Veer ist ein Hersteller und Anbieter preisgünstiger visueller Elemente und designbezogener Produkte und hat nun in sein umfangreiches Portfolio zahlreiche neue Schriften aufgenommen, darunter exklusive Fonts wie zum Beispiel die aktuellste Scriptfont von Alejandro Paul, Business Penmanship. Zur Einführung dieser Schriftarten will das Unternehmen seine Kunden nun „ auf den guten Geschmack“ mit sechs Schriften-Kostproben aus dem „Online-Schriften-Imperium bei Veer.com “ bringen. Drei Schritte sind notwendig, um das kostenlose Type-Transfer-Set zu bekommen:
Zunächst muss man sich bei Veer registrieren beziehungsweise mit Benutzernamen und Kennwort einloggen. Dann wieder zurück auf die Ausgangseite und nur noch den hier abgebildeten Anweisungen folgen. Fertig. Und schon ist man im Besitz von:

- MELLOTRON – futuristische Eleganz und dekorative Retro-Geometrie
- HOOLIGAN – eine verspielte Sans-serif mit harmonischer Grundlinie
- SUGAR PIE – eine Zierschrift für Verpackungen
- COMPENDIUM – eine visuelle Geschichtsstunde
- GRANT AVENUE BOLD – monumentale Buchstaben
- PILO REGULAR – vintage, aber trotzdem modern mit dynamischer Ästhetik
Diese Schriftproben kann man dann auf einer Vielzahl von Oberflächen nutzen und so die von Veer angebotenen Schriften genau prüfen. Allerdings ist das Angebot begrenzt und es empfiehlt sich, die Teilnahmebedingungen zu studieren, da bestimmte Einschränkungen zu beachten sind.

Weitere Information hierzu gibt es natürlich auf veer.com.

Psychologie der Farben

Manuel Kniepe am März 13, 2010

Psychologie der Farben

Was ist Farbe? Per Definition ist es der Eindruck des Sehens, der ein Objekt ohne sonstige Unterscheidungsmerkmale wie Form, Geschwindigkeit, Helligkeit und Struktur von einem anderen unterscheidbar macht.
Farbe ist aber nicht nur ein Unterscheidungsmerkmal, sondern hat auch teilweise stärkere und teilweise schwächere psychologische Wirkungen auf den Betrachter. Diese sollte man als Designer kennen und auch anwenden, wenn man eine durchgehend zielgerichtete Gestaltung realisieren möchte.

Die Farbpsychologie unterscheidet zunächst vier verschiedene Kategorien der farbpsychologischen Wirkungen:

• Psychologische Wirkung
Aufgrund individueller Erfahrungen und Erlebnisse rufen verschiedene Farben in uns auch verschiedene unbewusste Emotionen und Gedanken hervor.

• Symbolische Wirkung
Diese Wirkung stammt meist aus alten Überlieferungen und Sprichwörtern. Wem die „Schamesröte“ bei überraschenden, unangenehmen oder einfach peinlichen Situationen ins Gesicht steigt, wird von seinem Körper in einen Alarmzustand versetzt: Als eine Folge steigt der Blutdruck und die Gefäße weiten sich aus – die Haut wird rot.

• Kulturelle Wirkung
Hier ist die Wirkung abhängig von der jeweiligen Geografie oder der Nationalität. Unterschiede sind hier meist einfach nachzuvollziehen: Bei Wüstenvölkern steht Grün für das Paradies und Fruchtbarkeit, dem Islam ist sie heilig – bei uns in Deutschland steht Grün etwas banaler einfach nur für Natur, Pflanzen und Landschaft. Wir sehen, dass eine Farbe in dem einen Land eine ganz andere Bedeutung haben kann, als in einem anderen. Vor allem nationale Unterschiede spielen eine Rolle: Ist man in Deutschland blau, so meint dies „betrunken“. In England ist „blue“ eine melancholische, teils depressive Gefühlsstimmung.

