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Geometrische Schriften brauchbar machen

Drewers Steven am Mai 27, 2010

Für Grafikdesigner sind geometrische oder modulare Schriften ein guter Anhaltspunkt um mit dem Design von Schriften zu beginnen. Adobe Illustrator und andere Programme bieten eine simple Sammlung von Elementen wie Kreisen, Quadraten und Dreiecken, welche kombiniert werden können um ein passables Alphabet auf die Beine zu stellen. Man versucht hierbei die verschiedenen Symbole zu drehen und verzerren um sie an ein paar wenige simple Regeln anzupassen, die es zu beachten gilt.

Die Intention ein komplettes Alphabet mithilfe von wenigen Formen zu erstellen ist eine gestalterische Herausforderung. Für diejenigen unter Ihnen mit minimalistischen Tendenzen, besteht die Versuchung darin all die ausschmückenden Elemente wie Serifen zu eliminieren und eine einfachere Form zu schaffen. Dank Software wie FontStruct und Font Constructor ist das Zusammenstellen eines Font Sets aus geometrischen Elementen heutzutage einfacher als je zuvor., die beginnen mit Schriftdesign zu experimentieren. → diesen Artikel weiterlesen!


Die Druckvorstufe im Digitaldruck

Marc-Michael Schoberer am Mai 6, 2010

Vorweg: Voraussetzung für einen hochwertigen Papierabzug ist einehochwertige Vorlage! Minderwertige Fotos lassen sich auch durch hohentechnischen und zeitlichen Aufwand in der Druckvorstufe kaum korrigieren.

Wer allerdings in der Druckvorstufe kein konsistentes Colormanagement etabliert, wird auf andere Probleme stoßen: blau- oder rotstichige Bilder trotz einer Testsieger Digitalkamera oder einen verwaschenen Ausdruck beispielsweise. Unabdingbar ist deshalb die Profilierung der Ein- und Ausgabegeräte mit geeigneten Tools. Für die Digitalkamera bietet sich das Werkzeug SilverFast an – von einem abfotografierten Digitalkamera-Target werden Farbwerte gemessen und mit Referenzwerten verglichen. Am Ende sollte für jedes Gerät ein ICC-Standard-Farbprofil vorliegen. Das Standard CIE LAB-Farbmodell, das sich an der menschlichen Farbwahrnehmung orientiert und Farbe unverwechselbar und mathematisch exakt beschreibt, ist der geräteunabhängige Farbreferenzraum, der die Geräteprofile miteinander vergleichbar macht und Farbkorrekturen erst möglicht. Mit einem „kohärenten“ Farbmanagement kann man sich der Bildbearbeitung widmen. Programme wie Photoshop oder das freie IrfanView bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, von der einfachen Tonwertkorrektur bis hin zu ausgefeilten Bildmanipulationen. In Bildbearbeitungsprogrammen können aber auch Auflösung und Dateiformat definieren werden. → diesen Artikel weiterlesen!


Die Herstellung von Mailings

Wolfgang Walenski am März 29, 2010

Unter dem Begriff “Inline-Finishing” verbirgt sich im Rollenoffsetdruck eine sehr umfangreiche, manchmal aufwendige, aber vor allen Dingen sehr differenzierte Technologie der Weiterverarbeitung der bedruckten Papierbahn zu Fertigprodukten wie z.B. Mailings (Massen-Postsendungen). In der Fachsprache wird manchmal auch von “Endlosveredelung” oder “Web Finishing” gesprochen.

Dazu gehören Produkte, die einerseits eine Falzung aufweisen die über die übliche Standardfalzung eines Falzapparates hinausgehen, aber zusätzlich eine Veredelung oder Bearbeitung erfahren wie sie heute z.B. für die Produktion von Mailings verlangt werden. Diese Arbeiten können aber nur durch zusätzliche Ausbaustufen im Überbau des Falzwerkes einer Rollenoffsetmaschine produziert werden, oder mit Hilfe von speziellen Zusatzaggregaten, die online mit der Rollenoffsetmaschine verbunden sind. “Mailings” (eng. to mail = per Post versenden) sind z.B. typische Produkte, die im Rollenoffsetdruck inline oder online mit zusätzlichen Aggregaten in fast unendlichen Varianten produziert werden. Es sind höherwertige, multifunktionale Produkte wie z.B. personalisierte postversandfähige Kuverts mit einem speziellen Inhalt. Hier wird lackiert, perforiert, gestanzt, aufgeklebt, verleimt, gummiert, angeleimt und Beigaben als Warenproben integriert. Auch Prägungen, Streifleimungen, Duftlackierungen und Aufreissperforationen sind möglich.

