Nicht jammern, Service verbessern!

Marc-Michael Schoberer am Oktober 26, 2012

Man liest es beinahe täglich:
Kleinere Hausdruckereien klagen lautstark über die chronische Übersättigung des Druckmarktes.

Nicht jammern - Service veressern. Und zwar schleunigst!Schuld seien natürlich wie immer die anderen, die Großen, die Online-Druckereien, die das Internet zum aktiven Verkauf nutzen.
Als sei Print 2.0 ein Buch mit 7 Siegeln?!

Man beschwert sich über die zunehmende Zerstörung der Preisstrukturen und über den Kundenfang der Online Marktführer. Man jammert und jammert und jammert.

Der Service der Online-Druckereien sei schlecht, man selbst würde doch alles viel besser, effizienter und qualitativ hochwertiger machen.

Diese Ungerechtigkeit publiziert man über die Medien. Doch Ungerechtigkeit muss erforscht sein. Deshalb gehen wir der Sache auf den Grund. Ist dieses Problem etwa hausgemacht?

Wir haben den Praxistest gemacht und uns vom Servicegedanken der „kleinen Hausdruckereien“ überzeugt.

Der Kerngedanke:

Eine Druckerei die klagt, muss doch an potentiellen Neukunden interessiert sein, muss dem „Neuen“ Honig um´s Maul schmieren und buhlen was das Zeug hält. Denn Neukunden sind Aufträge. Aufträge nach denen man ja laut Presse händeringend sucht.

Wir haben daher 10 kleinere Druckereien (Offset) kontaktiert und ein klassisches Standardprodukt angefragt.

10.000 Visitenkarten, 4/4- farbig, 350 gr. Papier, Bilderdruck matt, vollständige, druckkonforme Daten werden als PDF geliefert.
Zugegeben, das angefragte Produkt passt mehr in die Sparte „Online-Druck“, aber Interesse, gerade wegen eventueller Folgeaufträge, müsste ja da sein. Oder?

Denkste! Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, weder uns und schon gar nicht unserem Auftrag wurde die nötige Aufmerksamkeit geschenkt.
Ja, zum Großteil haben wir noch nicht einmal ein professionelles Angebot erhalten.
Sollte es den Hausdruckereien also doch nicht so schlecht gehen?
Jammert man nur, weil alle jammern und es bequemer ist, die Schuld beim anderen zu suchen?

Bei 10 Offsetdruckereien aus dem gesamten Bundesgebiet sieht der Kundenservice und Customer Relation Management (CRM) wie folgt aus:

- 40 % der Druckereien rieten uns direkt und ohne Umschweife, uns an die bekannten Online-Druckereien zu wenden. Zwar erhielten wir keine konkrete Empfehlung, aber alleine die ablehnende Haltung verblüffte uns.
- 6 Druckereien wollten uns ein unverbindliches Angebot zukommen lassen. Trotz mehrfacher Betonung, dass wir den Auftrag so zügig wie möglich erledigt haben müssten, haben wir zum Teil bis heute kein Angebot vorliegen. Tatsächlich erhalten haben wir nach 7 Tagen 3 Angebote. Die anderen Offerten folgten sporadisch.
- Sage und schreibe 7 von 10 Druckereien vermittelten uns das Gefühl, mit unserer Anfrage hier nicht willkommen zu sein. Man war tendenziell unfreundlich und nur wenig serviceorientiert.
- 40 % der Druckereien konnten uns keine fundierte Auskunft geben, wie die Druckdaten am sinnvollsten geliefert werden sollten. „Schauen Sie mal auf unsere Website, oder schicken Sie ein JPG“. Von PDF war nicht wirklich die Rede. Auch hier wurde deutlich: Der Kunde war vielleicht mal vor 20 Jahren König.
- 3 von 4 Druckereien wiesen uns jedoch umgehend darauf hin, dass Datenchecks extra kosten und definitiv nicht im Service inbegriffen seien.

Der Preis:

Es war natürlich von Beginn an klar, dass eine kleine Druckerei nicht mit den Preisen der Internetkonkurrenz mithalten kann.
Die Preise der Druckereien, die uns auch tatsächlich ein Angebot geschickt haben, lag teilweise über dem 8-fachen Preis aus dem WWW.
Definitiv zu hoch.

Mit einem derart schlechten Ergebnis für die Hausdruckereien haben wir nicht gerechnet. Theoretisch wäre es natürlich möglich, dass wir genau die Schwarzen Schafe bei der Auswahl der Druckereien angefragt haben, die faktisch kein Interesse zeigen.
Die Zahlen sagen jedoch mehr als Worte und geben diesem Gedanken nur wenig Nahrung.
Auch wenn unser Auftrag sicherlich nur sehr geringe Gewinnspannen zulässt, es wäre doch ein Einstieg. Eine Möglichkeit auf interessante Neuaufträge.
Auf positive Mundpropaganda, auf die Hausdruckereien ja sehr viel Wert legen (sollten).

Ich persönlich würde auch sehr gerne mal regional drucken lassen.
Die lokale Wirtschaft unterstützen.

Bei diesem mäßigen Service drucke ich jedoch lieber weiterhin online und nehme in Kauf, dass der persönliche Kontakt verloren gehen könnte.

Natürlich – auf den ersten Blick kann man die Frustration der kleinen Druckereien verstehen, aber dieser Unmut sollte tunlichst nicht an den Kunden weitergegeben werden.
Stattdessen sollte man optimieren, ranklotzen und nicht nur jammern und mit dem Finger auf die anderen zeigen.

