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Trends 2010 – Top 10 der Internet-Themen

Tom Schoener am Juni 22, 2010

Was wären wir nur, wenn sich nicht irgendwer erbarmen würde, uns die neuesten Trends aus den verschiedensten Bereichen zu offenbaren. Dabei stellt sich mitunter die Frage, ob ein Trend nur ein Trend ist, weil irgendwer gesagt hat, dass es sich dabei um einen solchen handeln würde. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass Leggins und Lila… – ich schweife ab. Wie dem auch sei. Auf jeden Fall ist dieser „irgendwer“ in unserem hier nun vorgestellten Fall der Internet-Dienstleister namics, der wie in den letzten Jahren unserer Dekade die Internet-Trends auch für 2010 beim Namen kennt und auf der Swiss IT Acadamy am 6. Mai vertreten durch Marcel Albertin und Jürg Stuker nun vorgestellt hat. Herausgekommen ist dabei eine mehr als 100 Seiten umfassende Präsentation, die hier als immerhin 27,7 MB schweres PDF nachzulesen ist.

Die Trends 2010:

1. Real-Time Web
2. NoSQL
3. Augmented Reality
4. HTML5
5. Location Sharing
6. Identity 2.x
7. Phone to Platform
8. Social Media Monitoring
9. Prediction Markets
10. Tablets

Zugegeben, das ist schon eine recht technische Orientierung bei den Themen des Jahres 2010. Wer Lust und Muse hat, sich ein wenig in die Materie zu vertiefen, der findet im PDF ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Punkten.

Nun kann man sich unter Umständen an dieser Stelle fragen, was zum Geier haben eigentlich Internet-Trends auf einem Fachblog für Druck- und Medientechnik zu suchen? Da für Unternehmen egal welcher Branche das Internet eine noch stärker an Bedeutung gewinnende Plattform der Präsentation darstellt, sollte man sich schon ein wenig über die Entwicklungen informieren. Schließlich will und muss man die verschiedenen zur Verfügung stehenden Kanäle beispielsweise für die Kommunikation mit dem Kunden bestmöglich nutzen, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen. Ob man dann jeden Trend mitmachen muss, dass steht wie immer auf einem ganz anderen Blatt Papier.


Regelmäßig treffen sich Entscheider der Druckindustrie mit den Hamburger Unternehmensberatern Apenberg + Partner, um in dieser Runde über Trends und Strategien zu diskutieren. 40 Manager, Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder aus den Bereichen Weiterverarbeitung, Akzidenzdruck, Etikettendruck und aus der grafischen Weiterverarbeitung kamen nach Stuttgart, um sich mit der Zukunft der Druckbranche auseinanderzusetzen.

An Michael Apenberg, Geschäftführer von Apenberg + Partner, war es an diesem Tag, die Entwicklungen der kommenden Jahre aufzuzeigen. Und die Prognose der Unternehmensberater ist zunächst erst einmal wenig erfreulich. Um drei Milliarden Euro, so die Einschätzung von Apenberg + Partner, wird das Volumen für Druckleistungen auf dem deutschen Markt in den kommenden fünf Jahren geringer werden.

Gründe für diese rückläufige Branchenentwicklung sind nach Meinung der Berater ein verändertes Kommunikationsverhalten, die stete Verdrängung durch digitale Medien und das bei der Beschaffung von Werbemitteln zunehmend versucht wird, Redundanzen zu vermeiden. Des einen Leid ist in der Regel eines anderen Freud und so gibt es auch hier Gewinner innerhalb der Branche. Zu nennen sind an erster Stelle die Internetdruckereien, der Digitaldruck und Web-to-Print. Gerade die Internetdruckereien schaffen es gegen den Trend der Branche, ihre Umsätze jährlich zu verdoppeln. Allerdings ist wird diese Entwicklung früher oder später beendet sein, da der Großteil der Branchenleistungen, so die Einschätzung der Berater, für den Workflow einer Internetdruckerei eher ungeeignet sind. Das prognostizierte Marktpotenzial für Internetdruckereien läge daher bei rund fünf Milliarden Euro.

Aus der Einschätzung von Apenberg + Partner wird deutlich, dass die Druckindustrie vor einem Strukturwandel steht. So wird es in den nächsten fünf Jahren zu einer weiteren Konzentration der Unternehmen kommen. Gemäß der Prognose der Hamburger Unternehmensberater werden etwa 3.500 Firmen aufgeben oder fusionieren. Erstmalig betroffen sind diesmal auch Zeitungsdruckereien. Hierzu erklärt Michael Apenberg: “Die meisten Zeitungsverlage produzieren im Vergleich zu ihren Kollegen aus dem Heatset-Rollenoffset viel zu teuer, so dass die Neuinvestition in eine Druckmaschine nach alten und festgefahrenen Kosten- und Tarifstrukturen keinen Sinn ergibt.”

Nach der Krise ist vor der Krise, oder wie muss man diese düsteren Prognosen deuten? Fakt ist, dass es auch in den nächsten Jahren für die Druckindustrie nicht einfach werden wird. Zu groß sind die Veränderungen im Mediennutzungsverhalten der Menschen, zu verführerisch die neuen technologischen Möglichkeiten. iPad & Co. stehen natürlich in Konkurrenz zu den tradierten Kommunikationsmitteln. Dies muss von der Branche heute erkannt werden, um so früh wie möglich darauf reagieren zu können.

