Das Beste am Freelancer-Dasein ist wohl die Tatsache, dass man sich die eigene Zeit selbst einteilen und seine eigenen Regeln aufstellen kann. Gleichermaßen, kann einem aber auch genau diese Freiheit das Genick brechen. Ohne die normale Büroatmosphäre und einen festen Zeitplan fragen sich die meisten Freelancer am Ende des Tages, wo ihre ganze Zeit hin ist. Das meiste aus sich selbst herauszubekommen, kann schwierig sein. Als Hilfestellung folgen einige Ratschläge um die eigene Produktivität zu steigern.

1. Der Zeitplan

Arbeitsstunden festlegen
Das Festlegen von Arbeitszeiten, erzeugt Verantwortung und macht die eigene Zeit wertvoller, man achtet also mehr darauf sie nicht zu verschwenden. Hat man sich entscheiden morgens um 8:00 Uhr mit der Arbeit anzufangen, sollte man sich auch daran halten. Das bedeutet früh genug aufstehen, duschen, sich etwas anziehen und an den Schreibtisch zu setzen. Im Schlafanzug zur Arbeit zu erscheinen erzeugt nicht die richtige Stimmung für einen produktiven Tag. Folgt man allein dieser Regel wird man schnell einen gewissen Produktivitätsschub erkennen können.

Eine Pause machen
Es gilt als bewiesen, dass Menschen die sich zwischendurch eine Auszeit nehmen, dazu tendieren am Tag mehr zu schaffen. Einige wenige Minuten abseits der Arbeit helfen dabei erfrischt und mit neuem Elan wieder an die Arbeit zu gehen. Ob Spaziergang, ein kleiner Snack oder ein kleiner Ausflug zur nächsten Filiale der Lieblings-Kaffee-Kette sei dahingestellt. Außerdem sollte man sich täglich zu einer festgelegten Zeit 30 Minuten bis zu einer Stunde für eine Mittagspause nehmen. Das Mittagessen auszulassen heißt natürlich mehr Zeit zum Arbeiten, aber arbeiten mit einem leeren Magen heißt auf der anderen Seite auch weniger Konzentration. Der Fokus sollte hier auf Qualität und nicht auf Quantität liegen. 30 Minuten fokussierte Arbeit sind gemeinhin viel mehr wert als eine Stunde voller Ablenkung.

2. Der Masterplan

Ziele setzen
Ohne Ziele würden wir uns schnell abgelenkt und ohne Richtung wiederfinden. Ziele helfen dabei den Durchblick zu behalten. Man sollte sich selbst Kurzzeit- und Langzeitziele setzen, die festlegen was man diese Woche, diesen Monat oder in diesem Jahr erreichen möchte. Die Langzeitziele helfen dabei die Kurzzeitziele präzise und realistisch festzulegen.

To-Do Listen
Nimmt man die Liste der eigenen Ziele für die laufende Woche, kann man sie in weitere Unterpunkte aufteilen um eine To-Do Liste für einzelne Tage zu erstellen. Man kann hierfür alles von Desktop-basierten Programmen bis hin zum guten alten Notizblock benutzen. Egal wie man es macht, wichtig ist nur, dass man seinen Tag durchplant und am Ende eines Tages die Liste für den nächsten erstellt und sich vor allem daran hält.

Große Aufgaben aufteilen
Wenn man seine To-Do Listen erstellt sollte man keine Sachen wie „Cover für Magazin XY entwerfen“ aufschreiben. Man sollte spezifischer vorgehen und die Aufgaben in kleinere Aufgaben unterteilen. Durch diese Aufteilung entsehen Aufgaben auf die man viel einfacher den eigenen Fokus richten kann, was zu einer Steigerung der Effizienz führt. Die größeren umfassenden Beschreibungen gehören eher auf die Liste der zu erreichenden Ziele.

Zeiterfassung
Es gibt unzählige Zeiterfassungsprogramme, die dabei helfen, die eigene Zeit zu dokumentieren. Zu wissen ob man seine Zeit sinnvoll nutzt ist wichtig. Hält man fest wie viel Zeit man für bestimmte Aufgaben benötigt kann man daraus Schlussfolgerungen ziehen, die es einem ermöglichen seinen eigenen Tag effizienter zu planen sowie bestehende Arbeitsabläufe zu optimieren.