Hausdruckereien bei denen der Service noch groß geschrieben wird, können sich gerne bei uns melden und uns von Ihrem Service überzeugen. Wir würden uns freuen.


Das Motto „one world – one drupa“ hat die internationale Leitmesse der Druck- und Medienindustrie vom 3. bis 16. Mai 2012 in Düsseldorf. Ein wichtiges Themenfeld: Die nachhaltige Medienproduktion. Auf einer Fläche von 200m² ist dazu die Sonderschau „Media Mundo @ drupa“ zu erleben. Ein großer Name präsentiert sich am Rhein mit neuen Steuerleuten: Aus der Manroland AG wurde die Manroland Web Systems und Manroland Sheetfed Systems.

Foto: renetillmann.com / Messe Duesseldorf

Die Brancheninitiative Media Mundo ist als Kooperationspartner mit der Umsetzung der Sonderschau „Nachhaltigkeit“ während der drupa 2012 beauftragt worden. Während der zwei Messewochen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt werden für diesen Bereich Live-Diskussionen sowie spannende Präsentationen von Experten und Branchengrößen angekündigt. Eine wechselnde Themenausstellung mit zahlreichen Partnern der Initiative Media Mundo sowie führenden Unternehmen und Organisationen informiert das Fachpublikum. Besonderes Augenmerk soll dabei auf Dialog und Partizipation liegen: Vorträge werden live ins Netz gestreamt, Interaktivität wird im Chat mit den Referenten und Partizipation per Twitter geboten sein. → diesen Artikel weiterlesen!


Die Erfolgsgeschichte des Offsetdrucks ist auch eine Geschichte seiner Druckformherstellung. Sie war zunächst geprägt durch einige wenige manuelle Techniken die vom Steindruck übernommen wurden, dann aber durch eine Vielzahl verschiedener fotomechanische Übertragungsverfahren, für die sich in der Fachsprache der Obergriff „Offsetkopie“ etablierte. Dabei wurden zunächst Zinkplatten, dann aber in erster Linie Aluminiumplatten verwendet.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es 6 Firmen die für die Offsetkopie konfektionierte Kopierlösungen anboten die meistens gebrauchsfertig waren oder vor Verwendung durch Zugabe einer Chromierung, wie z.B. Ammonium-Bichromat, lichtempfindlich gemacht werden musste. Die Platten wurden nach der Beschichtung und der sich anschließenden Belichtung entweder mit Säure oder mit Wasser entwickelt.

Ein sehr wichtiger Arbeitsgang der Offsetkopie war in der Vergangenheit das Beschichten der Platten. Das erfolgte in einer Horizontal- oder Vertikal- Schleuder in der Weise, dass auf die Mitte der mehr oder weniger schnell rotierenden Platte die Kopierlösung in gleichmäßigem Fluss aufgegossen wurde. Von dort aus verteilte sich die Schicht durch die Zentrifugalkraft fast gleichmäßig auf die ganze Platte. Das Aufgießen wurde unterbrochen, wenn die sich kreisförmig ausbreitende Schicht zwei Ränder der Platte erreicht hatte. Das Aufgießen der Schicht erfolgte entweder mit einem Porzellantopf, mit einer Glasmensur und später dann auch mit einem Beschichtungsautomaten bei dem die erforderliche Schichtmenge voreingestellt werden konnte. Man rechnete für 1 m2 Platte ca. 150-200 ccm Kopierlösung. Eingesetzt wurden sowohl Horizontal- als auch Vertikalschleudern. Dabei war die Trocknung der Schicht von besonderer Bedeutung. Nach etwa 10 Minuten sollte die Platte bei ca. 35 °C gleichmäßig getrocknet sein.

Die Selbstbeschichtung wurde allmählich durch vorbeschichtete Platten abgelöst und damit die Automatisierung der Offsetkopie eingeleitet. Die erste vorbeschichtete Platte kam am 21.Mai 1949 durch die damalige Firma Kalle & Co, Wiesbaden heraus. Es war die „Ozasol Druckforlie MA-Positiv. 1950 folgte die „Ozasol Druckfolie MD-Positiv“, 1951 die „Ozasol-Druckfolie M-Negativ“, 1956 die „Ozasol N1“ . Der weitere Siegeszug ließ sich nicht mehr aufhalten.


Wasserloser Offsetdruck: Es geht auch umweltfreundlich!

Wolfgang Walenski am Dezember 8, 2010

Warum wasserloser Offsetdruck?

Der Offsetdruck ist ein Flachdruckverfahren. Dabei befinden sich die druckenden und nichtdruckenden Partien der Druckform in einer Ebene. Die druckenden Stellen sind farbführend, während die nichtdruckenden farbabweisend sind.
Diese Wechselwirkung ist auf grenzflächenphysikalische Phänomene zurückzuführen. Die druckenden Zeichnungselemente der Flachdruckform zeigen ein hydrophobes, also ein wasserabstoßendes und damit ein oleophiles Verhalten im Gegensatz zu den nichtdruckenden Partien, die hydrophile und damit oleophobe Eigenschaften aufweisen. Der eigentliche Druckprozess vollzieht sich im Offsetdruck dadurch, dass zuerst die nichtdruckenden Stellen der Druckform mit Hilfe eines Feuchtwerkes mit einem dünnen Feuchtigkeitschleier überzogen werden. Unmittelbar danach erfolgt die Einfärbung der druckenden Stellen mit Hilfe des Farbwerkes.
Bei diesem Einfärbungsvorgang rollen die sogenannten Farbauftragswalzen auch über den Feuchtigkeitsschleier hinweg. Dass führt dazu, dass die Druckfarbe im Laufe der Zeit mehr oder weniger Feuchtmittel aufnimmt; sie emulgiert mehr oder weniger stark. Diese hier nur ganz kurz angedeuteten unkontrollierbaren physikalischen und chemischen Grenzflächenprobleme im Zusammenhang mit einem wässrigen sauren Feuchtmittel sind es aber, die dem Offsetdruck sowohl im Bogen- als auch im Rollenoffsetdruck manchmal nicht unerhebliche und auch verschiedene Schwierigkeiten bereiten. → diesen Artikel weiterlesen!