Es heißt also wieder: “Nicht jammern, Service verbessern und nah am Kunden sein!”


Relaunch der Wertigkeit

Zeinhofer Rudolph am April 7, 2010

Das Leben verläuft nie geradeaus. Eben rüsten wir uns für wirtschaftlich eklatante Herausforderungen. Von uns werden neue Wege der Anpassung eingefordert. Die Urkräfte der Natur, Evolution und Divergenz, wirken genauso in der Wirtschaft. Jeder spürt, wie sein Handlungsdruck wächst, denn die deutlichen Signale zurückliegender Jahre wurden nicht ernsthaft wahrgenommen. Jetzt dominiert ein gnadenloser Auswahlprozess, der weitgehend über Prozessinnovation und Kreativität gesteuert ist.
Neue Geschäftsmodelle verlangen uns neue Denkprozesse ab. Prozess- und Produktinnovation muss den Pfad zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerber festigen, denn nur der am besten Angepasste überlebt. Ein Festhalten am Alten beschert einen Abschied aus dem aktuellen Umfeld, so viel ist heute gewiss. Die Spezialisierung, unterstützt durch Positionierung und Branding, sowie der Relaunch der Wertigkeit von Printprodukten ist eine Zielrichtung, die gute Orientierung verschafft.


Geteiltes Leid ist doppeltes Leid

Die Leidensgemeinschaften Druck und Weiterverarbeitung geben sich die Hand und es fühlt sich an wie eine Kondolenz. Drucken als solches ist abgehakt, es hat seinen Marktwert in der grafischen Wertekette verloren. Die Weiterverarbeitung operiert immer noch im Dunstkreis der Druckerei und verkennt offenbar sein schlummerndes Potenzial zur Eigenständigkeit. Loslassen ist angesagt. Nicht nur ein bisschen. Grundsätzliches Neudenken ist nötig, um wieder Morgenluft zu wittern. Wer allerdings stärker zu sein glaubt als die Kräfte von Divergenz und Evolution, sollte besser über die frühzeitige Schließung des Unternehmens nachdenken, um sein finanzielles Fundament zu retten.
Bei identischer Technik sind Qualitätsunterschiede auf hohem Niveau unter Druckern und Weiterverarbeitern kaum mehr auszumachen. Als Folge bleiben die Begeisterungsstürme der qualitätsverwöhnten Klientel aus. Ohne dieses „must have“ funktioniert in der Branche nichts, schon gar nicht mehr die Faszination. Wenn sie nicht wirkt, dreht sich alles um den Preis.
Aber…kein Leid ohne Freud‘. Während reine Maschinen-Denker als chancenlose Produktfetischisten kontinuierlich ihre Marktposition schneller verspielen als sie handeln, dürfen Kundenbedürfnis-Denker in der Tat mit einer Renaissance rechnen. Die Hinwendung zu Marktpositionierung und Branding ist die Voraussetzung dazu.

Wackelige Marktposition stärken
Divergenz und Evolution spielen als Urkräfte der Natur und in der Wirtschaft die gleiche zentrale Bedeutung, weil es hier wie dort um Überlebensstrategien durch Anpassung geht. Was in der Natur durch Mutation und „Survival oft the fittest“ geschieht, passiert in der Wirtschaft aufgrund menschlicher Kreativität. Charles Darwin, der Entdecker der Urkräfte, wird vielfach falsch zitiert. Dass „der Stärkere gewinnt“, gereicht vielleicht einigen nazistischen Hassadeuren zum selbstkrönenden Ritterschlag. Dieser Volksmund hat aber mit Darwin’s wissenschaftlicher Aussage nichts zu tun. In seinem Kontext gewinnt nicht der Stärkere. Es überlebt der am besten Angepasste. Ein feiner, aber gravierender Unterschied, der relativ sicher in den Exitus führt, wenn man sich hierbei ideologisch verhoben hat.

Die Marktpositionierung kennzeichnet Druckereien wie auch Weiterverarbeiter i.d.R. als viel zu breit aufgestellte Generalisten ohne herausragendes Profil mit niedrigem Erkennungswert. Der am heißesten begehrte „first-to-mind“ Logenplatz im Hirn des Kunden ist also längst anderweitig besetzt. Dieser Nachteil verstärkt sich nochmals, weil Printmedien-Hersteller sich als unprofilierte Generalisten auch mit Vorliebe in die strategische Mitte setzen. Die Mitte ist das Synonym für Mittelmaß und massiv vom Aussterben bedroht, während die Ränder quasi unbesetzt bleiben. Wie besetzt man die lukrativen Ränder? Durch Spezialisierung. Sie ist die strategische Kraft für jene, die hier ihre Plätze besetzen wollen, um zielstrebig den Markt zu ihren Gunsten zu teilen. Die technisch hochgerüsteten Generalisten sind hingegen eine extrem gefährdete Spezies. Ihre zu breite Aufstellung lässt sie, neben ihren stumpfen Waffen, bei Angriffen der Spezialisten ganz einfach versagen. Die vertreiben eine so leichte Beute mit stoischer Gelassenheit aus ihrem „Paradies“. So einfach ist das. Die Unternehmen werden für ihre Erstarkung das Branding – für den gezielten Markenaufbau – sowie das Positioning – für die strategische Marktpositionierung – als operative Einheit integrieren müssen.