• Politische Wirkung
Schon immer hat die Politik sich verschiedener Farben bedient, die sie auf Flaggen, an Uniformen oder sonstigen Einflussbereichen zur Schau stellt. Schauen wir uns die deutsche Politik an, erkennen wir, dass schwarz Konservatismus, Rot Sozialismus (allgemein in der westlichen Welt etabliert) und Grün Natur- und Umweltschutz symbolisiert. Dies sind nur einige Beispiele und beliebig erweiterbar.

• Traditionelle Wirkung
Diese beruht auf traditionellen Überlieferungen, alten Färbetechniken oder -mitteln . Die Bezeichnung „giftgrün“ für gesättigte und knallige Grüntöne kommt zum Beispiel daher, dass es lange Zeit eine Gegebenheit war, dass schöne und gesättigte Grüntöne nur mit giftigen Pigmenten zu erreichen waren. Meist war dies das hochgiftige Arsen.

Farbwirkungen in unserem Kulturkreis

Hier folgen nun einzelne Farben und einige, häufig genannte Assoziationen mit dieser. Beachtet bitte, dass diese Assoziationen nur für unseren (deutschen) Kulturkreis gelten und entsprechend überprüft werden müssen, falls man diese in anderen Ländern anwendet.

Blau: Sympathie, Harmonie, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, Treue, Freundschaft, Ruhe, Ferne, Phantasie, Zufriedenheit. Wird als kühl empfunden, beruhigend und entspannend.

Rot: Freude, Leidenschaft, Liebe, Verführung, Glück, Aggressivität, Zorn, Hass. Farbe des Blutes und des Krieges, der Macht, des Mutes und der Erhabenheit. Sie dient oftmals als Warnfarbe. Rot wird als warm und anregend empfunden.

Grün: Frische, Natürlichkeit, Lebendigkeit, Frühling, Hoffnung, Erholung, Jugend, Gesundheit und Leben. Grün ist die ausgleichende Kraft zwischen Rot und Blau. Grün ist im Grunde fast durchgängig positiv besetzt. Grelles Grün kann aber auch giftig wirken. In Kombination mit Schwarz ist es eine dämonische Farbe.

Gelb: Farbe der Sonne. Optimismus, Freundlichkeit, Lebensfreude, Wärme. Negativ besetzt sind Neid, Eifersucht, Geiz, Egoismus, Lüge, Unsicherheit und Gefühllosigkeit. Reines helles Gelb wirkt positiv. Gelb ist aber eine sehr unsichere Farbe, das heißt, durch Zugabe von anderen Farbpigmenten, kann der Eindruck Gelb sehr schnell verschwinden und in eine andere Farbe kippen.

Orange: Spaß, Lebhaftigkeit, Freude, Geselligkeit und Ausgelassenheit. Auch Wärme und Geborgenheit. Orange wird in verschiedenen Quellen als appetitanregend und esslustfördernd bezeichnet.

Violett: Farbe des Mystizismus und des Übersinnlichen, alles Individuellen und Unkonventionellen. Violett war früher sehr aufwendig und teuer herstellbar und gilt deshalb auch als Farbe der Reichen und Mächtigen und steht auch für Extravaganz, Luxus und Eitelkeit. Violett wurde in den 70er Jahren die Farbe der feministischen Frauenbewegung und stellt den Kontrast zum „hilflosen“ Rosar dar.

Rosa: Gilt als das „kleine Rot“ und war früher vor dem ersten Weltkrieg die Farbe der Jungen. Mädchen wurden in Hellblau gekleidet. Die Farbe steht für Sanftmut, Zärtlichkeit und Zartheit.

Grau: Grau ist eigentlich kein Farbton sondern eine sog. unbunte Farbe. Sie ist neutral und trostlos. Sie bezeichnet Sachlichkeit, Unaufdringlichkeit und Nüchternheit, aber auch Elend, Kraftlosigkeit, und Trauer. Einen eintönigen Alltag bezeichnen wir als grauer Alltag.

Braun: Sinnlichkeit, Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit. Symbolisiert Erde und Natur. Dunkels Braun ist seriöser, wärmer und freundlicher als Schwarz.