Die European Waterless Printing Association wurde 1996 von weitsichtigen Druckachleuten gegründet. Entsprechend ihrer Satzung besteht die Aufgabe darin, durch Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiete des wasserlosen Offsetdrucks den Gebrauch von Feuchtmitteln zu vermeiden und die Umwelt dadurch vor Belastungen von Luft und Wasser zu schützen. Dieses Ziel verfolgt ebenfalls schon seit vielen Jahren die WAP (Waterless Printing Association USA) und auch die JWPA (Japan Waterless Printing Association).

Die europäische EWPA (Chairman EWPA: Detlef Braun) hat jetzt einen neuen Newsletter herausgebracht, der regelmäßig über das Marktgeschehen des wasserlosen Offsetdrucks berichten wird.
Themen der 1. Ausgabe:

  • 1. Konferenz „Energieeffiziens und Produktivitätssteigerung“ durch den wasserlosen Offsetdruck am 22. April 2010 an der Bergischen Universität Wuppertal
  • Der wasserlosen Offsetdruck in der polnischen Druckerei CENTRUM,
  • Neuer Zertifizierungsstandard für den wasserlosen Offset
  • CONTITECH Gummituch-Symposium

Weitere Informationen unter:
www.ewpa.org
info@ewpa.org


Caspar Hermann, der deutsche Offset-Pionier

Wolfgang Walenski am April 6, 2010

Gutenberg revolutionierte mit seinem Buchdrucksystem den Textdruck, Alois Senefelder mit dem ersten Flachdruckverfahren den Bilderdruck. Den bis heute dominierenden Offsetdruck erfanden 1904 unabhängig voneinander Ira W. Rubel und Caspar Hermann.

Zehn Umzüge, zehn Patente und zwei bahnbrechende Erfindungen, denen die Patentierung jedoch verwehrt blieb, dazu eine Familie mit zwei Töchtern und drei Söhnen – Caspar Hermanns Leben ist von schöpferischer, tatkräftiger Rastlosigkeit geprägt. 1891 wanderte der gelernte Lithograf und Steindrucker mit seiner Frau in die USA aus, kehrte 1907 nach Deutschland zurück und wurde hier zum Offset-Pionier. Drei Jahre vorher waren in den USA die beiden ersten funktionstüchtigen Offsetdruckmaschinen für den Druck auf Papier gebaut worden: die eine stammte von Ira W. Rubel, die andere von Caspar Hermann.

Die Vorgeschichte beginnt 1798
Alois Senefelder (1771–1834) entdeckte die drucktauglichen Eigenschaften des Solnhofener Kalkschiefers und erfand darauf aufbauend zwischen 1796 und 1798 ein neues Druckverfahren, denn beim Steindruck befinden sich erstmals druckende und nicht druckende Partien nahezu in einer Ebene. Das für Noten-, Landkarten- und Bilderdruck prädestinierte Verfahren basiert bekanntlich auf der Tatsache, dass Wasser und Öl einander abstoßen. Der Künstler zeichnet und schreibt also mit fetthaltiger Kreide oder Tusche spiegelverkehrt auf den Stein, und nur auf seiner Zeichnung bleibt dann die nach der Feuchtung aufgetragene Druckfarbe haften. Druckform und Ergebnis bezeichnet man als Lithografie (lithos – Stein, graphein – schreiben).
Als originalgrafisches Verfahren wurde die Lithografie erst spät von Künstlern entdeckt, stilbildend wirkten z.B. die Plakate von Jules Chéret und Toulouse Lautrec. Steindruck-Spezialisten findet man heutzutage in Deutschland etwa noch bei Quensen in Lamspringe, bei Kätelhön in Möhnesee oder in der Saal-Presse in Bergsdorf.
Bis zur Erfindung des Offsetdrucks vergingen noch mehr als hundert Jahre. Die Impulse zur Verwirklichung des ersten indirekten Flachdruckverfahrens kamen aus verschiedenen Bereichen. Genutzt wurden sowohl das Rotationsprinzip (rund/rund) des Buchdrucks und des Zinkdrucks, beides direkte Druckverfahren, als auch die Methode des indirekten Druckens über einen Gummizylinder, die im Blechdruck Verwendung fand. Der darauf verweisende Begriff »to set off« erscheint bereits in einem Patent vom 3. Juli 1875. Robert Barclay, ein Engländer in Paris, erhielt es für den zusätzlichen elastischen Gummidruckzylinder in seiner neuen Blechdruckmaschine.