Falsche Fragen verhindern die Erfolgsfrage

Wenn Manager fragen „was können wir an unserer Leistung verbessern, wie können wir den Verkauf optimieren, wie können wir besser werden als die Konkurrenz, wie können wir den Markt mit einer neuen Maschine abstauben“, so sind das die gänzlich falschen Fragen für erfolgreiche Veränderungen. Diejenigen Denker übersehen dabei, dass genau die wohlgemeinten Fragen eine Beschleunigung von Me-too-Produkten bzw. Dienstleistungen bewirkt. Alles was sie dazu beabsichtigen ist, ohnehin Bestehendes verändern zu wollen. Zudem ist es ein ganz herber Verstoß gegen Branding- und Positionierungs-Gesetze. Sie lösen damit einen erneuten Wettkampf aus, in dem sie selbst leicht Opfer von Spezialisten und Quereinsteigern werden. Per Saldo heißt das noch engere Märkte, noch kargere Renditen, noch mehr Stress und Demotivation, Misserfolg, Personalabbau und das Licht am Ende des Tunnels…ist leider der Schnellzug. Tagaus, tagein tragen sie selbst dazu bei, solche Situationen zu schaffen weil sie die Geister, die sie riefen, nicht mehr los werden. So gut wie niemals höre ich die zentrale Erfolgsfrage: Wie teile ich den Markt zu meinen Gunsten?

Topthema: Wertigkeit des Printproduktes

Print als Wegwerfobjekt, ein horrender Verfall in Wertschöpfung und Preis, ist der klägliche Rest von dem, was die Druckindustrie in ihrer langen Existenz auf die Beine gestellt hat. Der Massenmarkt hat die Wertigkeit des Druckproduktes und sein Preisniveau zur Gänze und bis auf die Knochen verschlissen – „Rabattnick’s are everywhere“.
Der fatale Denkfehler wurde nie korrigiert, progressive Ausstoßraten an Druckmaschinen und Weiterverarbeitung nur mehr auf die Stückkostensenkung zu fokussieren. Als heilbringende Droge für Druckunternehmen verstanden die janusköpfigen Maschinenbauer ihre sog. Innovationen mit spürbar fataler Wirkung. In dem seit Jahren schrumpfenden Markt ist das mit dem finalen Akt des Toreros vergleichbar, der den geschundenen Stier mit seinem Degen ins Jenseits befördert: der Todesstoß für die Preise. Der Degen hat die restlichen Märkte gleich mit durchbohrt: Akzidenzen, Kataloge, Flyer, Plakate etc..

Um Morgenluft zu atmen, braucht es einen ultimativen Neunanfang für die Wertigkeit des Druckproduktes und die kann ihr nur die Weiterverarbeitung und Veredelung einverleiben, genauer gesagt, die Buchbinderei. Niemand sonst schönt die Braut besser, die es zu verkaufen gilt. Hohe Druckqualität ist selbstverständliches Beiwerk, das ohnehin im Übermaß zu haben ist. Viele Menschen unseres Kulturkreises empfinden noch weitaus differenzierter, als technikversessene e-Book-Freaks. Für sie ist ein Leben ohne prall gefülltes Bücherregal nicht vorstellbar. Diese Identität verbindet sie mit ihrer Lebensqualität, ihrem Sozialstatus, ihrem Intellekt und als Wissensreichtum gleichermaßen – gelebte, authentische Kultur eben.

Problemlösung und gute Gefühle verkaufen

Ein Buch oder ein Bildband z.B. ist das unumstößliche Kulturgut für viele Menschen. Bücher berühren unsere Gefühle, denn der Mensch bleibt – trotz umgebende Digitalwelten – ein beseeltes Lebewesen mit hochsensiblen Empfindungen.
Soll das Buch bzw. das Printprodukt mit all seinen positiven Attributen wieder eine attraktive Wertigkeit für den Verbraucher erhalten, um als etwas Neues, Besonderes zu erstarken, brauchen die Produzenten neue Ideen für den Relaunch. Aus der Sicht des Branding stellt sich der Markt für „Buchbinder“ erfreulicher Weise nahezu unberührt dar. Es existiert weder ein „Premiumsgement“ noch gibt es klar besetzte Marktkategorien, genauso wenig wie die Marktführerschaft eines Unternehmens.
So gesehen erscheint es als lukratives Umfeld für den empathischen Unternehmer – der produktfokussierte ist chancenlos – um sein Potenzial zum Wohl des Kunden auszuspielen. Die schlussendliche Befreiung aus seiner derzeitigen Zwangsverpflichtung als notwendiges Anhängsel der Druckerei eröffnet ihm eine neue Gedankenfreiheit. Mit seinem konzentrierten Leistungsangebot kann die Herzen der Menschen erobern, kann ihnen Emotionen in Form von extravaganten Büchern, Geschenken, Dienstleistungen auf den Leib schneidern – auf höchstem Niveau in Qualität und Preis und effektvolleren Werkstoffen als nur Papier. Neue, völlig unbesetzte Kategorien stehen offen, das macht den Weg frei zum „Premiumsegment“ inklusive der Option zur Marktführerschaft. Preissituation und Leistungserwartung ist hier unvergleichlich höher und mit der jetzigen Situation nicht vergleichbar.
Das Ziel soll er sich allerdings auf die Fahnen schreiben, weil es kompromisslos erfüllt werden muss: die Seelen der Menschen mit positiven Emotionen zu berühren, sie müssen gute Gefühle vermittelt bekommen, sonst funktioniert dieses Geschäftsmodell nicht.
Der „Buchbinder“ bekommt im Gegenzug eine einzigartige Chance zu seiner Renaissance und er wird damit die Position vom stereotypen Auftragsempfänger zum aktiven Akquisiteur verändern – bei Privat- und Wirtschaftskunden. Das Gedruckte kauft er jetzt ein und wechselt damit die Fronten vom Bittsteller zum Einkäufer und Lieferanten mit potenzieller Marktmacht. Unternehmer wie Belegschaft werden durchatmen und mit höchster Motivation ans Werk gehen, ihre Existenz sichern zu wollen.