Schwarz: (unbunte) Farbe des Todes. Dunkelheit, Trauer, Leere, Einsamkeit und Schmutz. Wirkt gleichzeitig funktional, sachlich und modern. In westlichen Kulturen ist schwarz meistens eine negative Farbe, in anderen Kulturen – vor allem Afrika – ist schwarz eine schöne und edle Farbe.

Weiß: Bildet den unbunten Gegenpol zu schwarz. Als solche steht sie für Reinheit und Sauberkeit. Weiß symbolisiert Friede, Vollkommenheit, Frömmigkeit und Unschuld. Auch Wahrheit und Klugheit wird mit weiß assoziiert. Weiß ist die Farbe der Engel und des göttlichen Lichts.

Die Schlagzeilen sind deprimierend und das hat seinen Grund. Die deutschen Druck- und Papiermaschinenbauer haben ein noch nie da gewesenes Umsatztief zu verzeichnen.

Im Laufe des Jahres 2009 hat es sich schon abgezeichnet, nun liegen die Zahlen auf dem Tisch. Der Fachverband Druck- und Papiertechnik benennt den Jahresumsatz an deutschen Druckereimaschinen mit 3,7 Milliarden Euro und zieht eine bedrückende Zahl zum Vergleich hinzu. Es ist erst zwei Jahre her, da hat Heidelberger Druckmaschinen allein für 3,8 Milliarden Euro Druckmaschinen produziert. Die Aufträge haben sich also deutlich mehr als halbiert.

Ist ein so extremer Rückgang noch mit der Wirtschaftskrise zu erklären? Kann die steigende Nachfrage nach Druckmaschinen aus China eine Atempause verschaffen? Wie lange wird es dauern, bis die Chinesen Maschinen ähnlicher Qualität bauen können?

Viele Fragezeichen, einen echten Ausweg sieht der Fachverband erstmal nicht. Der Aufruf zu energieeffizienter Bauweise allein, ist aus ökologischer Sicht sicherlich ein guter Ansatz, ökonomisch ist es Augenwischerei.

M-rael erhöht die Preise für alle einseitig gestrichenen, gussgestrichenen und ungestrichenen Etiketten-, Karton- und flexiblen Verpackungspapiere die im Werk Simpele/Finnland und in den deutschen M-real Zanders Werken Gohrsmühle (Bergisch Gladbach) und Reflex (Düren) produziert werden. Die Preiserhöhung wird bis zu 10% betragen und ab dem 1.April 2010 in Kraft treten. Begründet werden die Erhöhung mit steigenden Zellstoff- und Logistikkosten.

Die Erfolgsgeschichte des Offsetdrucks ist auch eine Geschichte seiner Druckformherstellung. Sie war zunächst geprägt durch einige wenige manuelle Techniken die vom Steindruck übernommen wurden, dann aber durch eine Vielzahl verschiedener fotomechanische Übertragungsverfahren, für die sich in der Fachsprache der Obergriff „Offsetkopie“ etablierte. Dabei wurden zunächst Zinkplatten, dann aber in erster Linie Aluminiumplatten verwendet.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es 6 Firmen die für die Offsetkopie konfektionierte Kopierlösungen anboten die meistens gebrauchsfertig waren oder vor Verwendung durch Zugabe einer Chromierung, wie z.B. Ammonium-Bichromat, lichtempfindlich gemacht werden musste. Die Platten wurden nach der Beschichtung und der sich anschließenden Belichtung entweder mit Säure oder mit Wasser entwickelt.

Ein sehr wichtiger Arbeitsgang der Offsetkopie war in der Vergangenheit das Beschichten der Platten. Das erfolgte in einer Horizontal- oder Vertikal- Schleuder in der Weise, dass auf die Mitte der mehr oder weniger schnell rotierenden Platte die Kopierlösung in gleichmäßigem Fluss aufgegossen wurde. Von dort aus verteilte sich die Schicht durch die Zentrifugalkraft fast gleichmäßig auf die ganze Platte. Das Aufgießen wurde unterbrochen, wenn die sich kreisförmig ausbreitende Schicht zwei Ränder der Platte erreicht hatte. Das Aufgießen der Schicht erfolgte entweder mit einem Porzellantopf, mit einer Glasmensur und später dann auch mit einem Beschichtungsautomaten bei dem die erforderliche Schichtmenge voreingestellt werden konnte. Man rechnete für 1 m2 Platte ca. 150-200 ccm Kopierlösung. Eingesetzt wurden sowohl Horizontal- als auch Vertikalschleudern. Dabei war die Trocknung der Schicht von besonderer Bedeutung. Nach etwa 10 Minuten sollte die Platte bei ca. 35 °C gleichmäßig getrocknet sein.

