Dispersionslack als etablierte Lösung der Drucklackierung

Neben dem Einsatz von UV-Lacken und Öldrucklacken hat sich Dispersionslack als Drucklack über die letzten Jahre branchenweit durchsetzen können. Dispersionslack unterscheidet sich in seinen verschiedenen Varianten von anderen Drucklacken durch seine wässrige Konsistenz und Vorteile beim Auftragen sowie in der Trocknungsphase. Moderne Druckmaschinen mit ihren innovativen Lackmodulen sind dazu in der Lage, Dispersionslack als hochwertigen Drucklack gleichmäßig aufzutragen und so für den gewünschten Glanzeffekt und eine Scheuerfestigkeit zu sorgen, die bei zahlreichen modernen Druckartikeln im Vordergrund steht. In der Abgrenzung zu anderen Druckverfahren zeigen sich die Vorteile von Dispersionslack schnell, die als filmbildender Lack kaum mehr aus der Drucktechnik fortzudenken sind.

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Grundlagen des Dispersionslacks und seiner Varianten

Wie es der Name bereits verrät, basiert diese Lackvariante auf Dispersionen, also einem chemischen Gemisch von ineinander nicht lösbaren Grundstoffen. Konkret kommen weiche bzw. harte Acrylate zum Einsatz, wesentlicher Bestandteil des Lacks sind wasserlösliche Harze. Ergänzt wird die Dispersion um weitere Zusätze, die auf den Einsatzbereich des Dispersionslacks eingehen und hierdurch verschiedene Varianten erzeugen. Zu nennen sind Zusätze zur Filmbildung oder Scheuerfestigkeit, falls die Druckwaren widrigen Außenbedingungen ausgesetzt sind und der Drucklack dennoch eine hohe Stabilität zusichern soll, ebenso wie Additive zur Sicherstellung einer gleichmäßigen bzw. deckenden Benetzung von unterschiedlichen Druckmaterialien.

Auftragen und Trocknung des Dispersionslacks

Verglichen mit dem Öldruck verläuft die Trockenphase bei Dispersionslack rein physikalisch und vergleichsweise schnell ab. Nach Auftragen auf den Bedruckstoff findet bei entsprechend präparierten Druckmaschinen ein schneller Entzug des Lösemittelwassers statt, wodurch die verbleibenden Teilchen der Dispersion enger zusammenrücken und in ihren Grenzen ineinander verschmelzen. Genau dies sorgt für einen gleichmäßigen und schützenden Film, der zugleich optisch den für Dispersionslack typischen Glanzeffekt mit sich bringt. Anzuraten ist hierbei lediglich eine ausreichend lange Trockenstrecke, mit der sich auch der Glanzeffekt dieses Lacks erhöhen lässt. Anders als bei UV-Lacken ist zur Aushärtung des Gemisches kein zusätzliches Medium wie das Bestrahlen mit UV-Licht nötig.

Einsatzbereiche für Dispersionslack

Drucklack auf Basis von Dispersionen kommen vorrangig zur Papierveredelung zum Einsatz, der für diesenDrucklack so typische Glanzeffekt ist gerade bei Magazinen sowie Plakaten und anderen Werbeträgern sehr beliebt. Auch zum Verpackungsdruck kommt Dispersionslack in der freien Wirtschaft zum Einsatz, um gehobenen Artikeln durch eine stabile und glänzende Verpackung einen hochwertigen Charakter zu verleihen. Wie bei sämtlichen Druckverfahren hängt die Qualität auch beim Dispersionsdruck entscheidend von der Maschine ab, wobei eine Verarbeitung sowohl über ein Zweiwalzen-Auftragwerk wie eine klassische Kammerwalze erfolgen kann. Moderne Druckmaschinen gehen bei Auftragung, Absaugung und Trocknung gleichermaßen auf die Anforderungen ein, die dieser Drucklack mit sich bringt und sind so zu einem festen Bestandteil von Redaktionen, Verlagshäusern und Unternehmen der freien Wirtschaft geworden.