title="logo_apple_design" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/logo_apple_design.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Das Logo auf der ersten iPad-mini-Verpackung war in schlichtem Grau gedruckt. Es war keine Abbildung auf der Verpackung zu sehen, sondern nur Typografie. Die zweite Verpackungsgeneration kam mit einem foliengeprägten silbernen Logo und einer Produktabbildung daher. Das unterstrich die Prämium-Ausrichtung im Tablet-Markt und visualisierte die Produkteigenschaften.</em></p>
<h2>Veredelung als visuelles i-Tüpfelchen</h2>
<p>Wie fast überall steckt das Produkt, wenn der Kunde es erhält, in einer gedruckten Verpackung. Bei der Produkt-Verpackung ging Samsung in der Vergangenheit ähnliche Wege wie Apple. Dabei hat Apple bisher unterschiedliche Mittel eingesetzt. Besondere Veredlungen, ob Prägung bzw. Folienprägung, Kaschierung oder Lackierung setzen oft nur einen Akzent. So sind die aktuellen Verpackungen mit einem kleinen silberfoliengeprägten Apple-Logo versehen – das sieht man wie nebenbei an der Seite des Kartons schimmern. Das ist Understatement pur.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4230" title="samsung_holzimitat" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/samsung_holzimitat.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Während Apple dem Minimalismus, der visuellen Reduktion, verhaftet ist, imitiert Samsung mit seiner aktuellen Verpackungslinie den Werkstoff Holz. Diese Strategie der visuellen Mimikry nennt man </em><em>„Skeuomorphismus“.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4231" title="galaxy_note3_sojafarbe" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/galaxy_note3_sojafarbe.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Oben: Deckel und Boden berühren sich nicht, sondern werden durch einen schwarzen Abstand wirkungsvoll separiert. Die Verpackung ist mit nachhaltiger </em><em>Soja-Farbe</em><em> gedruckt, was auf der Produktverpackung auch kommuniziert wird </em>– <em>ein weiterer Baustein im Image der „natürlichen“ Hochwertigkeit. Konventionelle Druckfarben verwenden als Bindemittel Mineralöl, ökologisch ausgerichtete Druckfarben nutzen </em><em>Pflanzenöl-Fettsäuren,</em><em> neben Soja sind das zum Beispiel Leinöl und Rizinusöl.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4232" title="galaxy_note3_verpackung" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/12/galaxy_note3_verpackung.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Oben: Da das Samsung Galaxy Note 3 groß ist und Verpackungen so klein wie möglich sein sollen </em>– <em>auch um Transport- und Lagerkosten zu minimieren </em>– <em>passt das Smartphone ganz exakt in seine Verpackung.</em></p>
<h2>Wie hat Samsung auf die Vormachtsstellung Apples und seinen Erfolg reagiert?</h2>
<p>Die alten Galaxy-S-Verpackungen sahen ähnlich aus wie die Apple-Verpackungen. Die des ersten Galaxy-Modelles war einfarbig schwarz und nur mit dem Galaxy-Logo bedruckt. Sieht man sich das aktuellste Smartphone Galaxy Note 3 an, das ein Smartphone mit Stifteingabe ist – auch genannt „Smartlet“ (Wortmischung aus „Smartphone“ und „Tablet) oder „Phablet“ (Wortmischung aus „Phone“ und „Tablet) – hat sich sowohl am Produkt als auch am Verpackungsdesign einiges geändert, und beides korrespondiert miteinander.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Bei der hochgradigen Designorientierung von Apple muss natürlich auch die Produktbeschriftung minimalistisch und ohne Schnickschnack gestaltet und produziert sein. Auf der metallen Rückseite des iPad mini befindet sich ein farbloses Logo, das per Siebdruck glänzend transparent auf die matte Rückseite gedruckt ist. Gleiches gilt für den Schriftzug „iPad“ darunter.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4237" title="samsung_galaxy_S2" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/samsung_galaxy_S2.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Das Samsung Galaxy S2 mit hochglänzendem Rücken aus Kunststoff ahmt eine Carbonfaser-Struktur nach. Der Kunststoff ist äußerst dünn aber auch sehr haltbar. </em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4238" title="galaxy_note3_rueckseite" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/galaxy_note3_rueckseite.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Das aktuelle Galaxy Note 3 hat eine Rückseite, die echtem Leder zum Verwechseln ähnlich sieht, obwohl sie ebenfalls aus verblüffend dünnem Kunststoff besteht. Aber optisch wird das Smartphone damit aufgewertet.</em></p>
<h2>Samsung gegen Apple mit Verpackungsdesign als Imagefaktor</h2>
<p>Während Apple visuell bei seinen Produktverpackungen auf Stil, Understatement und Zurückhaltung setzt, hat Samsung zunächst einmal sein Produktkonzept verändert. Auf die anhaltende Kritik, dass auch seine High-End-Handys aus zu billigem Kunststoff hergestellt sind, hat Samsung beim Groß-Smartphone Galaxy Note3 auf einen Kunstlederrücken gesetzt, der wertig wirkt. Wer erfolgreich einen Markt besetzen will bzw. in ihn eindringen will, wie dies Samsung nach Apples Erfolg getan hat, muss seine Nische suchen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4239" title="samsung_galaxy_nexus" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/samsung_galaxy_nexus.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Das Google-Handy „Galaxy Nexus“, von Samsung produziert, lehnte sich noch stark an Apples Produkt-Verpackung an. (Vergleiche oben: iPod-Verpackung). Die Abbildung des Smartphones ist mit hochglänzendem UV-Lack beschichtet und erzeugt so einen leicht dreidimensionalen Eindruck.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4240" title="schachteldesign_nexus_samsung" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/schachteldesign_nexus_samsung.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Innen setzte die Verpackung des </em><em>„Galaxy Nexus“</em><em> reduzierte Farbakzente. Die „Nexus“-Reihe ist ein von Google initiierter Handy-Typ, der in Kooperation mit immer neuen Partnern realisiert wird, neben Samsung bisher LG, Asus und HTC. Die Nexus-Reihe bietet „Google pur“, da die Benutzeroberfläche von den Herstellern nicht modifiziert werden darf. Die Googledienste sind tief implementiert und die Vorstellung des aktuellen Nexus-Gerätes führt gleichzeitig die neuste Android-Version ein, die auf diesen Geräten auch Updates erhalten kann.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4241" title="design_ipadmini_infomaterial" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/design_ipadmini_infomaterial.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Dazu im Vergleich das Innere der iPad-mini-Verpackung, in der ein kleines Mäppchen zu sehen ist, das weitere Informationen enthält.</em></p>
<h2>Gestaltungselement Papier: Die Kunst der schönen Verpackung macht den Unterschied</h2>
<p>Apple hat allerdings seine High-End-Positionierung so gut besetzt, dass Samsung lange Zeit nach einer eigenen Positionierung suchen musste. Inzwischen geht Samsung einen ganz anderen Weg als Apple. Auffällig ist hier, dass die Galaxy-Note3-Verpackung Holz imitiert und dass der Rücken des Smartphones Leder imitiert. Das sind natürliche Materialien. Samsung will sein Produkt dadurch aufwerten. Ob dies gelingt, ist die Frage. Es ist aber in seiner Entwicklung als Antwort zu betrachten, einen eigenen marketingorientierten Weg hin zu mehr Wertigkeit zu gehen und so im Wettstreit mit Apple Marktanteile dazu zu gewinnen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4242" title="samsung_galaxy_note3_verpackung" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/samsung_galaxy_note3_verpackung.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Die Galaxy-Note-3-Verpackung von Samsung sieht auch innen umweltschonend aus.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4243" title="samsung_produktdesign" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/samsung_produktdesign.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Sie beherbergt durch ausgeklügelte Falttechnik das Zubehör sehr platzsparend.</em></p>
<h2>Digitale Gadgets brauchen analoges Papier für das Verpackungsdesign</h2>
<p>Die Verpackung (Holzimitat aus bedrucktem Papier, das auf den Karton kaschiert wurde) und das Produktdesign (obligatorische Glasfront, Metallrahmen, Lederrücken) gehen weg vom Kunststoff-Image. Man hört dieser Tage, dass Samsung an einem Smartphone mit Metallcorpus arbeitet. Samsung hat für sich in Opposition zu Apple das Nachdenken über andere Materialien entdeckt und ist nun in der Erprobungsphase, wie es sein Image ändern kann. Das Mittel der Stunde sind neben dem Produktdesign auch Drucksachen, die das Image zementieren. Denn anstatt das Handy tatsächlich in eine vergleichsweise teure echte Holzverpackung zu stecken, imitiert die gedruckte Variante die Wertigkeit. Dennoch ist es innerhalb einer Marketingüberlegung der folgerichtige Schritt. Vermutlich wird man im Nachhinein sehen können, dass dies ein Übergang war, weg vom Billigimage bezüglich des Materials.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4244" title="samsung_informationsmaterial" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/samsung_informationsmaterial.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Die miniaturisierten beigelegten Informationsmaterialien zum Galaxy Note 3 kommen auf braunem Umweltpapier noch ökologischer daher.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4245" title="samsung_galaxy_gebrauchsanweisung" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/samsung_galaxy_gebrauchsanweisung.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Die Drucksachen werden durch eine Banderole zusammengehalten.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4246" title="smartphone_zubehoer" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/smartphone_zubehoer.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Die Minidrucksachen bieten auf dem Platz etwas größer als der einer Visitenkarten alles Kleingedruckte.</em></p>
<h2>Produkt-Turnaround bei Apple: Seit Neustem auch Kunststoffhandys</h2>
<p>Witzigerweise hat Apple parallel dazu aktuell zum ersten Mal mit dem iPhone 5c ein Smartphone mit Kunststoffbody auf den Markt gebracht. Die Verkaufszahlen bleiben aber bisher hinter den Erwartungen zurück. Materialität und Verpackung sind ein wichtiges Instrument, um eine Botschaft zu transportieren: Samsung will Smartphones, die ein hochwertigeres Image haben. Funktional ist das längst gelungen, nun muss das Produktdesign geändert werden. Bei der Transformation des Images hilft die Verpackung unterstützend. Sie sendet sogar auf den ersten Blick noch klarere Signale als das Produkt selbst. Die Umweltorientierung beim Verpackungsdesign und der Verpackungsproduktion trägt sicherlich auch dem Umstand Rechnung, dass die nicht umweltgerechten Produktionsmethoden bei Samsung in der Vergangenheit ebenfalls für negative Schlagzeilen gesorgt haben.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4247" title="ipad_mini_garantie" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/ipad_mini_garantie.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Apple setzt im Gegensatz dazu keine Banderole ein und kehrt auch seine Umweltorientierung nicht heraus. Es hat ein kleines bis eine Zeile auf der Rückseite unbedrucktes Mäppchen beigelegt, das die nötigsten Minidrucksachen enthält.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4248" title="ipad_infopapier" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/ipad_infopapier.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Selbst bei solchen Beiläufigkeiten zeigt Apple Sinn für Qualität im Detail: Die Minimappe bündelt seine inliegenden Drucksachen gut mit einer formatfüllenden Innenlasche.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4249" title="ipad_apple_garantie" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/ipad_apple_garantie.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Die geöffnete Mini-Mappe zum iPad mini.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4250" title="grafikdesign_apple" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/grafikdesign_apple.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Die Rückseite des Mäppchens.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4251" title="info,material_apple_california" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/infomaterial_apple_california.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>So sah das Mäppchen beim iPhone 4 aus. Apple hat in seiner Unternehmensgeschichte immer wieder zwischen Weiß, Schwarz und punktueller Farbigkeit gewechselt.</em></p>
<h2>The End of Print: Der Beginn einer neuen Drucksachenkultur</h2>