Die Selbstbeschichtung wurde allmählich durch vorbeschichtete Platten abgelöst und damit die Automatisierung der Offsetkopie eingeleitet. Die erste vorbeschichtete Platte kam am 21.Mai 1949 durch die damalige Firma Kalle & Co, Wiesbaden heraus. Es war die „Ozasol Druckforlie MA-Positiv. 1950 folgte die „Ozasol Druckfolie MD-Positiv“, 1951 die „Ozasol-Druckfolie M-Negativ“, 1956 die „Ozasol N1“ . Der weitere Siegeszug ließ sich nicht mehr aufhalten.

Ein neues Design- und Wirtschaftsevent nimmt Kurs auf Konstanz. Mit dem am 26. März erstmalig stattfindenden Corporate Identity Gipfel wird der internationalen Kommunikationsbranche eine interessante Möglichkeit zum fachlichen Austausch mit Universitätsprofessoren, Führungskräften aus Unternehmen und zukünftigen Corporate-Design-Fachkräften hinsichtlich Bedürfnissen, Trends und Möglichkeiten der Branche geboten.

Der Event hat sich das Aufspüren von Zukunftstendenzen und die Bekanntmachung des Nutzens erfolgreicher CI-Strategien zum Ziel gemacht. Zu den international anerkannten Speakern der Veranstaltung gehören unter anderem der bekannte britische CI-Experte Wally Olins, Autor von The Brand Book und On Brand. Er wird über seine außergewöhnlichen Herangehensweisen an eine nachhaltige Marken- und Unternehmensentwicklung berichten. Der Grafiker und Typograf Prof. Kurt Weidemann referiert über die Entwicklung von Corporate Identity der letzten Jahrzehnte. Weidemann, Jahrgang 1922, hat bereits für große Marken wie Daimler-Benz, Deutsche Bahn oder Porsche gearbeitet. Weitere namhafte Sprecher werden in Kürze veröffentlicht.

„Was mich beim Thema Corporate Identity immer fasziniert, sind visionäre Denkansätze und deren Umsetzung in realen Projekten. Während meines gesamten Studiums habe ich versucht, mehr über Inhalte von vorausschauenden CI-Strategien und Entwicklungen innerhalb der Branche zu erfahren. Hierfür gab es wirklich wenige Gelegenheiten. So kam mir die Idee zur Organisation des Corporate Identity Gipfels“, sagt Patrick Weber, Initiator der Konferenz. „Generell gibt es wenig Fachevents für diesen Bereich. Da der Süden seine Agenturdichte aktuell ausbaut, ist der Bodensee im Dreiländereck aus meiner Sicht ein idealer Veranstaltungsort für dieses internationale Ereignis“, so Weber weiter.

Nach dem Studium des Kommunikationsdesign an der HTWG Konstanz und verschiedenen Stationen bei anerkannten Brand-Design- und Brand-Strategie-Unternehmen entschloss sich der aufstrebende Markendesigner und -stratege Patrick Weber im Frühjahr 2009 zur Gründung von frische identitäten, einem Büro rund um den Bereich Corporate Identity. Mit der Identity Design Box, seinem eigens entwickelten Markenentwicklungstool, erarbeitet Weber identitätsorientierte Markenstrategien und Markenerscheinungsbilder für Unternehmen und Produkte.