Die Renaissance des buchbinderischen „Bauchladens“

Das neue Geschäftsmodell erfordert selbstredend eine andere technische Ausstattung als Schnellläufer und Trimmer jenseits er 18.000er Marke. Die werden zwangsweise zu Abschreibungsobjekten.
Neben maschineller Ausrüstung sind vor allem handwerklich-buchbinderisches Können und künstlerische Gestaltungsfähigkeiten notwendig, um die Kundenforderungen zu übertreffen. Organisationsqualität und Logistik runden das Modell ab. Je vielfältiger die kreativen Ideen, desto stärker kann die strategische Positionierung, die Unangreifbarkeit ausfallen. Das Branding verlangt wohl nach entsprechender Vermarktung.

Produktfokussierung aufgeben heißt überleben

Die ausschließliche Produkt-Sicht ist der „bottleneck“ am Veränderungsprozess, weil er die Menschen zutiefst am Umdenken hindert. Einem Durchbruch stehen zwei schwer heilbare Krankheiten im Weg: eben die Produktfokussierung und der inflationäre Stückpreis. Beide Symptome haben den Blick auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden verstellt und viele davon vertrieben. Wirtschaftsunternehmen verweigern der Druckindustrie ihre Aufträge, weil sie es selber besser machen – qualitativ vielleicht nicht, aber ökonomisch in jedem Fall – denn viele Elemente sind in ihre Geschäftsprozesse eingebunden, bei „good enough quality“. Daran haben Drucker und Weiterverarbeiter am allerwenigsten gedacht. Verblendet durch Produktfokussierung steht die Branche inmitten ihres radikalen Veränderungsprozesses, der aber nicht richtig funktioniert. Der Kopf ist schuld. Die Produktpolitik der Maschinenbauer spiegelt die Zukunftslosigkeit der produktfokussierten Strategie wider. Sie zielt ausschließlich auf maschinelle Komponenten und degradiert die Verkaufsergebnisse zu Dumpingpreisen, die ein wirtschaftliches Überleben beider Parteien erheblich einschränken. Produktfokussierung kennt als wirtschaftliche Größe nur den Output der Aggregate mit niedrigsten Stückkosten und verkommt so zum Pfad der Entmenschlichung in der grafischen Arbeitswelt durch den immensen, selbst erzeugten Kostendruck. Ein Festhalten an dieser anachronistischen Strategie verhindert Auswege aus dem marktwirtschaftlichen Dilemma.
Abhilfe wird wohl ein kreativer Innovationsprozess schaffen, wenn er denn angestoßen wird. Großdruckereien überlegen indes, die hoch industrialisierte Weiterverarbeitung zu schließen. Ihr Bedarf verläuft linear mit dem schrumpfenden Printvolumen.

Vergangenheit, Zukunft und Chancen
Was vorhersehbar war, ist eingetroffen: die Marktindikatoren zeigten weder 2008 auf Wachstum, noch tun sie es heute. Zu viele Menschen waren von der voluminösen Drupa 2008 fasziniert. Die kolportierten Vertragsabschlüsse der Hersteller sollten der Branche glauben machen, sie sei völlig intakt und keinem Evolutionsprozess unterworfen. Die immensen PR-Gags waren dazu gedacht, Wachstum durch neue Investitionen zu generieren. Damit waren wohl nur die Hersteller gemeint. Das reichlich naiv angelegte Täuschungsmanöver mutierte zu einem gewaltigen Rohrkrepierer mit Schockwirkung für die gesamte Branche weltweit, weil sich viele der millionenschweren optionalen Abschlusssummen nach der Messe in ein Häufchen Asche verwandelt hatten. Ernsthafte Zweifel am eingeschlagenen Kurs der Lieferanten wurden laut. Die machen bis heute die Konjunktur verantwortlich und outen sich damit als missverständliche Marktbeobachter.

