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Wenn an dieser Stelle von Schriftwettbewerben die Rede war, dann waren diese immer stark westlich geprägt und auf die lateinische Schrift fokussiert. GRANSHAN 2010 ist ein Beleg dafür, dass das Feld der Typografie weit aus größer ist und auch in östliche Gefilden manch imposante Frucht zu finden ist, um in der einmal begonnenen Metaphorik zu verbleiben. GRANSHAN 2010 ist ein Wettbewerb für östliche Typografie, speziell für die armenischen, kyrillischen und griechischen Schriftwelten ausgelobt.

2010 wird der Wettbewerb erstmalig gemeinsam vom armenischen Kultusministerium und der Typografischen Gesellschaft München (tgm) organisiert. Zu den Gründen für diese Kooperation spricht Boris Kochan, Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München: „In enger Zusammenarbeit wollen wir das „andere“, die Vielfalt der Sprache zelebrieren, indem bisher in der Typographie weniger beachtete Sprachen in den Mittelpunkt eines internationalen Wettbewerbs gerückt werden.“ → diesen Artikel weiterlesen!


Corporate Identity Gipfel 2010

Stefanie Schaetzler am April 30, 2010

Der Corporate Identity Gipfel – ein Treffen der Pioniere, Visionäre und Gipfelstürmer der europäischen Corporate Identity und Corporate Design Branche. Der Gipfel, welcher erstmals am 26. März 2010 in Konstanz stattfand, bot wichtige Einblicke in zukünftige Tendenzen der Branche und verdeutlichte neue, individuelle und kreative Visionen. Neben dem Aufspüren zukünftiger Trends und Vorgehensweisen, wollte man auch den Fachkräften von morgen einen Einblick in die Branche und deren Chancen ermöglichen. Das umfassende Potenzial der Thematik sollte erfasst werden.

Teilnehmer
Vortragende waren dabei sowohl Professoren, welche durch deren Lehrinhalte (in)direkten Einfluss auf die Arbeits- und Gestaltungsweisen der künftigen Corporate-Identity- und Coporate-Design- Fachkräfte nehmen, wie auch Experten, die seit langem in der Branche tätig sind. Insgesamt zog das spannende Event mehr als 280 Interessenten aus der Kommunikationsbranche nach Konstanz, wovon fast die Hälfte aus studentischen Reihen kam.

Blick hinter die Kulissen
Der Markenstratege und Designer Patrick Weber ist Initiator und Urheber der Corporate Identity Gipfels. Seine Vision ist es, aktuelle Tendenzen der Branche aufzuspüren, gemeinsam über Chancen zu sprechen und bereits erfolgreiche Strategen mit dem jungen Nachwuchs zusammenzuführen. Neben langjährigen Experten waren auch Führungskräfte aus der Wirtschaft anwesend, so dass eine wichtige Verknüpfung zu aktuellen Marktverhältnisse gezogen werden konnte. Die Zukunft der Markenkommunikation konnte so von allen Seiten beleuchtet und heiß diskutiert werden.

Sprecherkategorien
Sprecher des Gipfels fanden sich aus den Kategorien

• Pioniere: Wegbereiter und Bahnbrecher – sie haben Maßstäbe gesetzt und Herangehensweisen geprägt
• Visionäre: Besitzen neue Ideen und Ansätze im Bereich Corporate Identity/ Coporate Design; stellen sich den wachsenden Herausforderungen, welche die Branche mit sich bringt
• Gipfelstürmer: Aktuell erfolgreich im Bereich des Corporate Design, besetzen momentane Spitzenpositionen innerhalb der Markenkommunikation
• Langstreckenläufer: Namhafte, seit langem erfolgreiche Spezialisten

Wer nun mehr erfahren möchte über die teilnehmenden Referenten, die Inhalte, Ausblicke etc. der sollte einen Blick auf http://corporate-identity-gipfel.de/index.html werfen.