Für die Konferenz erwarten wir rund 300 Interessierte der Kommunikationsbranche. Eingeladen sind Studenten, Fortgeschrittene und Professionelle, die an einem tiefgründigen Einblick in die Entwicklung der Corporate-Identity- und Corporate- Design-Branche interessiert sind. Neben den namhaften Vortragenden werden Führungskräfte verschiedener Unternehmen aus der Design- und Kommunikationsbranche anwesend sein. Teilnahmegebühr für Professional: 80€ Teilnahmegebühr für Studenten: 20 € Verfügbare Karten: Insgesamt noch rund 200 von 300 Plätzen Anmeldungen: http://www.corporate-identity-gipfel.de/anmeldung-preise.php

Für das Pilot-Event konnten bis jetzt die M-real-Zanders GmbH, die Troi GmbH, FontShop AG und Linotype GmbH als Sponsoren gewonnen werden. Potential ist also vorhanden!

Interessierte aus der Kommunikationsbranche können sich auf der Homepage http://www.corporate-identity-gipfel.de/ noch bis zum 26. März 2010 umfassend informieren und zur Teilnahme anmelden. Tagesaktuelle News und weitere Hintergrundinformationen können zudem über die Social-Media-Kanäle http://twitter.com/CIGipfel und http://www.facebook.com/corporate-identity-gipfel verfolgt werden.

Was sind gestrichene und gussgestrichene Papiere?

Wolfgang Walenski am März 11, 2010

Glänzend, halbmatt (seidenglänzend) und matt gestrichene Papiere sind spezielle Naturpapiere (Trägerpapiere/Streichrohpapiere), die durch einen Veredelungsprozess (Streichmaschine) außerhalb, manchmal auch innerhalb, der Papiermaschine ein- meist beidseitig mit einem Strich versehen wurden. Das Streichen dient einer Verbesserung sowohl der optischen und vor allen Dingen auch der drucktechnischen Eigenschaften. Durch eine sich anschließende Satinage (Kalandrierung) erhalten gestrichene Papier nach dem Streichen ihren eigentlichen Glanz. Die optische und drucktechnische Qualität eines gestrichenen Papiers wird bestimmt durch:

die Qualität des Trägerpapiers (Rohpapier)
die Strichmenge (Schichtdicke; Einfachstrich, doppeltgestrichen)
das Streichverfahren (Rollrakel; Blade-Coater; Luftrakel; Walzenstreichmaschine)
durch die sich nach dem Streichen anschließende Glättung durch eine Satinage (Kalandrierung)

Gussgestrichene Papiere und Kartone haben eine mathematisch ebenere Oberfläche als gestrichene Papiere und sie haben damit verbunden einen ausgesprochenen fast spiegelnden Hochglanz. Die Herstellung erfolgt in einem sogenannten Gussstreichverfahren bei dem der Hochglanz im Kontakt mit einem heißen Chromzylinder erzielt wird. Es erfolgt also keine Satinage (Kalandrierung). Damit verbunden ist auch eine hohe Steifigkeit und ein hohes Volumen dieser Produkte, die sich vor allen Dingen für den Druck von hochwertigen Verpackungen und Etiketten einen festen Platz geschaffen haben.

Die Sortenstruktur gestrichener und gußgestrichener Papiere und Kartone:

1. Einseitig gestrichen:
glänzend
matt
farbig (matt/glänzend)

2. Beidseitig gestrichen
glänzend
halbmatt (seidenglänzend)
matt
farbig glänzend oder farbig matt

3. Einseitig gussgestrichen
spiegelglänzend weiß
spiegelglänzend farbig
glänzend mit Metalleffekten
matt

4.Beidseitig gussgestrichen weiß

Unseren 200€-Gutschein hat gewonnen…

Marc-Michael Schoberer am März 10, 2010

Taaaaattaaaaa! Die Gewinnerin unseres 200€ Druck-Gutscheins – sponsored by Flyerpilot und dem Gutenberg Blog – steht fest.

Herzlichen Glückwunsch Diana!
Hier ihr Post: http://spannendes-im-netz.blogspot.com/2010/02/mit-meinem-200-druckgutschein-vom.html

Wir kontaktieren Dich in den nächsten Tagen per E-Mail und wünschen Dir schon jetzt viel Freude mit deinen Druckprodukten.
Halte uns auf dem Laufenden, was du bei Flyerpilot hast drucken lassen.

