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Digitaler Verpackungsdruck on Demand

Tom Schoener am Mai 26, 2010

Im vergangenen Dezember hat die Hirschmann DCC Packaging GmbH im baden-württembergischen Ostfildern eine Weltpremiere auf dem Sektor des digitalen Verpackungsdrucks in Betrieb genommen. Hierbei handelt es sich um eine Produktionsstraße, die auf der Verpackungsdrucklösung Xerox iGen4 und einer Gallop Endverarbeitungseinheit vom finnischen Hersteller Stora Enso basiert, mit denen Xerox gemeinsam die digitale Produktionsstraße konzipiert hat. Diese umfasst die Module für Lackierung, Stapeln, Transport sowie den Stanzvorgang.

Die neue Verpackungsdrucklösung druckt on Demand. Auf diese Weise werden kürzere Lieferzeiten und kosteneffiziente Bedruckung der jeweiligen Verpackung mit den individuellen Daten ermöglicht. Die neue Technik erlaubt die Personalisierung der Druckerzeugnisse und ist auch bei geringeren Stückzahlen immer noch rentabel. Aufgrund der schnellen Umrüstzeiten ist das Angebot beispielsweise für Pharma- und Lebensmittelbranche, aber auch Marketing- oder Werbeagenturen sowie den Handel spannend. → diesen Artikel weiterlesen!


Die Druckvorstufe im Digitaldruck

Marc-Michael Schoberer am Mai 6, 2010

Vorweg: Voraussetzung für einen hochwertigen Papierabzug ist einehochwertige Vorlage! Minderwertige Fotos lassen sich auch durch hohentechnischen und zeitlichen Aufwand in der Druckvorstufe kaum korrigieren.

Wer allerdings in der Druckvorstufe kein konsistentes Colormanagement etabliert, wird auf andere Probleme stoßen: blau- oder rotstichige Bilder trotz einer Testsieger Digitalkamera oder einen verwaschenen Ausdruck beispielsweise. Unabdingbar ist deshalb die Profilierung der Ein- und Ausgabegeräte mit geeigneten Tools. Für die Digitalkamera bietet sich das Werkzeug SilverFast an – von einem abfotografierten Digitalkamera-Target werden Farbwerte gemessen und mit Referenzwerten verglichen. Am Ende sollte für jedes Gerät ein ICC-Standard-Farbprofil vorliegen. Das Standard CIE LAB-Farbmodell, das sich an der menschlichen Farbwahrnehmung orientiert und Farbe unverwechselbar und mathematisch exakt beschreibt, ist der geräteunabhängige Farbreferenzraum, der die Geräteprofile miteinander vergleichbar macht und Farbkorrekturen erst möglicht. Mit einem „kohärenten“ Farbmanagement kann man sich der Bildbearbeitung widmen. Programme wie Photoshop oder das freie IrfanView bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, von der einfachen Tonwertkorrektur bis hin zu ausgefeilten Bildmanipulationen. In Bildbearbeitungsprogrammen können aber auch Auflösung und Dateiformat definieren werden. → diesen Artikel weiterlesen!


Regelmäßig treffen sich Entscheider der Druckindustrie mit den Hamburger Unternehmensberatern Apenberg + Partner, um in dieser Runde über Trends und Strategien zu diskutieren. 40 Manager, Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder aus den Bereichen Weiterverarbeitung, Akzidenzdruck, Etikettendruck und aus der grafischen Weiterverarbeitung kamen nach Stuttgart, um sich mit der Zukunft der Druckbranche auseinanderzusetzen.

An Michael Apenberg, Geschäftführer von Apenberg + Partner, war es an diesem Tag, die Entwicklungen der kommenden Jahre aufzuzeigen. Und die Prognose der Unternehmensberater ist zunächst erst einmal wenig erfreulich. Um drei Milliarden Euro, so die Einschätzung von Apenberg + Partner, wird das Volumen für Druckleistungen auf dem deutschen Markt in den kommenden fünf Jahren geringer werden.