<p>Soviel zum Stichwort „End of Print“. Gedrucktes, ganz besonders wenn es um Verpackungsgestaltung geht, transportiert Botschaften nachhaltig und nicht so flüchtig wie die virtuell-audiovisuelle Medien-Welt. Gedruckte Verpackungen werden dabei wohl nie ersetzbar sein.</p>
<p>Ob der Trailer im Radio, der Werbeclip im Fernsehen oder die Bannerwerbung im Web: Manches rauscht vorbei und ist sehr schnell nicht mehr im Focus der Wahrnehmung. Gedrucktes ist manifest und gibt Orientierung. Davon können die Marketingfachleute profitieren.</p>
<p>Eine Redewendung sagt „Papier ist geduldig“ und meint damit eigentlich etwas ganz anderes. Hier jedenfalls bedeutet es nachhaltige Kommunikation oder analoge Kommunikation ohne Rauschen. So wie das Produkt, das verkauft werden soll, real vorhanden und über die Sinne erfahrbar ist, so gibt es Bereiche in der Kommunikation, wo Print wichtig bleiben wird und sogar immer wichtiger wird, weil Verpackungsdesign und Produktdesign ein Tandem sind, das im Optimalfall eine nahtlose Synthese eingeht. Die ledernde Rückseite des Galaxy Note 3 und die Holz imitierende Verpackung sind ein kommunikativer Turnaround in Samsungs Marketing, das damit den Konsumenten einen roten Teppich ausrollen will – aber der ist aus Karton.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4252" title="iphone_infomaterial" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/iphone_infomaterial.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Apple-Leporellos zum iPad mini und iPhone.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-4253" title="apple_iphone_info" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2014/01/apple_iphone_info.jpg" alt="" width="540" height="303" /></p>
<p><em>Auch die ganz kleinen Drucksachen sind bei Apple liebevoll und professionell gestaltet.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Onlinedruckerei gegen Hausdruckerei</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/onlinedruckerei-gegen-hausdruckerei</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2017 11:26:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaldruck]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[drucken]]></category>
		<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Druckindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Onlinedruckerei gegen Hausdruckerei: Abgrundtief standardisiert oder gnadenlos individuell? Online Druckereien im Vergleich Wie gut ist Onlinedruck? Genauso gut wie der der Hausdruckerei, mit der man lange zusammenarbeitet? Bietet er sogar mehr? Und was hat man als Kunde einer Online Druckerei für den günstigen Preis zu erwarten? Die großen Onlinedruckereien wirken wie Wunderkinder: Sie liefern Standarddrucksachen &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/onlinedruckerei-gegen-hausdruckerei" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Onlinedruckerei gegen Hausdruckerei“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Onlinedruckerei gegen Hausdruckerei: Abgrundtief standardisiert oder gnadenlos individuell? Online Druckereien im Vergleich</h2>
<p>Wie gut ist Onlinedruck? Genauso gut wie der der Hausdruckerei, mit der man lange zusammenarbeitet? Bietet er sogar mehr? Und was hat man als Kunde einer Online Druckerei für den günstigen Preis zu erwarten? Die großen Onlinedruckereien wirken wie Wunderkinder: Sie liefern Standarddrucksachen zum märchenhaften Preis, dafür muss man als Kunde die Daten genau vorbereiten und sich mit einem umfangreichen Shopsystem und seinen festgelegten Abläufen vertraut machen.</p>
<h2>Wunderkind und Schreckgespenst:</h2>
<p>Für den inhabergeführten kleinen <a href="https://www.flyerpilot.de/">Online Druckerei</a> kommt der Onlinedruck daher wie ein Schreckgespenst. Zudem diversifizieren große Online-Druckereien ihre Produktpalette immer weiter. Zeit für eine Bestandsaufnahme, was die unterschiedlichen Geschäftsmodelle von Hausdruckerei und Onlinedruckerei leisten und wo die Unterschiede, die Vorteile und die Nachteile liegen. Es gibt einige neuralgische Punkte, die die Ansätze voneinander trennen und die Einschätzung der Leistungsfähigkeit der beiden Modelle erleichtern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_5247" aria-describedby="caption-attachment-5247" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-5247 size-full" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/11/flyerpilot.jpg" alt="" width="500" height="511" srcset="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/11/flyerpilot.jpg 500w, https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/11/flyerpilot-294x300.jpg 294w" sizes="(max-width: 500px) 85vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-5247" class="wp-caption-text">seit mehr als 15 Jahren online</figcaption></figure>
<p><span id="more-4125"></span></p>
<h2>Die Frage ist aber zunächst: Wodurch zeichnet sich eine Onlinedruckerei aus?</h2>
<p>Sie ist nämlich nicht einfach nur eine Druckerei, die ihre Dienstleistungen online anbietet. Eine Onlinedruckerei definiert sich über festgelegte Standards.</p>
<ul>
<li><strong>Zeitliche Standards:</strong> Definition des zeitlichen Ablaufs der Drucksachenproduktion. Darin enthalten sind festgelegte Zeiten, bis wann am Tag die Daten angeliefert werden, wie lange die Produktion und die Lieferung dauern. Eine noch höhere Produktionsgeschwindigkeit erreicht man gegen Aufpreis.</li>
<li><strong>Produktions-Typen-Standards:</strong> Eine Onlinedruckerei bietet eine eingeschränkte Palette an Drucksachen mit abgestuften festen Auflagen z.B. in 500er-Schritten oder 1.000er-Schritten. Auch die Auswahl bei Papier-Grammaturen und Veredlungen ist begrenzt. Wobei dennoch eine große Palette an Auswahlmöglichkeiten vorhanden ist, sodass das für viele Kunden garnicht ins Gewicht fällt. Manche Onlinedruckereien sind flexibler als andere, dennoch muss man sich als Auftraggeber letztlich nach dem richten, was die Druckerei vorgibt. Dies bezieht sich auch auf weniger Papierarten. Sonderpapiere sind nicht möglich, ebenfalls nicht abweichende Auflagen. Dafür kann die Druckerei günstiger kalkulieren. Generell gilt, dass individuelle Drucksachen mit Stanzungen oder Prägungen bei einer straff organisierten Onlinedruckerei selten möglich sind. Die angebotenen Veredelungen beziehen sich meist auf glänzende oder matte Drucklacke bzw. UV-Hochglanzlack. Führende Online-Druckereien wie Flyerpilot bieten jedoch die Möglichkeit, individuelle Sezifikationen anzufragen.</li>
<li><strong>Kommunikative Standards:</strong> <strong>Onlinedruckereien</strong> organisieren ihre Kommunikation über ihre Webseite und ein Callcenter. Alles, was man für die Datenaufbereitung und Anlieferung wissen muss, findet man auf der Webseite ausführlich erklärt. Der Schritt zur Bestellung ist als klassischer Web-Shop organisiert. Im Kundenbereich kann man sich den Status seiner Drucksache abrufen. Die Auskunftstiefe der Callcentermitarbeiter ist begrenzt und kann nicht erweitert werden. Gerade in den letzten Jahren haben die Online-Druckereien aber aufgeholt und bieten teilweise einen erweiterten Service an – auch über die Sozialen Netzwerke.</li>
<li><strong>Technische Standards:</strong> Die Datenformate der anzuliefernden Dateien sind festgelegt, meist PDF-X bzw. ein Pixelformat wie TIFF oder PNG. Auch die Beschnittzugabe ist festgelegt und variiert von Druckerei zu Druckerei zwischen 1mm und 3mm. Auf Wunsch und gegen Aufpreis wird ein Proof zugeschickt, was den Produktionsprozess zeitlich streckt. Gegen Aufpreis werden die gelieferten Dateien auch von der Online-Druckerei gegengecheckt. Einige Online-Druckereien haben einen kompetenten Basis-Datencheck, der das Wesentliche wie die Überprüfung, ob die gelieferten Daten z.B. komplett im Farbraum CMYK vorliegen, bereits inkludiert.</li>
</ul>
<h2>Faktor Zeit: Lieferzeiten für Drucksachen individuell schnell oder normiert schnell?</h2>
<p>Der Druck ist der letzte Schritt innerhalb einer Kette aufeinander folgender Kreativ- und Produktionsschritte zur Erstellung einer Drucksache:</p>
<ul>
<li>Zuerst wird die Werbung strategisch ausgerichtet und nach Wirkkriterien konzipiert.</li>
<li>Es wird aufgeteilt, was online realisiert wird und was gedruckt wird.</li>
<li>Es folgen Entwürfe für Grafik und Text, die weiter ausgearbeitet und mit dem Kunden abgestimmt werden, oft erfolgt eine mehrstufige Abstimmung, bis alles im Detail steht.</li>
<li>Dann folgen partielle End-Korrekturen am Text und die Ausarbeitung der Reinzeichnung bis in die Feinheiten.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Abfolge ist in Agenturen oder bei Grafikdesignern oder Werbedienstleistern nichts Besonderes. Aber etwas fällt bei der Aufzählung auf: Es können viele einzelne Teilschritte zusammenkommen – und dort, wo sich eine solche Komplexität aufbaut, kommt es systemisch bedingt irgendwann zu Zeitmangel. Wer feste Termine wie eine Messe vor Augen hat oder die Printbegleitung zu einer Tageszeitungsanzeigenkampagne realisiert, die taggenau gesteuert ist, weiß, dass mit diesem Zeitmangel nicht zu scherzen ist und dass hier Zeit tatsächlich Geld ist bzw. diese zeitliche Koordination und Zuverlässigkeit ein Faktor für den Gesamtwerbeerfolg ist. Ganz am Ende dieser Prozesskette steht die Produktion, in diesem Fall die Druckerei. Weil das Drucken ganz am Ende steht, geht es dabei immer um Zeit bzw. um Zeitmangel. Jedoch: Eine gut organisierte Online-Druckerei bietet mittlerweile derart viele Automatismen und Datenspeicheroptionen an, für mehr Effizienz und Zeitersparnis an. Dies sind im einzelnen:</p>
<ul>
<li><em>Auftragsverwaltung:</em> Jede Onlinedruckerei hat in der Regel einen Kunderbereich mit Passwortschutz, in dem der Kunde die Spezifikationen seiner bisherigen Aufträge wie Auflagen und Grammaturen einsehen kann. So outsourct der Kunde einen Teil seiner eigenen Verwaltung aus. Ein Punkt, bei dem die Onlinedruckerei der Hausdruckerei voraus ist.</li>
<li><em>Upload:</em> Der Datenupload, die in vergangenen Zeit mitunter nicht immer zufriedenstellend funktioniert hat, ist bei vielen Onlinedruckereien erheblich professionalisiert worder, was Ergonomie des Uploadvorgangs und Schnelligkeit anbelangt.</li>
<li><em>Formatvorlagen:</em> Onlinedruckereien stellen Musterdateien für bestimmte Drucksachen wie z.B. Kalender zur Verfügung, die man als Grundlage für die eigene Gestaltung verwenden kann. Dies spart ebenfalls viel Arbeitszeit.</li>
<li><em>Datenspeicherung/Nachdruck:</em> Einige Onlinedruckereien bieten die Möglichkeit, die Druckdaten dauerhaft zu speichern. Im Falle eines Nachdruckes sind sie in der Druckerei direkt verfügbar. Außerdem wird hier dem Kunden abermals ein Stück Organisation und Verwaltung abgenommen. Da Datenmanagement mancherorts eher ein Stiefkind ist, ist dieser Service kaum hoch genug zu bewerten.</li>
</ul>
<h2>Der Zeitfaktor und die Logistik bei der Drucksachenerstellung</h2>
<p>Wer die Zeit beherrscht, indem er entsprechend planvoll organisiert, beeinflusst seine Erfolgsaussichten positiv. Wer bringt nun bei knapper Zeit das beste Ergebnis? Wer produziert am schnellsten? Die Hausdruckerei, bei der man u.U. persönlich vorbeifahren kann oder die Onlinedruckerei, die generell schnelle Lieferzeiten bietet? Die Beantwortung der Frage schließt verschiedene Aspekte mit ein.</p>
<p>Zum einen ist eine Druckerei egal ob online oder um die Ecke dann einschätzbar, wenn man Erfahrungen mit ihr gesammelt hat. Arbeitet man mit der Hausdruckerei länger zusammen, kann man ihre Zuverlässigkeit präzise einschätzen: Man kann aber vor allem individuell kommunizieren und bei sehr kurzfristigen Druckzeiten nicht nur klar machen, wie wichtig das Einhalten des Termins ist, nein, man kann im weitesten Sinne soziale Kontrolle ausüben, weil man einen Ansprechpartner hat, den man kennt und der einen kennt. Bei den großen Onlinedruckereien hat man meist das Callcenter am Telefon, das nicht sehr viel zum Auftrag sagen kann, als man auch online in der Auftragsverfolgung sehen kann. Denn die Onlinedruckerei hat ihre Abläufe automatisiert, zeigt dem Auftraggeber auf ihrer Webseite in seinem Kunden-Login,</p>
<ul>
<li>ob die Drucksache gedruckt ist,</li>
<li>ob sie bereits in der Weiterverarbeitung oder im Versand ist.</li>
<li>Ist die Drucksache versendet, kann man in der Regel über einen Sendungsverfolgungscode ermitteln, wo sich die Drucksache auf dem Weg befindet und bis wann sie ausgeliefert wird.</li>
</ul>
<p>Nochmals: Moderne Online-Druckereien haben diese Prozesse jedoch so gut optimiert, bieten günstige Preise und haben eine Produktpalette, die kaum Wünsche offen lässt. Der Service wird zu einem Großteil auch über die Sozialen Netzwerke abgebildet, ein großer Vorteil gegenüber den Hausdruckereien.</p>
<h2>Zustellung der Drucksachen: Von Lieferengpässen und punktgenau knapp daneben</h2>