Aber wohin geht ihre Reise? Von den Maschinebauern und ihren entarteten Messeauftritten war natürlich kein Plan B zu erwarten, mit dem sie ein forderungsgerechtes Handeln im Sinne der evolutionären Kräfte und der Divergenz hätten rechtfertigen konnten. Die Stunde eines weiteren Outings war gekommen. Maßgebliche Entwicklungen im Verbraucherverhalten sowie der digitalen Kommunikation in Internet und mobilen Diensten blieben fernab jedweder zukunftsgetriebenen Markteinschätzung stecken. Zweifel und Unsicherheit halten sich bei den Investoren bis heute und verstärken sich zusehends, weil die „Entwicklungsabteilungen der Branche“ alias Hersteller, immer noch ein Produktportfolio vorlegen, das der Markt nicht mehr willens ist, so zu akzeptieren.
Denn genau diese Fehlsichtigkeit der Produktfokussierung ist ursächlich dafür, dass man den Maschinenbauern blind vertraute, als sie mit immer besseren, schnelleren und leistungsfähigeren Maschinen die technische Verbohrtheit der Drucker und Finisher so krass fixiert hatten, dass sich für sie ein richtungsweisender Blick auf das übergeordnete Marktgeschehen erübrigte. Damit haben sie die Büchse der Pandora geöffnet und das sich ergießende Unheil wird erst wieder abgewendet, wenn sich die Unternehmen den Marktbedingungen neu angepasst haben und in den neu geschaffenen Märkten lebensfähige Erlöse fließen. Erst aber steigt die Sterberate, danach zählen wir die Neugeborenen. Evolution als auch die Divergenz schlagen auch deswegen so erbarmungslos zu, weil über Jahre hinweg ihre Signale ungehört bleiben.

Die Orientierung in die Zukunft ist für viele Beteiligte schwierig, weil sie Zeit ihres Lebens nichts anderes im Kopf hatten als den perfekten Druckbogen, der auf seinem wattebauschigen Luftkissen sanft und fein dosiert, mit Make-up bepudert, in die Bogenauslage gleitet. Nicht so sanft aber vergleichbar ergeht es der Weiterverarbeitung mit dem Unterschied, dass sie das Endprodukt sieht.
Heute bringen vielmehr serviceorientierte und auf Empathie basierende Geschäftsmodelle neue Schubkraft. Strategische Marktpositionierung und Branding sowie Innovationsmanagement sind die Zukunftswerkzeuge. Technik wird wie von selbst auf ein bedarfsgerechtes Beiwerk zurechtgestutzt. Was nicht zur Strategie passt, bekommt Flügel. Nur neue Ideen erwecken die Unternehmen zum Leben. Aber Vorsicht: Kopieren ist leichter als Kapieren. Wer nichts kapiert, bekommt es mit der Divergenz zu tun und das sollte er besser bleiben lassen. Die Reisepläne sind für alle offen, aber Gott sei Dank, nicht unsichtbar und mit hohem Kreativitätseinsatz gut zu bewältigen.


Das Internet und das Nutzungsverhalten seiner Gemeinde – ein Feld, dass Stoff für unzählige Studien hergibt. Nun bin ich beim Recherchieren auf die Website von eResult gestoßen, die der Frage nachgegangen ist, wie sich das Leseverhalten der Internetnutzer in den letzten Jahren verändert hat – Ausdrucken oder am Bildschirm lesen, das sei hier nun die Frage.

Möglichweise ist mein kleingeistiges Denken ursächlich dafür, dass ich die Notwendigkeit nicht erkenne, warum man diesem Mysterium auf die Schliche kommen sollte. Aber betrachten wir uns doch zunächst erst einmal das Fazit der Untersuchung: „6 von 10 Webnutzern/-innen lesen Texte immer öfter am Bildschirm“ – so das zentrale Ergebnis der Studie. Gefragt wurden 600 Probanten und das ziemlich konkret: „Wie hat sich Ihr Leseverhalten in den letzten Monaten verändert? Lesen Sie Texte zunehmend am Bildschirm oder drucken Sie Texte öfter aus?“ Keinesfalls will ich es an dieser Stelle wagen, den empirischen Ansatz zu kritisieren, aber um auf diese Frage antworten zu können, kann man nur hoffen, dass sich das Leseverhalten auch wirklich verändert hat. Dass man etwa in gleicher Weise das Internet nutzt, wie vor einem Jahr, lässt diese Fragestellung keinesfalls zu. Im Ergebnis muss sich aus der Umfrage also zwangsläufig ein verändertes Leseverhalten ergeben. Und nun dieses überraschende Resultat. „6 von 10 Webnutzern/-innen lesen Texte immer öfter am Bildschirm…“ Das ist ja mehr als die Hälfte. Wahnsinn – und das, wo doch alle Usability-Experten eine gegenläufige Entwicklung prognostiziert haben. Darunter auch der Autor der Studie, wie dieser selbstkritisch zurückschaut.