Ira W. Rubel nutzt den Zufall
Ira W. Rubel betrieb in Rutherford, New Jersey, eine Stein- und Zinkdruckerei und bekam 1904 den Auftrag, eine Auflage auf hartem Banknotenpapier zu drucken. Um in seiner Zinkdruck-Rotationsmaschine bessere Ergebnisse zu erzielen, bespannte er den Druckzylinder mit einem Gummituch. Bei einem versehentlichen Leerlauf erfolgte die Farbübertragung auf dieses Gummituch und der nächste Papierbogen wurde beidseitig bedruckt. Rubel fiel auf, dass der seitenverkehrte Abdruck auf der Rückseite die bessere Qualität zeigte, und experimentierte in dieser Richtung weiter. 1905 gründete er zusammen mit zwei Partnern das Sherbel-Syndikat und ließ bei der Potter Printing Press Company eine Rotationsmaschine für den indirekten Zinkdruck bauen. Auf die Zylinderkombination dieser sogenannten Potter Press erhielt Rubel in verschiedenen Ländern Patente. Nach Unstimmigkeiten im Syndikat ging er 1906 nach England, wo seiner Maschine allerdings kein Erfolg beschieden war. Rubel starb im September 1908. Sein Verdienst ist u.a. auch, dass die Bezeichnung Offsetdruck größere Verbreitung fand.
In England gab es eine eigenständige, vom Blechdruck ausgehende Entwicklung, mit der Maschinenfabrik George Mann & Co., Leeds, an der Spitze. Zwischen 1901 und 1914 war Arthur Borroughs Evans hier Erster Konstrukteur und Technischer Leiter. Er rüstete, angeregt durch Rubels Offsetdruckmuster, eine seiner Rotationsmaschinen für Blechdruck zum Druck auf Papier um und erhielt 1908 darauf das Patent. Sie wurde zur ersten kommerziell erfolgreichen Bogen-Offsetdruckmaschine.

Caspar Hermann – visionär, vielseitig, missverstanden?
Als Lithograf und Steindrucker beherrschte der 1871 geborene Caspar Hermann u.a. auch die Raffinessen der Druckformherstellung und war zugleich ein perfekter Umdrucker. Während Rubel den Zufall nutzte, experimentierte Hermann anscheinend schon früh ganz gezielt mit der indirekten Methode. 1903 meldete er sein erstes Patent auf eine lithografische Rotationsmaschine für indirekten Gummidruck auf Papier an; es wurde ihm wegen eines ähnlichen Patentes von 1881, das sich allerdings auf den Blechdruck bezog, verwehrt. Enttäuscht, aber nicht entmutigt, machte er weiter. Als nirgendwo auch nur einfache Offsetdruckmaschinen in Betrieb waren, suchte Hermann von Baltimore aus per Inserat im »Allgemeinen Anzeiger für Druckereien« vom 22.März 1904 Personen, die am Bau einer lithografischen Rotationsmaschine für den Mehrfarbendruck interessiert waren. Die Resonanz scheint nicht groß gewesen zu sein. Im Dezember 1904 folgte ein Briefwechsel mit der Harris Automatic Press Company in Niles, Ohio, über eine Zusammenarbeit, die am 9.Januar 1905 vertraglich besiegelt wurde. Hermann sollte danach sein ganzes Wissen einbringen und Harris-Buchdruckmaschinen für den indirekten Offsetdruck umrüsten. Das tat er und entwickelte dazu auch gleich einen automatischen Bogenanleger, der eine Stundenleistung von ca. 5000 Drucken ermöglichte. Die beiden ersten derart umgebauten Maschinen wurden im Frühjahr 1906 bei der Republic Banknote Co. in Pittsburg aufgestellt.
Ein Fortkommen sah Hermann in den USA wohl nicht, 1907 ging er mit seiner Familie nach Deutschland zurück. Er knüpfte hier Kontakte zu verschiedenen Herstellern und Druckereien. Schließlich kaufte er von der Maschinenbau-Gesellschaft und Harris-Vertretung in Zweibrücken eine Harris-Rotations-Buchdruckmaschine, die er für die Leipziger Großdruckerei C.G.Röder umbaute. Noch im selben Jahr wurde die erste deutsche Bogen-Offsetdruck-maschine namens »Triumph« in Leipzig aufgestellt und in Betrieb genommen. Sie hatte einen automatischen Bogenanleger und druckte im Format 40x60cm ca. 5000 Drucke in der Stunde.
Auf den 26.November 1907 datiert schließlich auch Hermanns erstes Patent, das D.R.P. Nr. 203 612 für ein Vierzylindersystem Gummi gegen Gummi für gleichzeitigen Schön- und Widerdruck. 1909 erwarb die Schnellpressenfabrik Frankenthal Albert & Cie. die Lizenz.

Hermanns »Universal« – eine Weltpremiere
Das Beste in den wechselvollen Jahren bis 1912 war die Begegnung mit Ernst Herrmann, dem Inhaber der Walzengießerei Felix Böttcher in Leipzig, aus der eine enge Partnerschaft wurde. Hieraus resultierte auch die Zusammenarbeit mit der Vogtländischen Maschinenbau AG in Plauen. Die VOMAG baute schließlich mit Hermanns »Universal« die erste Rollen-Rotationsoffsetdruck-maschine der Welt. Premiere war am 25. Juni 1912 bei Felix Böttcher in Leipzig. Von 1913 bis 1920 fand Hermann daraufhin bei der VOMAG ein optimales Experimentierfeld.
Aber es folgten weitere Stellen- und Ortswechsel (Augsburg, Leipzig, Wien, Leipzig), Hermann arbeitete an technischen Verbesserungen, besonders bei der Druckformherstellung, und bekam neue Patente zugesprochen. In den zwanziger Jahren unternahm er in Wien sogar Versuche im Offsetdruck ohne Feuchtung. 1931 druckte er auf der Leipziger Frühjahrsmesse in dieser Weise eine vierfarbige Publikation. Die letzten Probleme im wasserlosen Offsetdruck waren ein Jahr später gelöst, das Patent blieb ihm jedoch versagt. Am 6. November 1934 stirbt Caspar Hermann in Leipzig.
»Zweifellos gehört dem Offsetdruck die Zukunft.« Das wusste Caspar Hermann schon 1912. Bis sich das Verfahren in Deutschland endgültig durchsetzte, vergingen aber noch einige Jahrzehnte. Erst 1981 überflügelte der Offset- den Buchdruck, nicht zuletzt auch wegen des Fotosatzes, dessen Anfänge ebenfalls in der Zeit um 1900 liegen.