<p>Negativ-Faktoren bei der Logistik können bei nicht optimal durchorganisierten Online-Druckereien zum Beispiel sein:</p>
<ul>
<li>Dass eine Drucksache längst unterwegs ist aber online immer noch als in der Weiterverarbeitung angezeigt wird.</li>
<li>Dass eine Drucksache länger als angegeben unterwegs ist.</li>
<li>Bestellt man eine höhere Auflage, die in mehreren Paketen geliefert wird, kann es schon mal vorkommen, dass drei der vier Pakete pünktlich geliefert werden, aber eines aufgrund eines Fehlers zurück ans Verteilzentrum geht und dann einen Tag zu spät geliefert wird.</li>
</ul>
<div>
<h2>Einfluss unzureichender Druck-Logistik auf gewerbliche und private Auftraggeber</h2>
<p>Bei gewerblichen Auftraggebern wie Werbeagenturen, bei denen das Büro durchgehend besetzt ist, sind ganz exakte Lieferzeitangaben auch nicht unbedingt die Priorität. Bestellt aber eine Privatperson ohne Büro oder ein Freiberufler, der ohne feste Bürostunden arbeitet und viel unterwegs ist, sind der punktgenaue Fertigstellungstermin und Liefertermin ein wichtiger Aspekt, damit das Paket auch beim ersten Zustellversuch in Empfang genommen werden kann. Ansonsten herrscht Unsicherheit und es wird Zeit gebunden. Da viele Online-Druckereien jedoch auch Overnight-Service anbieten, kommt man in der Regel extrem schnell an seine Produkte. Schneller als es nahezu alle Hausdruckereien anbieten bzw. versprechen können.</p>
<h2>Funktionierende Logistik bei Onlinedruckereien, Anpassung und Straffung bei Hausdruckereien</h2>
<p>In der überwiegenden Anzahl der Fälle funktioniert das Logistik-System sehr gut – ist es doch das Rückgrat der Onlinedruckerei und ein wesentlicher Aspekt der Kundenbindung. Da die Onlinedruckereien das wissen, organisieren sie sich sehr gut und minimierten stetig die Ausfallzahlen. Das hat zu ihrem Erfolg beigetragen.</p>
<h2>Zwischenfazit „Zeit“ und „Logistik“ beim Vergleich Hausdruckerei/Onlinedruckerei</h2>
<p>Wer bei einer Onlinedruckerei bestellt, kann normierte sehr schnelle und über Zusatzzahlungen weiter zu beschleunigende Abläufe für Produktion und Zustellung erwarten. Die Lieferzeiten die Onlinedruckereien bringen, unterschreiten trotz Kurierzustellung fast immer das, was die traditionelle Hausdruckerei zu leisten vermag. Zum Beispiel im Falle von Visitenkarten oder Briefbögen in kleineren Auflagen, bei denen die Daten bis 12 oder 16 Uhr am Tag eingehen müssen und die fertigen Drucksachen bereits am nächsten Tag &#8211; bei Expresszustellung vormittags &#8211; beim Auftraggeber sind. Im Zweifelsfall kann aber das Gespräch mit der Hausdruckerei zu einem ähnlich schnellen Produktions-Ergebnis führen. Meiner Erfahrung nach ist dies jedoch so gut wie nie der Fall und erfordert Überredungskunst. Die klassischen Hausdruckereien sind oft immer noch unflexibel und ihr Kundenservice hat nicht die oberste Priorität.</p>
<h2>Vorteile der Onlinedruckerei: Gut, schnell, günstig durch verlässliche Standards</h2>
<p>Die Onlinedruckerei spielt ihre Stärken in ihrer Prozesseffizienz aus, die durch Standardisierung erreicht wird. Zeitlich kann man bei der Hausdruckerei punktuell unter Umständen sogar noch mehr herausholen, obwohl Onlinedruckereien bei den kurzen Lieferzeiten, der durchschnittlich guten Druckqualität und den günstigen Preisen Vorteile auf ihrer Seite haben. Der Hauptpunkt ist hier die Planbarkeit, weil Overnightzustellung online nichts ist, über das man diskutieren müsste. Es ist einfach ein Standard. Es ist andererseits zu beachten, dass zeitliche Vereinbarungen wie Übernachtdrucken oder Wochenenddrucken mit der Hausdruckerei ohne Preiserhöhung möglich sein können, während sich die Onlinedruckerei eine schnellere Lieferfrist bezahlen lässt – allerdings bei einem insgesamt sehr niedrigen Preisniveau.</p>
<p>Viele Hausdruckereien geben Service und Kundenorientierung aber dicht genügend Raum. Hier ist differenzierend zu sagen, dass inzwischen durch den durch die Onlinedruckereien befeuerten Wettbewerb Hausdruckereien ihre Preise senken mussten, aber dennoch bei Produkten wie Visitenkarten nicht mithalten können, und dass manche Onlinedruckereien hochpreisiger sind als andere.</p>
<p>Bei der Onlinedruckerei entstehen moderate Versandkosten, dafür entfallen Fahrt- und Personalkosten auf Kundenseite. Die Drucksachen werden von Onlinedruckereien auch absenderneutral direkt an den Agentur-Kunden geschickt. Andererseits lässt sich so das Druckergebnis von einer Werbeagentur aber vorher nicht kontrollieren und ggf. reklamieren. Bei unzureichender Qualität könnte das Agentur-/Kundenverhältnis beeinträchtigt werden. Vor allem ist die Qualität der Online-Druckereien mittlerweile so gut, dass bei Standardprodukten im Hinblick auf die klassischen Druckereien mindestens ein Qualitäts-Gleichstand zu verzeichnen ist. Manch ein Fachmann meint sogar, dass die Onlinedruckereien auch hier, bei der Standardisierung der Qualitätssicherungs-Faktoren die traditionellem Druckereien &#8211; vor allem die kleinen, weniger gut organisierten &#8211; überholt haben.</p>
<h2>Vorteile der Hausdruckerei: Individualität, Beratungsstärke, Flexibilität und technische Kreativität</h2>
<p>Individuelle Beratungsleistung bei Papier, Farbe, Farbwirkung und Weiterverarbeitung sind Argumente für die Hausdruckerei. Wer schon einmal in einer Druckerei saß und danach gefragt hat, welche Stanz- und Nutwerkzeuge für die kostengünstige Mappenproduktion vorhanden sind, weiß dass es hier einen Input zwischen Kostenersparnis und Kreativität geben kann. Im Gespräch von Mensch zu Mensch ergeben sich Lösungen speziell für kompliziertere Drucksachen, die gestanzt, gepreägt und/oder geklebt werden. Der Drucker ist hier nicht der simpel ausführende Produktionsbetrieb sondern Gesprächspartner und technisch-kreativer Problemlöser, der eigene Ideen für wertige Drucksachen mit einbringt &#8211; ein kompetenter Partner gerade für Kreative aus Design- und Werbeagenturen. Ein Vorteil bei der Hausdruckerei ist, dass man dort die farbliche Druckabnahme oder die Abnahme der Stanzung vor Ort durchführen kann. Möchte man die visuelle Wirkung seiner Drucksache bis zum letzten kontrollieren, das heißt, sind die Ansprüche an das Ergebnis hoch oder sehr hoch, ist eine persönliche Druckabnahme alternativlos. Eine Broschüre, in der hochwertig reproduzierte Kunstwerke abgebildet sind, ist bei in einer Onlinedruckerei produziert kaum vorstellbar.</p>
<h2>Nachteile der Hausdruckerei: Verkrustete Strukturen, hohe Preise, mangelnde Kundenorientierung</h2>
<p>Gerade traditionelle kleinere Druckereien sind oft verkrustet, was die interne Organisation anbelangt. Dies wirkt sich auf Lieferzeiten und die Preisgestaltung aus. Der Service wird leider immer noch nicht so groß geschrieben, wie es der Markt erfordern würde. Hausdruckereien gehen z.T. technologisch nicht schnell genug mit der Zeit und geben andererseits Preisvorteile durch effizientere Technologien nicht unbedingt an ihre Kunden weiter. Ein Problem für den Laien als Auftraggeber ist, zu erkennen welche Druckerei maschinenmäßig für den Auftrag geeignet ist. So kommt es dazu, dass Hausdruckereien den Auftrag im Provisionsgeschäft an einen größeren Betrieb weitergeben und dem Projekt nicht die Aufmerksamkeit widmen, die es brauchen würde. Die Onlinedruckereien konnten vor allem deshalb Fuß fassen, weil Hausdruckereien kleine Drucksachen wie Flyer, Faltblätter, Visitenkarten oder Briefbögen nicht günstig genug produziert haben. Wer gut organisiert und effezient mit zeitgemäßer Technik arbeitet, kann aber Kostenvorteile generieren und an seine Kunden weitergeben. Hausdruckereien alten Schlages sehen ähnlich wie Lithografiebetriebe und Reprobetriebe vor 20-30 Jahren in der Online-Konkurrenz oftmals ein Feindbild, anstatt sich daran zu messen und neu zu orientieren. Hier werden Trends reihenweise verschlafen und es ist schwierig, die passenden Anbieter herauszufiltern.</p>
<h2>Marktveränderungen durch das Auftauchen des Vertiebskanals und Produktionskanals Internet</h2>
<p>Das Auftauchen der Onlinedruckereien hat den Markt für Druckerzeugnisse in Bewegung gebracht. Gegenreaktionen waren, dass inhabergeführte Hausdruckereien ihre Preise gesenkt haben und daran gearbeitet haben, sich über ihre technische Ausstattung Gedanken zu machen und effizienter zu arbeiten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Hausdruckereien haben in neue Druckmaschinen und Belichter investiert, um einen schnelleren Workflow zu erzielen. Natürlich hat dieser Kraftakt auch zu vermehrten Insolvenzen geführt, zu Verkäufen und Angst in der Branche, weil die großen Margen wegfallen und eine flächendeckende Vergleichbarkeit der Preise gegeben ist. Dabei tappen kleine Hausdruckereien manchmal in die Falle, dass sie versuchen, Mengen- und Massenaufträge zu akquirieren, um ihre Maschinen auszulasten und ihre Tugenden, die in der Kundenberatung liegen und in der tendenziell individualisierten Drucksachenproduktion, vernachlässigen. Auch die Marketingorientierung, die es ermöglicht, im Kundengespräch eine kompetent-kommunikative Abgrenzung zur Onlinedruckerei zu erzielen, kommt oftmals zu kurz, wenn man in der Onlinekonkurrenz nur eine Bedrohung sieht, die die Preise kaputt macht, und nicht auch einen Ansporn, für sich die wirtschaftliche Nische zu suchen. Deutschlands beste Online-Druckereien machen sehr gutes Multi-Channel-Marketing, richten sich permanent neu aus und bieten immer mehr Produkte an. Gerade in den letzten Jahren, gibt es dort immer mehr Produkte aus der Werbetechnik &#8211; eine weitere Bereicherung für den Kreativmarkt.</p>
<h2>Die Gewährleistung als Problem für Druckmittler</h2>
<p>Speziell für Werbe- und Designagenturen, die die Drucksachen als Mittler für ihren Kunden bestellen, stellt sich die Frage der Druckabnahme. Im Grunde muss es für die Lieferung von Drucksachen an den Kunden, die über eine Onlinedruckerei bestellt wurden und somit ohne persönliche Druckabnahme auskommen mussten, einen speziellen Paragraphen in den Geschäftsbedingungen der Agentur geben, weil eine relative Farbverbindlichkeit nicht garantiert werden kann. Farbverbindlichkeit und Farbwirkung von Fotos sind professionell gesehen immer das Ergebnis einer individuellen Druckabnahme an der Druckmaschine. Weitere Probleme können sich durch Mindermengenlieferung und beim durch den Transport angeschlagene Ware ergeben.</p>
<h2>Was passiert bei Problemfällen?</h2>
<p>Eigentlich zeigen sich die Stärken eines Systems genau dann, wenn etwas mal nicht so läuft wie es idealtypisch laufen sollte:</p>
<ul>
<li>Maschinenbruch</li>
<li>Wetterverhältnisse beim Ausliefern führen zu Verspätungen</li>
<li>Krankheiten</li>
<li>Lieferengpässe beim Papier</li>
<li>Fehlkommunikation führt zu Missverständnissen</li>
<li>Anlieferung der Druckdaten durch den Kunden zu spät</li>
<li>Oder fehlerhafte Dateien sind geliefert worden</li>
<li>Etwas ist falsch gedruckt worden. Wie schnell kommt der Neudruck?</li>
<li>Wie schnell lässt sich vereinbaren, wer die Kosten dafür trägt?</li>
</ul>
<p>Wie wirken sich solche Fehler oder Beeinträchtigungen auf Onlinedruckereien und Hausdruckereien aus?</p>
<p>Die Auswirkungen und Ergebnisse solcher Störfälle sind sehr unterschiedlich. Die große Druckerei kann stets einen Maschinenausfall oder Krankenstände einfacher ausgleichen. Da geht es mal nicht um Onlinedruckerei versus Hausdruckerei, sondern um die Betriebsgröße. Hausdruckereien sind aber strukturell flexiber (oder sollten es sein), gerade wenn es um typische Fehlerquellen wie falsche oder beschädigte Datensätze geht. Hier geht es um schnelle, direkte und kundenorientierte Kommunikation &#8211; ein Lernfeld.</p>
<h2>Fazit im direkten Vergleich Onlinedruckerei vs. Hausdruckerei</h2>
<p>Ein Vergleich zwischen Onlinedruckereien und Hausdruckereien ist schwieriger geworden, weil das Internet als Vertriebskanal auch manche Hausdruckerei längst erreicht hat. Dann setzt der Traditionsbetrieb einen Webshop auf und vertreibt dort zusätzlich zum angestammten Geschäft seine Dienstleistungen. Auch haben neue Generationen an Druckern längst gelernt, dass Marketingorientierung wichtiger geworden ist in der Welt des permanenten Verdrängungswettbewerbes. Trotzdem sind die Website und Shops der großen Druckereien derart optimiert worden, dass ich keine Website einer kleinen Druckerei kenne, die mit denen der großen mithalten kann. Moderne Online-Druckereien bieten sehr guten Service, eine riesige Produktpalette und zahlreiche Bezahlvarianten, die den Kauf sehr angenehm machen.</p>
<h2>Die große Druckerei im Vergleich zur kleinen Offset-Druckerei</h2>