Okay, nun haben wir ein wenig Polemik betrieben, schauen wir uns doch aber mal die aufgezeigten Gründe für die Entwicklung an:
1. Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte wie Net- und Notebooks nimmt zu und denen mangelt es in der Regel an einem Drucker und damit an der Möglichkeit, die Texte auszudrucken.
2. Immer häufiger werden Blogs gelesen und diese zeichnen sich nun einmal durch eine vergleichsweise geringe durchschnittliche Beitragslänge aus.
Den dritten Aspekt möchte ich als Zitat wiedergeben, da ich fürchte, ihn mit meinen unbedachten Formulierungen nicht adäquat abbilden zu können:
3. „Immer mehr reichweitenstarke Websites (wie z. B. Facebook, XING) bieten die Möglichkeit Statusmeldungen abzugeben (140 Zeichen). Diese werden ebenfalls am Bildschirm gelesen – und nicht ausgedruckt.“
Ich hätte gedacht, dass es sich hierbei um Twitter handelt, und Social Media Websites wie die oben genannten neben Kurznachrichten durchaus Raum für längere Texte lassen.

Aber kommen wir nun zum Fazit der Studie:
1. Das Verhalten von Nutzern im Web (hier: Lesen am Bildschirm) verändert sich relativ schnell.
2. Studienerkenntnisse die 8-10 Jahre „alt“ sind müssen kritisch hinterfragt werden. Wichtige Entscheidungen sollten nicht auf deren Basis getroffen werden.
3. Das Thema „Content-Usability“ muss wieder auf die Agenda von Website- und Shop-Betreibern.

Allein die Vorstellung, mir täglich meine Pinwand bei Facebook auszudrucken…
Aber an diesem Beispiel verdeutlich sich doch ganz gut das Problem dieser Studie. Sie arbeitet mit Studienergebnissen, die „8-10 Jahre als sind“, um dann zu dem Schluss zu kommen, dass diese wohl etwas überholt sein. Jetzt mal unter uns: Wir reden hier vom Internet, dem sich wohl am rasantesten veränderten Raum, in dem Menschen miteinander agieren. Facebook, Xing, Twitter und Co. – daran war doch noch vor wenigen Jahren gar nicht zu denken. Natürlich verändert sich das Leseverhalten. Und selbstverständlich spielt auch die technische Entwicklung eine Rolle, so zum Beispiel Monitore mit immer besserer Auflösung oder ein deutlich schnellerer Internetzugang. Früher musste man doch um sein Augenlicht bangen, wenn man den Tag am Rechner verbracht hat. Darüber hinaus sind Websites heute zumeist stark untereinander vernetzt, so dass Ausdrucken den Verlust zusätzlicher Information bedeutet.

Die Studie will im Ergebnis aufrütteln und mit dem alten Vorurteil aufräumen, dass „die Nutzer eh nicht am Bildschirm lesen würden und Website-Betreiber sich daher „in Bezug auf die Textstruktur und Textgestaltung“ kaum Mühe geben müssen.

Jetzt mal im Ernst, für diese Erkenntnis hätte es nun aber wirklich keine Studie bedurft – aber das ist auch nur meine ganz persönliche Meinung. Immerhin wissen wir jetzt: „6 von 10 Webnutzern/-innen lesen Texte immer öfter am Bildschirm“ – wer hätte das gedacht…


WINTER&COMPANY ist ein Unternehmen, das weltweit für innovatives Überzugsmaterial für Printprodukte wie beispielsweise Bücher und Drucksachen, aber auch für Verpackungen und edle Displays steht.

Mit der Produktpalette verdeutlicht das Unternehmen die Vielfalt an zu diesem Zweck verfügbaren Farben, Oberflächen und Materialien. Angefangen von außergewöhnlichen farbigen Papieren und Kartons über Gewebe und Leder bis hin zu Hightech-Materialien – das Sortiment ist riesig und die einzelnen Produkte heben sich von der Masse ab. Und das nicht nur optisch, sondern sie wirken zudem noch durch haptische Elemente.

Mit Napura Canvas haben WINTER&COMPANY nun ein Produkt ins Sortiment aufgenommen, das das umsetzt, was man sich unter einem natürlichen Gewebe vorstellt – und das sowohl nach optischen als auch nach haptischen Kriterien.

Der Vorteil gegenüber dem natürlichen Gewebe sind ganz klar die deutlich günstigeren Kosten. Das Material ist speziell als Überzug für Bücher und Verpackungen entwickelt worden und daher besonders strapazierfähig. In Hinsicht auf Gestaltungsmöglichkeiten ist Napura Canvas begrenzt. Der Hersteller empfiehlt zu diesem Zweck das Heißprägen. Generelle Bedruckbarkeit ist nicht gewährleistet und stark motivabhängig, sollte vorher also individuell getestet werden.

Napura Canvas ist in 18 verschiedenen Farben als 130 g/m² – Bogen in 102 x 76 Zentimeter erhältlich.


Print ist tot, es lebe der Print!

Tom Schoener am Januar 20, 2010

San Francisco Panorama Magazine

Wie oft wurde in den letzten Jahren das Ende des Printjournalismus beschrien. Schuld sei die übermächtige Konkurrenz in Form der kostenlosen World-Wide-Web-Kultur. Schließlich stellt sich zugegebernermaßen nicht zu Unrecht die Frage, warum man für die tägliche Nachrichtendosis überhaupt die warme Wohnung verlassen sollte. Und dann verkündet dieses analoge Medium Informationen, die praktisch schon gar nicht mehr aktuell sind. Die heutige Gesellschaft lebt schnell, isst schnell und möchte am liebsten auch heute schon die Schlagzeilen von morgen auf´s iPhone.