Wir bedanken uns auch recht herzlich bei allen anderen Teilnehmern und empfehlen, dass Ihr unseren RSS-Feed abonniert und/oder uns auf Twitter verfolgt. So verpasst ihr in Zukunft keine spannende Gewinnaktion vom Gutenberg Blog.

Eure Team Gutenberg Blog!

Hier nochmal der Link zur Verlosung: http://www.gutenbergblog.de/brandaktuell/jetzt-200-euro-gutschein-gewinnen-1879.html


IPA – das Internationale Phonetische Alphabet

Stefanie Schaetzler am März 10, 2010

Das Internationale Phonetische Alphabet, kurz IPA, ist, wie der Name schon sagt, ein phonetisches Alphabet, also ein Lautschriftsystem, womit nahezu alle Äußerungen menschlicher Sprache darstellbar sind. Vor allem bei der Darstellung von Wörtern und Bezeichnung und deren Aussprache in Wörterbüchern und Lexika hat sich das IPA als sehr hilfreich erwiesen.

Die Idee, ein Transkriptionsalphabet zu entwickeln, womit alle Sprachen der Welt festgehalten werden können, geht auf Otto Jesperse, einen dänischen Linguisten, im Jahr 1886 zurück. Dort hatte er in einem Brief an Paul Passy den Gedanken an solch ein System zum ersten Mal erwähnt. Gemeinsam gründeten die beiden wenig später die International Phonetic Assosiation. Zwei Jahre darauf, im Herbst 1888, wurde schließlich das erste Lautschriftsystem veröffentlicht.

Folgende Grundsätze waren dabei für das Alphabet von Bedeutung: Jeder distinktive, damit unterschiedliche, Laut sollte ein eigenes Zeichen besitzen. Lässt sich ein Laut allerdings in mehreren Sprachen finden, so bedarf es nur eines einzigen Zeichens. Dies trifft auch dann zu, wenn ein Laut zwar gleich, allerdings unterschiedliche Lautschattierungen aufweist. Des Weiteren sollte das Alphabet – wenn möglich- mit so wenig neuen Zeichen wie nur irgend machbar auskommen. Man stützte sich bei der Umsetzung dieses Grundsatzes weitgehend auf Buchstaben des lateinischen und griechischen Alphabets. Natürlich in veränderter Form. Dabei sollen die neuen Formen jeweils denjenigen Laut andeuten, welchen sie repräsentieren. Immer in Anlehnung und damit Ähnlichkeit zum alten Buchstaben. Diakritische Zeichen, also Zeichen welche zu einem Buchstaben gehören und diesem eine besondere Aussprache oder Betonung verleihen (z.B. ` oder ´ ), sollten vermieden werden. Lesbarkeit und Druckbarkeit des Lautschriftsystems sollte durch solche Sonderzeichen nicht beeinflusst oder erschwert werden.

Vor allem beim Zweitspracherwerb helfen Lautschriftsysteme, die richtige Aussprache kennenzulernen und anwenden zu können. Zudem sichern Aussprachewörterbücher vor allem für Nichtmuttersprachler, BerufsprecherInnen und SchauspielerInnen den richtigen Umgang mit Sprache. Für Deutschland ist das wohl meistgenutzte Aussprachewörterbuch der Duden Nr. 6. Unter folgende Adresse kann man sich über momentane Ausspracheregeln und die aktuellste Auflage des Aussprachewörterbuches informieren: http://www.duden.de/produkte/detail.php?isbn=3-411-04066-1

Das muss jeder Reproide, Hersteller, Produktioner oder Hersteller und vor allen Dingen auch jeder Kunde, der einen Proof bekommt und abzeichnet, wissen. Auch die Hersteller eines der auf dem Markt befindlichen ca. 27 verschiedenen Anlog- und Digital-Proofverfahrens und nicht zuletzt auch die fleißigen Standardisierungs-Spezialisten sollten mit ihren Werbeaussagen und Versprechungen vorsichtiger sein. Allein schon das Wissen um den Problemkreis Proof/Auflagendruck, der sich in erster Linie um Tonwertverschiebungen bzw. Rasterpunktveränderungen dreht, vermeidet bei ehrlichen technischen Werbeaussagen und Angaben viel Ärger, Enttäuschungen und Auseinandersetzung. Ich will versuchen das alles nachfolgend als erfahrener Offsetdrucker begründen.