<p>Einfacher ist es, eine sehr große erfolgreiche Onlinedruckerei, in der die Maschinen dominieren, mit einem kleinen Druckereibetrieb zu vergleichen, der nur wenige Maschinen hat, dafür aber angestammte Kundenbindungen. Dieser kleine Betrieb ist im besten Fall beratungsstark und weiß genau, was seine Kunden brauchen. Er ist schnell, flexibel und bietet dem Kunden im Miteinander für dessen Erfolg wertvolle Lösungen. Daran, dass die große Onlinedruckerei aber gerade bei den austauschbarsten, kleinen und einfach zu produzierenden Drucksachen günstiger ist als er, kommt er nicht vorbei. Sie bietet online ein Höchstmaß an informationeller Verlässlichkeit und Transparenz und der normierte Vierfarbdruck ist auch nicht mal von schlechten Eltern, weil auch hier die Standards gnadenlos eingehalten werden.</p>
<h2>Der Offset-Drucker an der Front: Preisverfall gegen mittelständische Qualitäten</h2>
<p>Anstatt nur auf den Zug des Preiswettbewerbs aufzuspringen, sollte sich die Hausdruckerei auf ihre Stärken konzentrieren. Sie sollte aber auch diese Stärken kommunizieren, damit der Kunde genau weiß, warum er mehr zahlt und was er mehr dafür bekommt. Dies gelingt immer noch den wenigsten kleinen Durckereien. Und dann gibt es noch einen weiten Bereich, der geprägt ist durch Veredlungstechniken, durch Stanzungen, Prägungen und besondere Drucktechniken &#8211; hier sehe ich die größte Chance für Hausdruckereien: Selektive High-End-Qualität.</p>
<h2>Das Ausruhen in der Marktnische ist vorbei</h2>
<p>Abgrundtief standardisiert oder gnadenlos individuell? In der Nische jedenfalls kann man sich heutzutage nicht mehr solange ausruhen wie in vergangenen Zeiten. Andererseits sind die neue Digitalität und das Web als Vertriebskanal spannende Herausforderungen. Die Zukunft wird den Betrieben gehören, für die das genannte „Entweder/Oder“ nicht mehr gilt, indem sie Vorteile beider Konzepte kombinieren. Letztlich geht es an jedem Markt immer wieder neu um originelle Lösungen – Innovationsführerschaft nennt man das – und um die Anpassungsfähigkeit des Betriebes an veränderte Kundenwünsche. Spezialisierung ist auch so ein Stichwort. Es gibt bereits eine Reihe kleinerer Druckereien, die hochwertigste Laserstanzungen und Veredelungstechniken anbieten. Mit Erfolg! Meiner Meinung nach sind die Online-Druckereien jedoch bereits so weit, dass ich im Geiste diesen modernen Unternehmen ein Plus geben kann. Die Hausdruckereien haben also immer noch ihre Hausaufgaben zu machen. Ich bleibe gespannt!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Storytelling in Werbespots wird immer wichtiger</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/werbespots</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2015 10:34:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hierbei handelt es sich um einen Sponsored-Post! Telekom präsentiert &#8211; die Zukunft ist EINS! In der heutigen Zeit werden Produkte immer vergleichbarer und Konsumenten auf Grund des regen Austauschs in den Sozialen Netzwerken zunehmend kritischer. Reines Push-Marketing und das Herunterbeten von langweiligen Fakten beeindruckt heute kaum mehr einen potentiellen Käufer. Fesselnde Geschichten, Identifizierbarkeit und die &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/werbespots" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Storytelling in Werbespots wird immer wichtiger“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hierbei handelt es sich um einen Sponsored-Post!</strong></p>
<h2>Telekom präsentiert &#8211; die Zukunft ist EINS!</h2>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4481" title="T_03" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2015/01/T_03-540x296.png" alt="" width="540" height="296" /></p>
<p>In der heutigen Zeit werden Produkte immer vergleichbarer und Konsumenten auf Grund des regen Austauschs in den Sozialen Netzwerken zunehmend kritischer.<br />
Reines Push-Marketing und das Herunterbeten von langweiligen Fakten beeindruckt heute kaum mehr einen potentiellen Käufer.<span id="more-4480"></span><br />
Fesselnde Geschichten, Identifizierbarkeit und die charmante Präsentation der Inhalte können weiterhelfen. Wir wollen abgeholt werden und uns direkt in die Produktwelt hineinversetzt fühlen. Storytelling als Teil des Content Marketings bietet ideale Möglichkeiten Aufmerksamkeit zu erzeugen und ein Produkt erlebbar zu machen.</p>
<p>Je einzigartiger, prägnanter und überraschender Werbung heute ist, desto größer ist die Chance am Markt wahrgenommen zu werden. Wir wollen Geschichten aus dem wahren Leben, Geschichten, die du und ich schreiben könnten. Erst dann sind unserer Synapsen hellwach und wir sind aufnahmebereit. Kaufbereit.</p>
<p><strong>Storytelling kann diese Anforderungen erfüllen:</strong></p>
<ul>
<li>Neugier und Aufmerksamkeit wird geweckt</li>
<li>Bilder, Motive und Geschichten lassen sich einfach nachvollziehen</li>
<li>Fakten merkt sich kaum jemand</li>
<li>Herz und Geist werden stimuliert</li>
</ul>
<h2>Geschichten entwickeln</h2>
<p>Basis eines jeden guten Storytellings ist &#8211; wie könnte es auch anders sein &#8211; die Geschichte an sich. Wirkungsvolle Geschichten erzählen bedeutet hier: Leser und Kunden können sich in die Protagonisten hineinversetzen und die spezifischen Fragen zum Produkt werden spielerisch beantwortet. Im Gehirn sollte sich im Idealfall Folgendes abspielen:</p>
<ol>
<li>Werbung an</li>
<li>Gehirn: „Oh, ist ja keine Werbung, sondern eine nette Story“.</li>
<li>Synapsen sind hellwach</li>
<li>Aufnahmebereitschaft steigt</li>
<li>Wir identifizieren uns mit der Geschichte</li>
<li>Werbeinhalte werden uns passiv zugespielt</li>
<li>Wir verbinden die Marke mit einem Erlebnis</li>
</ol>
<h2>Storytelling am Beispiel Magenta EINS von Telekom</h2>
<p>Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin lüftet das Telekommunikationsunternehmen das Geheimnis.<br />
MagentaEINS führt Festnetz und Mobilfunk zusammen. Die Telekom lauscht eine komplett neue Produktwelt. Mobilfunkangebote werden künftig unter MagentaMobil und die Festnetzprodukte unter MagentaZuhause zusammengefasst. Weitere Produktwelten stehen schon in der Pipeline. Diese findet man auf den Seiten der Telekom ( http://unr.ly/1wbLRCd )</p>
<h2>Wie nutzt die Telekom das Storytelling</h2>
<p>Mutter Steffi, Vater Walter, Tochter Clara und Sohn Anton sind hier unsere Helden. Familie Heins nutzt die Möglichkeiten der modernen Telekommunikation schon ganz selbstverständlich. Der Konsument bekommt Geschichten mitten aus dem Leben (der Familie) serviert und wird sofort Teil der Erzählung. Die Story ist langfristig angelegt und wird über alle Medien-Kanäle gespielt: 45-Sekünder im TV machen neugierig. In diesem Rahmen wird Familie Heins auch auf Facebook, Twitter und YouTube aktiv sein. Sami Slimani beispielsweise, der in den Telekom Spots den Freund der Tochter spielt, ist im Internet bereits ein Star. Er hat mehr als 800.000 YouTube-Abonnenten und fast 200.000 Twitter- Follower.</p>
<p>Skurril, pointiert und immer auf den Punkt. Die Kunden &#8211; also wir &#8211; können lachen, den Kopf schütteln und mit erleben. Und genau das ist das zentrale Element: Das Erlebnis der neuen Produktwelt der Telekom. Alles richtig gemacht, oder?</p>
<p>Mittelpunkt bei der Einführung und Bekanntmachung der neuen Produkte spielt die Familie Heins. Eine Familie „wie du und ich“.</p>
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		<item>
		<title>Kleines Buch mit Kultstatus Notizbücher</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/gestaltung-design/moleskine</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2013 12:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gestaltung & Design]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Trend]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kleines Buch mit Kultstatus MOLESKINE Notizbücher „Moleskine ist das Erbe des legendären Notizbuches der Künstler und Intellektuellen der vergangenen zwei Jahrhunderte,  von Vincent Van Gogh bis Pablo Picasso, von Ernest Hemingway bis Bruce Chatwin. Ein schlichtes, schwarzes Rechteck, an den Ecken abgerundet, die von einem elastischen Band gehaltenen Vorsatzblätter, die Innentasche: ein anonymes und in seiner &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/gestaltung-design/moleskine" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kleines Buch mit Kultstatus Notizbücher“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Kleines Buch mit Kultstatus MOLESKINE Notizbücher</h2>
<p>„Moleskine ist das Erbe des legendären Notizbuches der Künstler und Intellektuellen der vergangenen zwei Jahrhunderte,  von Vincent Van Gogh bis Pablo Picasso, von Ernest Hemingway bis Bruce Chatwin. Ein schlichtes, schwarzes Rechteck, an den Ecken abgerundet, die von einem elastischen Band gehaltenen <strong>Vorsatzblätter</strong>, die Innentasche: ein anonymes und in seiner Essenzialität perfektes Objekt, mehr als 100 Jahre von einer kleinen, französischen Manufaktur hergestellt, die die Pariser Buchhandlungen belieferte,  welche von der internationalen künstlerischen und intellektuellen Avantguarde besucht wurden. Der vertraute Reisebegleiter im Taschenformat  enthielt die Skizzen, Notizen, Geschichten und Ideen, bevor diese berühmten Bilder oder Seiten geliebter Bücher wurden.“</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4148" title="Moleskine Notizbücher" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/11/Bildschirmfoto-2013-11-15-um-14.36.12-540x332.png" alt="" width="540" height="332" /></p>
<p>So beschreibt der Hersteller MOLESKINE den Ursprung und den Charakter seiner Bücher.</p>
<p>Die kleinen, vielseitigen Notizbücher von MOLESKINE sind längst zu echten Kultobjekten avanciert. Was mit einer einfachen Idee und einem einzigartigen Namen begann, ist längt eine angesehen und beliebte Marke geworden.</p>
<p>Der Name MOLESKINE stammt aus einer Geschichte, der Geschichte „Traumpfade“ von Bruce Chatwin, in welcher er über einen fiktiven Charakter spricht. Es geht hierbei um seinen Notizbuchanbieter, ein kleines Pariser Schreibwarengeschäft. Dieser Schreibwarenhändler teilte ihm 1986 mit, dass der letzte <a href="https://www.flyerpilot.de/buchkalender">Notizbuchhersteller</a> seinen Betrieb eingestellt habe. „Le vrai Moleskine n’est plus“ zu deutsch  „Das wahre Moleskine gibt es nicht mehr“ lauten die Worte des Schreibwarengeschäftes.</p>
<p>Diese Idee wurde 1997 vom kleinen Unternehmen Modo&amp;Modo in Mailand erneut aufgegriffen und dem aktuellen Zeitgeist angepasst. Die bereits im 19. Und 20. Jahrhundert in Europa so bekannten Notizbücher erlebten somit so etwas wie eine Wiederauferstehung. Zunächst wurden die Bücher ausschließlich in Italien vertrieben und das auch nur mit einer Auflage von insgesamt 5000 Exemplaren. Bald darauf begann Modo&amp;Modo SpA auch mit dem Vertrieb der Notizbücher außerhalb Italiens – zunächst in Europa und in den USA. Doch auch Japan (seit 2004)begeisterte sich für MOLESKINE, sowie inzwischen das gesamte Asien. Das Unternehmen ist inzwischen sogar an der Börse vertreten.</p>
<h2>Aus guter, alter Tradition – Wo gibt es die MOLESKINE Bücher?</h2>
<p>Die MOLESKINE Bücher gibt es primär in Buchhandlungen und speziellen Designerläden, aber auch im Original online Store kann man die kleinen Kunstwerke erwerben. Es gibt sie im klassischen Design, mit schwarzem Einband, einem Halteband außen und den gelblich gefärbten Blättern mit den abgerundeten Ecken, aber auch in trendigen Designs.</p>
<p>MOLESKINE legt hierbei besonderen Wert auf seine Geschichte und so hat jedes Exemplar in seinem Inlett die Geschichte der MOLESKINE Bücher gleich mit dabei.</p>
<h2>MOLESKINE in trendigen Designs</h2>
<p>Da sie auf so viele kreative Arten einzusetzen sind hat sich um die MOLESKINE Bücher eine richtige kreative Szene herum gebildet. Individuelle Cover-Gestaltung und der regelmäßige Austausch in der MOLESKINE Community findet regen Anklang.</p>
<p>Auch gibt es zu vielen Bereichen verschiedenste Special Editions, wie zum Beispiel von „Der Hobbit“, „Star Wars“ oder spezielle Hochzeits- MOLESKINEs. Für nahezu jeden Lebensbereich findet man vom schlichten bis zum ganz schrillen und ausgefallenen Buch alles was das Herz begehrt.</p>
<h2>In Film und Fernsehen unterwegs</h2>
<p>Auch in vielen Filmen und Fernsehserien werden gern die MOLESKINE Bücher verwendet. Unter anderem waren und sind sie in der US Serie CSI, Criminal Minds und bei Doctor Who ebenfalls des Öfteren zu sehen. Die kleinen Büchlein scheinen überall zu sein.</p>
<p>Durch die vielfältigen Möglichkeiten, ihr klassisches oder auf Wunsch auch total ausgefallenes Design, werden sie wohl noch lange Zeit nicht nur die Kreativen mit Freude erfüllen.</p>
<p>&#8222;MOLESKINE  ist ein eingetragenes Warenzeichen von Moleskine SpA&#8220;. Wenn euch Moleskine gefällt, könnte auch das Lanybook interessant für euch sein. Auch das haben wir schon getestet.</p>