Gründe für diese rückläufige Branchenentwicklung sind nach Meinung der Berater ein verändertes Kommunikationsverhalten, die stete Verdrängung durch digitale Medien und das bei der Beschaffung von Werbemitteln zunehmend versucht wird, Redundanzen zu vermeiden. Des einen Leid ist in der Regel eines anderen Freud und so gibt es auch hier Gewinner innerhalb der Branche. Zu nennen sind an erster Stelle die Internetdruckereien, der Digitaldruck und Web-to-Print. Gerade die Internetdruckereien schaffen es gegen den Trend der Branche, ihre Umsätze jährlich zu verdoppeln. Allerdings ist wird diese Entwicklung früher oder später beendet sein, da der Großteil der Branchenleistungen, so die Einschätzung der Berater, für den Workflow einer Internetdruckerei eher ungeeignet sind. Das prognostizierte Marktpotenzial für Internetdruckereien läge daher bei rund fünf Milliarden Euro.

Aus der Einschätzung von Apenberg + Partner wird deutlich, dass die Druckindustrie vor einem Strukturwandel steht. So wird es in den nächsten fünf Jahren zu einer weiteren Konzentration der Unternehmen kommen. Gemäß der Prognose der Hamburger Unternehmensberater werden etwa 3.500 Firmen aufgeben oder fusionieren. Erstmalig betroffen sind diesmal auch Zeitungsdruckereien. Hierzu erklärt Michael Apenberg: “Die meisten Zeitungsverlage produzieren im Vergleich zu ihren Kollegen aus dem Heatset-Rollenoffset viel zu teuer, so dass die Neuinvestition in eine Druckmaschine nach alten und festgefahrenen Kosten- und Tarifstrukturen keinen Sinn ergibt.”

Nach der Krise ist vor der Krise, oder wie muss man diese düsteren Prognosen deuten? Fakt ist, dass es auch in den nächsten Jahren für die Druckindustrie nicht einfach werden wird. Zu groß sind die Veränderungen im Mediennutzungsverhalten der Menschen, zu verführerisch die neuen technologischen Möglichkeiten. iPad & Co. stehen natürlich in Konkurrenz zu den tradierten Kommunikationsmitteln. Dies muss von der Branche heute erkannt werden, um so früh wie möglich darauf reagieren zu können.

Es heißt also wieder: “Nicht jammern, Service verbessern und nah am Kunden sein!”


FOGRA-Symposium Digitaldruck trifft Offset

Wolfgang Walenski am April 22, 2010

Die Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.V. veranstaltet am 17. und 18. Juni 2010 in München ihr zweites Digitaldruck-Symposium. Namhafte Praktiker, Wissenschaftler und Hersteller werden in 18 Vorträgen über neue Erkenntnisse und Entwicklungen dieses Bereichs der Druckindustrie berichten. Das Symposium richtet sich an alle Unternehmen, die bereits digital drucken oder ihr Produktspektrum durch den Digitaldruck ergänzen möchten und einen Einstieg in die noch junge Technologie in Erwägung ziehen. Es soll aufzeigen, wie digitale Drucksysteme sinnvoll in eine konventionelle Druckumgebung integriert werden können.

Hier die Schwerpunkthemen:

* Technologie und Märkte des Digitaldrucks
* Digitaldruck und Offsetdruck aus einer Hand
* Was kann der Digitaldruck – und was nicht ?
* Logistik und strategische Ausrichtung der Unternehmen
* Qualitätssicherung im Digitaldruck
* Zukunftsaussichten

Ort des Symposiums: Konferenzzentrum Sheraton München, Arabellapark
Anmeldung: www.fogra.org


Der Lichtdruck

Wolfgang Walenski am April 20, 2010

Der Lichtdruck ist ein rasterloses Flachdruckverfahren (aber ein sehr edles) für hochwertige ein- und mehrfarbige Druckarbeiten. Gedruckt wird in der Regel auf einen geklebten Spezialkarton mit guter Lackierfähigkeit und vor allen Dingen guter Dimensionstabilität (für Passergenauigkeit).