Die Herstellung solcher und ähnlicher Produkte verlangt nach einem speziellen Know-how und einem großen kreativen Ideenreichtum, um durch immer neue Produktvarianten der Werbung “junge” und auffällige Ideen anzubieten. Solche Druckerzeugnisse müssen beim Empfänger durch ihre besondere Inline-Konfektionierung eine besondere Aufmerksamkeit unter der Flut der übrigen Prospekte, Kataloge und Handzettel erwecken. Die Personalisierung, Adressierung und Codifizierung spielt dabei heute eine sehr wichtige Rolle, wobei sehr vorteilhaft die digital gesteuerte Inkjet-Technologie oder Laserdrucker eingesetzt werden. Die Herstellung von Mailings ist eine besondere Spezialität weniger Hersteller, für die sich ein stetig wachsender Markt, nicht nur mit großen, sondern auch mit kleinen und mittleren Auflagen entwickelt hat.

Hinweis: Empfehlenswert sind die  „malingtagtage“ in Nürnberg vom 16.06.2010 – 17.06.2010.
Das ist die Fachmesse für Direkt-und Dialogmarketing. Rund 400 Aussteller präsentieren auf der mailingtage Messe Nürnberg ihre Produkte und Dienstleistungen von A wie Adressen, über E wie E-Mail-Marketing, M wie Mobile Marketing bis zu T wie Telefonmarketing oder Z wie Zustellung. Ein umfassendes Vortrgas- und Weiterbildungsangebot, Foren, zahlreiche Praxisworkshops und der Fachkongress ergänzen das Ausstellungsangebot der mailingtage Nürnberg.


Das muss jeder Reproide, Hersteller, Produktioner oder Hersteller und vor allen Dingen auch jeder Kunde, der einen Proof bekommt und abzeichnet, wissen. Auch die Hersteller eines der auf dem Markt befindlichen ca. 27 verschiedenen Anlog- und Digital-Proofverfahrens und nicht zuletzt auch die fleißigen Standardisierungs-Spezialisten sollten mit ihren Werbeaussagen und Versprechungen vorsichtiger sein. Allein schon das Wissen um den Problemkreis Proof/Auflagendruck, der sich in erster Linie um Tonwertverschiebungen bzw. Rasterpunktveränderungen dreht, vermeidet bei ehrlichen technischen Werbeaussagen und Angaben viel Ärger, Enttäuschungen und Auseinandersetzung. Ich will versuchen das alles nachfolgend als erfahrener Offsetdrucker begründen.