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		<item>
		<title>Die Geschichte des Offsetdrucks &#8211; oder: wer überlebt permanente Innovation in der Druckbranche wie lange?</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/digitaldruck/geschichte-des-offsetdrucks</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2013 08:20:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitaldruck]]></category>
		<category><![CDATA[Druckmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Produktionstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Drucktechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gutenbergblog.de/?p=4091</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Die Geschichte des Offsetdrucks &#8211; oder: wer überlebt permanente Innovation in der Druckbranche wie lange? Investieren in immer neue Druck-Maschinen oder Spezialisierung und Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen? Marketing ist die Kunst der Unternehmensführung. Dazu gehört zu entscheiden, wo und wann eine Investition sinnvoll ist. Vor allem in Zeiten, in denen täglich eine neue Innovation &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/digitaldruck/geschichte-des-offsetdrucks" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Geschichte des Offsetdrucks &#8211; oder: wer überlebt permanente Innovation in der Druckbranche wie lange?“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Geschichte des Offsetdrucks &#8211; oder: wer überlebt permanente Innovation in der Druckbranche wie lange? Investieren in immer neue Druck-Maschinen oder Spezialisierung und Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen?</strong></p>
<p><strong>Marketing ist die Kunst der Unternehmensführung. Dazu gehört zu entscheiden, wo und wann eine Investition sinnvoll ist. Vor allem in Zeiten, in denen täglich eine neue Innovation winkt, die etwas am Arbeitsprozess verbessert. Investitionen müssen sich rechnen. Wie viel Zeit bleibt aber, damit sich eine Investition amortisieren kann?</strong></p>
<h2>1.500 Jahre von den Anfängen zu Johannes Gutenberg</h2>
<p>Die Geschichte der modernen Druckverfahren wie Buchdruck, Tiefdruck, Flexodruck, Offsetdruck oder Digitaldruck ist viel länger, als man denken mag. Sie reicht zu ihren Anfängen in Form von Stempeln zwei Jahrtausende zurück. Schon 200 v. Chr. gab es dann die Vorläufer unseres heutigen Papieres, die erste deutsche Papiermühle nahm ihren Betrieb aber erst 1390 auf. Ab 1460 schließlich entwickelt Johannes Gutenberg die ersten beweglichen Lettern, die die drucktechnische Neuzeit einleiten sollten.</p>
<figure id="attachment_4092" aria-describedby="caption-attachment-4092" style="width: 520px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4092" title="drupa2012_heidelberg_druckmaschinen" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/10/drupa2012_heidelberg_druckmaschinen.jpg" alt="" width="520" height="260" /><figcaption id="caption-attachment-4092" class="wp-caption-text">Heidelberg-Flaggschiff Speedmaster XL 106 für das 70&#215;100-Format auf der letzten Drupa. Gefragt waren Varianten mit UV-Technologie für den Verpackungsdruck, den das Internet nie überflüssig machen wird. Zu den Kunden zählen auch Web-to-Print-Unternehmen, bei denen es auf äußerste Schnelligkeit ankommt. Copyright: obs/Heidelberger Druckmaschinen AG</figcaption></figure>
<p><span id="more-4091"></span></p>
<h2>Die letzten drei Jahrzehnte: Permanente Innovation in der grafischen Industrie</h2>
<p>Bedenkt man den Verlauf dieser langen Zeit, in der Technik, Kultur und Medien zueinander fanden und sich gegenseitig bedingen sollten, mutet die Zeitspanne zwischen 1980 und heute wie eine zu vernachlässigende Größe an – und doch haben sich Druck-Branche, die grafische Branche und die Kommunikations-Branche so schnell verändert wie nie. Nicht nur durch das Internet, auch wegen den Durchbrüchen bei chemischen Prozessen, bei der Farbenherstellung, bei der Lasertechnologie und dem Maschinenbau.</p>
<h2>Drucktechnik heute: Alles oder nichts betriebswirtschaftlich gedacht</h2>
<p>Bei den Bits und Bytes gilt das digitale Alles-oder-Nichts-Prinzip „1 oder 0“. Dieser Grundgedanke findet sich bereits in analogen Druckverfahren wie der Lithografie. Ab 1798 wurde mit Fettkreide auf Kalksteinplatten gezeichnet, ursprünglich um Texte und Noten zu vervielfältigen. Dabei nimmt die Kreide die Farbe an, der feuchte Stein stößt sie ab – ein Prinzip, das im Offsetdruck fortgeführt werden sollte: Abstoßung und Anziehung für bedruckte und unbedruckte Flächen. Alles oder nichts. Manch ein Druckerei-Inhaber mag heute meinen, darum ginge es auch wirtschaftlich immer mehr – oder nur noch.</p>
<h2>Vom Desktop-Publishing zur Durch-Digitalisierung des Offset-Druck-Workflows</h2>
<p>Die 1980er-Jahre &#8211; das waren die Anfänge des Desktop-Publishing mit den ersten WYSIWYG-Darstellungen, mit Laserdruckern, Postscript als Seitenbeschreibungssprache, Postscript-Schriften, mit ersten Versionen von Adobe Illustrator oder Aldus PageMaker. Erst wurde die Reinzeichnung grafischer Entwürfe digital, dann die Druckvorstufe, inzwischen stehen in Druckereien voll automatisierte Offsetdruckmaschinen, in denen die Druckplatten direkt belichtet werden. Die drucken nicht nur 6-farbig, sondern stanzen auch, drucklackieren oder UV-lackieren. Es gibt Hybridmaschinen, die <a href="https://www.flyerpilot.de/">Offsetdruck</a> und Digitaldruck vereinen oder Offsetdruck mit Flexodruck kombinieren &#8211; zum Beispiel für die Verpackungsproduktion. Der Digital-Inkjetdruck kann in dieser technischen Verschmelzung seine Vorteile bei der Individualisierung der Drucksachen ausspielen. All das in wenig mehr als 30 Jahren.</p>
<h2>Beispiel Kolbe-Coloco Spezialdruck: 200 Jahre Drucktechnik im Schnelldurchlauf</h2>
<p>Eine Kurz-Übersicht über die bald 200jährige Geschichte der Druckerei Kolbe Druck, die ihre Nische in Spezialdrucktechniken, Verpackungsdruck und Sonderprodukten gefunden hat, zeigt exemplarisch die Entwicklung:<br />
1828 als Buchbinderei gegründet<br />
1879 Buchdruckerei<br />
1911 Erste fußbetriebene Druckmaschine<br />
1960 Offsetdruck<br />
1972 Erste 4-Farben-Offset-Maschine<br />
1975 UV-Technologie im Offsetdruck<br />
1982 Sicherheitsplaketten-Produktion für Kraftfahrzeuge, Prägeholografie<br />
1987 Patent auf Siebdruck zur Herstellung von ertastbaren Symbolen.<br />
1990 2 Rotationsdruckmaschinen für den Buchdruck und Flexodruck<br />
1991 Elektronische Bildverarbeitung<br />
1996 Linsenraster-Technologie für Wechselbilder, Bewegungsabläufe und 3-D Bilder<br />
2000 Anschaffung einer 6-Farben-Rotationsbuchdruckmaschine in 400er Breite.<br />
2001 5-Farben-Bogen-Offset-Maschine mit Lackwerk und UV-Trocknung.<br />
2002 Digitales Drucksystem. Entwicklung der Folienkaltprägung für Rollenetiketten.<br />
2004 Verkauf des Unternehmens an die Invest Equity.</p>
<h2>18.000 Bogen pro Stunde: Offsetdruck im Geschwindigkeitsrausch</h2>
<p>Nach Bogen-Offsetmaschinen, die 12.000 Bogen pro Stunde druckten, sind nun 18.000 möglich. Wer hier die Geschwindigkeit in der gesamten Fertigungskette halten will, muss viele Weiterverarbeitungsaggregate nachschalten. Auch die Rüstzeiten der Druckmaschinen haben sich verringert. Neuartige Farben, die exaktere Reproduzierbarkeit von Druckergebnissen, neue Verfahren und Materialien sparen Kosten, schonen die Umwelt und wirken auch in Bezug auf den CO2-Ausstoß nachhaltiger.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//www.youtube.com/embed/1dHD9pVlYAI" width="540" height="304" frameborder="0"></iframe><br />
Plattenwechseln und reinigen – vollautomatisch bei der Roland 700.</p>
<h2>Neue FM-Druckraster-Technologie in den 1990er-Jahren</h2>
<p>Die Digitalisierungs-Pionierarbeit der 1980er-Jahre hatte Folgen in vielen Bereichen: In die 1990er-Jahre fällt z.B. die Entwicklung des frequenzmodulierten FM-Rasters, das bei einheitlicher Rasterpunktgröße den Punktabstand variierte und dadurch Darstellungen detaillierter und in einem erweiterten Farbraum wiedergeben kann, sowie Moirés als störende Interferenz-Muster ausschließt. Das FM-Raster &#8211; auch „Crystal-Raster“ oder „Diamond Screening“ genannt &#8211; konnte aber das alt hergebrachte amplitudenmodulierte AM-Raster, das mit gleich bleibenden Rasterpunktabständen aber mit variablen Punktgrößen arbeitet, nicht verdrängen, auch weil es größere Farbflächen nicht so konsistent wiedergab bzw. eine wiederholbares Druckergebnis erschwerte. Man wird sehen, inwieweit sich das FM-Raster in Zeiten der CtP-Technologie, von Computer to Plate und Computer to Press weiter durchsetzen kann. Eine Lösung, die beide Technologien vereint, ist das XM-Raster, ein Hybridraster, das beide Technologien verbindet. In den mittleren Tönen kommt ein herkömmliches AM-Raster zum Einsatz, nämlich dort, wo das FM-Raster zur Körnigkeit neigt, bei Lichtern und Tiefen wird in einem weichen Übergang ein FM-Raster genutzt. Das FM-Raster war ein angesagtes Thema, es wurde in neue Belichter investiert. Heute hört man nicht mehr viel davon.</p>
<p><strong>Alt gegen neu: Tiegel-Stanze contra Laser-Stanze</strong></p>
<p>Aber auch der Buckdruck als Technik ist nicht ganz verschwunden. Zumindest stehen in vielen Druckereien noch Tiegel, mit denen gestanzt und genutet wird. Die Laserstanze, die viel filigranere Motive auf unterschiedlichsten Materialien ermöglich, hat dieses alte Verfahren nicht abgelöst. Der Laser, der aus Papier und Pappe die Motive schneidet, ist ein weiteres digitales Ausgabeinstrument geworden, auch andernorts, wo er im Tiefdruck Zylinder graviert oder Druckplatten belichtet. Immer neue Innovationen entwickeln die Technik weiter.</p>
<p><strong>Druck-Hologramme für Sicherheit und ein visuelles Erlebnis</strong></p>
<p>Überhaupt leben wir nicht nur in den Zeiten von Mehrfarbigkeit und Veredelung diverser Drucksachen durch matte oder glänzende Drucklacke oder durch UV-Lack, immer hochwertigere Drucksachen sind inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden. Dazu zählen Kaltfolienprägung und Heißfolienprägung, Druckhologramme für die Ästhetik oder Hologramme für mehr Produktsicherheit, die nicht mehr zerstörungsfrei abgelöst werden können.</p>
<p><strong>Thermoreliefdruck und der wasserlose Offsetdruck</strong></p>
<p>Es gibt aber auch recht alte Verfahren, die immer noch ihren Charme haben. Ende der 1970er Jahre gelangte der Thermoreliefdruck &#8211; auch Thermodruck genannt &#8211; zu uns. Als Alternative zur Prägung mit ganz eigener Ästhetik gedacht, wird ein Granulat geschmolzen und steht deutlich erhaben und mit strukturierter Oberfläche auf dem Papier. Aus dieser Zeit stammt auch der wasserlose Offsetdruck, der eine weitaus größere Konturenschärfe des Rasterpunktes zulässt. Damit waren im Gegensatz zum damalig verbreiteten 60er-Raster (60 Linien/cm) oder maximal 80er-Raster, Raster mit 150 L/cm und mehr möglich, die so fein sind, dass ein Punkt mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//www.youtube.com/embed/Kd9b3imK0AQ" width="540" height="304" frameborder="0"></iframe><br />
Die Heidelberg XL75 mit integrierter Farbmessung für mehr Druckergebnisstabilität und mit Dispersionslackwerk</p>
<h2>Sicherheitsdruck, Sonderfarben oder Spezialbeschichtungen als Druck-Spezialitäten</h2>
<p>Die Liste der innovativen und immer weiter optimierten Druckverfahren und Technologien ließe sich schier unendlich erweitern, ob im Bereich der Sicherheit von Banknoten, wo es stets darauf ankommt, möglichen Fälschern eine Nasenlänge voraus zu sein, vor allem aber auch, weil der Konsument Neues sehen möchte, weil visuelle Attraktionen gefordert sind, wie Hologramme, Prägungen, Lacke, Sonderfarben und Spezialbeschichtungen oder Besonderheiten wie der Siegelmarkendruck, die immer noch den besonderen Reiz einer Drucksache ausmachen können.</p>
<h2>Innovationszyklen in der Druckbranche in immer kürzeren Abständen</h2>
<p>Wer sich die zeitliche Abfolge über die Jahrhunderte und speziell in den letzten hundert Jahren ansieht, muss zu dem Schluss kommen, dass die Innovationszyklen in allen Bereichen nicht nur immer kürzer werden, sie künden inzwischen von einer permanenten Umwälzung. So, als wollte eine Errungenschaft die andere überholen. Wer will da noch mit seinen Investitionen mithalten? Innovationen schaffen neue Märkte aber in investitionsintensiven Branchen braucht man auch genügend Zeit, um die Investition zu refinanzieren. Die Frage ist also z.B.: „Nutze ich den alten Tiegel zum Stanzen oder leiste ich mir die Laserstanze?“</p>
<p>All die Verlockungen der technischen Möglichkeiten dürfen nicht verschleiern, dass nicht nur die Druckerei als multimediales Medienhaus gefordert ist, sondern auch als Unternehmen mit Marketingorientierung, das seine Nische finden muss &#8211; um seine Möglichkeiten zu nutzen.</p>