Product Design Wettbewerb aus dem Hause MINI

Stefanie Schaetzler am April 27, 2010

Klein aber Oho – das trifft auf den neuen MINI Countryman auf jeden Fall zu. Um den Launch des neuen Kleinwagens gebührend zu honorieren und möglichst kundenfreundlich und medienwirksam anzulegen, hat sich MINI eine nette Idee ausgedacht: Noch bis 11. Mai, 13:59h, können Interessierte am MINI Product Design Wettbewerb teilnehmen.

Mittendrin statt nur dabei – das Center Rail des neuen Mini Countryman.

Worum es geht?
Nun, das ist schnell erklärt: Der neue MINI verbannt die herkömmliche Mittelkonsole aufs Abstellgleis und wartet mit einem innovativen Schienensystem auf, welches sich über den gesamten Innenraum des Autos erstreckt. Das MINI Center Rail versteht sich als Ablage, welche persönlichen Utensilien Platz bietet. Durch ein spezielles Clip-In System bleiben die persönlichen Sachen in der Schiene, können aber im Center Rail beliebig hin und her geschoben werden. Nun stellt sich allerdings die Frage, welche Utensilien sich auf diesem multifunktionalen Schienensystem befinden sollten.

Dinge wie
• Cupholder
• Brillen-Etuis
• Mobiltelefone
• Mp3-Player
• iPods

können bereits standardmäßig in das Center Rail integriert werden. Daher werden für den neuen MINI Countryman frische und kreative Ideen für Ablage-Elemente gesucht, die bis dato noch fehlen, aber bald dazu gehören sollten.

Preise
Zu gewinnen gibt es unter anderem eine Reise zur Pariser Motorshow, ein Apple MacBook Pro oder einen iPod Touch. Zudem wird der Gewinner des Wettbewerbs, also der Produkt Designer, auf der Pariser Motorshow im Oktober 2010 öffentlich gewählt. Die Chance also, um sich international Gehör zu verschaffen, sich einen Namen zu machen und bekannt zu werden. Wer sich diese Chance nicht entgehen lassen möchte, sollte noch heute beginnen, sein 2D-Konzept zu erstellen.

Hier noch die Informationen zu den Teilnahmebedingungen, inkl. Briefing.


Es ist mal wieder soweit! Druckereien, Agenturen, Verlage, Fotostudios, Weiterverarbeitungsunternehmen, Vorstufenbetriebe – kurz alle, deren Arbeitsfeld im Bereich Druckprodukte liegt – sind aufgerufen, sich zum Innovationspreis 2010 der Deutschen Druckindustrie zu bewerben. Die Frist endet am 12. Mai 2010.

Der Innovationspreis ist gegliedert in die Hauptbereiche „Druckprodukt“, „ Technologie“ und „Marketing“. Diese Bereiche wiederum unterteilen sich abermals in verschiedene Kategorien. Darüber hinaus wird eine Fachjury aus den Einsendungen mehrere Sonderpreise vergeben: In Zusammenarbeit mit dem DID Deutsches Institut Druck e.V. wird der „Sonderpreis Druckweiterverarbeitung“ verliehen. Für besonders innovative Medienproduktionen wird in Kooperation mit dem Fachverband der Medienproduktioner der f:mp.-Award überreicht. Dies sind aber längst nicht die einzigen Sonderpreise. Auch hochvolumige Printprodukte haben die Möglichkeit, mit dem „High Volume Printing“ prämiert zu werden. Mit diesem Preis sollenTiefdruck- und Rollenoffsetprodukte, deren Fokus auf Workflow und Logistik liegt, eine Chance für eine Auszeichnung erhalten. Gemeinsam mit dem FCP Forum Corporate Publishing wurde zudem die Kategorie Corporate Publishing ausgelobt.

Der Innovationspreis der deutschen Druckindustrie will innovative Printprodukte und technologische Lösungen, aber auch Unternehmen und Unternehmer sowie Bildungseinrichtungen auszeichnen, die als beispielhaft hervorzuheben sind. Durch die Verleihung dieser Awards soll sowohl nach außen als auch innerhalb der Branche verdeutlich werden, wie attraktiv und leistungsfähig die Druckindustrie ist. Daher liegt der Schwerpunkt der Bewertung aller Einsendungen auch auf dem Grad der Innovation. Neben wirtschaftlicher Relevanz sind der Neuheitsgehalt und der Bezug zur Praxis wichtige Kriterien der Jury.