Duftlack: „Dufte“ Offsetdrucke

Wolfgang Walenski am März 19, 2010

Mehrfarbige Offsetdrucke vermitteln heute nicht nur Seherlebnisse und man steigt durch den Bedruckstoff nicht nur in die geheinnisvolle Gefühlswelt der Haptik ein, sondern man kann sich auch durch angenehme Düfte verführen lassen. Das ist im Offsetdruck möglich durch eine Duftlackierung oder einen Duftdruck. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Düfte aber noch mehr: Sie wecken Gefühle, sie verführen, sie machen Appetit und stimulieren.

Drucktechnisch lassen sich Duftlackierungen neben dem Flexo-, Tief- und Siebdruck, besonders im Bogen- und auch im Rollenoffsetdruck (Heatset und Coldset) durch partielle Übertragung eines speziellen Duftlackes praktizieren, in den mikroverkapselte Duftöle eingearbeitet sind. Durch ein mehr oder weniger starkes Reiben mit dem Finger oder Handrücken werden diese Kapseln zerstört und die Duftöle setzen sich frei. Die bildhafte, visuelle Darstellung frischer Apfelsinen, Erdbeeren, Bananen, Äpfel oder Kräuter kann dadurch wirkungsvoll ergänzt werden durch gleichzeitige Anregung des Geruchssinns. Die Nase sieht mit! Welche Möglichkeiten gibt es und was ist zu beachten?

Duftlackierungen im Bogenoffsetdruck
Im Bogenoffsetdruck gibt es drei verschiedene Möglichkeit Duftdrucke herzustellen:

  • über die Druckfarbe
  • mit Hilfe von Öldrucklack
  • mit Hilfe von Dispersionslack

Für den Bogenoffsetdruck lassen sich mikroverkapselte Duftöle in die Druckfarbe einarbeiten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es sich um möglichst kräftige flächige Farbanteile handelt, damit auch wirklich ausreichend Kapseln auf die Oberfläche gelangen. Denn die Intensität der Duftwirkung ist abhängig vom Farbanteil. Wesentlich besser und wirkungsvoller ist es dagegen, auf das vorgedruckte Druckbild nass auf trocken partiell und flächig eine separaten Öldrucklackierung mit Duftlack zu machen. Dabei ist auf ausreichende Lackführung zu achten und gleichzeitig genügend zu Pudern weil der Duftlack in der Regel durch die Bildanteile nicht in die Oberfläche des Papiers wegschlagen soll. Es besteht die Gefahr des Ablegens und Klebens, wie es ja auch bei einer normalen Öldrucklackierung naß auf trocken der Fall sein kann. Die visuelle Kontrolle der Lackmenge bei einem Duftlack wird etwas erleichtert durch sein mattes Aussehen und Aufliegen.

Die elegantere Methode einer Duftlackierung ist eine Dispersionslackierung nass-in-nass mit Hilfe eines entsprechenden Lackierwerkes. Es kann sich auch um ein Kammerrakelsystem handeln. Dabei ist die Viskosität des Lackes, wie üblich, auf das jeweilige Applikationssystem einzustellen. Diesbezüglich liegen entsprechende Praxiserfahrungen in der Regel vor. Auch hier erleichtert das seidenmatte, flächig partiell aufliegen des Lackes die Kontrolle der Lackmenge. Ein Nachkleben des wasserverdünnbaren Dispersionslackes ist unter normalen Umständen nicht zu befürchten, vor allen Dingen dann nicht, wenn die Trocknung durch Wärmeeinwirkung (IR oder/und Warmluft) unterstützt wird.

Duftlackierungen im Rollenoffsetdruck

Mehr als im Bogenoffsetdruck, wird heute eine Duftlackierung mit einem Heatset-Drucklack bereits im Rollenoffsetdruck praktiziert. Im Heatset-Illustrationsdruck muß dafür am besten ein zusätzliches Farbwerk für die Übertragung des Duftlackes auf Öldruckbasis aus dem Farbkasten heraus zur Verfügung stehen. Auch hier liegt der Duftlack nach dem Druck und der Heatset-Trocknung matt auf. Dadurch ist eine gute Beurteilung der Menge und auch der Trocknung möglich. Zu berücksichtigen ist auch hier eine kräftige Lackführung, denn es müssen für eine gute Duftwirkung ausreichend Kapseln auf der Oberfläche vorhanden sein. Wenn vor dem Heatset- Trockner ein Leim- oder Lackierwerk vorhanden ist, so kann eine Duftlackierung über diese Aggregate erfolgen. Die Viskosität des Dispersionslackes muss auf diese Systeme genau abgestimmt werden.
Im Coldset-Rollenoffset-Zeitungsdruck besteht die Möglichkeit, die mikroverkapselten Duftlöle in die drei bunten Druckfarben einzuarbeiten. Die spezielle Farbe muss dabei natürlich von Hand in den Farbkasten eingespachtelt werden. Auch hier sollten es kräftige flächige Motive sein um eine Duftwirkung zu erzielen. Besser und wirkungsvoller ist aber, den Duftlack über ein freies Farbwerk (als letztes Farbwerk) mit kräftiger Lackführung aufzudrucken.