<figure id="attachment_4093" aria-describedby="caption-attachment-4093" style="width: 520px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4093" title="Neue Heidelberg Linoprint C 901" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/10/linoprint_c901_heidelberg_druckmaschinen.jpg" alt="" width="520" height="260" /><figcaption id="caption-attachment-4093" class="wp-caption-text">Seit dem letzten Jahr bietet Heidelberg das Digitaldrucksystem von Ricoh für den Druck kleiner Auflagen unter dem Namen Heidelberg Linoprint C 901 an. Copyright: obs/Heidelberger Druckmaschinen AG.</figcaption></figure>
<h2>Mehrwert, Nutzenaspekte und Innovationen im Offsetdruck</h2>
<p>Neue Techniken setzen sich dann durch, wenn sie einen Mehrwert bieten. Mehrwert bedeutet für den Käufer von Drucksachen, dass er andere Möglichkeiten hat, dass ihm Techniken einen erfahrbaren Nutzen bieten. Das, was für die Drucktechnik gilt, kann man verallgemeinern. Ob beim rasanten Wettlauf bei den Smartphones oder bei den Browsern, die in immer kürzeren Intervallen immer neue Funktionalitäten bieten oder beim Motorsport der Formel I: Überall wird versucht mit Innovationen Nutzenaspekte zu schaffen, die die neue Technik ermöglicht.</p>
<h2>Was haben Smartphones, die Formel I und das Druckgewerbe gemeinsam?</h2>
<p>Bei der Formel I geht es um Schnelligkeit, bei den Smartphones um die Integration immer neuer Features, die in den verschiedenen Lebensbereichen des Nutzers Verwendung finden, schwerpunktmässig um Kommunikation und Fotografie. Aber auch audiovisuelle Features und generell die Vernetzung spielen eine Rolle. Das Smartphone ist das Paradebeispiel für eine integrierte multifunktionale Technologieansammlung, die entfernt auch an die Umorientierung im klassischen Druckgewerbe erinnert &#8211; wandelt sich doch der Offsetdrucker um die Ecke schneller als gedacht zum multimedialen Dienstleister zwischen Offsetdruck, Digitaldruck und elektronischen Darreichungsformen. Auf die Mischung kommt es an.</p>
<h2>Die vielen Seiten der digitalen Druckwelt</h2>
<p>Die Welt hat sich aufgespalten in eine materielle Seite, die der Offsetdruck immer schon war, und eine Daten-Seite, in der die Welt in Bits und Bytes decodiert ist. Bits und Bytes, aus den druckfähige PDF-Dateien werden können, Fotoabzüge oder Fotobücher und auch andere Artikel in Kleinstauflagen. Oder Webseiten, CD-ROMs, Flashanwendungen, Filme, Fotoarchive und vieles andere mehr.</p>
<figure id="attachment_4094" aria-describedby="caption-attachment-4094" style="width: 520px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-4094" title="Innovation Gallery" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/10/cristala_konzept_heidelberg_druckmaschinen.jpg" alt="" width="520" height="260" /><figcaption id="caption-attachment-4094" class="wp-caption-text">Mit dem Kreativ-Konzept &#8222;Cristala&#8220; sind neue Veredelungseffekte möglich, die stark akzentuierten Glanz erzeugen. Die gedruckte Schallplatte besticht durch feine Strukturen auf dem Bedruckstoff, die den Eindruck einer geprägten Struktur vermitteln. Copyright: obs/Heidelberger Druckmaschinen AG.</figcaption></figure>
<h2>Verdrängungswettbewerb im Drucksegment</h2>
<p>In der kleinen bis mittelständischen Druckerei war früher eine Zweifarbenmaschine eine Art Lebensinvestition. Dass neue Maschinen irgendwann angeschafft werden müssen, war mit auf der Rechnung, z.B. um Mehrfarbigkeit und allgemein die Produktivität zu gewährleisten. Was aber, wenn die Produktlebenszyklen eines Investitionsgutes wie einer Druckmaschine immer kürzer werden und die Märkte immer kurzintervallliger? Wer mithalten will, muss investieren, um weiter marktgerecht produzieren zu können aber wo ist die betriebswirtschaftliche Grenze des Einkaufes immer neuer Innovationen erreicht? Zumal die Standardisierung von Druckerzeugnissen und Produktions-Workflows über Onlinedruckereien, die keine Präferenzstrategie, sondern eine Preis-/Mengen-Strategie verfolgen, den alt hergebrachten Markt erheblich durcheinandergebracht haben.</p>
<h2>Individualisierung bei den Offsetdruck-Produkten gegen Normierung</h2>
<p>Innovationszyklen mitmachen konnten immer schon die Erfolgreichen. In einem Markt, in dem ein permanenter Verdrängungswettbewerb herrscht, findet eine Konzentration statt, das heißt, der Markt bereinigt sich – und das stärker als früher. Wenige bleiben und mehr fallen durch das Raster. Es ist ein Raster des Erfolges und der Anteilnahme an Innovationen. Große Onlinedruckereien haben erkannt, dass Prozesssicherheit innerhalb eines konsistenten Workflows auch eine Kunst sein kann. Es ist die Kunst der kurzen optimalen Durchlaufzeiten, der Auftragsbündelung, der Organisation über JDF-Dateien, in die zunehmend das Betriebswirtschaftliche (wie die Nachkalkulation) integriert wird, des schnellen Druckes auf immer größeren Bögen, die Kunst der knappen Kalkulation, der punktgenauen Logistik – vor allem aber die Kunst der Standardisierung. Aber das ist die Krux: im optimierten massenfertigenden Workflow bleibt wenig Platz für Sonderwünsche. Zwar diversifizieren große Onlinedruckereien ihre Produkte zunehmend, bieten Veredelungen und mehr Papierarten, auch Nischen- und Kleinprodukte – aber dennoch bleibt das Angebot normiert.</p>
<h2>Kreativität bei der Unternehmensführung gegen austauschbare Dienstleistungen</h2>
<p>Das ist der Ansatzpunkt für kleine Druckereien: eine individuelle Beratung z.B. bei Papierarten. Besondere Veredelungstechniken, die nicht jeder bietet, und Kreativität bei der Darstellung der Dienstleistungspalette schaffen die Nische. Mitunter unter Einsatz des alten Tiegels innerhalb eines modernen digitalen Workflows. Denn der Kunde selbst ist noch analog geblieben, auch wenn er digitale Daten schickt.</p>
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		<title>Lanybook. Cooles Book.</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/lanybook</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2013 13:52:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ihr wisst, hasse ich es eigentlich Produktreviews zu schreiben. Als Betreiber des Gutenberg Blogs werde ich nämlich mit solchen Anfragen überschüttet. &#8222;Marc, könntest du über dieses mega-tolle Produkt schreiben, bitte mit Link?!&#8220; Ich lehne in 99,9 % der Fällen ab oder ignoriere solche Anfragen einfach. Lanybook hat mir auch so eine Anfrage geschickt. Aber &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/lanybook" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Lanybook. Cooles Book.“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ihr wisst, hasse ich es eigentlich Produktreviews zu schreiben. Als Betreiber des Gutenberg Blogs werde ich nämlich mit solchen Anfragen überschüttet. &#8222;Marc, könntest du über dieses mega-tolle Produkt schreiben, bitte mit Link?!&#8220; Ich lehne in 99,9 % der Fällen ab oder ignoriere solche Anfragen einfach.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4017" title="Lanybook" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/06/DS_Tucson_USB_A5-540x229.png" alt="" width="540" height="229" /><span id="more-4016"></span><br />
Lanybook hat mir auch so eine Anfrage geschickt. Aber nicht via E-Mail, sondern Lanybook hat mir dasProdukt gleich liebevoll zugeschickt. Zugegeben &#8211; auch das passiert sehr oft. Aber mich hat sofort die gesamte Aufmachung interessiert. Glitzernder USB-Stick am Notizbuch &#8211; super praktisch, super Idee.<br />
Da ich Molekskine-Fan bin und gerne zu einem oldschool Notizbuch greife, hat Lanybook einen echten Reiz auf mich. Langweiliger Imitationsversuch von Molekskine? Ganz und gar nicht!</p>
<h2>Lanybook vs. Molekine</h2>
<p>Ich muss zugeben, dass Lanybook eine echte Alternative ist. Für alle, denen Molekine zu dröge und &#8222;Design-Projekt-Pitcher-Mäßig&#8220; ist &#8211; schaut euch das Teil unbedingt hat.</p>
<p>Wertiger Ledereinband. Kleine, unaufdringlich wirkende Farbtupfer. Ein cooler USB-Stick und ansonsten sieht das ganze Teil wesentlich besser aus wie ein Molekine. Ehrlich. Moderner.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-4018" title="Lanybook vs Moleskine" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2013/06/TheOneIII_A5-540x235.png" alt="" width="540" height="235" /></p>
<p>Weitere Infos: Ein internationales Designerteam arbeitet an der Entwicklung der so vielfältigen wie vielseitigen Weg- begleiter. Die Produktion der LANYBOOK-Produkte erfolgt beim renommierten Kalenderhersteller Lediberg nahe Mailand.</p>
<p>Die ausschließliche Verwendung von hochwertigen Covermaterialien und FSC-zertifiziertem Papier findet vorrangige Beachtung bei der Produktion. Die vielfarbigen Bänder zum praktischen Verschließen sowie die edlen Buttons, die an den Verschlussbändern befestigt werden, sorgen für tolle Funktionalität. Einfach anfragen bei <a href="https://www.flyerpilot.de/">Flyerpilot</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Design-Tagebuch: „VALUES!“ &#8211; Trendige Tagebücher</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/design-tagebuch</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 12:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung & Design]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Suche nach neuen Idealen prägt unsere Generation. Welche Werte und Tugenden haben heute noch Relevanz – religiös, moralisch, geistig oder persönlich? Die Hamburger Agentur EIGA und der Norman Beckmann Verlag haben ihren neuen Designkalender für 2013 veröffentlicht. Diesmal trägt das Trend Diary den Namen „VALUES!“ und widmet sich ganz dem Thema „Design für immaterielle &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/design-tagebuch" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Design-Tagebuch: „VALUES!“ &#8211; Trendige Tagebücher“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Suche nach neuen Idealen prägt unsere Generation. Welche Werte und Tugenden haben heute noch Relevanz – religiös, moralisch, geistig oder persönlich?</strong></p>
<p><strong>Die Hamburger Agentur EIGA und der Norman Beckmann Verlag haben ihren neuen Designkalender für 2013 veröffentlicht. Diesmal trägt das Trend Diary den Namen „VALUES!“ und widmet sich ganz dem Thema „Design für immaterielle Werte“.</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-3753" title="Gutenberg Blog_Design-Tagebuch" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/09/Eiga-values_01-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></p>
<p><strong>Und das Beste: Wir verlosen ein Exemplar des Design-Tagebuchs auf dem Gutenberg Blog. <strong>Kommentiert einfach diesen Artikel (unten) und erklärt uns, was euch besonders gut an diesem Diary gefällt. Dann könnt ihr sehr, sehr gerne noch diesen Beitrag sharen, liken, tweeten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></strong><span id="more-3752"></span></p>
<p>Während Design für „materielle Werte“ laut und allgegenwärtig ist, gehen ethische Werte, die ein Bild von Glauben, Familie, Tugend und moralischen Idealen zeichnen, im medialen Überfluss zunehmend unter.</p>
<h2>Design-Tagebuch &#8211; das erwartet euch!</h2>
<p>Auch in dieser Ausgabe bekommen wieder 53 Gestalter aus aller Welt als Wochenmotiv ein besonderes Podium im exklusiven Designkalender. Wie in allen vielfach ausgezeichneten Trend Diaries spielen auch in diesem Projekt experimentelle Typografie und wegweisendes Grafik Design eine zentrale Rolle. Eigens für dieses Projekt haben die Gestalter von EIGA eine Schrift entwickelt, deren fraktale Zeichen sich – wie das Werteempfinden einer Gesellschaft – immer wieder neu zusammenfügt. Darüber hinaus entstanden für die Kalenderwochen individuelle Kalendarien, die Bezug auf die jeweils vorgestellte Arbeit nehmen, sich jedoch dennoch einem einheitlichen Gestaltungsprinzip unterordnen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-3755" title="Gutenberg_Druckblog_Gewinnspiel" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/09/Eiga-values_08-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></p>
<p>Der Kalender erscheint diesmal mit 4 Covervarianten und einer integrierten Stickerseite, die zum individuellen Gestalten des Titels einladen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-3756" title="Design-Tagebuch_Gutenbergblog" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/09/Eiga-values_12-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></p>