Im Offsetdruck heißt die Devise für die drucktechnische Übertragung von Druckfarbe von der Druckform über das Gummituch auf die Oberfläche von Papier: So viel Druck wie notwendig, aber so wenig wie möglich. „Küssend“ drucken, sagte mein alter Lehrmeister, was heute übersetzt „Kiss-Print-Einstellung“ heißt. Aber was heißt das eigentlich konkret und wie hoch ist eigentlich die genaue Druckkraft in der Praxis an der Bogen- oder Rollenoffset- Druckmaschine, die in der allgemeinen fachlichen Umgangssprache auch „Druckspannung“, „Beistellung“ oder „Pressung“ bezeichnet wird? Ist sie in allen Druckwerken einer Mehrfarben-Maschine gleich hoch? Drucke ich auf einer kleinformatigen Maschine mit kleinem Zylinderumfang in der Druckzone mit weniger Druckkraft als auf einer Maschine mit großen Zylinderdurchmesser oder umgekehrt? Welche Unterschiede bestehen diesbezüglich zwischen den Bogen- und Rollenmaschinen, denn auch der Rollenoffsetdruck braucht eine Antwort auf die Frage nach den mechanischen Kräfte im Druck und deren Einfluss auf Tonwertverschiebungen oder Punktverbreiterung. Auch ergeben sich Fragen nach der Verhaltensweise der elastischen Gummitücher die sich in der Druckzone durch die auftretenden physikalischen Druckkräfte unterschiedlich eindrücken oder zusammendrücken oder vielleicht auch eine Wulst bilden. Braucht das Papier A aufgrund seiner Oberflächenstruktur, seiner Rauhigkeit oder Glätte, seines Volumens, seiner Kompressibilität oder seines Farbannahmevermögens mehr Druckkraft als das Papier B? Wie hoch werden die Druckkräfte und in welchen Dimensionen verändern sie sich, wenn ich gezwungen bin, durch Touch Screen oder Knopfdruck, oder vielleicht auch an alten Maschinen noch mit einem Steck- oder Schraubenschlüssel sowie durch Veränderung des Aufzugs mehr Druck zu geben wenn es nicht ausdruckt, oder die Farbe vielleicht nicht richtig „anlegt“? Kann ich mit einem konventionellen harten Gummituch vom Lieferanten A mit weniger Druckkraft arbeiten als mit einem luftgepolsterten weichen Tuch vom Lieferanten B? Welchen Einfluss nehmen auf die notwendige Druckkraft im Druckspalt die verschiedenen Oberflächenstrukturen von Gummitüchern, wie Gummi-Deckplattenhärte, Schliffbild und Prägestrukturen? Sehr viel fachliche Information und viele Lehrmeinungen werden vermittelt über die richtige Zylinderabwicklung an Offsetmaschinen, über die notwendigen Maßnahmen und richtigen Korrekturen zur Erzielung der richtigen Drucklbildlänge bei unterschiedlicher Materialstärke und über die Unterschiede zwischen den sogenannten Schmitzringläufern und den Nichtschmitzringläufern. Viele fachliche Informationen werden auch vermittelt über das Messen der Aufzugdicke mit Lineal oder Fühllehre, mit einer Mikrometerschraube oder mit einer Zylinder-Meßuhr. Im Zusammenhang mit der ewigen Diskussion über die Punktverbreiterung und Tonwertverschiebungen und den völlig ungelösten Problemen mit den immer größer werdenden Unterschieden zwischen Proof/Andruck und Auflagendruck braucht der Offsetdrucker objektive Angaben und Messmethoden über die mechanischen Druckkräfte mit denen die feinsten Rasterpunkte von der Druckform über den mit einem Gummituch bespannten Gummidrucktuch auf die Oberfläche des Papiers gelangen. In der vollklimatisierten Druckvorstufe läßt sich am Schreibtisch auf dem Bildschirm ohne jegliche Kraftanstrengung mit Hilfe der Maus das Bild bearbeiten, vielleicht standardisieren, kalibrieren, farbmanagen und anhand von Kurven und Software-Programmen im RGB-Farbenraum „herumtanzen“. Aber trotzdem kommt ein fortdruckgerechter Proof nicht heraus, denn die drucktechnischen Bedingungen, unter den später gedruckt wird sind nicht bekannt und können auch nicht objektiv ermittelt werden. Die technischen Möglichkeiten mit Hilfe von Toner oder Tinten einen Proof mit und ohne Raster herzustellen sind fast nicht mehr zu überblicken und die Ergebnisse entsprechend zahlreich und fern jeder Druckpraxis. Nach neuesten Martkübersichten sind es immerhin stolze 27 analoge und digitale Proof- Systeme die alle vorgeben, fortdruckgerechte Ergebnisse zu präsentieren. Von Standardisierung wird auch nicht mehr gesprochen. Aber was kann der Offsetdrucker an der Maschine machen, wenn 4 Farbschichten aus dem CMYK-Farbenraum naß-in-naß aufeinander kommen und die dafür notwendigen mechanischen Druckkräfte subjektiv nur über den Daumen gepeilt werden können nach der Formel: So viel Druck wie notwendig aber so wenig wie möglich?! Mit exaktem Prüfen und Messen hat das aber nichts tun. In keinem Maschinenprospekt oder Maschinenbuch der verschiedenen Hersteller wird über den ganzen Problemkreis „Druck“ oder „Druckkraft“ ein einziges Wort verloren. Alles dreht sich nur um die Automatisierung, um Programmierung und Voreinstellung der Maschine, um Ökonomie und leichtes und einfaches arbeiten sowie um den schnellen und sicheren Lauf der Bogen vom Anleger bis zur Auslage. Der hier angesprochene und so wichtige Problemkreis „Druckkraft“ fällt schlicht und einfach unter den Tisch. Er ist auch in keiner Fachzeitschrift Gegenstand einer Diskussion oder eines Fachbeitrages. Müsste an unseren Offsetmaschinen nicht endlich auch eine Möglichkeit geschaffen werden, die Druckkraft genau messbar und steuerbar zu machen? Denn die Druckkraft ist für eine exakte Rasterpunktübertragung und zur Lösung der ständig strittigen und ungelösten Probleme mit Tonwertverschiebungen, Punktveränderungen und Druckkennlinien eine sehr wichtige, aber in der Praxis leider nicht definierbare, objektiv messbare und deshalb auch nicht genau steuerbare Größe. Liegen hier nicht auch die eigentlichen Ursache für das Scheitern und Fehlen einer wirklichen und ganz genauen Standardisierung des Fortdrucks? Ein Proof der mit dem Fortdruck wirklich genau übereinstimmt ist eine unerfüllbare Wunschvorstellung. Die diesbezüglichen Unterschiede sind nach wie vor mehr oder weniger groß. Durch die Tatsache, dass es immer mehr neue Methoden gibt, farbige „schöne“ Bilder durch Spritzen und Tonern von färbenden Substanzen auf ein speziell beschichtetes Proof-Material zu übertragen, werden sie immer größer. Die Offsetdrucker sollten sich von der Druckvorstufe und ihren digitalen Möglichkeiten der Bildbearbeitung am Bildschirm nicht widerstandslos etwas vormachen und Sand in die Augen streuen lassen. Es wird heute im Bogen- und Rollenoffsetdruck heute hervorragend gedruckt und es wurde ein sehr hohes Qualitätsniveau erreicht. Aber trotzdem: Die Druckkraft mit der gedruckt wird, ist eine für den Drucker nicht definierbare Größe. Deshalb kann es auch keinen fortdruckgerechten Proof geben.

