Die Verpackung von Produkten stellt ein hohes Kontaminationsrisiko dar, sofern die Produktverpackung unter geringeren Hygienestandards produziert wird als das eigentliche Produkt. Deshalb gibt es eine Vielzahl an hygienischen Herausforderungen, die von den Verpackungsunternehmen während der Produktion eingehalten werden müssen.

Die gesetzlichen Hygienevorschriften für die Verpackung von Produkten

Insbesondere in medizinischen Branchen wie der Medizintechnik und der Pharmazie spielt die Reinraumproduktion eine wichtige Rolle. Das gilt speziell dann, wenn Wirkstoffe oder andere Bauteile wie Schläuche, Pumpen oder Implantate verpackt werden müssen. Hier ist eine durchgängige Qualitätsüberwachung essentiell. Diese Produkte dürfen beim Transport weder verschmutzt noch beschädigt werden, weshalb sie schon vor dem Verlassen des Reinraums verpackt werden sollten. Dafür setzt man in der Regel Verpackungen aus Kunststoff wie Beutel oder Folien ein. → diesen Artikel weiterlesen!

Die Radierung – ein Star der Drucktechnik

Marc-Michael Schoberer am Juni 21, 2016

Das Wort „Radierung“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich „kratzen, entfernen, wegnehmen“. Und der Name ist Programm. In künstlerischen Druck bezeichnet man mit dem Begriff Radierung ein Tiefdruckverfahren, bei welchem man einer glatten Oberfläche Wunden in Form von Kratzern zufügt. Die Druckplatten werden dabei mit sogenannten Radiernadeln bearbeitet.

Prinzipiell stehen sich dabei zwei Verfahren gegenüber: Einerseits gibt es die Kaltnadelradierung, bei der Zeichnungen und ähnliches mit oben erwähnter Radiernadel in die Druckplatte eingeritzt werden. Andererseits hat man die Möglichkeit einer Ätzradierung, bei der – wie der Name schon sagt – die Motive ins Material eingeätzt werden. Die bei beiden Verfahren entstandenen Vertiefungen können in Folge Farbe aufnehmen und so kann ein Abdruck durch Aufpressen von Papier gezogen werden. Allerdings werden hier in der Regel Walzendruckpressen benutzt, um ein gleichmäßiges und durchgängiges Ergebnis zu erhalten.

Entstanden ist diese Technik im 15.Jahrhundert. Bereits um 1400 herum finden sich Frühformen dieser Drucktechnik. Die erste richtige Radierung stammt aus dem Jahre 1513. Im 16.Jahrhundert benutzte man vor allem Essig und Salz für die vorherrschenden Eisenätzradierungen. Dies erwies sich jedoch schnell als wenig erfolgreich, da das so behandelte Material anfällig für Rost war. Als man später Kupfer als geeignetes Material für Ätzradierungen entdeckte, wurde die Radierung zum bevorzugten Ausdrucksmittel.

Verschiedene Techniken wie Schabtechnik, mit Hilfe derer sich verschiedenste Grauabstufungen darstellen lassen oder Aquatinta, ein chemotechnisches Ätzverfahren, erlaubten intensive Ergebnisse. Durch Kombination verschiedenen Radierungstechniken ergab sich zudem eine Fülle An Gestaltungsmöglichkeiten. Wohl mit ein Grund, weswegen Künstler aller Genres und Epochen dieses Druckverfahren schätzen und lieben. Auch zu heutiger Zeit setzen sich namhafte Künstler gerne mit diesem Verfahren auseinander. So waren es unter anderem Picasso, Käthe Kollwitz oder Salvador Dalí, die auch im 20Jahrhundert dem Charme dieser Drucktechnik erlegen waren.


Transparentpapier bedrucken

Wolfgang Walenski am April 19, 2016


Transparentpapiere sind interessante, abwechslungsreiche, schöne und vor allen Dingen auch universelle Papiere. Sie lassen sich verarbeiten auf allen marküblichen Kopierern, sie sind geeignet für Arbeiten mit Tusche, Tuschefüller, Blei-,Farb- und Filzstiften und sie können auch eingesetzt werden auf Kopierer, Laser- und Inkjetdrucker. Transparentpapiere lassen sich selbstverständlich schneiden, stanzen, bohren, falzen, rillen und sogar mit einer Heißfolienprägung versehen. Besonders interessante Effekte lassen sich mit Filigranstanzungen erzielen. Auch eine Drucklackierung lässt sich aufbringen und selbstverständlich können auch die verschiedenen Bindetechniken praktiziert werden. Hier unsere Tipps, wie Sie Transpaprentpapier bedrucken können.