 

Selbstevaluation
Am Ende des Tages sollte man zurückblicken und überlegen wie gut man die Aufgaben erledigt hat, die man sich selbst aufgetragen hat. Hat man alles erledigt? Wenn nicht, warum? Diese Methode hilft dabei, sich selbst besser einschätzen zu können und realistischer an die Tagesplanung heranzugehen. So kann man sich zum Beispiel Aufgaben auferlegen, die einen zeitlich herausfordern, aber nicht völlig unrealistisch sind.

3. Fokussieren

Single-Tasking
Multi-Tasking ist zu einem gemeinhin genutzten Wort unserer Sprache geworden. Viele Menschen heutzutage denken, dass man durch Multi-Tasking viel mehr erledigen kann, doch diese Ansicht könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein. Es dürfte jedem einleuchtend erscheinen, dass es sinnvoller und effektiver ist eine Aufgabe mit voller Konzentration zu erledigen, als zwei gleichzeitig und halbherzig. Den Fokus zwischen zwei Aufgaben wandern zu lassen führt nur zur einer Qualitätsminderung und somit zu geringerer Produktivität. Beschränkt man sich auf eine Aufgabe wird man schnell den Anstieg von Produktivität bemerken, und als Zusatzeffekt eine Steigerung der Qualität der eigenen Arbeit.

Surf-Begrenzung
Jeder von uns verbringt täglich eigentlich viel zu viel Zeit mit dem Surfen im Internet. Benutzt man jedoch einen RSS-Reader um auf dem neuesten Stand zu bleiben muss man nicht mehr jede einzelne Seite nach den neuesten Nachrichten durchforsten und kann gleichviel besser zwischen wichtig und unwichtig entscheiden. Außerdem sollte man hier verschiedene News-Feeds in verschiedenen Ordnern oder Tabs ablegen um arbeitsrelevante von anderen Feeds zu unterscheiden.

Ablenkungen eliminieren
Es ist sinnvoll sich ein bis zweimal am Tag um E-Mails und Social Media zu kümmern, da man sonst geneigt ist, jeder neue Mail oder jedem einzelnen Tweet inmitten des Workflows zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Es dauert definitiv länger auf den Tag verteilt auf 30 E-Mails zu antworten, als sie in einem Rutsch abzuarbeiten.
4. Organisation

E-Mail Accounts zusammenlegen
Viele von uns haben verschiedene E-Mail Adressen für verschiedene Zwecke. Warum also nicht alle vereinen? Jedes gängige Mail Programm bietet die Möglichkeit intelligente Postfächer anzulegen um Mails mit bestimmten Kriterien zu filtern. So hat man immer den Überblick und weiß direkt was wichtig ist und was nicht.

Social Media Accounts zusammenlegen
Dass Social Networking eine angenehme und sehr wirksame Möglichkeit ist um an neue Kunden zu kommen, die neuesten Trends zu finden und mit Kollegen in Kontakt zu bleiben weiß jeder. Die meisten von uns haben auch eine Vielzahl an Accounts für die verschiedensten Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Flickr. Diese alle im Auge zu behalten und hinterherzukommen, kann sehr schwierig und zeitraubend sein. Mit Social Media Aggregatoren wie Streamy, Flock oder Friendfeed kann man seinen Status gleich auf allen auf dem aktuellen Stand halten ohne jede Seite einzeln besuchen zu müssen.

5. Das Büro

Das Büro respektieren
Man sollte sein Büro sauber und ordentlich halten. Die nötigsten Sachen auf dem Schreibtisch stehen zu haben reicht völlig aus: Computer, Telefon, Drucker etc.. Ein vollgestellter Schreibtisch lenkt ab und schafft eine negative Stimmung die der Produktivität nicht dienlich ist. Man sollte außerdem darauf achten, dass alles was man oft braucht leicht zu erreichen ist. Der Gang zum Drucker der am Ende des Raumes steht, beansprucht nicht nur seine Zeit, er wirft einen auch aus der Bahn und unterbricht den Workflow.

Die Atmosphäre
Um es sich gemütlich zu machen, reicht es manchmal schon das Fenster zu öffnen und ein wenig Musik aufzulegen. Der Arbeitsplatz sollte keine dunkle Höhle sein in der man sich wie ein Sklave vorkommt. Man sollte sich dort wohlfühlen. Hat man erstmal in einen ergonomischen Stuhl bzw. Tastatur und Maus investiert, ist das Arbeitsparadies fast perfekt.

Mobil sein
Eine der größten Vorteile des Freelancer Daseins ist die Möglichkeit von überall zu arbeiten. Und um sich manchmal etwas Gutes zu tun, sollte man dies auch nutzen. Ein Tapetenwechsel kann immer hilfreich sein, und kostenloses W-LAN gibt es da draußen genug.