Wenn es sich um einen gestrichenen Karton handelt, so wird außerdem wegen der sehr zügigen Druckfarben, eine sehr gute Rupffestigeit und auch Wasserfestigkeit verlangt. Bereits 1856 wurden die ersten Bilder nach dem Lichtdruckprinzip gedruckt und 1875 die ersten farbigen Arbeiten. Der Lichtdruck beruht auf der Beobachtung, dass Gelatine, mit bestimmten Salzen der Chromsäure – wie Ammoniumbichromat oder Kaliumbichromat- sensibilisiert, ihre Quellfähigkeit nach Belichten unter kurzwelligem Licht verliert. Wenn die Chromgelatine unter einem Halbtonnegativ belichtet wird, dann härten sich die verschiedenen mehr oder weniger stark entsprechend der Lichtdurchlässigkeit der Grauabstufungen des Halbtonnegativs.

Die Entwicklung der belichteten Platte ( mattierte Glasplatte von etwa 10mm) erfolgt unter Wasser. Diejenigen Stellen der Kopierschicht, die durch das Licht stark gehärtet wurden, schrumpfen ein und quellen unter Wasser nicht mehr auf. Sie nehmen beim Druck willig und viel Druckfarbe auf. Partien, die kein oder nur wenig Licht bekommen haben, quellen dagegen mehr oder weniger auf und nehmen Wasser beim Befeuchten der Druckform auf. Dadurch stoßen sie Druckfarbe an. Die Quellung und Trocknung der Gelatine führt zu dem für den Lichtdruck charakteristischen und sehr feinen Rinzelkorn. Dieses Runzelkorn ist so fein, dass man es nur unter einer Lupe oder einem Fadenzähler erkennen kann. Gedruckt wird auf einer Lichtdruckpresse, die einer Flachdruckpresse (Steindruckmaschine) sehr ähnlich ist. Gefeuchtet wird mit einer wässrigen Glycerinlösung.

Die Druckleistung liegt je nach Art der Arbeit lediglich bei 300-900 Drucken pro Tag. (!) Der Lichtdruck gehörte wegen des sehr feinen und nicht sichtbaren Runzelkorns und den dadurch auch bedingten feinen und sehr zahlreichen Tonwertabstufungen lange Zeit zu einem viel beachteten Verfahren für hochwertige Kunstdrucke. Er wird heute in Europa nur noch von sehr sehr wenigen Spezialbetrieben praktiziert, da nur in kleinen Auflagen und langsam gedruckt werden kann. Es gibt aber vom Lichtdruck-Kunst Leipzig e.V., der 1995 gegründet wurde, noch eine Lichtdruckwerkstatt. Seit einiger zeit wird in der Werkstatt wieder an verschiedenen Aufträgen gearbeitet, die das Weiterleben dieser Handwerkskunst hoffentlich ermöglicht.


Gemeinsam mit dem Veranstalter verlosen wir eine Eintrittskarte zum DDF Congress in Mainz im Wert von über 350 €.

Wie bereits auf dem Gutenberg Blog berichtet, findet das Event am 18. April 2010 statt und bietet jede Menge relevante Informationen, interessante Anregungen, neue Ideen und lohnende Begegnungen.
Lest hier nochmals den ganzen Artikel zum DigitaldruckForum.

Wie ihr teilnehmen könnt? Ganz einfach!
Folgt den Twitter-Accounts @gutenbergblogde und @ValueCommAG und retweetet folgenden Satz:

Jetzt mitmachen und eine Eintrittskarte zum DDF Congress im Mainz gewinne.

Das Gewinnspiel endet am 26.04.2010.
Unter allen Teilnehmern ermitteln wie den Gewinner per Zufalssgenerator. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Das Team Gutenberg Blog wünscht euch viel Glück!


Für Nutzer von PaperC gibt es nun eine neue Möglichkeit, die Fachbuchplattform spezifischer zu nutzen. Ab sofort kann man sich seine Texte selbst seiten- oder kapitelweise zusammenstellen und wenn man mag, Kommentare und Notizen integrieren.