Weitere Informationen, wie zum Beispiel die einzelnen Kategorien, die Teilnahmebedingungen oder Bewertungskriterien, aber auch die Bilder der Gewinner aus den Vorjahren, gibt´s unter www.innovationspreis2010.de.


Re:design[net]WORK AWARD

Stefanie Schaetzler am April 17, 2010

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal, im Zuge der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Slowakei und Österreich 2007-2013 der EU-weite Designwettbewerb Re:design[net]WORK AWARD ausgeschrieben. Alle Designer und solche die es werden wollen, aber noch die Unibank drücken, in der EU hauptberuflich angestellt oder freiberuflich tätig sind, waren berechtigt, am Wettbewerb teilzunehmen.

Re:design[net]WORK
Das Projekt Re:design[net]WORK beschäftigt sich intensiv mit ReUse und der Herstellung von ReUse-Produkten. Nachhaltigkeit und die Produktion umweltfreundlicher Produkte stehen im Vordergrund. Im ReUse-Bereich stecken bisher unbeachtete Potenziale welche genutzt werden wollen. Die Idee: Aus Abfallprodukten, die in immer größeren Mengen vorhanden sind, Kultprodukte zu schaffen. ReUse-Design lautet hierbei das neue Stichwort. Die grenzüberschreitenden Initiative setzt sich stark für ReUse-Methoden ein, um so auch neue Beschäftigungsfelder auf den Arbeitsmärkten in der Slowakei und in Österreich zu schaffen. Potenziale die hier gesehen werden, liegen vor allem im Bereich:

• Materialbeschaffung für ReUse-Design-Produkte
• Design von ReUse-Design-Produkten
• Produktion/Vertrieb von ReUse-Design-Produkten

Re:design{net]WORK AWARD
Auch der Re:design{net]WORK AWARD beschäftigt sich mit Abfallprodukten. Gesucht wurden kreative und innovative Ideen, Modelle, Entwürfe und Skizzen aus Abfallprodukten, die sich in Folge auch in größeren Mengen produzieren ließen. Die Möglichkeit der industriellen Herstellung musste bei diesen Ideen auf jeden Fall gegeben sein. Bei den Kategorien, in welchen Ideen gesucht waren, handelte es sich um die Bereiche

• Mobilität und öffentlicher Raum
• Haushalt und Wohnen
• Accessoires, Schmuck and More

Ein Preisgeld in Höhe von € 3000,- versüßte die Ideenfindung. Einsendeschluss war der 31. März, Mitte April 2010 wird eine Jury in Wien tagen und den/die glückliche/n GewinnerIn wählen. Doch der Preis ist noch weitaus größer: Neben dem Preisgeld erwartet den/die Designer des Gewinnerbeitrags noch ein erheblich verlockenderes Angebot: Die Produktionsumsetzung. In einem sozialwirtschaftlichen Betrieb in der Slowakei und/oder in Österreich wird der Gewinner-Entwurf seriell hergestellt! Wer nun genaueres zum Projekt erfahren möchte bzw. in weiterer Folge etwas über den/die GewinnerIn erfahren möchte, kann sich unter http://www.redesign-network.eu/ informieren.


VIDA Paper Design Award 2010 – Boris Kochan erweitert die Jury

Marc-Michael Schoberer am April 10, 2010

Das Gütesiegel für ausgezeichnetes Design auf Papier, der VIDA Paper Design Award wird dieses Jahr zum vierten Mal von VIDA Paper ausgeschrieben. Der Erfolg und die kontinuierliche Weiterentwicklung des mit 10.000 Euro dotierten Awards hat die Veranstalter dazu veranlasst, die Jury erstmals um ein Mitglied außerhalb des Kooperationspartners Allianz Deutscher Designer (AGD) zu erweitern.