Die vielen auf dem Markt befindlichen weißen und farbigen Transparentpapiere findet man in aufwendigen Geschäftsberichten, für mehrfarbige Glückwunschkarten und Einladungen, für ansprechende Speisekarten und sogar für repräsentative Visitenkarten. Transparentpapiere bieten Raum für fast jede kreative Idee, um sich aus der Vielzahl anderer standardisierter Druckerzeugnisse durch ihre besondere charakteristische Beschaffenheit herauszuheben und auf sich aufmerksam zu machen.
Die schöne, ruhige und gleichmäßige Transparenz und andere Eigenschaften solcher Papiere ergeben sich durch die Verwendung besonders ausgesuchter Zellstoffe in Verbindung mit der Bearbeitung der Fasern durch die sogenannte Mahlung in einem Refiner. Dabei wird ganz gezielt eine Veränderung der Faserform vorgenommen. Für transparente Papiere erfolgt dabei weniger ein Schneiden oder Kürzen der Fasern, sondern vielmehr ein Quetschen. Das führt zu einer wesentlichen Vergrößerung der Faseroberfläche, verbunden mit einer Zunahme der gewünschten Lichtdurchlässigkeit d.h. der Transparenz, bei gleichzeitger Abnahme des Weißgrades. → diesen Artikel weiterlesen!


Creative Cloud ist die Kreativ-Flatrate

Marc-Michael Schoberer am Februar 25, 2016

Einfach Programme auf dem Computer installieren, Fonts und Grafiken dazu laden, alles immer griffbereit und überall aktuell: So funktioniert Design mit einem Creative Cloud-Abo. Wir zeigen, warum Creative Cloud viel mehr kann als Creative Suite und klären wichtige Fragen rund um Sicherheit, Installation und mehr.

Sie fragen sich sicher, was eigentlich der Unterschied von Creative Cloud zu Creative Suite ist. Erstens bekommen Sie mit Creative Cloud viel mehr als zuvor: Melden Sie sich mit Ihrer Adobe- ID an. Sie laden von der Creative Cloud-Website einfach alle Desktop-Programme wie Photoshop, InDesign und Illustrator die Sie gerade brauchen, auf Ihren Rechner. Die Programme liegen auf Ihrer Festplatte, genau wie bei der Creative Suite.

Sie laden von der Creative Cloud-Website einfach alle Desktop-Programme wie Photoshop, InDesign und Illustrator die Sie gerade brauchen, auf Ihren Rechner. Die Programme liegen auf Ihrer Festplatte, genau wie bei der Creative Suite. → diesen Artikel weiterlesen!

Farbenblindheit

Wolfgang Walenski am Februar 12, 2016

Prüfen sie die Farbtüchtigkeit ihrer Augen!

Dieser Artikel mag zwar nicht unbedingt auf den ersten Blick in das Themenraster des Gutenberg Druckblogs passen. Farbenblindheit ist jedoch ein Problem, dass man gerade im Druckbereich nicht vernachlässigen sollte.

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Die wichtigsten Falzarten

Wolfgang Walenski am Februar 8, 2016

Aufgrund der verschiedenen Falzmaschinentypen und ihrer Falzwerkanordnungen können sehr unterschiedliche Falzarten ausgeführt werden. Diese lassen sich wie folgt gliedern:

1. Kreuzbruchfalzungen
Asymmetrische Kreuzbruchfalzungen
Wenn im ersten Falzwerk im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zur längeren Bogenseite gefalzt wird, können damit 12- oder 24-seitige Falzbogen gefalzt werden.

Symmetrische Kreuzbruchfalzungen
Hierbei erfolgt grundsätzlich eine fortgesetzte Halbierung durch Falzung der längeren Seite, wobei 2, 3 und 4 Falzbrüche für 8-, 16- und 32seitige Falzbogen ausgeführt werden können.