Grundsätzliche Hinweise

Wer einer Duftdruck oder eine Duftlackierung machen möchte, schaltet am besten einen Druckfarbenlieferanten ein, der bereits ausreichend praktische Erfahrungen gesammelt hat. Ich nenne hier die Druckfarbenfabrik Siegwerk in Siegburg. Er nennt einen Lieferanten für geeignete Duftöl, er sorgt für deren Mikroverkapselung, für die Einarbeitung der verkapselten Duftöle in die Druckfarbe oder in den Öldruck- oder Dispersionslack und er nimmt gleichzeitig auch eine vielleicht notwendige Anpassung der Viskosität an das Applikationssystem vor. Auch Andrucke auf einem Probedruckgerät sollten dann durchgeführt werden.

Duftlackierungen im Bogen- und Rollenoffsetdruck brauchen eine ausreichend lange Vorlaufzeit für die Abstimmungen aller Komponenten. Es fängt an mit dem Entwurf und Gestaltung des Druckproduktes und der Auswahl eines geeigneten Motivs mit ausreichend großem Flächenanteil. Nicht jedes Parfüm oder jeder Duftstoff ist für die Mikroverkapselung geeignet. Problematisch sind z.B. Düfte nach Leder, Schokolade oder Kaffee. Deshalb müssen Probeverkapselungen durch den späteren Lieferanten des Lackes oder der Druckfarbe vorgenommen werden. Dafür ist eine Mindestmenge von 1 kg Duftstoffkonzentrat notwendig. Nach Durchführung von Vorpüfungen auf einem Probedruckgerät sind auch Praxisandrucke unbedingt zu empfehlen. Zu groß ist das Risiko, nicht ausreichend gute Ergebnisse im späteren Auflagendruck zu bekommen. Im übrigen sind Duftüberlagerung durch den Eigengeruch der Druckfarbe und auch durch das Papier nicht völlig auszuschließen. Für den Buntdruck sind deshalb am besten geruchsarme Druckfarben, wie sie z.B. für den Druck von Lebens- und Genussmittel angeboten werden, zu empfehlen und auch das Papier ist einer entsprechenden Prüfung zu unterziehen. Auch Zusätze von Druckhilfsmitteln zur Druckfarbe oder zum Feuchtwasser können zu einem Geruch führen, der den gewünschten Duft der Lackierung überlagert und stört. Es ist also Vorsicht angebracht.

Das Druckprodukt soll durch die Duftlackierung oder durch den Duftdruck nach dem Reiben und durch die damit verbundene Freilegung der Duftöle gut und angenehm duften und nicht etwa durch die Druckfarbe oder durch das Papier unangenehm riechen oder gar stinken.
„Dufte“ und „knorke“ sind die aus dem Berlinischen bekannten Ausdrücke für gut, prima , großartig, fabelhaft und hervorragend. In diesem Sinne kann man aufgrund bereits vielfach vorliegender Praxisbeispiele Offsetdrucke mit Duftlackierung überall, und nicht nur in Berlin, als „dufte“ und „knorke“ bezeichnen.

Weitere Informationen unter: www.siegwerk.com


Papiere für den Digital- und Bürodruck (Office Papiere)

Wolfgang Walenski am Februar 1, 2010

Digitaldruck ist der Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Vervielfältigungstechniken mit vielen Varianten. Das Angebot an Papier für den Digitaldruck und deren Bezeichnung ist deshalb sehr groß und nicht standardisiert. Jeder Hersteller und Händler hat sein bestimmtes Programm. Auch die Terminologie für die Anwendungsbereiche, für die Stoffzusammensetzung (von holzfrei über holzhaltig bis Recycling) und die Ausstattung der Papiere mit einem der vielen Umweltlogos und Zertifizierungsbezeichnungen ist vielfältig und manchmal verwirrend.

Das Angebot der Hersteller und Händler lässt sich aber beispielhaft unterscheiden zwischen:

* Weiße Papiere, (Naturpapiere mit und ohne Wasserzeichen)
* Farbige Papiere (gestrichen und ungestrichen)
* Gestrichene Papiere (glänzend und matt)
* Multifunktionspapiere
* Bürodruckpapier (Office-Papiere)
* Pre-print Papiere
* Farblaser-Papiere
* Inkjetpapiere
* Large-Format-Druck-Papiere
* Fotodruck-Papiere (oft hochglänzend gußgestrichen)

Es ist also zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl verschiedener Anforderungsprofile der unterschiedlichen Drucksystemen gibt. Das betrifft nicht nur die Maschinen und Geräte, also die Hardware, sondern im Zusammenhang mit dem Papier vor allen Dingen die verschiedenen färbenden Substanzen (Druckfarben) mit denen im Digitaldruck gearbeitet wird. Die konventionellen Druckverfahren, also der Offsetdruck, der Tiefdruck, der Flexodruck und meist auch der Siebdruck drucken durch Übertragung von pastösen oder flüssigen Druckfarben auf das Papier. Diese Farben bestehen vorwiegend aus Bindemittel, Lösungsmittel und Pigmenten. Je nach Druckverfahren verfestigen (trocknen) sie sich durch Verdunstung, Wegschlagen (Eindringen in das Papier) oder/und durch Oxydation aber auch durch Bestrahlung mit energiereichen Strahlen (z.B. UV- + /ES-Trocknung und IR-Bestrahlung). Beim Digitaldruck haben wir es dagegen mit färbenden Substanzen zu tun. Es handelt sich hier nämlich um Flüssigtoner, Trockentoner (Tonerpartikel) oder um flüssige Tinten. Da das Drucken stets eine Wechselwirkung zwischen dem Papier (Bedruckstoff) und einer Druckfarbe bzw. färbenden Substanz ist, muss deshalb auch ein für den Digitaldruck geeignetes Papier eingesetzt werden. Bei den klassischen Druckverfahren kann der Drucker in sehr engen Grenzen seine Druckfarbe dem Papier etwas anpassen. Bei den verschiedenen Digitaltechniken ist das nicht möglich. Hier hat der Drucker ein „geschlossenes“ System. Der Lieferant liefert sowohl Maschine und Farbe (Toner oder Tinte). Das richtige Papier muß vom Drucker ausgesucht werden. Dabei verlässt man sich auf die Angaben des Papierhändlers oder des Geräte- (Maschinen) herstellers. In besonderen Fällen ist aber unbedingt ein Probedruck oder Andruck angebracht.