Auf jeder Zigarrettenpackung steht, dass Rauchen gesundheitgefährdend ist. Auf jedem Proof sollte in gleicher Weise stehen, dass das Ergebnis nicht fortdruckgerecht erstellt werden konnte…


Am 12. Februar 2010 wurden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der internationalen Messe Ambiente in Frankfurt a.M. die Gewinner des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland gekürt. Einen der zehn Gold-Awards wurde an die Linotype-Schrift Malabar von Dan Reynolds verliehen.

Das Besondere und damit Erwähnenswerte daran ist, dass in der Geschichte des renommiertesten Designpreises Deutschlands mit dieser Auszeichnung erst zum zweiten Mal ein Schriftdesign bedacht wurde. Und so lobt Jurymitglied Robert Klanten den Entwurf: “Linotype ist mit der Malabar eine ebenso zeitgemäße wie zeitlose Schrift gelungen, die durch überragende typografische Qualität der Buchstaben und einzelnen Schriftschnitte sowie durch eine perfekte Harmonie der Schriftschnitte miteinander besticht.“

Die Auszeichnung wirkt besonders schwer, da der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland aufgrund seiner hohen Anforderungen die höchste offizielle deutsche Auszeichnung für den Bereich Design ist. Die Teilnahme an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgelobten Preis ist nur den Unternehmen möglich, die bereits zuvor eine nationale oder internationale Auszeichnung erhalten haben. Nicht zuletzt wird er auch als der „Preis der Preise“ genannt.

In diesem Sinne: Glückwunsch an Linotype und natürlich Dan Reynolds.

Die 45 Gold- und Silber-Gewinner des Designpreises 2010 finden Sie auf der Homepage von Designpreis Deutschland 2010.


Crashkurs in InDesign CS4

Tom Schoener am Januar 16, 2010

Ein Tipp für alle jene, die sich gerade für den Umstieg auf die CS4 Version des Desktop-Publishing-Progamms InDesign entschieden haben bzw. die derzeit noch auf der Suche nach Argumenten für einen Wechsel von CS3 zu CS4 sind.
Auf der Homepage von Cleverprinting findet sich ein achtseitiger Schnellkurs des InDesign-Experten Günter Schuler, der alles, was neu und interessant an der Software ist, vorstellt. Kurz, aber gut und vor allem mit praktischen Tipps erklärt der Autor die neuen Features und Funktionen, wie Preflight, variable Textelemente, Cross Media Publishing oder wie man mit Kuler arbeitet. Fokus seiner Analyse der aktuellen Version liegt dabei insbesondere auf den neuen Funktionen, die für die alltägliche Satz- und Layoutarbeit relevant und notwendig sein könnten.
Der Testbericht hat schon fast eher den Charakter einer Schnellumschulung von InDesign CS3 zur aktuellen Version. Also wer wissen will, ob sich ein Update lohnt, sollte ein Blick in das PDF werfen.