2. Parallelfalzungen
Parallelmittenfalz
Hier wird das Falzprodukt in jeder Tasche der Falzmaschine auf die Hälfte der jeweiligen Einlauflänge gefalzt. Es erfolgt also eine fortgesetzte Halbierung durch parallele Falzbrüche

Fensterfalz
Der Zweibruchfensterfalz weist beidseitig eingefalzte Klappen auf.

Leporello-oder Zickzackfalzungen
Hier wird der Bogen im Zickzack gefalzt, wobei zwei oder mehrere Parallelfalzbrüche in wechselnder Richtung in gleichen oder abgestuften Abständen ausgeführt werden.

Wickelfalz
Beim Wickelfalz wird der Bogen in gleicher Richtung mit zwei oder mehreren Falzbrüchen aufgewickelt um das innere Blatt gefalzt. Der Wickelfalz kann auch mit dem Leporellofalz kombiniert werden.

3. Kombinationsfalzungen
Bei den Kombinationsfalzungen werden Parallel- und Kreuzbrüche mieinander kombiniert.

4. Greiffalz
Das ist eine Falzart, bei der der hintere, vorstehende Bogenteil des Falzbogens zum automatischen Öffnen der Falzbogen dient.

5. Lagenfalz
Falzart, bei der – je nach vorliegender Papierstärke – mehrere Bogen gemeinsam gefalzt werden


Das Schneiden von Papier + Karton

Wolfgang Walenski am Februar 5, 2016

Unter Schneiden ist das Trennen  in unterschiedlichen Techniken mittels Messer zu verstehen. Mit Hilfe verschiedener Schneidtechniken werden in der Papierindustrie, aber auch in der Druckerei vor dem Druck und bei der Druckweiterverarbeitung Papier, Karton, Pappe und Druckerzeugnisse wie Broschüren oder Bücher auf eine bestimmte Größe  bzw. auf ein bestimmtes Format gebracht.

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In der Papierindustrie erfolgt das Schneiden der Papierrollen (Jumborollen/Tamboure) vorwiegend von  Rollen zu Formatware auf rechnergesteuerte Querschneider. Dabei ist zu unterscheiden zwischen einem Duplex-Querschneider auf dem zwei verschiedene Formate (auch in unterschiedlicher Laufrichtung) gleichzeitig geschnitten werden können, einem Simplex-Querschneider und einem Sortierquerschneider bei dem das Papier beiseitig mit Hilfe eines optischen Systems kontrolliert und fehlerhafte Bogen ausgeschleußt werden. Auf Querschneider erfolgt das Schneiden entweder mit einem rotierenden und einem feststehenden Quermesser (konventionelles System) oder mit zwei rotierenden Messertrommeln (Gleichlaufsystem). → diesen Artikel weiterlesen!


UV-Lackierungen, Öldrucklack, Dispersionslack und Co

Marc-Michael Schoberer am Februar 3, 2016

Wer nicht lackieren kann ist „gelackmeiert“!

„Gelackmeiert“ ist eine scherzhafte Kontamination aus „lackieren“. Gelackmeiert zu sein,  heißt so viel wie der Betrogene sein und auch im Nachteil sein. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass derjenige, der heute im modernen Offsetdruck nicht lackieren kann, im scharfen Wettbewerb wirklich den kürzeren zieht. Es steigen nicht nur die Anforderungen hinsichtlich der allgemeinen Druckqualität bezüglich Detailreichtum, Bildschärfe, Kontrast, Tonwertumfang und Ausdruckskraft und natürlich auch was die Qualitätskonstanz innerhalb der gesamten Auflage betrifft. Die elektrostatischen Digitaldrucker versuchen den Markt der heutigen Wegwerfgesellschaft mit ihrer „Gut-genug-Qualität“ zu beeinflussen, weil bei diesen Verfahren der Gestaltung der Druckprodukte gewisse Grenzen gesetzt sind. Das betrifft einerseits die Auswahl nur einer sehr beschränkten Anwendung von Papier- und Kartonqualitäten (vorwiegend nur bestimmte und „lizensierte“ Naturpapiere) und andererseits besteht auch keine Möglichkeit des Lackierens. Aber der Markt erwartet neben einer weiter steigenden Druckqualität auch die Möglichkeit und Praktizierung einer der vielen Möglichkeiten einer Oberflächenveredelung durch Lack. Gut genug ist keineswegs im modernen Offsetdruck gut genug. Nicht zuletzt deshalb, hat sich das Gebiet der Druckveredelung durch eine Lackierung im Laufe der Zeit zu einem fast eigenständigen Fachgebiet entwickelt dem sich mehr und mehr  die Druckmaschinenhersteller auch für das kleinere Druckformat zuwenden. Hier möchte ich ganz kurz in Stichworten auf die vielen Möglichkeiten einer Drucklackierung aufmerksam machen.

