Entwicklung des Digitaldrucks: Vom ersten Kopierer zum individuellen Druck

Der Digitaldruck ist eine der wichtigsten Errungenschaften in der Geschichte des Drucks des 20. Jahrhunderts. Niedrige Druckkosten selbst bei kleinsten Auflagen und individuelle Inhalte auf jeder Seite sind die wichtigsten Vorteile, die man dadurch erlangen konnte. Doch wie kam es eigentlich zur Erfindung des Digitaldrucks? Wir sind der Geschichte gefolgt und haben Interessantes herausgefunden.

Von der Elektrofotografie bis hin zum Digitaldruck

1938 erfand Chester F. Charlston die Elektrofotografie. Ohne es zu wissen, legte er damit den Grundstein für den Druck, wie man ihn heute kennt. Obwohl seine Entdeckung anfänglich kaum gewürdigt wurde, wurde sie 1942 zum Patent angemeldet. 1950 kam mit der Haloid Xeros Kopiermaschine das erste Gerät seiner Art auf den Markt, konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Erst als wenig später die Druckbranche auf das Verfahren aufmerksam wurde, wurde es endlich dahingehend weiterentwickelt, dass es massentauglich wurde. Den Durchbruch schaffte der Digitaldruck mit dem Modell 914 aus dem Jahr 1959 – über 200.000 Abnehmer konnten sich nicht irren.

Nun war die Zeit der Weiterentwicklung herangebrochen. Intensiv forschten die Wissenschaftler, um einerseits die Technologie des Digitaldrucks noch effizienter und besser zu machen, andererseits aber auch, um die Geräte auf den Einsatz im privaten und unternehmerischen Umfeld vorzubereiten. Schnell gehörten Geräte, die mehrere hundert Kilogramm schwer wogen, der Vergangenheit an. 1976 kam der erste Laserdrucker auf den Markt. Von nun an war der Siegeszug des Digitaldrucks kaum mehr aufzuhalten.

Vorzüge des Digitaldrucks

Der Digitaldruck kommt ohne den Einsatz von Offset-Druckplatten aus und auch Rüstkosten entstehen bei diesem Druckverfahren nicht. Gleichzeitig ermöglicht es der Digitaldruck, kleine Serien und sogar Einzelauflagen anzufertigen, was beim Offset-Verfahren nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich war. Besonders rentabel ist der Digitaldruck bei einer Stückzahl von etwa bis zu 1.000 Stück. Zwar steht das Druckverfahren dem Offset-Druck insbesondere hinsichtlich der Qualität und der Verfügbarkeit von Sonderfarben ein wenig nach. Die schnelle, kostengünstige und individuelle Produktion wiegt diesen Nachteil bei einfachen und hochwertigen Drucken im Alltag meist auf.

Der Digitaldruck heute

Kopierer und Drucker auf Basis des Digitaldrucks gehören heute zum Standard auf allen Ebenen. Laserdrucker für den privaten Bedarf sind schon ab 100 Euro aufwärts erhältlich. In Unternehmen arbeitet man häufig mit Großgeräten, die gleichzeitig scannen, kopieren, drucken und faxen und dabei besonders effizient und kostengünstig sind. Und selbst aus der Druckbranche ist der Digitaldruck nicht mehr wegzudenken. Was im Internet vor Jahren einmal mit den ersten Druckdiensten für individuelle T-Shirts begann, weitete sich in einen wahren „Druck-Boom“ aus. Ob bedruckte T-Shirts, Fotobücher oder Tassen mit individuellem Fotodruck – zum kostengünstigen Preis kann sich heute jedermann individuelle Einzelstücke bestellen.

Individuelle Wand- und Tischkalender – auch als Werbegeschenk

Kalender gehören zu den Dauerbrennern im Bereich der Internet-Druckdienste. Insbesondere Firmenkunden gestalten bevorzugt 3-Monats-Kalender, die sie mit individuellen Grafiken gestalten können. Für den internen Einsatz im eigenen Betrieb bietet sich das Bedrucken mit Motivationsgrafiken oder mit Fotos von den unternehmensinternen Veranstaltungen an. Nach wie vor ist der 3-Monats-Kalender aber auch ein beliebtes Werbegeschenk für Kunden und Geschäftspartner. Der Aufdruck eines Firmenlogos ist ebenso wenig ein Problem wie die Umsetzung einer Corporate Identity im Design.

Warum 3-Monats-Kalender gerade in Büros so beliebt sind, liegt auf der Hand. Die Mitarbeiter haben so nicht nur den aktuellen Monat stets im Blick, sondern können auch stets ein Datum aus dem Vor- oder Folgemonat auf die Schnelle ablesen. Zudem hilft ein einfach zu verschiebender, transparenter Streifen dabei, das aktuelle Datum jeden Tag neu einzustellen. Da die verschenkten Kalender aus diesem Grund eine große Chance haben, tatsächlich an der Wand des Kunden zu landen, statt in einer Schublade zu verstauben, werden sie gerne zum Jahreswechsel verschenkt.

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