Besonders wichtig war es den Ausrichtern, weitere Kompetenz und besonderes Gespür für das herausragende Wechselspiel von Gestaltung und Papier zu gewinnen. Erfreulicherweise ist es VIDA Paper gelungen Boris Kochan, den Ersten Vorsitzenden der Typographischen Gesellschaft München (tgm), der einer der bekanntesten deutschen Typografen und Gestalter ist, als weiteren Juror zu gewinnen.

Boris Kochan ist Unternehmer und Unternehmensgestalter, Büchermacher und Hersteller, Berater und geschäftsführender Gesellschafter der Münchner Design- und Kommunikationsagentur KOCHAN & PARTNER und der New-Media-Schwester PEPPERMIND. Nach seiner Layout- und Typografie-Ausbildung sammelte er bei der SZ, im Satzstudio Lothar Wolf und in Lithographie bei der Offset- und Siebdruckerei Jürgen Höflich erste Berufserfahrungen. Bereits 1981 gründete er ein Grafik- und Textbüro, erweiterte dieses zwei Jahre später um Satz und Litho sowie 1989 um ZELIG-DRUCK und 1995 um die New Media Unit PEPPERMIND. Im letzten Jahr initiierte er gemeinsam mit langjährigen Kollegen die Consultingeinheit inc.fish.

KOCHAN & PARTNER gehört heute mit über fünfzig Mitarbeitern zu den zehn größten inhabergeführten CD/CI-Agenturen in Deutschland. Im eigenen prokonVERLAG erscheinen seit 1996 vielfach ausgezeichnete Bücher.

Seit 1986 hält Boris Kochan Vorträge und leitet Seminare zu den Themenkomplexen Kommunikation, Corporate Identity/Corporate Design und Sozialmarketing. Er ist Chairman beim Schriftwettbewerb „3rd International Eastern Type Competition GRANSHAN“ und Juror bei verschiedenen Typografie- und Designwettbewerben, z.B. bei der „Berliner Type“, beim Designpreis der Stadt München und nun auch beim VIDA Paper Design Award. Im April 2007 wurde er zum Ersten Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München gewählt und im Juni 2007 in das Deutsche Komitee des Type Directors Club of New York berufen.

Boris Kochan fordert und fördert mit seinen vielfältigen Aktivitäten die Verbindung von Kreation und Produktion, von Form und Inhalt. Es ist seine Überzeugung, dass „Papier zutiefst sinnlich ist, ein haptischer Verstärker für die relevanten Botschaften von Mensch zu Mensch“. Oder auch, dass „dem Abenteuer des Fühlens in den letzten 10 Jahren eine neue, große Bedeutung zugewachsen ist. In einer von flüchtiger Verfügbarkeit gekennzeichneten Welt, in der das Digitale den beruflichen und vielfach auch privaten Alltag prägt wird gerade Papier und damit taktiles Begreifen zur Chance.“

Seine Lust an Haptik macht ihn zu einer wertvollen Ergänzung einer Jury, die sich insbesondere für die überzeugende Verbindung von Material und Gestaltung begeistert. VIDA Paper freut sich auf Boris Kochan genauso wie auf die bestehende Jury und natürlich auf den diesjährigen VIDA Paper Design Award.

Mehr Informationen zu VIDA Paper Design


Der 8. Mai 2010 dürfte zum Pflichttermin für Designer und Druckspezialisten werden. Die Reise geht nach Leipzig ins Museum für Druckkunst, denn hier finden bereits zum 16. Mal die Leipziger Typotage statt. Die zehn Referenten werden sich an diesem Tag voll und ganz dem Thema „Druckkunst 2.0“ und damit den alten und neuen Rivalitäten in Druck und Typografie widmen.