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Plakatgestaltung – was macht ein gutes Plakat aus

Marc-Michael Schoberer am Januar 31, 2016

Plakate sind nach wie vor eines der gängigsten Mittel, um Werbung zu machen, Events anzukündigen oder zu informieren. Wenn Sie durch die Innenstadt laufen, werden Ihnen einige mehr und einige weniger ins Auge stechen. Aber warum ist das so? Was macht ein gutes Plakat aus?

Die Faustregel besagt wie beim Firmenlogo, dass weniger mehr ist. Ist ein Plakat nicht zu überladen mit Farben, Mustern oder Text, sondern eher schlicht und „auf den Punkt gebracht“, schauen Menschen eher drauf. In maximal drei Sekunden sollten der Inhalt und der Zweck des Plakats vollständig erfasst werden können.

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Was heißt Umschlagen – Umstülpen – Umdrehen?

Wolfgang Walenski am Januar 30, 2016

Umschlagen
Nach erfolgtem Schöndruck, also nach dem erstmaligen Bedrucken der Bogen, können diese für den Widerdruck umschlagen werden. (sie schematische Darstellung) Dabei kann dieselbe Druckform auf die Rückseite abgedruckt werden, so dass man zwei Drucknutzen bekommt, oder es wird nach dem Umschlagen für den Widerdruck eine zweite Druckform eingerichtet. Nach dem Umschlagen kommt der seitliche Anlagepunkt (Seitenmarke, Schiebe-oder Ziehmarke) auf die andere Seite, während die vorderen Anlagepunkte (Vordermarken) B und C sich gegeneinander austauschen. Der Drucker hat lediglich nach dem Umschlagen die Seitenmarke A in der Maschine zu wechseln, während die Vordermarken erhalten bleiben. Die Bogen haben also nur einen Anlagewinkel (W) der in der Regel für eine vielleicht notwendige Weiterverarbeitung genau zu markieren ist.

Umstülpen
Nach erfolgtem Schöndruck besteht nach entsprechender Einteilung und Anordnung des Druckbildes auch die Möglichkeit, die Druckbogen zu umstülpen. (siehe schematische Darstellung). Dabei bleibt der seitlich Anlagepunkt A an derselben Papierkante, so dass der Drucker seine Seitenmarke nicht zu wechseln braucht.
Im Gegensatz zum Umschlagen erfolgt aber beim Umstülpen eine Änderung der Vorderanlage in der Weise, dass jetzt die zweite Längskante des Bogens an die Vordermarken B und C der Bogen-Offsetmaschine angelegt wird. Man bekommt praktisch zwei Anlagewinkel (W 1 und W 2). Für den Schön- und Widerdruck durch Umstülpen der Bogen werden besonders hohe Anforderungen an die Formatgenauigkeit der kürzeren Seite und auch an die Winkelgenauigkeit gestellt.
Genau Markierung der Anlagewinkel ist für die Genauigkeit der Weiterverarbeitung sehr wichtig.

Umdrehen
Beim Umdrehen handelt es sich um das zweimalige Bedrucken der gleichen Bogenseite (siehe Schemazeichnung). Hier werden Seitenanlage und Vorderanlage des Druckbogens gewechselt, ohne dass der Drucker die Seitenmarke (A) und die Vordermarken (B+C) zu verstellen braucht. Man bekommt aber zwei Anlagewinkel (W1+W2). Für die genaue Weiterverarbeitung oder Veredelung der Druckbogen ist eine genaue Markierung der Winkel empfehlenswert.