Sonderfarben

Michael Steinbrenner am Dezember 9, 2009

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Mit Sonderfarben gelingt es Farben darzustellen, die außerhalb des Farbumfangs des Vier- oder Mehrfarbendrucks liegen. Sonderfarben sind Volltöne, d.h. sie werden nicht durch die Skalenfarben CMYK aufgebaut.

Zur Definition von Sonderfarben werden Farbfächer verwendet. Weit verbreitet sind die HKS- und die Pantone Farbfächer. HKS steht für die Druckfarbenhersteller Hostmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schmincke. Den HKS Farbfächer gibt es für verschiedene Papiersorten, welche jeweils durch die entsprechenden Buchstaben kenntlich gemacht sind, zum Beispiel:
den HKS N (Naturpapier),
den HKS K (Kunstdruckpapier),
den HKS Ek (Endlosdruck auf Kunstdruckpapier)und
den HKS Z (Zeitungspapier)

Durch die Verwendung von Color-Matching Systemen können Sonderfarben auch durch Skalenfarben aufgebaut werden. Oftmals stehen CMYK-Werte im Fächer selbst abgedruckt, wodurch ein Aufbau durch Skalenfarben möglich ist. Alternativ kann man die Sonderfarbe auch im Photoshop in der Farbpalette auswählen und die Farbwerte mittels Farbmischer abfragen. Allerdings ist der Farbeindruck oftmals nicht identisch im Vergleich zur Sonderfarbe – gerade wenn diese außerhalb des Skalenbereichs liegt.

Sonderfarben werden häufig auch Schmuckfarben genannt und werden in der Praxis hauptsächlich im Verpackungsdruck eingesetzt (Milka-Lila, Zott-Rot).

Auch Farbtöne, die mit Skalenfarben erreicht werden könnten werden häufig als Sonderfarbe gedruckt, wenn enge Toleranzen in den Farbwerten gefordert sind. Viele bekannte Unternehmen benutzen Sonderfarben für das Unternehmenslogo (Telekom, Bosch, Sparkassen usw.). Mit der fertig vorgemischten Sonderfarbe ist ein konstantes und stabiles Druckergebnisse leichter zu erreichen, als mit dem Zusammendruck mehrerer Farben, welcher stets der Produktionsschwankung unterliegt.

Letztendlich müssen das Auge und der Geldbeutel entscheiden – durch die Farbfächer hat der Kunde und der Drucker allerdings ein verbindliches Referenzwerkzeug für die Abmusterung an der Maschine in der Hand.


formfiftyfive: Ideenpool für Designer

Ich habe neulich nach Inspiration für meine Arbeit im Netz gesucht. Schliesslich gehen einem die Einfälle auch manchmal aus.

Spezigisch habe ich nach neuartigem Design, frischen Ideen und Trends gesucht. Etwas, das bald in der Designwelt ein ganz großer Hit sein wird, aber noch nicht auf dem Markt ist. Leicht abgedreht, neuartig  - das ist es, wonach ich suche! Nun gibt es tausend Foren, Blogs und Seiten, die alle möglichen Awards für Innovation und Kunstfertigkeit verteilen und von sich behaupten, dass sie die besten sind.

Ich glaube nun, tatsächlich eins der Besten gefunden zu haben: Nach stundenlanger  Suche bin ich schließlich auf einer Webseite gelandet, die so abgedreht und cool aussah, dass sie einfach gut sein MUSSTE: FormFivtyFive oder FFF.

Erstens ist die Seite selbst schon ein Beispiel für bahnbrechendes Webdesign. Layout und Benutzbarkeit sind sauber und innovativ.

