ICC Profile

ICC Profile für das Farbsystem und einhaltung von Farbwerten

 

Alle am Reproduktionsprozess beteiligten Ausgabegeräte werden linearisiet, kalibriert und profiliert.
Ein Farbprofil ist die farbmetrische Beschreibung der geräteabhängigen Wiedergabeeigenschaften eines Gerätes in einem geräteunabhängigen Referenzfarbsystem (z. B. CIELab). Die Struktur dieses Profils ist vom International Color Consortium (ICC) festgelegt worden.
Genau genommen ist das Farbprofil eine Tabelle, die RGB-Werten die Normfarbwerte eines Standardfarbraums zuordnet, zum Beispiel L*A*B*, sRGB oder AdobeRGB(1998). Die Kombination aus RGB-Wert und Farbprofil liefert damit die vollständige Information über die tatsächlich gemeinten Farbwerte.
Ziel eines konsequent eingesetzten Color-Managements ist, dass eine Vorlage, die mit irgendeinem Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird. Colormanagement-Systeme können Geräte wie Scanner, Digitalkameras, Monitore, Drucker sowie Film- und Plattenbelichter aufeinander abstimmen. Die Farbe wird z.B. den Druckbedingungen entsprechend angezeigt.

Wie werden ICC-Profile erstellt?

➢ Zur Erstellung von ICC-Profilen ist eine Profilierungs-Software, ein Spektralphotometer und eine Messvorlage notwendig.
➢ Eingabegeräte wie Scanner und Digital-Kameras werden mit einem IT8-Testchart kalibriert. Zu dieser standardisiert hergestellten Dia- oder Aufsichtsvorlage gehört eine ausgemessene Referenzdatei. Das IT8-Testchart wird gescannt oder fotografiert und in einer definierten Auflösung abgespeichert. Die Profilerzeugungssoftware vergleicht dann die digitalisierte Datei mit der Referenzdatei und berechnet aus den Differenzen das Farbprofil.
➢ Zur Kalibration von Monitoren wird das Spektralphotometer am Monitor befestigt. Mit Hilfe der Profilierungssoftware wird der Farbumfang des Monitors vermessen und in einem weiteren Profil gespeichert.
➢ Für die Profilierung des Proofdruckers wird die IT8-Testchart Referenzdatei auf dem Proofdrucker ausgegeben. Dieser Ausdruck wird mit dem Spektralphotometer vermessen, von der Profilierungssoftware mit der Referenzdatei verglichen und die Differenzen in einem dritten Profil gespeichert.
➢ Die Profilierung der Fortdruckmaschine erfolgt genau wie die des Proofdruckers. Hierbei ist zu beachten, dass der Zwischenschritt beim konventionellen Offsetdruck über die Druckplattenbelichtung ebenfalls kalibriert sein muss. Jede Fortdruckmaschine-Bedruckstoff-Kombination hat ihr eigenes Farbprofil, d. h. es muss für jede Fortdruckmaschine und jedes Papier ein eigenes Profil generiert werden (z. B. 2 Fortdruckmaschinen bedrucken je ein mattes und ein glänzendes Papier = vier Profile).

Wann ist ein Proof farbverbindlich?

Mit Hilfe farbverbindlicher Proofs wird exakt simuliert, wie die Daten nach dem Druck aussehen.
Kommen die am Bildschirm „erstellten“ Farben auch wirklich so beim druckfertigen Projekt rüber?

Denn zu viele Faktoren können die Farbwiedergabe entschieden beeinflussen.
Jeder Druckverfahren – egal ob Digital-, Bogen-, oder Offsetdruck – wirkt farbverändernd. Das eine mehr, das andere weniger.
Auch die Grammatur, die Veredelungsmöglichkeiten und die Oberflächenbeschaffenheit des Papiers nehmen direkten Einfluss auf die Farbechtheit.
Punktzuwachs, Druckfarbe und Rasterverfahren sind weitere verändernde Komponenten, die man berücksichtigen sollte.

Es gilt: Ein Proof ist erst dann farbverbindlich, wenn all diese potentiellen Einflussquellen beachtet sind und auf dem Proof auch wiedergegeben werden können.
Farbinformationen, die mittels ICC-Profil gespeichert worden sind, müssen von der RIP-Software der prooferstellenden Druckerei auch gelesen werden können.
Denn Farbechtheit können nur ICC-fähige Ausgabegeräte gewährleisten.

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Der Überfieger Web to Print

Web-to-Print schafft Kundenbindung

bvdm-Fachveranstaltung in Mainz stellte aktuelle Entwicklungen vor
Das Sechste Web-to-Print Forum in Mainz am 28. und 29. Oktober zeigte: Web-to-Print hat die Phase der Gründerzeit längst genommen und sich zu einer ausgereiften, globalen Anwendung in der Wertschöpfungskette der Druckproduktion entwickelt. Praxisbeispiele aus verschiedenen Branchen machten klar, dass sowohl im Geschäft mit den BtB-Kunden, als auch mit den Endkunden Web-to-Print-Lösungen für Druckereien und Dienstleister nicht mehr wegzudenken sind.

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