<p>Unterstützung findet das Designkalenderprojekt erneut durch namhafte Partner aus Druck, Papierhandel und Veredelung. Erhältlich ist das Trend Diary 2013 (ISBN: 978-3-939028-33-8) sowie die Vorjahresausgaben direkt beim Norman Beckmann Verlag unter www.nbvd-shop.de, im Onlinebuchhandel sowie über den stationären Buchhandel.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-3757" title="Design-Tagebuch auf dem Gutenberg Blog Druckblog" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/09/Eiga-values-overview-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Wann erscheint die letzte gedruckte Tageszeitung?</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/letzte-gedruckte-tageszeitung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 09:16:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandaktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Print stirbt? Ein Besuch im IZM wirft viele Fragen auf! Das Ende der gedruckten Tageszeitung, es ist für viele Experten beschlossene Sache. 2034 oder 2035? Allein der genaue Zeitpunkt sei noch offen. Erstaunlich genau, diese Prognosen. Eines steht fest: Das endgültige Aus der Printmedien wird die mediale Zeitenwende so früh nicht bringen. Während sich Formate &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/letzte-gedruckte-tageszeitung" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wann erscheint die letzte gedruckte Tageszeitung?“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Print stirbt? Ein Besuch im IZM wirft viele Fragen auf!</h2>
<p><strong>Das Ende der gedruckten Tageszeitung, es ist für viele Experten beschlossene Sache. 2034 oder 2035? Allein der genaue Zeitpunkt sei noch offen. Erstaunlich genau, diese Prognosen. Eines steht fest: Das endgültige Aus der Printmedien wird die mediale Zeitenwende so früh nicht bringen. Während sich Formate und Auflagen ändern, leiden die großen Verlagshäuser im Prozess der allgemeinen Vernetzung und machen oft die Rechnung ohne den selbstbestimmten Leser. Dabei ist die Koexistenz gedruckter und digitaler Massenmedien längst Realität, und wird es auch noch lange bleiben. </strong></p>
<p><span id="more-3529"></span><br />
Oskar von Forckenbeck muss ein belesener Mann gewesen sein. Davon ist zumindest auszugehen. Schließlich war der zeitweilige Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Rheine im 19. Jahrhundert ein passionierter Sammler von Tageszeitungen. Seine private Sammlung von 80.000 Exemplaren wurde bereits 1886 erstmals in Aachen ausgestellt, seit 1931 ist sie fester Bestandteil im Internationalen Zeitungsmuseum (IZM), das seinen Standort im „Großen Haus von Aachen“ in Deutschlands westlichster Großstadt hat.</p>
<h2>Interaktiv: Wie läuft Leserbeteiligung?</h2>
<p>Aktive Leser, die gab es bereits zu Forckenbecks Zeiten und auch im darauf folgenden Jahrhundert. Auf Papier, denn Social Media war noch nicht erfunden, statt Kommentarfunktionen im Blog gab es den klassischen Block, für persönliche Notizen. Vorläufer des Web 2.0? Das war vor allem der allseits beliebte Leserbrief, der nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben musste. Wer heute das IZM durchforstet oder im riesigen Online-Archiv  blättert, der landet zwangsläufig bei Themen wie diesen.</p>
<p>Gerade das macht den medienpädagogischen Wert dieses Museums aus, das zurzeit den Umbau eines historischen Gebäudes zum Multimedia-Tempel erlebt. Bereits im Juli 2011 fand die offizielle Eröffnung des umgestalteten Bauwerks statt, der Förderverein mit Meike Thüllen möchte ab August 2012 sein komplettes Programm anbieten können. Hier liegt der große Reiz eines Besuchs im IZM, das Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp zur Neueröffnung als „Teil des Gedächtnisses unserer Zivilisation“ bezeichnete: Auch Einzelbesucher können aus der Mediengeschichte für die Zukunft der Informationsgesellschaft lernen: Jeden Sonntag finden in Aachen von 14 – 15 Uhr Führungen statt, der Preis dafür ist im Eintrittsgeld enthalten.</p>
<h2>Ist Print wirklich tot?</h2>
<p>Wann wird die letzte Tageszeitung auf Papier gedruckt? An diese Frage wagen sich vor diesem Hintergrund zurzeit vor allem mutige Wissenschaftler und um Profilierung ringende Nachwuchskräfte in zumeist brancheninternen Diskussionen. Nicht selten werden hierzu Marktanalysen US-amerikanischer Unternehmensberatungen in Deutsche übersetzt, die Ergebnisse mehr oder weniger 1:1 auf die europäische Situation übertragen.</p>
<p>Klaus Meier hat sich immerhin die Mühe einer eigenen Excel-Berechnung gemacht. Statistiker werden den Journalistik-Professor  bereits dafür müde belächeln, der Inhalt der Tabelle birgt aber den eigentlichen Diskussionsstoff: Mit den sinkenden Auflagenzahlen gedruckter Tageszeitungen  in Deutschland aus den letzten zwanzig Jahren hat Meier errechnet, dass exakt 2034 Feierabend ist. Eine sehr willkürliche Analyse, schließlich ist der Verlauf des Zeitungssterbens alles andere als linear, eine Unmenge von Einflussfaktoren wie technische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen kommen ins Spiel.</p>
<h2>Was macht der selbstbestimmte Leser?</h2>
<p>An dieser Stelle kurz ein paar persönliche Anmerkungen: Der Autor dieser Zeilen hat seine ersten Schritte als Redakteur vor zwanzig Jahren gemacht, in einer kleinen Zeitungsredaktion des Ruhrgebiets. Die Ausgabe des nächsten Tages musste ich als junger Student auf Papier planen, mithilfe eines sogenannten Seitenspiegels. Fotos durfte ich mit einem Schneidegerät bearbeiten, eintüten und bis 17 Uhr per Kurier in ein Pressehaus bzw. die Druckerei schicken. Danach ging an Wochentagen gar nichts mehr, der Luxus heutiger Redaktionsprogramme und Schnittstellen lag in weiter Ferne.</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser rasanten Entwicklungen möchte ich mir die Prognose zur letzten gedruckten Tageszeitung einfach nicht anmaßen. Die Medienlandschaft des Jahres 2012, sie lag 1992 jenseits der Vorstellungskraft. Wer will also heute sagen, wie es 2032 aussehen  wird? In der brancheninternen Diskussion wird zudem vor allem einer außer Acht gelassen: der selbstbestimmte Leser, der in der Informationsgesellschaft eine Fülle von Medien und Kommunikationswegen zur Verfügung hat und längst selbst zum Produzenten geworden ist. Die Koexistenz gedruckter und digitaler Medien ist seit den nuller Jahren Realität geworden, warum sollte sich das bald ändern?</p>
<h2>Abschließend daher einige Fragen und Denkanstöße:</h2>
<p>&#8211; Die letzten Tageszeitung? Geht es dabei wirklich um die Frage „Print oder Online?“ Oder stirbt an Ende ein ganzes Format, unabhängig von Druckerzeugnissen und Lesegeräten?</p>
<p>&#8211;  Do you read me? Birk Grüling hat im Gutenbergblog aufgezeigt, wie populär Fachzeitschriften im Print-Format sind. Sind Print-Magazine mit regionalen Themen die Tageszeitungen der Zukunft?</p>
<p>&#8211;  Reizüberflutung: Der Mensch des 3. Jahrtausends ist ihr ausgesetzt, die Verkürzung von Information und Kommunikation ist via Smartphone für viele Menschen Alltag. Wer kann vor diesem Hintergrund bereits heute sagen, dass sich zusätzlich relativ „neue“ Endgeräte wie etwa das iPad von Apple wirklich auf dem Markt behaupten?</p>
<p>&#8211; Die Verschmelzung der Formate: In zehn Jahren werden internetfähige Fernseher Standard sein. Welchen Platz haben dann noch Tablets, auf die klassische Verlage mit der Devise „Online first“ in ihren Modellen der Zukunft setzen?</p>
<p>&#8211; Qualität. Wer definiert die Überlegenheit von Online-Medien gegenüber Print-Medien? Kann ein tragbarer Computer das haptische Erlebnis eines Qualitätsmagazins bieten?</p>
<p>Fragen, die sich für die Zukunft unserer Medienwelten und die Druckbranche stellen. Wer sich damit beschäftigt, dem sei ein Ausflug nach Aachen empfohlen.</p>
<p><strong>Internationales Zeitungsmuseum (IZM)</strong></p>
<p>Pontstr. 13<br />
52062 Aachen<br />
Tel. +49 241 432 4910<br />
izm&#64;mai&#108;&#46;&#97;ach&#101;&#110;&#46;&#100;e</p>
<p>Öffnungszeiten:</p>
<p>Di – So 10 – 18 Uhr<br />
Mo geschlossen</p>
<p>Öffentliche Führung:<br />
Sonntags 14 – 15 Uhr</p>
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		<title>Interview mit Intro-Geschäftsführer Matthias Hörstmann für gutenbergblog</title>
		<link>https://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/intro-matthias-horstmann</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 07:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Trendscout]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gutenbergblog.de/?p=3468</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als Druck- und Medienblog beschäftigen wir uns heute mit dem Medium &#8222;Musik&#8220;. Viel Spaß dabei! Wie habt ihr mit Intro angefangen? Matthias Hörstmann: Der Ursprung und Antrieb zum Start vom Intro ist einfach zu erklären: Ich wollte mich und meine Begeisterung als leidenschaftlicher Musik-Fan möglichst vielen Menschen mitteilen – und habe dafür neben meiner Tätigkeit &#8230; <a href="https://www.gutenbergblog.de/tipps-tricks/intro-matthias-horstmann" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Interview mit Intro-Geschäftsführer Matthias Hörstmann für gutenbergblog“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als Druck- und Medienblog beschäftigen wir uns heute mit dem Medium &#8222;Musik&#8220;. Viel Spaß dabei!</strong></p>
<p><strong><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-large wp-image-3469" title="Gutenberg Blog_Matthias Hörstmann" src="https://www.gutenbergblog.de/wp-content/uploads/2012/03/MH_191211-195-540x674.jpg" alt="" width="540" height="674" /><br />
</strong></p>
<p><strong>Wie habt ihr mit Intro angefangen?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Der Ursprung und Antrieb zum Start vom Intro ist einfach zu erklären: Ich wollte mich und meine Begeisterung als leidenschaftlicher Musik-Fan möglichst vielen Menschen mitteilen – und habe dafür neben meiner Tätigkeit als DJ und Konzert-Booker/Veranstalter im Landkreis Osnabrück nach einem weiteren &#8222;Sprachrohr&#8220; gesucht.Das erklärt auch die ungewöhnliche Idee für den Start eines kostenlosen &#8222;Fanzine&#8220; – denn so konnte ich direkt viel mehr Leser/Musik-Interessenten/Gleichgesinnte erreichen! Der Name &#8222;Intro&#8220; steht bezeichnenderweise für das Ursprungs-Vorhaben &#8222;neue Musik vorzustellen&#8220; (engl.: &#8222;to introduce&#8220;), statt mit dem Prinzip journalistischer Überheblichkeit andere &#8222;belehren&#8220; zu wollen.<span id="more-3468"></span></p>
<p><strong>Gab es damals schon langfristige Pläne?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Das sich alles so erfolgreich entwickelt hat, war keinesfalls absehbar. In den ersten Jahren wurde Intro vielfach belächelt. Dies hat mir zusätzlichen Antrieb und einen noch stärkeren Glauben und Willen gegeben, nicht aufzugeben, sondern zu kämpfen und an der Berufung und Vision festzuhalten. In jedem Fall war ich damals in gewisser Weise glücklicher und stolzer, als es mir bewusst war. Nur so ist zu erklären, wie ich die enormen Strapazen und finanziellen Risiken auf mich genommen habe. Ich habe einfach nur gemacht, war buchstäblich &#8222;BESESSEN &amp; GETRIEBEN&#8220;! Eins steht fest: Ohne die große Bereitschaft zur ehrenamtlichen/unentgeltlichen Mitarbeit – nach dem Motto: &#8222;just for fun&#8220; – und den Antrieb, &#8222;aus purer Lust und Leidenschaft&#8220; mit Gleichgesinnten etwas auf die Beine zu stellen, einfach nur &#8222;mitmachen/mitgestalten&#8220; und die eigene Begeisterung/Euphorie (mit)teilen zu wollen, ohne dafür die klassischen Voraussetzungen/Qualitäten/Referenzen erfüllen zu müssen, um sich erst damit für einen &#8222;normalen&#8220; und entsprechend bezahlten Job (egal ob als Autor, Redakteur, Anzeigenverkäufer oder Vertriebshelfer) qualifiziert zu haben, hätte es Intro nicht gegeben.</p>
<p><strong>Was waren aus deiner Sicht die Meilensteine in der Entwicklung des Intro?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Generell kann die &#8222;Intro-Geschichte/Evolution&#8220; in drei &#8222;Episoden/Entwicklungsphasen&#8220; mit direktem Bezug auf die jeweiligen Standorte dargestellt werden:</p>
<p>1991-94: &#8222;Frühphase: Hobby zum Beruf gemacht&#8220; &#8211; &#8222;Homestory auf dem Bauernhof&#8220; (inkl. lustiger Anekdoten, die zu legendären Ereignissen wurden),</p>
<p>1995-99: &#8222;Professionalisierungs- und Etablierungs-Phase&#8220; &#8211; Bezug des ersten &#8222;echten&#8220; Büros mit Festanstellungen in der &#8222;Großstadt&#8220; Osnabrück,</p>
<p>2000-12: &#8222;Expansionsphase&#8220; &#8211; Intro zieht in die Metropolen (erst Köln, dann auch Berlin) und behauptet dort seine Position als &#8222;Marktführer und Meinungsmacher&#8220;. Aus den zahlreichen Aktivitäten und Verlags-Nebengeschäften entwickeln sich erfolgreiche Projekte zu eigenständigen Geschäften/Gesellschaften mit schillernden Marken – wie z.B. das Fußballmagazin &#8222;11 FREUNDE&#8220; (Einstieg in 2002), &#8222;MELT! Festival&#8220; (2004), &#8222;MELT! Booking&#8220; (2007), die Kreativagentur &#8222;GEMEINSAME SACHE&#8220; (2008) und das &#8222;BERLIN FESTIVAL“ (2009), die allesamt im letzten Jahr unter dem gemeinsamen &#8222;Dach&#8220; einer Unternehmensgruppe als &#8222;Kompetenznetzwerk für Popkultur&#8220; vereint wurden.</p>