Mit diesem thematischen Rahmen will der Veranstalter, die Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst, auf die Veränderungen innerhalb der Druck- und Gestaltungsbranche eingehen, wie beispielsweise die zunehmende Bedeutung digitaler Prozesse. Gerade dieser Aspekt verdeutlicht, dass der Wandel innerhalb der Branche zum einen ganz neue Herausforderungen mit sich bringt, zum anderen aber auch unglaubliche Möglichkeiten für Kunst, Design und Produktion entstehen.
Die Welt der klassischen Printerzeugnisse verändert sich zunehmend. Auf welche Weise sie das tut, beleuchten nun die einzelnen Referenten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Buchkunst, Typografie, Verlagswesen und Kunstdruck, aber auch Hochschulen. So werden der Berliner Verleger Robert Klanten von „Die Gestalten“, die Schriftdesigner Veronika Elsner und Günther Flake von Elsner+Flake (Hamburg), der Leipziger Typograf Erhard Kaiser, Wolfgang Schubert vom Lichtdruck-Kunst Leipzig e. V. , Nina Schütte und Jörg Petri von der Edition Kopfnote (Berlin) und Marc Mittelstaedt von Giesecke & Devrient aus München ihre jeweilige Perspektive den Besuchern vorstellen.

Als ein Höhepunkt der Leipziger Typotage wird das Streitgespräch zwischen Prof. Jay Rutherford und Prof. Frank Hartmann von der Bauhaus-Universität Weimar angekündigt. Die beiden Professoren werden ihre kontroversen Ansichten zum Thema „Schrift versus Bild“ diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Ulrike Stoltz von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Die Teilnehmer der Leipziger Typotage können sich auf eine spannende Mischung aus Vorträgen und Diskussion freuen, in denen ein Blick auf die Trends der Branche geworfen werden wird.

Hier noch einmal alle Referenten mit ihren Vorträgen im Überblick:

• Veronika Elsner und Günther Flake „Vom Blei zum Bit – Bedeutet digitalisieren manipulieren?“ (Elsner+Flake)
• Erhard Kaiser „Schrift: nach wie vor anders oder nicht?“ (freier Typograf)
• Nina Schütte und Jörg Petri „Digilog – ein Dialog von Tinte und Toner, Korrex und Kopierer“ (Edition Kopfnote)
• Prof. Jay Rutherford und Prof. Frank Hartmann „Streitgespräch Schrift versus Bild“ (Bauhaus-Universität Weimar)
• Robert Klanten „Digital denken, analog speichern“ (Die Gestalten)
• Marc Mittelstaedt „Kunst und Druck im Wertpapier“ (Giesecke & Devrient)
• Wolfgang Schubert „Lichtdruck-Kunst in digitaler Zeit“ (Lichtdruck-Kunst Leipzig e. V.)


Von iPad bis XML – das Forum Media Publishing

Tom Schoener am März 23, 2010

Der Verkaufsstart des viel besungenen iPad in Deutschland rückt zusehends näher, doch was genau kann dieses Wundergerät denn eigentlich? Viele Details und Funktionen sind noch immer nicht hinlänglich bekannt. Und die Frage, die man sich als Publisher stellen muss: Was bringt mir dieses neue Apple-Tablet? – bleibt vorerst unbeantwortet.

Vorerst! Denn am 24. März wird es in Frankfurt am Main das Forum Media Publishing geben, welches die Trends und Techniken für das Publizieren von Morgen zum Thema haben wird. Der Apple-Experte Christian Hieber, Buchautor im O’Reilly-Verlag zu Apples Lifestyle-Produkten sowie Autor der Websites ifun.de und iPhone-Ticker.de, wird an diesem Tag die Chancen und Anwendungsmöglichkeiten des Apple iPad vorstellen. Das Forum soll der Rahmen für eine Diskussion sein, in der die Techniken und Verlagskonzepte des iPad zur Sprache kommen sollen. Darüber will das vom Bundesverband Druck und Medien organisierte Forum Einblicke in die Bereiche des Multi-Channel-Publishing und des automatisierten Publizieren geben sowie Plattform zum Austausch über die neuen Märkte und Medien wie Digital Content Distribution, Mobil-Publishing und Mobil-Marketing sein.

Das große Thema des Forum Media Publishing ist aber das sich immer mehr zum Universalformat entwickelte XML und die sich in diesem Kontext für die Publisher ergebenden Fragen. So wird man auf dem Forum erörtern, ob XML der Weg für das Publizieren der Zukunft sei und wie die Qualitätssicherung von XML-Dokumenten erfolgreich realisiert werden könne? Auch Ausführungen zum Thema Crossmedia-Publishing werden nicht fehlen.