6. Hilfe annehmen

Arbeit auslagern
Es ist immer eine Überlegung wert, sich von jemand anderem Arbeit abnehmen zu lassen. Stellt man z.B. jemanden an der den Papierkram wie das Rechnungen oder Angebote schreiben übernimmt, macht man mehr Zeit gut als ein paar Minuten pro Tag. Für jede mögliche Form der Arbeit gibt es Professionelle. Warum also nicht?

Von anderen lernen
Freelancer-Foren sind ideal um Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen. Man muss sich nur anmelden und sich der Vorteile und Erfahrungen anderer bedienen, die das gleiche machen wie man selbst.

Und jetzt seid ihr dran
Ihr seid erfolgreiche Multitasking-Freelancer und habt die optimale Work-Life-Balance für euch austariert? Dann lasst uns daran teilhaben und postet eure Insidertipps. Wir freuen uns auf eure Erfahrungen.


Farbmanagement – wieso, weshalb, warum?

Tom Schoener am Oktober 31, 2009

Wenn man sich im Internet auf die Suche nach spannenden Themen macht, dann stößt man nicht selten ganz zufällig auf eine Website, die sich dann sogar für das eigene Ansinnen als äußerst nützlich erweist. Und so bin ich auf der Homepage von Quato gelandet. Das Unternehmen hat sich auf Wide-Gamut-Monitore, Proof-, Photographic-, Layout- und Broadcast-Monitore spezialisiert und bietet zudem Software für das Farbmanagement sowie Mess- und Prüftechnik an. Soviel zum Hintergrund.
Okay, dass ist jetzt an sich nicht sonderlich erwähnenswert, aber beim Durchklicken lande ich schließlich in der Kategorie „Colormanagement“. Neben dem Hinweis auf eine von cleverprinting angebotene Schulung, verbirgt sich dahinter ein so genanntes Tutorial, welches sich dem Thema Colormanagement sehr kleingliedrig annimmt. So wird gleich zu Beginn die Frage nach dem “Wieso” des Farbmanagements gestellt.

Des Weiteren werden in den verschiedenen Punkten die Themen Umgebungslicht, Farbfehler, Messgeräte, Monitorgrundlagen, Kalibrierungsarten und –grundlagen, Farbmanagement mit Adobe, Quark XPress, Freehand oder Brevier, Farbkonvertierungen und schließlich Softproof abgehandelt.

Für einen ersten Überblick ist dieses kleine „Kompendium“ des Colormanagement eine tolle Sache, schließlich befinden sich darunter ein paar sehr praktische Hinweise wie beispielsweise Kalibrierungstipps und die Erklärungen, wie man zum Beispiel RGB-Dateien in den CMYK-Farbraum konvertiert. Also wer sein Wissen zum Thema Colormanagement auffrischen oder erweitern mag – einfach mal reinschauen und durchklicken…


Vom Foto zur Vektorgrafik in sieben Schritten

Peggy Stuber am Mai 17, 2009

Wer online ein Shirt bedrucken lassen möchte, kommt an Spreadshirt eigentlich nicht vorbei. Über die Preise lässt sich streiten, in jedem Fall bringt das Angebot einige wirklich gute Tutorials hervor. Um ein Shirt vernünftig bedrucken oder beflocken zu lassen, muss man den Unterschied zwischen Pixel- und Vektorgrafiken kennen. Egal wie hochauflösend eine fotografische Vorlage ist, man kommt sonst sehr schnell an Gestaltungsgrenzen bzw. bekommt sein Werk von der Spreadshirt-Grafik-Überprüfungsinstanz postwendend zurückgesendet. Hier zum Beispiel ein Tutorial, das sich längst nicht nur für das Erstellen von Spreadshirt-Druckdaten eignet.

Beantwortet wird die Frage, wie erstelle ich aus einem Foto mit Photoshop und Illustrator eine (gut aussehende) Vektordatei. Ich habe die einzelnen Schritte für Euch zusammengefasst. Wer mehr Informationen braucht, findet sie im Tut.

In Photoshop:

  • sauber freistellen
  • Kontraste erhöhen
  • in Graustufen umwandeln
  • auf schwarz/weiß reduzieren
  • Details überprüfen/reduzieren
  • in Pfade umwandeln

Im Illustrator:

  • unnötige Ankerpunkte reduzieren

… speichern!


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