Eignung der Papiere für den Digitaldruck
In der Regel geben sowohl die Papierhersteller als auch die -großhändler genaue technische und umfangreiche detaillierte Informationen über ihre Produkte, nach denen die zahlreichen Papierprodukte für den Digital- und Bürodruck eingesetzt werden können. Die Papierauswahl ist aber auch anhand von unbedruckten oder auch bedruckten Kollektionen wichtig. Denn Papier muß man fühlen, anfassen und sehen. In vielen Fällen spielen aber auch noch andere technologische Eigenschaften für den Druck, für die Anwendung und Weiterverarbeitung eine wichtige Rolle.

Sortenstruktur für Digitaldruckpapier mit Trockentoner, Flüssigtoner und Tinten:
* Doppel gestrichenes Papier, in Rolle und Bogen,holzfrei mit hoher Weisse für den elektrofotografischen Digitaldruck.
* Ungestrichenes, extra glattes Papier,holzfrei für den elektrofotografischen farbigen Digitaldruck (Trockentoner) von Marketing- und Werbedruck, Direct-Mailings, Handbücher, Kataloge und Broschüren
* Ungestrichenes, extra weißes Papier, holzfrei, für den elektrofotografischen Druck mit Trockentoner und Hochgeschwindigkeits-Inkjetdruck (Flüssigtoner/Tinte/ in s/w)
* Ungestrichenes, hochweißes Papier , holzfrei, für den Digitaldruck mit Trockentoner und Hochgeschwindigkeits-Injetdruck (Flüssigtoner/Tinte). Anwendung für Bücher, Produkt- und Servicehandbücher.
* Ungestrichenes Papier, holzfrei, für den vierfarbigen Druck von Direct Mailings und Geschäftdokumenten von Rollen im elektrografischen Digitaldruck mit Flüssigtoner. Lieferung aber auch in Kleinformaten.
*Ungestrichenes, holzfrei, aber pigmentiertes Papier für den Hochgeschwindigkeits-Inkjetdruck in S / W für Dirct-Mailings
* Doppelt gestrichenes, holzhaltiges Magazinpapier mit hohem Weissgrad in Rollen für den elektrografischen Digitaldruck mit Trockentoner
* Gestrichenes holzhaltiges Magazinpapier (LWC) in Rollen (min.30 cm) für den Druck mit Trockentoner
* Ungestrichenes,holzhaltiges Spezialpapier in Rollen bis 32 cm Breite für den elektrofotografischen Digitaldruck mit Trockentoner.Anwendungsbereich: Zeitungsbeilagen, Werbematerial, Bücher, Infobriefe
* Superkalandriertes, ungestrichenes holzhaltiges Magazinpapier in Rollen (min.40cm) für den elektrofotografischen Digitaldruck (Trockentoner).Anwendungsbereiche: Broschüren, Kataloge, Comics
* Farbiges (lacksfarben) Zeitungsdruckpapier (aus Recyclingfasern) in Rollen für den Digitaldruck mit Trockentoner für Zeitungen und Zeitungsbeilagen. (45 g/m2 + 48,8 g/m2)

Sortenstruktur für Papiere für den Bürodruck (Office-Papiere)
Büro-und Geschäftpapiere umfassen ein breites Angebot an verschiedenen weißen und farbigen Papierqualitäten im Bereich von DIN A4 und DIN A3, mit und ohne Lochungen, zum Kopieren, für den Formulardruck, personalisierte Geschäftskommunikation, Präsentation, und für Spezialanwendungen. Zur Anwendung kommt hier vorwiegend der elektrofotografische Digitaldruck (Laserdruck) mit Trocken- und Flüssigtoner aber auch der Farbtintenstrahldruck (Inkjetdruck). Diese Papiere werden auch in kleinen Mengen angeboten sind aber teilweise auch in Rollen zu haben und bei manchen Papieren werden die passenden Briefhüllen geliefert mit Nassklebegummierung, Selbstklebegummierung oder Haftklebegummierung:

Hier eine Auswahl verschiedener Qualitäten:
* Weisses ungestrichenes Papier, holzfrei, softkalandriert, 80-160 g/m2 , abgepackt mit 500 oder 250 Blatt. Für Laserdruck und Farbkopien
* Weisses ungestrichenes Papier, superkalandriert, holzfrei, 90 – 270 g/m2, für Laserdruck und Farbkopien, für Laserdruck und Farbkopien
* Ungestrichenes Papier, holzfrei 80 g/m2, 90 g/m2 und 100 g/m2 weiss, maschinenglatt für Farb- und S/W-Inkjetdruck (Tintenstrahldruck) sowie Farbkopien.
* Weisses ungestrichenes Papier,maschinenglatt,Holzfrei in 80 g/m2 und 90 g/m2 für den Laserdruck, Kopien und Telefax. Abgepackt in 500 Blatt-Packungen A4 + A3
* Holzfrei weisses ungestrichenes, aber pigmentiertes Papier in 90 g/m2 für den Inkjetdruck (Tintenstrah); in 500 Blatt-Packungen
* Holzfreie, weisse ungestrichene Papiere. Sie sind entweder maschinenglatt, pigmentiert oder superkalandriert. Flächengewicht von 80 – 270 g/m2 für Farblaserdruck, Inkjetdruck und /oder Farbkopien
* Strahlend weisse und holzfreie ungestrichene Papiere sowohl für den Inkjetdruck, für Kopien und auch für Telefax. A4 und A3 in 500 Blatt-Packungen.
* Recyclingpapiere mit unterschiedlicher ISO-Weiße in DIN A4 und DIN A3. Alterungsbeständigkeit nach DIN 6738(LDK 24-85) mehrere 100 Jahre. Staubarm und kompatibel mit allen Hightech-Büromaschinen und einsetzbar für Hochleistungskopierer, Inkjet- und Laserdrucker sowie Faxgeräte.

Digital-Papier für Sonderanwendungen
Bei diesen Papieren handelt es sich in der Regel um hochwertige holzfreie Basispapiere, die einen mehr oder weniger glatten, hochweißen und glänzenden Strich oder Gussstrich erhalten haben, sowie zusätzlich einen transparenten und unsichtbaren Primer (Spezialbeschichtung). Dadurch haben diese Papiere eine meist hochglänzende, glatte und geschlossene Oberfläche. Die Inkjet-Tinten trocknen dadurch sehr schnell und sie gehen eine feste kratzfeste Verbindung mit dem Papier ein. Es werden Ergebnisse erzielt, die man bisher nur von traditionellen Fotos gewohnt war. Bei Verwendung guter Injektinten wird außerdem eine hohe Lichtechtheit sowie Alterungsbeständigeit erreicht. Das Flächengewicht liegt in der Regel bei 260 g/m2, das Format bei DIN A4 oder 10-15 cm.


FESPA 2010 in der Messe München

Marc-Michael Schoberer am Januar 14, 2010

Imaging auf der FESPA 2010 in München

vom 22. – 26. Juni 2010

Wenn eine Messe wirklich den Titel “global” verdient, dann die FESPA.
Auch in diesem Jahr wird wieder ein internationales Publikum erwartet. Im Fokus: Sieb-, Digital- und Großformatdruck.
Die FESPA bietet Besuchern beispiellosen Zugang zur umfassendsten und inspirierendsten Auswahl an Live-Imaging-Innovationen.
Ein interessantes Seminarangebot rundet das Programm ab.

Was gibt es auf der FESPA 2010 zu sehen?

Der Schildergipfel
Diese Konferenz widmet sich ganz der Beschilderungsindustrie. Diese hat besonders für die Digitaldrucker in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen.

Die Innovationsbühne
Neuerungen satt warten auf zwei Innovationsbühnen!
Jede davon lockt mit einem interessanten Programm und renommierten Gastdozenten.
Innovationen für die Zukunft.

Fabric live!
FESPA´s fahsion event. Auf den Fabric live Modeschauen demonstrieren die fünf besten Textilaussteller ihr kreatives Händchen.

FESPA-Auszeichnungen
Gleich in der Eingangshalle gibt es die Arbeiten der Gewinner der Druckauszeichnungen zu bewundern.
Natürlich werden auch die würdigen Nachfolger, die Gewinner 2010, auf der Messe mit großem Tamtam bekannt gegeben.

Gala-Abendessen
Wie immer ein Höhepunkt der internationalen Messe: Das Gala-Dinner am 25. Juni 2010 als glamouröses come-togehter.
Wo? Na standesgemäß direkt auf dem bekannten Nockherberg.

Die FESPA 2010 zeigt die allerneuesten technologischen Entwicklungen und ist globaler Schmelztiegel für alle Mitglieder der “Imaging-Gemeinde”.
Laut Veranstalter wird die gesamte Imaging-Branche vertreten sein. Und selbst wenn es “nur” die Hälfte sein sollte, diese Messe lohnt sich!

Mehr Informationen und Anmeldung unter: www.fespa2010.com


Die Schweizer Unternehmensgruppe Müller Martini gehört weltweit zu den größten Herstellern von Systemen für die Druck-Weiterverarbeitung. Auf der Print 09, die im September in Chicago stattgefunden hatte, präsentierten Müller Martini mittels Live-Demonstrationen ihre neusten Lösungen für den schmalbahnigen Rollenoffsetdruck und die Weiterverarbeitung.

US-Premiere hatte im Rahmen der Print 09 dann die platzsparende Zusammentragmaschine 3696, die das breiteste Produktsortiment in ihrer Leistungsklasse verarbeitet und bei einer Geschwindigkeit von 12.000 Takten in der Stunde sehr prozesssicher arbeitet.

Ebenfalls erstmals auf dem amerikanischen Markt vorgestellt, wurde der robuste Dreischneider Orbit für Klebebindelinien. Bei einer Geschwindigkeit von 7.200 Takten in der Stunde schneidet die Maschine Produkte bis zu einer Dicke von 80 Millimetern.

Eine weitere innovative Entwicklung des Unternehmens ist zudem die neue Technologie Book Data Center (BDC). Mit dieser können alle relevanten Produktdaten eingelesen werden, was die Effizienz von Klebebindern und damit die Produktivität in der Buchbinderei erhöht.


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