<p><strong>Welche Dinge sind gescheitert und welche Dinge würdest du als große Erfolge bezeichnen?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Es war ein langer steiniger Weg zum Erfolg. Das kann ich mit Fug und Recht sagen. Die ersten fünf Jahre habe ich gar nicht realisiert, welch große Risiken hinsichtlich wirtschaftlichen und körperlichen Existenzerhaltes man eingegangen ist. Niemand hatte mir und dem Intro damals zugetraut, dass es überhaupt so lange überleben würde, geschweige denn eine führende Rolle am Zeitschriftenmarkt übernehmen würde. Aber es hat geklappt! Erfolg führt zu Wachstum und Geschäft, was an sich ja nicht schlecht ist, aber zwangsläufig leider immer auch Schattenseiten mit sich bringt. In meiner ständigen Getriebenheit habe ich erst spät die schmerzhafte Erkenntnis machen müssen, dass Erfolg auch Neid und Missgunst im harten Geschäftsalltag mit sich bringt, was leider oft auch Macht- und Überlebenskampf bedeutet, den die Marktwirtschaft mit ihrem Prinzip des &#8222;Verdrängungs-Wettbewerbs&#8220; abverlangt, wenn man langfristig im harten Business bestehen will. Dies einzusehen und die Spielregeln anzunehmen – und dabei gleichzeitig seinen eigenen Idealen treu zu bleiben –, ist eine schwierige Gratwanderung, die ich beständig mit der richtigen Balance zu meistern versuche.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist dabei denn der Faktor „Beruf als Berufung“?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Generell aber ist das Prinzip der &#8222;Selbstverwirklichung&#8220; etwas für mich sehr schönes. Die positive Erfahrung und zugleich große Bestätigung, dass man dafür belohnt werden kann, wenn man nur stark genug an eine Sache glaubt, sie mit der nötigen Ausdauer und Willensstärke verfolgt, sich auch nicht von Rückschlägen beirren lässt und schließlich andere von der eigenen Idee und Überzeugung anstecken und mitreißen kann. Eines ist sicher: Alleine hätte ich all das niemals erleben und erreichen können! Ich bin mir bewusst, welch großes Glück ich dabei hatte – aber auch, welch großes Privileg es ist, wenn man ein &#8222;Hobby&#8220; zu einem erfolgreichen Beruf machen und davon sogar &#8222;eine Familie ernähren&#8220; kann.</p>
<p><strong>Warum habt ihr überlebt? Immerhin gilt &#8222;gratis&#8220; ja nicht gerade als Erfolgsmodell und Mitbewerber wie das unclesally*s mussten schon aufgeben.</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Die kostenlose Verbreitung von Intro war und ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, der sogenannte &#8222;USP&#8220; und ein Novum am Markt. Wo erhält man denn bitteschön sonst noch derartige Qualität ohne dafür zahlen zu müssen? Wir haben es gewagt und geschafft, dem allgemein verbreiteten schlechten Ansehen und Ruf von Gratis-Medien (&#8222;kost’ nix – taugt nix!&#8220;) mit dem dafür erforderlichen Mut zu begegnen und zu dementieren. Darauf bin ich stolz.  Wir haben das auch immer als Manifestation unserer Unabhängigkeit gesehen und kommen auch aus einer DIY-Tradition, die Anfang der Neunziger weit verbreitet war. Und wir hielten den Schritt, plötzlich Geld dafür zu verlangen, nie für den richtigen. Und wir haben an abschreckenden Beispielen wie dem Untergang der &#8222;Frontpage&#8220; (die Älteren erinnern sich&#8230;) gesehen, dass es nicht so einfach ist. Dass es bei uns eine vermeintlich größere Abhängigkeit zu den Anzeigen-/Werbeerlösen gibt, als bei den Wettbewerbstiteln am Kiosk, ist ein immer noch weit verbreiteter Irrglaube. Ein vielleicht noch entscheidenderer Unterschied zu den Wettbewerbern ist aber sicherlich, dass wir uns mit dem über die Jahre stetig gewachsenen Team, ständig weiter entwickelt haben und dabei immer wieder neue Herausforderungen gesucht, gefunden und gestellt haben. Die Intro-Entwicklung gleicht dem Prinzip eines Evolutions-Prozesses mit ständiger Verpuppung in Form von neuen Marken und Geschäften, die Teil einer immer größer werdenden Familie wurden.</p>
<p><strong>Trotzdem ist ja gerade der Musikmarkt extrem eingebrochen.</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Dass die CD-Verkäufe sinken, ist ja keine neue Erkenntnis. Insofern spielt das für uns keine große Rolle, auch wenn der Anteil des Invest aus der Musikindustrie in Intro immer weiter sinkt. Intro hat sich bereits 1998 in einem umfassenden Relaunch deutlich breiter aufgestellt und ist eher &#8222;general interest&#8220; für jungen Lifestyle oder – besser – Popkultur als Ganzes: Musik, Film, Mode, Technik, Games, Kunst, Design sowie auch allgemeinere, sozialpolitische Themen und übergreifende Reportagen. Das hat uns rückwirkend betrachtet vielleicht sogar gerettet, da wir eben nicht &#8222;nur&#8220; als Musikmagazin wahrgenommen werden – auch wenn unser Schwerpunkt natürlich noch immer Musik ist und bleiben wird. Der Markt der Musikmagazine ist vermutlich ein schwieriger in Zeiten sinkender Print-Budgets. Weil die Annahme, dass man ebenjenen Konsument besser im Netz erreichen kann, weit verbreitet ist. Na klar kann man dort Musik hören und sogar sehen. Aber die journalistische Auseinandersetzung mit musikalischen und popkulturellen Entwicklungen auf durchaus hohem Niveau lässt sich via Print nach wie vor besser kommunizieren und konsumieren. Auch hier hat Intro einen Sonderstatus. Zum einen, weil wir seit jeher kostenlos erscheinen und sowohl unsere Auflage wie auch Auslagestellen selbst bestimmen können, zum anderen, weil wir den Konsument traditionell eben nicht zur Kasse bitten. Deshalb hat Intro eine andere Akzeptanz oder Wahrnehmung bei Lesern und Kunden – sowie auch eine höhere Reichweite.   Vielleicht hat Intro auch deshalb die &#8222;Printkrise&#8220; nicht so hart getroffen wie andere Magazine, weil wir vergleichsweise ungefährliche Umsatzrückgänge in 2009 / 2010 gehabt haben – und mittlerweile sogar wieder eine positive Tendenz aka Wachstum.</p>
<p><strong>Wofür steht die Marke &#8222;Intro&#8220; aus deiner Sicht heute?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Intro ist es gelungen, sich langsam, aber behutsam und kontinuierlich – quasi &#8222;aus sich selbst heraus&#8220; – zu einer &#8222;Marke mit Profil&#8220; weiter zu entwickeln, hat sich dabei immer wieder &#8222;neu erfunden&#8220; und sich den Status eines anerkannten und wichtigen &#8222;Meinungsmacher-Organs in Sachen Popkultur&#8220; (als Medium/Organ und Initiator/Events) erarbeiten und diese bis heute bewahren können. Dies ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt dass Intro ein kostenloser Titel ist und wenn man sich die anderen Gratis-Titel anschaut. Nicht vergessen darf man, dass Intro nie nur Magazin bzw. Verlag war, sondern sich über die Jahre viele zusätzliche Standbeine geschaffen hat, zum Beispiel im Bereich Konzerte und Events. Da macht es dann auch die Summe der einzelnen Teile.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie hoch ist der ungefähre Anteil des Umsatzes durch das Heft bzw. </strong><strong>intro.de</strong><strong>?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> In der Rückschau war vom Rekordergebnis in 2006 ein stetiger Umsatzrückgang zu verzeichnen, der in 2010 seinen Tiefpunkt erreichte. Seit letztem Jahr verzeichnen wir wieder deutlich gestiegene Umsätze, was aber insbesondere auf das Erschließen neuer Geschäftsfelder (Advertorials, Corporate Publishing etc.) und den Aufschwung im Digitalmarkt (Website, Apps etc.) zurückzuführen ist. Vom klassischen Anzeigengeschäft könnten wir bei weitem nicht mehr kostendeckend arbeiten. Der Fortbestand des Magazins war nicht wirklich gefährdet, weil Intro eben nicht nur ein Magazin ist. Natürlich soll das nicht bedeuten, dass wir Intro als ständiges &#8222;Zuschussgeschäft&#8220; sehen, aber wir sind etwas unabhängiger von reinen Ad Sales.</p>
<p><strong>Welche Schritte macht ihr, um euch für die Zukunft aufzustellen? </strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Wir leben bekanntlich in einer immer schnelleren Zeit des Wandels und Umbruchs. Dies gilt insbesondere für die Kommunikation, Mediennutzung und die Distribution von Musik. Durch die vielen attraktiven Möglichkeiten, die das digitale Medien-Zeitalter und das Internet bieten, hat sich alles völlig gewandelt. Darauf müssen zwangsläufig auch alle Anbieter reagieren, die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennen und entsprechend handeln, um den sich ständig verändernden und sehr individuellen Bedürfnissen mit medium-/formatgerechten journalistischen Angeboten auch weiterhin gerecht zu werden. Ich sehe es als echte Herausforderung und große Chance, die das neue Medien-Zeitalter mit sich bringt. Deshalb haben wir uns schon sehr früh darum bemüht, neben dem monatlichen Printmagazin, auch die digitalen Kommunikationsformate (eigene Website seit 1996, wöchentlicher Newsletter seit 1997, individualisierte Angebote mit User-Profil und Foren seit 2000 und seit letztem Jahr auch mobile Angebote/Service Website, iPhone- sowie iPad-App und Präsenz innerhalb der sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter etc.) für tagesaktuelle Berichterstattung und individualisierte Service- und Infotainment-Angebote zu nutzen. Somit sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und profitieren auch hier davon, schon früh den nötigen Mut zur Investition in &#8222;neue Medien&#8220; bewiesen zu haben. Wenngleich auch wir bis heute noch nicht die erforderlichen Umsatzerlöse aus dem digitalen Geschäft erwirtschaften konnten, um kostendeckend zu arbeiten, bin ich dennoch sehr zuversichtlich, dass uns dies in absehbarer Zeit gelingen wird.</p>
<p><strong>Bleibt die Intro langfristig als Printmagazin bestehen?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Wir sind grundsätzlich immer in Bewegung, geben uns nie mit dem Erreichten zufrieden, haben immer neue Ideen und Pläne, sind ständig auf der Suche nach Lösungen, wie/wo/was noch besser werden kann. Konkreter: Die Intro-iPad-App läuft bereits seit einem Jahr sehr erfolgreich im App Store und wird stetig ausgebaut. Der Umstieg auf eine wöchentliche Erscheinungsweise unserer iPad-Ausgabe, unsere mobile Website sowie die Priorisierung unserer Web- und Social-Media-Angebote trägt unserem Motto &#8222;Digital First&#8220; Rechnung. Mittelfristig wird es unsere Inhalte auch für Android basierte Endgeräte geben. Neben redaktionellen Inhalten und Bewegtbildformaten werden wir in Zukunft auch flächendeckendes Musikstreaming anbieten. Intro entwickelt sich somit zunehmend zu einem digitalen Mediendienstleister, wobei einen unserer Schwerpunkte der mobile Bereich darstellt. Externe Medien haben bereits Interesse an unseren Technologien und Dienstleistungen bekundet.</p>
<p>Somit sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und profitieren auch hier davon, schon früh den nötigen Mut zur Investition in &#8222;neue Medien&#8220; bewiesen zu haben. Wenngleich auch wir bis heute noch nicht die erforderlichen Umsatzerlöse aus dem digitalen Geschäft erwirtschaften konnten, bin ich dennoch zuversichtlich, dass uns dies in absehbarer Zeit gelingen wird.</p>
<p><strong>Trotzdem glaubst du auch noch an Print?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Ja, Ich bin davon überzeugt, dass es auch in Zukunft erfolgreiche Printmedien (egal ob Magazine oder Zeitungen) geben wird – allerdings mit anderer Funktion als bisher und nur in funktionierender Kombination mit digitalen Formaten. Medien werden immer mehr zu Marken, die formatübergreifende Kommunikation und Dialoge mit ihren Lesern/Usern in allen Lebenslagen bieten müssen, um sich damit langfristig am schnelllebigen Markt behaupten zu können!</p>
<p><strong>Gibt es Pläne für weitere neue Magazine wie zuletzt die Aufnahme eines deutschen Ablegers des &#8222;Sneakerfreakers&#8220;? Oder werden eher andere Sparten des Intro Verlags ausgebaut?</strong></p>
<p><strong>Matthias Hörstmann:</strong> Wie bereits beschrieben, wird der digitale Bereich immer weiter ausgebaut werden. Eines unserer aktuellen Magazin-Projekte ist Bolzen, das es vor Jahren bereits als Printausgabe gegeben hat. Bolzen (bolzen-online.de) ist DAS Online-Magazin für Freizeitfußball, zeigt wo die besten Kneipen fürs Rudelgucken zu finden sind, wo man selbst kicken kann und vieles mehr. Wir haben natürlich noch so manch andere Idee in petto, und auch 2012 darf man von uns noch die eine oder andere Überraschung erwarten – aber es soll ja spannend bleiben, deshalb wird hier nicht alles verraten.</p>
<p><strong>Watch out for us – da geht was!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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