Im Offsetdruck heißt die Devise für die drucktechnische Übertragung von Druckfarbe von der Druckform über das Gummituch auf die Oberfläche von Papier: So viel Druck wie notwendig, aber so wenig wie möglich. „Küssend“ drucken, sagte mein alter Lehrmeister, was heute übersetzt „Kiss-Print-Einstellung“ heißt. Aber was heißt das eigentlich konkret und wie hoch ist eigentlich die genaue Druckkraft in der Praxis an der Bogen- oder Rollenoffset- Druckmaschine, die in der allgemeinen fachlichen Umgangssprache auch „Druckspannung“, „Beistellung“ oder „Pressung“ bezeichnet wird? Ist sie in allen Druckwerken einer Mehrfarben-Maschine gleich hoch? Drucke ich auf einer kleinformatigen Maschine mit kleinem Zylinderumfang in der Druckzone mit weniger Druckkraft als auf einer Maschine mit großen Zylinderdurchmesser oder umgekehrt? Welche Unterschiede bestehen diesbezüglich zwischen den Bogen- und Rollenmaschinen, denn auch der Rollenoffsetdruck braucht eine Antwort auf die Frage nach den mechanischen Kräfte im Druck und deren Einfluss auf Tonwertverschiebungen oder Punktverbreiterung. Auch ergeben sich Fragen nach der Verhaltensweise der elastischen Gummitücher die sich in der Druckzone durch die auftretenden physikalischen Druckkräfte unterschiedlich eindrücken oder zusammendrücken oder vielleicht auch eine Wulst bilden. Braucht das Papier A aufgrund seiner Oberflächenstruktur, seiner Rauhigkeit oder Glätte, seines Volumens, seiner Kompressibilität oder seines Farbannahmevermögens mehr Druckkraft als das Papier B? Wie hoch werden die Druckkräfte und in welchen Dimensionen verändern sie sich, wenn ich gezwungen bin, durch Touch Screen oder Knopfdruck, oder vielleicht auch an alten Maschinen noch mit einem Steck- oder Schraubenschlüssel sowie durch Veränderung des Aufzugs mehr Druck zu geben wenn es nicht ausdruckt, oder die Farbe vielleicht nicht richtig „anlegt“? Kann ich mit einem konventionellen harten Gummituch vom Lieferanten A mit weniger Druckkraft arbeiten als mit einem luftgepolsterten weichen Tuch vom Lieferanten B? Welchen Einfluss nehmen auf die notwendige Druckkraft im Druckspalt die verschiedenen Oberflächenstrukturen von Gummitüchern, wie Gummi-Deckplattenhärte, Schliffbild und Prägestrukturen? Sehr viel fachliche Information und viele Lehrmeinungen werden vermittelt über die richtige Zylinderabwicklung an Offsetmaschinen, über die notwendigen Maßnahmen und richtigen Korrekturen zur Erzielung der richtigen Drucklbildlänge bei unterschiedlicher Materialstärke und über die Unterschiede zwischen den sogenannten Schmitzringläufern und den Nichtschmitzringläufern. Viele fachliche Informationen werden auch vermittelt über das Messen der Aufzugdicke mit Lineal oder Fühllehre, mit einer Mikrometerschraube oder mit einer Zylinder-Meßuhr. Im Zusammenhang mit der ewigen Diskussion über die Punktverbreiterung und Tonwertverschiebungen und den völlig ungelösten Problemen mit den immer größer werdenden Unterschieden zwischen Proof/Andruck und Auflagendruck braucht der Offsetdrucker objektive Angaben und Messmethoden über die mechanischen Druckkräfte mit denen die feinsten Rasterpunkte von der Druckform über den mit einem Gummituch bespannten Gummidrucktuch auf die Oberfläche des Papiers gelangen. In der vollklimatisierten Druckvorstufe läßt sich am Schreibtisch auf dem Bildschirm ohne jegliche Kraftanstrengung mit Hilfe der Maus das Bild