„San Francisco Panorama“, das neuste Projekt des amerikanischen Autors Dave Eggers, zeigt diesem Trend die kalte Schulter. 320 Seiten, davon 112 auf hochwertigem Papier. Eine in jeder Hinsicht einmalige Ausgabe. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Dave Eggers mit diesem Projekt gewissermaßen auf die Potenziale und die Vorzüge einer Zeitung hinweisen will. Wenn man so will ist er der Kontrapunkt zum Internet.

„San Francisco Panorama“ glänzt da, wo andere Zeitungen am kräftigsten sparen. Angefangen von Lokalgeschichten geht es in die weite Welt hinaus. Und so findet hier man mit ausführlichen Reportagen, Hintergrundberichte und Kurzgeschichten einen investigativen Journalismus wieder. Kunst-Journalismus wie er in der heutigen Medienlandschaft praktisch so gut wie gar nicht mehr anzutreffen ist. Was einen weiteren signifikanten Unterschied zu Mitbewerbern ist, ist u.a. ein intensiver Fokus auf das Feuilleton. Allein die Book-Review umfasst etwa hundert Seiten und beinhaltet neben den erwartbaren Kritiken, Interviews, frisch erdachte Erzählungen und Essays. Darüber hinaus gibt einen üppigen Comicteil, für den u.a. Comic-Legende Art Spiegelmann gewonnen werden konnte. Ohnehin glänzt die Zeitung mit reichlich prominenter Autorenschaft. So finden sich unter den Journalisten Pulitzerpreisträger sowie klangvolle Schriftstellernamen wie Nicholson Baker, William T. Vollmann oder Stephen King, der z. B. für den Sportteil geschrieben hat.

„San Francisco Panorama“ erfreut sich noch immer größter Beliebtheit und das trotz der 16 Dollar, die das Magazin mittlerweile kostet. Und die Leser finden sich innerhalb der Zielgruppe, die man doch eigentlich im Internet beheimatet glaubt – die unter Dreißgjährigen, die Kreativen, die Ex-Generation-Golf-Herrschaften. Dave Eggers wollte ein Ausrufezeichen setzen. Print lebt und ist noch ange nicht ein verstaubtes Relikt vergangener Tage. Print kann mit der Geschwindigkeit des Nachrichtentransfers im Internet nicht mithalten. Aber es kann da punkten, wo das Internet auf die Grenzen der eigenen Schnelllebigkeit stößt – Reportagen, ausführliche Hintergrundberichte, ein opulentes Layout und Essays. Für den Erhalt des Prints müssen sich die Verleger also auf die Anfänge dessen besinnen, was Zeitung einmal war.
Es lebe der Print!


2009 – ein Jahr der Printkrise?

Marc-Michael Schoberer am Januar 19, 2010

Gerade im Januar geben sich noch zahlreiche Jahresrückblicke die Klinke in die Hand. Die einen sind gut, die anderen konstruieren sich – ganz im berger-luckmannschen Sinne – medial eine ganz eigene Wirklichkeit. Schließlich zählen gerade im TV in erster Linie eindrucksvolle Bilder und große Storys.

Einen ganz interessanten Rück- und zugleich Ausblick auf die Print-Branche hat W&V auf seinem Onlineportal veröffentlicht, der den allerdings ein wenig reißerisch anmutenden Titel „Die Opfer der Printkrise“ trägt.

Ich finde, man nimmt ein so großes Wort wie „Krise“ doch arg schnell in den Mund. Bestes Beispiel ist  unsere ach so große Wirtschaftskrise. Na klar sind 2009 zahlreiche Unternehmen insolvent gegangen, und Milliarden Euros, Dollars, Pfunds, Rubels und Yens verloren. Aber das gab es auch schon die Jahre zuvor. In der Relation zur großen Weltwirtschaftskrise beginnend im Jahre 1929 sind diese Erscheinungen der Krise aber wirklich lächerlich. Weder ist eine Inflation zu verzeichnen, die zur Folge hat, dass die Bevölkerung aufgrund der unbezahlbar gewordenen Lebensmittel und Mieten hungern und auf der Straße sitzen muss. Noch hat man das Gefühl, dass ein ganzes Wirtschaftssystem zusammengebrochen sei. Natürlich hat auch 2009 Opfer gekostet, so auch im Printmarkt. Darunter sind namhafte Magazine wie „Tomorrow“, „Vanity Fair“, das Wirtschaftsmagazin „Geldidee“, „Maxim“ oder „Amica“, aber für viele der Titel zeichnete sich das Aus ja bereits 2008 ab und kam folglich nicht überraschend. Soviel zum Thema Krise.

Tatsächlich wird Print längst von vielen als aussterbendes Medium abgestempelt. Doch trotz dessen, dass immer wieder diverse, zum Teil auch namhafte, Titel eingestampft werden, bringen die Verlage auch immer wieder neue Magazine auf den Markt – nicht zuletzt deshalb, weil sich im Print auch heute noch mehr Geld verdienen lässt als mit Online-Ausgaben. Im Rückblick auf 2009 verweist der Beitrag in der W&V daher auf die Statistik des Presse-Grosso. Diese besagt, dass in diesem Jahr 1.461 neue Titel auf den Markt gekommen sind. Im Vorjahr waren es gerade einmal 80 Titel mehr. Soviel zum Thema Krise.