Damit man die nicht selten recht umfangreichen Fachtexte nicht auf dem heimischen Drucker ausgeben muss, hat PaperC gemeinsam mit Indigo Digital Press ein neues Print-on-Demand-Konzept entwickelt. Nutzer der Inhalte von PaperC können die erworbenen E-Books mit Hilfe der HP Indigo Technologie sofort digital drucken lassen und bekommen diese innerhalb von 24 Stunden nach Hause geliefert.

Interessant ist dieses Projekt insbesondere dadurch, dass es ein gutes Beispiel für so genannten „User Selected Content“ ist, bei dem der Kunde letztlich selbst entscheidet, welche Inhalte für ihn relevant sind. Verlags- und publikationsübergreifend kann man so nun eigene Fachbücher zusammenstellen und sich gleich in gedruckter und gebundener Form bestellen.

Nutzer von PaperC können dabei auf etwa 2.000 Fachbuchtitel zurückgreifen. Damit ist das Unternehmen die führende Plattform für kostenlos lesbare Fachbücher im Internet. Insgesamt 20 Fachverlage stellen ihre Bücher hier zur Verfügung. PaperC verhandelt jedoch bereits mit weiteren Verlagen, um das Angebot stetig zu vergrößern.

Um das neue Print-on-Demand-Konzept möglichst vielen Anwendern bekannt zu machen, und damit diese sich selbst von den Vorteilen dieses neuen Modells zu überzeugen, kann man als registrierter PaperC-Nutzer an verschiedenen Aktionen teilnehmen und sich so kostenlose Guthaben sichern.





DDF, das DigitaldruckForum läutet das Jahr 2010 mit einer Ankündigung ein: Noch mehr relevante Informationen, interessante Anregungen, noch mehr neue Ideen und lohnende Begegnungen.

Das ist doch mal eine Aussage. Wir sind auf jeden Fall gespannt und freuen uns nach dieser Kampfansage umso mehr unseren Gutenberg-Blog Lesern einen Exklusiv-Rabatt von 25% für die Veranstaltungen des DDF anbieten zu können. Gebt hierzu bei der Anmeldung zu einer Veranstaltung des DDF das Kennwort “GutenbergBlog” an und schon könnt ihr tüchtig darauf los sparen.

Wie ihr wisst, erfahrt ihr die aktuellsten Neuigkeiten zum digitalen Drucken auf dem Gutenberg-Blog! Wem das nicht genügt und wer auf keinen Fall etwas verpassen möchte, für den ist die DDF/Value Membership wie geschaffen. Mit dieser Mitgliedschaft erhaltet ihr aktuelle Studien aus dem Hause Value, die Fachlektüre Value Joural sowie ein Ehrenticket für eines der DDF/Value Events.
Natürlich gilt auch hier unser genialer Gutenberg Blog Rabatt!

Einen wertvollen Eventtipp liefere ich euch gleich noch mit. Am 18.05. 2010 findet der 4. DDF Congress in Mainz unter dem Motto “Ideas for Profit” statt. Ich kann euch diesen Congress absolut empfehlen; die DDF-Events sind immer interessant, spannend und voll gepackt mit Wissen. Wissen, das auch wirklich in der Praxis greift.
Das Schwerpunktthema für 2010 lautet: “Kommunikation mit System”. Und das dürfe für uns alle wichtig sein.
Die wichtigsten Daten im Überblick:

DDF Congress “Ideas for Profit”

Thema: “Kommunikation mit System!”
Datum: 18. Mai 2010
Beginn: 09.30 Uhr
Ende: ca. 17 Uhr
Ort: Erbacher Hof, Mainz

Die Anmeldung http://www.digitaldruck-forum.org/ddf-congress/mai-2010/ zum Vorzugspreis läuft ab jetzt!
Ladet euch jetzt das aktuelle Programm herunter: DDF-Congress_Programm_Mai 2010

Frühbucherpreis bis 15. März:
EUR 229,00 zzgl. MwSt.
(Ersparnis EUR 140,00 gegenüber Normalpreis)

Seid dabei und erfahrt aus erster Hand wie durch „Kommunikation mit System” erfolgreich innovative Druckdienstleistungen vermarktet werden können.