bearbeiten, vielleicht standardisieren, kalibrieren, farbmanagen und anhand von Kurven und Software-Programmen im RGB-Farbenraum „herumtanzen“. Aber trotzdem kommt ein fortdruckgerechter Proof nicht heraus, denn die drucktechnischen Bedingungen, unter den später gedruckt wird sind nicht bekannt und können auch nicht objektiv ermittelt werden. Die technischen Möglichkeiten mit Hilfe von Toner oder Tinten einen Proof mit und ohne Raster herzustellen sind fast nicht mehr zu überblicken und die Ergebnisse entsprechend zahlreich und fern jeder Druckpraxis. Nach neuesten Martkübersichten sind es immerhin stolze 27 analoge und digitale Proof- Systeme die alle vorgeben, fortdruckgerechte Ergebnisse zu präsentieren. Von Standardisierung wird auch nicht mehr gesprochen. Aber was kann der Offsetdrucker an der Maschine machen, wenn 4 Farbschichten aus dem CMYK-Farbenraum naß-in-naß aufeinander kommen und die dafür notwendigen mechanischen Druckkräfte subjektiv nur über den Daumen gepeilt werden können nach der Formel: So viel Druck wie notwendig aber so wenig wie möglich?! Mit exaktem Prüfen und Messen hat das aber nichts tun. In keinem Maschinenprospekt oder Maschinenbuch der verschiedenen Hersteller wird über den ganzen Problemkreis „Druck“ oder „Druckkraft“ ein einziges Wort verloren. Alles dreht sich nur um die Automatisierung, um Programmierung und Voreinstellung der Maschine, um Ökonomie und leichtes und einfaches arbeiten sowie um den schnellen und sicheren Lauf der Bogen vom Anleger bis zur Auslage. Der hier angesprochene und so wichtige Problemkreis „Druckkraft“ fällt schlicht und einfach unter den Tisch. Er ist auch in keiner Fachzeitschrift Gegenstand einer Diskussion oder eines Fachbeitrages. Müsste an unseren Offsetmaschinen nicht endlich auch eine Möglichkeit geschaffen werden, die Druckkraft genau messbar und steuerbar zu machen? Denn die Druckkraft ist für eine exakte Rasterpunktübertragung und zur Lösung der ständig strittigen und ungelösten Probleme mit Tonwertverschiebungen, Punktveränderungen und Druckkennlinien eine sehr wichtige, aber in der Praxis leider nicht definierbare, objektiv messbare und deshalb auch nicht genau steuerbare Größe. Liegen hier nicht auch die eigentlichen Ursache für das Scheitern und Fehlen einer wirklichen und ganz genauen Standardisierung des Fortdrucks? Ein Proof der mit dem Fortdruck wirklich genau übereinstimmt ist eine unerfüllbare Wunschvorstellung. Die diesbezüglichen Unterschiede sind nach wie vor mehr oder weniger groß. Durch die Tatsache, dass es immer mehr neue Methoden gibt, farbige „schöne“ Bilder durch Spritzen und Tonern von färbenden Substanzen auf ein speziell beschichtetes Proof-Material zu übertragen, werden sie immer größer. Die Offsetdrucker sollten sich von der Druckvorstufe und ihren digitalen Möglichkeiten der Bildbearbeitung am Bildschirm nicht widerstandslos etwas vormachen und Sand in die Augen streuen lassen. Es wird heute im Bogen- und Rollenoffsetdruck heute hervorragend gedruckt und es wurde ein sehr hohes Qualitätsniveau erreicht. Aber trotzdem: Die Druckkraft mit der gedruckt wird, ist eine für den Drucker nicht definierbare Größe. Deshalb kann es auch keinen fortdruckgerechten Proof geben.

Auf jeder Zigarrettenpackung steht, dass Rauchen gesundheitgefährdend ist. Auf jedem Proof sollte in gleicher Weise stehen, dass das Ergebnis nicht fortdruckgerecht erstellt werden konnte…