Zweitens ist die Funktionalität stark erweitert und ermöglicht einen Ideenaustausch mit anderen Usern und weitere Community-typische Tätigkeiten. FFF stellt ein wahres Vorbild für einen Webdesigner wie mich dar. Noch ein paar Fakten zum Schluss: FFF wurde Im Jahr 2005 durch eine stetig wachsende Gruppe von jungen Designern gegründet. Seitdem sammeln sie fleißig das Beste an Design im Web, Print und Medien aus der ganzen Welt . So ist FormFiftiFive mittlerweile ein internationales Schaufenster für schöpferische Arbeit geworden. Schaut euch das an, da ist echt viel Neues dabei!

www.formfiftyfive.com

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Lernplakate – von Gutenberg bis van Gogh

Tom Schoener am Oktober 26, 2009

Da wir ja nicht das große Glück haben können, ein Gemälde für den läppischen Preis von 12.800 Euros zu erwerben, dass sich im Nachhinein als ein originaler Da Vinci entpuppt und nun mal glatt knapp das 8.000-fache des Kaufpreises wert ist – so einem Schweizer Kunstsammler geschehen – müssen wir uns mit Geringerem zufrieden geben.
Wir wäre es da zum Beispiel mit dem gesammelten Lebenswerk eines anderen nicht minder berühmten Malermeisters – Vincent van Gogh – und das geballt auf eine Fläche von 100 x 70 Zentimeter. Man sollte glauben, dass Details ein wenig zu kurz kommen könnten, wenn man die sage und schreibe 870 Werke zu einem Plakat komprimiert. Aber der Hersteller verspricht, dass ein superfeines Druckraster dafür sorgt, dass man praktisch keinen Unterschied zu den Bildern in Originalgröße bemerken wird. Sprich, wären Blattläuse auf der Sonnenblume, man würde sie sehen. Okay, ich übertreibe ein ganz klein wenig.
Hervorzuheben sind hier nun zwei weitere Aspekte. Zum einen sind alle Bilder im gleichen Maßstab verkleinert worden und zum anderen sind diese in der genauen Reihefolge ihrer Entstehung angeordnet. Letzteres ist dahingehend nicht verwunderlich, wenn man weiß, wer „Vincent van Gogh – the complete Paintings“ zum Kaufe feilbietet – nämlich Lernplakate.
Der pädagogische Gedanke, der dahinter steht, ist zu vordergründig, als dass man diesen hier nun explizit nennen muss. Anstelle dessen sei natürlich darauf hingewiesen, dass Lernplakate nicht nur für verkappte Kunsthistoriker Plakate mit didaktischem Anspruch auf Lager hat. So wird zum Beispiel der Typofan seine Freude am wirklich sehr puristisch gehaltenen Typografischen Kalender 2010 haben. Mattgrüner Hintergrund, Wochentage sind weiß, die des Wochenendes sind es nicht. Bundesweite Feiertage sind natürlich ebenfalls verzeichnet. Das Ganze im fröhlichen FF-Unit gesetzt – fertig.

Ein weiteres Plakat möchte ich abschließend ebenfalls noch nennen. Es gibt nämlich tatsächlich auch eines, das die 500-jährige Geschichte der Schriftgießerei in Deutschland abbildet. Alle Schriftgießereien werden, inklusive der mehr als 200 Übernahmen, erstmals in einem logischen Stammbaum abgebildet. Anhand der Linienverbindungen erkennt man, wie sich die Schriftgießerei bis zu ihrem abrupten Ende durch den Lichtsatz entwickelt hat. Ein Plakat also ganz im Sinne des Urvaters der beweglichen Lettern – Gutenberg.


Plug-in zum Entfernen der PDF-Beschnittrahmen

Tom Schoener am September 13, 2009

Hier ein kleiner Tipp für all´jene, denen das Entfernen von PDF-Beschnittrahmen mit den von Adobe Acrobat für diese Zwecke angebotenen Tools zu schaffen macht: Es gibt hierfür nun das Plug-in JoCrop, das dem Anwender ermöglicht, sämtliche Beschnittrahmen mit einem einzigen Klick zu entfernen.

Nach dem man das Plug-In installiert hat, muss man nur noch auf „Dokument“ und dann auf „TrimBox beschneiden“ gehen – und das war´s dann auch schon. Das Beste daran, das von der JoLauterbach Software GmbH auf den Markt gebrachte Plug-in ist sogar kostenlos. Also einfach mal ausprobieren.