Papiere für den Digital- und Bürodruck (Office Papiere)

Wolfgang Walenski am Februar 1, 2010

Digitaldruck ist der Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Vervielfältigungstechniken mit vielen Varianten. Das Angebot an Papier für den Digitaldruck und deren Bezeichnung ist deshalb sehr groß und nicht standardisiert. Jeder Hersteller und Händler hat sein bestimmtes Programm. Auch die Terminologie für die Anwendungsbereiche, für die Stoffzusammensetzung (von holzfrei über holzhaltig bis Recycling) und die Ausstattung der Papiere mit einem der vielen Umweltlogos und Zertifizierungsbezeichnungen ist vielfältig und manchmal verwirrend.

Das Angebot der Hersteller und Händler lässt sich aber beispielhaft unterscheiden zwischen:

* Weiße Papiere, (Naturpapiere mit und ohne Wasserzeichen)
* Farbige Papiere (gestrichen und ungestrichen)
* Gestrichene Papiere (glänzend und matt)
* Multifunktionspapiere
* Bürodruckpapier (Office-Papiere)
* Pre-print Papiere
* Farblaser-Papiere
* Inkjetpapiere
* Large-Format-Druck-Papiere
* Fotodruck-Papiere (oft hochglänzend gußgestrichen)

Es ist also zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl verschiedener Anforderungsprofile der unterschiedlichen Drucksystemen gibt. Das betrifft nicht nur die Maschinen und Geräte, also die Hardware, sondern im Zusammenhang mit dem Papier vor allen Dingen die verschiedenen färbenden Substanzen (Druckfarben) mit denen im Digitaldruck gearbeitet wird. Die konventionellen Druckverfahren, also der Offsetdruck, der Tiefdruck, der Flexodruck und meist auch der Siebdruck drucken durch Übertragung von pastösen oder flüssigen Druckfarben auf das Papier. Diese Farben bestehen vorwiegend aus Bindemittel, Lösungsmittel und Pigmenten. Je nach Druckverfahren verfestigen (trocknen) sie sich durch Verdunstung, Wegschlagen (Eindringen in das Papier) oder/und durch Oxydation aber auch durch Bestrahlung mit energiereichen Strahlen (z.B. UV- + /ES-Trocknung und IR-Bestrahlung). Beim Digitaldruck haben wir es dagegen mit färbenden Substanzen zu tun. Es handelt sich hier nämlich um Flüssigtoner, Trockentoner (Tonerpartikel) oder um flüssige Tinten. Da das Drucken stets eine Wechselwirkung zwischen dem Papier (Bedruckstoff) und einer Druckfarbe bzw. färbenden Substanz ist, muss deshalb auch ein für den Digitaldruck geeignetes Papier eingesetzt werden. Bei den klassischen Druckverfahren kann der Drucker in sehr engen Grenzen seine Druckfarbe dem Papier etwas anpassen. Bei den verschiedenen Digitaltechniken ist das nicht möglich. Hier hat der Drucker ein „geschlossenes“ System. Der Lieferant liefert sowohl Maschine und Farbe (Toner oder Tinte). Das richtige Papier muß vom Drucker ausgesucht werden. Dabei verlässt man sich auf die Angaben des Papierhändlers oder des Geräte- (Maschinen) herstellers. In besonderen Fällen ist aber unbedingt ein Probedruck oder Andruck angebracht.

Eignung der Papiere für den Digitaldruck
In der Regel geben sowohl die Papierhersteller als auch die -großhändler genaue technische und umfangreiche detaillierte Informationen über ihre Produkte, nach denen die zahlreichen Papierprodukte für den Digital- und Bürodruck eingesetzt werden können. Die Papierauswahl ist aber auch anhand von unbedruckten oder auch bedruckten Kollektionen wichtig. Denn Papier muß man fühlen, anfassen und sehen. In vielen Fällen spielen aber auch noch andere technologische Eigenschaften für den Druck, für die Anwendung und Weiterverarbeitung eine wichtige Rolle.