Das Forum richtet sich dabei an alle Akteure der Druckbranche, die sich mit dem Thema Zukunft des Publishings auseinandersetzen wollen – von Druck- und Mediendienstleistern, über Werbeagenturen bis hin zu Hersteller- und Medienentscheidern aus Verlagen und Industrie. Namhafte Referenten und Praktiker werden sich einen Tag lang komplett dem Thema XML widmen und die neuesten Verlagsanwendungen und Projekte vorstellen.

Wer sich online anmelden möchte oder auf der Suche nach weiteren Informationen zu Programm oder den Referenten ist, findet dies unter www.forum-mediapublishing.de.


Creative Paper Conference 2010

Marc-Michael Schoberer am März 19, 2010

Am 14. und 15. Oktober 2010 ist es soweit: Die nunmehr dritte Creative Paper Conference öffnet ihre Tore und lädt erneut Kreative sowie Vertreter der Papier-, Druck- und Veredelungsindustrie zu spannenden Vorträgen und einer umfangreichen Ausstellung ein.

Zu den diesjährigen Referenten zählen Peter Reichard (Typosition), Rainer Hirt (auditiy), Sipho Mabona, Lars Harmsen (Magma Brand Design, slanted, Melville Design), Andreas Koop (designgruppe koop), Rainer Gärtner (G73), Erika Gassner (megapac), Dieter Mayer (struktiv), Laurenz Nielbock und Thilo von Debschitz (Q) sowie Susanne Bleicher-Kaikkis (Paperboards). Damit sind sämtliche Kreative Bereiche rund ums Papier von der Gestaltung bis hin zu neuen Veredelungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten abgedeckt. Aber auch neue Aspekte, wie der »Sound of Paper« oder aber Origami in der Werbung werden beleuchtet.

In einer in dieser Form wohl einmaligen Ausstellung präsentieren Papierhersteller, Veredelungs- und Druckspezialisten ihr Leistungsspektrum. Mit dabei sind die Premiumsponsoren Iggesund, M-Real Zanders, Scheufelen, Schneidersöhne, Kessler Druck+Medien sowie der Stiebner Verlag. Zudem stellen vor Ort auch die Büttenpapierfabrik Gmund, die Deutsche Papier, Fedrigoni, Igepa, die Papier Union, Römerturm, die PrintCity GmbH, Winter & Company, der Arbeitskreis Prägefoliendruck, Seismografics, die Werkstatt für Papier, König & Lerch Die Papieragentur!, Antalis sowie Stainer ihre Produkte und Neuentwicklungen vor.

Veranstaltungsort ist in diesem Jahr die Alte Kongresshalle mitten im Münchner Zentrum – erstmals erhältlich sind auch Tagestickets, bei Anmeldung bis zum 18. Juni wird zudem ein Frühbucherrabatt eingeräumt.
Die Abendveranstaltung mit Live-Musik, die optional gebucht werden kann, findet exklusiv in der neu eröffneten Sushi Bar Lounge statt.

Weitere Informationen unter: www.creative-paper.de

Veranstaltungsort: Alte Kongresshalle München, Theresienhöhe 15, D-80339 München

Preise:

Gesamte Konferenz: 320 € / Studenten: 180 €; Tagesticket: 170 € / Studenten: 100 € (inkludiert sind alkoholfreie Getränke, Kaffeespezialitäten und Pausenbuffets)


postprint berlin 2010: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Marc-Michael Schoberer am März 18, 2010

Erfahrungen und Know-how von Vorreitern – Umweltfreundliche Medienproduktion im Fokus – Neues Aussteller-Label – 1×1 der Klimakrise

Klima- und Umweltschutz werden zunehmend zu einem wesentlichen Faktor betrieblichen Handelns. Nachhaltigkeit stellt auch für die Druck- und Marketingbranche eine gewaltige Herausforderung dar, beinhaltet aber ebenso ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Logische Konsequenz für die Messe Berlin, diese Thematik bei der Neupositionierung der postprint berlin ganz oben auf die Agenda zu setzen.
Nachhaltige und klimaneutrale Produktionsprozesse eröffnen Druckereien und weiterverarbeitenden Unternehmen die Chance, einen zweifachen Mehrwert zu erreichen. Zum einen stellt ökologisches Wirtschaften ein überzeugendes Argument in der Kundenkommunikation dar und hebt die Firma im Preiswettbewerb heraus. Zum anderen bietet eine hohe Energieeffizienz und der Einsatz umweltfreundlicher Materialien eindeutige Kostenvorteile.