Sortenstruktur für Digitaldruckpapier mit Trockentoner, Flüssigtoner und Tinten:
* Doppel gestrichenes Papier, in Rolle und Bogen,holzfrei mit hoher Weisse für den elektrofotografischen Digitaldruck.
* Ungestrichenes, extra glattes Papier,holzfrei für den elektrofotografischen farbigen Digitaldruck (Trockentoner) von Marketing- und Werbedruck, Direct-Mailings, Handbücher, Kataloge und Broschüren
* Ungestrichenes, extra weißes Papier, holzfrei, für den elektrofotografischen Druck mit Trockentoner und Hochgeschwindigkeits-Inkjetdruck (Flüssigtoner/Tinte/ in s/w)
* Ungestrichenes, hochweißes Papier , holzfrei, für den Digitaldruck mit Trockentoner und Hochgeschwindigkeits-Injetdruck (Flüssigtoner/Tinte). Anwendung für Bücher, Produkt- und Servicehandbücher.
* Ungestrichenes Papier, holzfrei, für den vierfarbigen Druck von Direct Mailings und Geschäftdokumenten von Rollen im elektrografischen Digitaldruck mit Flüssigtoner. Lieferung aber auch in Kleinformaten.
*Ungestrichenes, holzfrei, aber pigmentiertes Papier für den Hochgeschwindigkeits-Inkjetdruck in S / W für Dirct-Mailings
* Doppelt gestrichenes, holzhaltiges Magazinpapier mit hohem Weissgrad in Rollen für den elektrografischen Digitaldruck mit Trockentoner
* Gestrichenes holzhaltiges Magazinpapier (LWC) in Rollen (min.30 cm) für den Druck mit Trockentoner
* Ungestrichenes,holzhaltiges Spezialpapier in Rollen bis 32 cm Breite für den elektrofotografischen Digitaldruck mit Trockentoner.Anwendungsbereich: Zeitungsbeilagen, Werbematerial, Bücher, Infobriefe
* Superkalandriertes, ungestrichenes holzhaltiges Magazinpapier in Rollen (min.40cm) für den elektrofotografischen Digitaldruck (Trockentoner).Anwendungsbereiche: Broschüren, Kataloge, Comics
* Farbiges (lacksfarben) Zeitungsdruckpapier (aus Recyclingfasern) in Rollen für den Digitaldruck mit Trockentoner für Zeitungen und Zeitungsbeilagen. (45 g/m2 + 48,8 g/m2)

Sortenstruktur für Papiere für den Bürodruck (Office-Papiere)
Büro-und Geschäftpapiere umfassen ein breites Angebot an verschiedenen weißen und farbigen Papierqualitäten im Bereich von DIN A4 und DIN A3, mit und ohne Lochungen, zum Kopieren, für den Formulardruck, personalisierte Geschäftskommunikation, Präsentation, und für Spezialanwendungen. Zur Anwendung kommt hier vorwiegend der elektrofotografische Digitaldruck (Laserdruck) mit Trocken- und Flüssigtoner aber auch der Farbtintenstrahldruck (Inkjetdruck). Diese Papiere werden auch in kleinen Mengen angeboten sind aber teilweise auch in Rollen zu haben und bei manchen Papieren werden die passenden Briefhüllen geliefert mit Nassklebegummierung, Selbstklebegummierung oder Haftklebegummierung:

Hier eine Auswahl verschiedener Qualitäten:
* Weisses ungestrichenes Papier, holzfrei, softkalandriert, 80-160 g/m2 , abgepackt mit 500 oder 250 Blatt. Für Laserdruck und Farbkopien
* Weisses ungestrichenes Papier, superkalandriert, holzfrei, 90 – 270 g/m2, für Laserdruck und Farbkopien, für Laserdruck und Farbkopien
* Ungestrichenes Papier, holzfrei 80 g/m2, 90 g/m2 und 100 g/m2 weiss, maschinenglatt für Farb- und S/W-Inkjetdruck (Tintenstrahldruck) sowie Farbkopien.
* Weisses ungestrichenes Papier,maschinenglatt,Holzfrei in 80 g/m2 und 90 g/m2 für den Laserdruck, Kopien und Telefax. Abgepackt in 500 Blatt-Packungen A4 + A3
* Holzfrei weisses ungestrichenes, aber pigmentiertes Papier in 90 g/m2 für den Inkjetdruck (Tintenstrah); in 500 Blatt-Packungen
* Holzfreie, weisse ungestrichene Papiere. Sie sind entweder maschinenglatt, pigmentiert oder superkalandriert. Flächengewicht von 80 – 270 g/m2 für Farblaserdruck, Inkjetdruck und /oder Farbkopien
* Strahlend weisse und holzfreie ungestrichene Papiere sowohl für den Inkjetdruck, für Kopien und auch für Telefax. A4 und A3 in 500 Blatt-Packungen.
* Recyclingpapiere mit unterschiedlicher ISO-Weiße in DIN A4 und DIN A3. Alterungsbeständigkeit nach DIN 6738(LDK 24-85) mehrere 100 Jahre. Staubarm und kompatibel mit allen Hightech-Büromaschinen und einsetzbar für Hochleistungskopierer, Inkjet- und Laserdrucker sowie Faxgeräte.

Digital-Papier für Sonderanwendungen
Bei diesen Papieren handelt es sich in der Regel um hochwertige holzfreie Basispapiere, die einen mehr oder weniger glatten, hochweißen und glänzenden Strich oder Gussstrich erhalten haben, sowie zusätzlich einen transparenten und unsichtbaren Primer (Spezialbeschichtung). Dadurch haben diese Papiere eine meist hochglänzende, glatte und geschlossene Oberfläche. Die Inkjet-Tinten trocknen dadurch sehr schnell und sie gehen eine feste kratzfeste Verbindung mit dem Papier ein. Es werden Ergebnisse erzielt, die man bisher nur von traditionellen Fotos gewohnt war. Bei Verwendung guter Injektinten wird außerdem eine hohe Lichtechtheit sowie Alterungsbeständigeit erreicht. Das Flächengewicht liegt in der Regel bei 260 g/m2, das Format bei DIN A4 oder 10-15 cm.


Direct on garment Druck – der neue, digitale Textildruck!

Marc-Michael Schoberer am November 9, 2009

Der Digital Textildirektdruck bzw. der direct on garment Druck, wird erst seit einigen Jahren von Druckereien in Deutschland verwendet und ist bisher noch nicht so verbreitet wie die gängigen Verfahren.
www.shirtway.de

T-Shirts digital bedrucken

Diese neue Drucktechnik soll es ermöglichen Textilien mehrfarbig, scharf und in hoher Qualität zu veredeln.
Wurde vor dem Digital Textildirektdruck, besonders bei kleinen und mittleren Auflagen, hauptsächlich mit dem Foliendruck gearbeitet (der wiederum oft die Textilien beeinträchtigt), kann man mit dem direct on garment Druck anspruchsvolle, mehrfarbige Designs in hoher Qualität und detailgenau auf Textilien drucken.

Ähnlich wie beim Siebdruck wird die erhitzte Tinte bei diesem neuen Druckverfahren direkt auf hellen, und dunklen Textilien fixiert. Die Farben dringen dabei punktgenau in die Textilfasern ein. Im Gegensatz zum Sieb- oder Foliendruck können bei diesem digitalen Druckverfahren zum Beispiel Farbverläufe problemlos realisiert werden, ferner ist bei direct on garmet der Farbraum nicht auf nur einige Farben limitiert.

Ein weiterer Vorteil: Die Waschbeständigkeit der bedruckten Textilien wird durch den Druck nicht beeinträchtigt, sodass diese – im Normalfall – problemlos bei bis zu 30 Grad waschbar sind.
Der Digital Textildirektdruck besticht nicht nur durch die hohe Auflösung und Farbintensität der Aufdrucke, sondern auch durch sein Preis-Leistungsverhältnis.
Hohe Vorkosten für Filme oder Siebe entfallen gänzlich.

Bei der Druckdatenaufbereitung für den Druck, sollte man lediglich dauf achten, dass alle Aufdrucke in Originalgröße und in einer Auflösung von mindestens 300dpi angelegt werden.
Dann klappts auch mit dem gestochen scharfen Shirt!