Wichtige Positionen hierbei sind besonders Papier, Farben und Klebstoffe. „Agenturen und Unternehmen, die ihre Dialogmarketing-Kampagnen klimaneutral ausrichten möchten, finden auf der postprint berlin 2010 die richtigen Partner sowie kompetente Beratung“, betont Messedirektor Stefan Grave. „Unsere Aussteller informieren Interessierte, wie sie ihren kompletten Druckjob und alle zugehörigen Komponenten den eigenen Vorstellungen entsprechend umweltfreundlich gestalten können.“

Unternehmen, die sich bereits durch eine umweltzertifizierte Produktion, nachhaltige Papierprodukte, klimaneutrales Drucken und andere ökologische Maßnahmen für das Thema Nachhaltigkeit einsetzen, präsentieren im Rahmen des „postprint umweltdialog“ ihr Engagement und geben ihre Erfahrungen und ihr Know-how weiter. Grave nennt Stichpunkte wie Nutzung von Synergiepotenzialen innerhalb eines Umwelt-Manage-mentsystems, effizienter Einsatz von Ressourcen und Materialien, Reduzierung von Makulatur, Abfallvermeidung, umweltgerechte Modernisierung der Produktionstechnik und Umwelt-Controlling als Führungsinstrument.

Die Bedeutung dieses neuen Ausstellungssegments komme durch die at traktive Position der „umweltdialog“-Präsentationsfläche zum Ausdruck, sagt Grave. Er verweist darauf, dass die Messeleitung bei der Konzeption und Durchführung von einem Experten-Team unterstützt wird. Es verfüge über fundierte und praxisnahe Erfahrungen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit. Zu diesem Team gehören die ClimatePartner Deutschland GmbH, der Fachverband Medienproduktioner e.V. (f:mp.), die Druckhaus Berlin-Mitte GmbH und die ODS – Office Data Service GmbH.
Eine weitere Neuerung auf der Fachmesse für Druck und Weiterverarbeitung ist das Label „postprint umweltdialog“. Es wird durch die Messeleitung nach Beratung mit dem Umwelt-Experten-Team vergeben. Bewerben können sich Aussteller, deren Unternehmen, Produkte und/oder Dienstleistungen nachweislich umweltzertifiziert sind. Das betrifft beispielsweise die Zertifizierungen IPCC, ISO 14001, FSC, PEFC und Euro-Blume. Messebesucher erkennen die betreffenden Aussteller schnell am quadratischen, grün beschrifteten Label „postprint umweltdialog“.

Der Fachverband Medienproduktioner (f:mp) veranstaltet im Rahmen der postprint berlin 2010 in Kooperation mit der Messe Berlin, ClimatePartner und zahlreichen Partnern aus der Industrie am 5. und 6. Mai im Palais am Funkturm den „2. Media Mundo–Kongress für nachhaltige Medienproduktion“. In der Keynote erläutert der renommierte Ozeanograph-Professor Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung das „1×1 der Klimakrise“. Neben der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung der nachhaltigen Medienproduktion in Deutschland befasst sich der Kongress auch mit der Frage, was die Auftraggeber der Drucksachen von Agenturen und Druckereien erwarten. Dabei werden Strategien vorgestellt, durch die die nachhaltige Medienproduktion zum Innovationsmotor der grafischen Industrie avancieren kann. Weitere Themen sind der geschickte Umgang mit Energie und die Betrachtung des Bedruckstoffes als Einflussfaktor auf die Umweltbilanz.

Mehr zur postprint in Berlin gibt´s hier: http://www.gutenbergblog.de/veranstaltungen/postprint-berlin-print-und-marketing-ganz-nah-beieinander-1765.html