Was ist also das Fazit der W&V-Redakteure? Print ist auch im Jahr 2009 nicht tot. Print lebt! Nur werden die Verlage mit ihren Launches deutlich vorsichtiger. Ein neues Magazin wird künftig nicht mehr sofort monatlich, wenn nicht sogar wöchentlich, veröffentlicht. Vielmehr unternimmt der Verlag erst einmal eine Testphase. Als Beispiele hierfür wären unter anderem die Gruner + Jahr-Launches „Nido“ sowie „Beef“, „Gala Men“ und „Business Punk“ zu nennen, die Mitte Oktober 2009 herauskamen. Erst wenn die Resonanz als ausreichend bewertet wird, werden weitere Ausgaben veröffentlicht.

Für 2010 wird diese Launchpolitik wohl fortgeführt werden. Das es auch anders geht, beweist das neue Klambt-Peoplemagazin „Look“, das am 11. Februar mit einer Druckauflage von einer halben Million Exemplaren an den Start gehen wird. Ziel des Klambt-Verlages ist es, wöchentlich etwa 200.000 Leser zu erreichen. Ob dieses optimistische Ziel tatsächlich realisiert werden kann, wird sich dann spätestens im Jahresrückblick für 2010 zeigen.


Die schönsten deutschen Bücher 2009

Tom Schoener am Januar 17, 2010

„Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen.“
Diese Weisheit des chinesischen Philosophen Lao-Tse ziert die Startseite der Website von der Stiftung Buchkunst. Getreu diesem Motto ruft jene jedes Jahr den Wettbewerb „Die schönsten deutschen Bücher“ aus. 2009 erwies sich dabei als ein sehr starker Jahrgang, denn von 440 Teilnehmern wurden unglaubliche 1035 Bücher eingesendet.

Für die Wahl des „schönsten Buches“ waren zwei Jurys verantwortlich. Zunächst unternahm ein siebenköpfiges Gremium eine erste Selektion und empfahl der zweiten Jury insgesamt 306 Bücher. Nach einer viertägiger Beratung entschieden die Juroren sich und vergaben insgesamt 64 Auszeichnungen. 40 weitere Bücher scheiterten denkbar knapp an der notwendigen Zweidrittelmehrheit.

Die „schönsten Bücher 2009“ konnten in punkto Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung überzeugten. Dabei sind alle Auszeichnungen undotiert. Eine Liste der prämierten Bücher findet man auf der Internetseite der Stiftung Buchkunst.

Ausgestellt werden die prämierten Bücher natürlich auch – und zwar in Form einer Wanderausstellung. Starten wird diese am 11. Februar 2010 in der Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Buchhallen und dann an mehr als 80 weiteren Stationen in Deutschland Halt machen.


Mit der zunehmenden Etablierung des E-Books und den immer besser werdenden technischen Möglichkeiten für einen schnellen und mobilen Zugang ins World Wide Web war es doch eigentlich nur ein Frage der Zeit, bis irgendein Verlag eins und eins zusammenzählt und dieses Potenzial für die Veröffentlichung seiner Zeitschriften nutzt. In Zusammenarbeit mit dem Designbüro The Wonderfactory hat das Verlagshaus Time, Inc. nun seine Vision von der Zeitschrift der Zukunft veröffentlicht. Bekanntermaßen sagen Bilder oft weit mehr als Worte, daher sehen Sie sich am besten das Video an und machen sich selbst ein Bild von der Zukunft.
Übrigens, am Ende des Videos wird verraten, wann Time, Inc. seine Vision in die Realität umsetzen möchte.


Die Gutenberg-Blog Fototorte ist da!

Marc-Michael Schoberer am Januar 9, 2010

Gutenbergblog-Fototorte
Sicherlich könnt ihr euch noch an unseren Artikel über die scake Fototorte erinnern.
Da mir Idee und Website von scake sehr gut gefällt, hatte ich umgehend eine individuelle Torte geordert.

Nun ist es also so weit. Gerade hat der Postbote ein schickes Paket in unserer Agentur abgegeben. Der Inhalt: Unsere ganz persönliche
Gutenberg-Blog Designtorte.
Ich bin schon richtig gespannt und beginne zu haluzinieren. Ich kann den angenehmen Schokoladenduft sogar durch die Verpackung riechen.
Die Torte selbst befindet sich nochmals in einer sehr hochwertigen Verpackung. Ja, unsere Torte ist schon etwas ganz Besonders.
Professionell – wie vom Konditormeister um die Ecke.

Als Werber und Medienjunkie interessiert mich jedoch vorallem auch die Druckqualität unseres “Tortenlogos”.
Das Logo an sich ist zwar nicht brilliant, aber sehr klar. Die verwendete Lebensmittelfarbe wird direkt auf eine dünne Zuckerschicht aufgedruckt und beweist Farbechtheit.

Kleiner Tipp am Rande – ich würde immer Bilder mit farbigem Hintergrund wählen. Der weiße Hintergrund unseres gutenberg-Logos wirkt doch ein wenig blass und verloren.
Überrascht bin ich allerdings vom Geschmack. Die Torte ist wirklich lecker, toll schokoladig mit einer Nuance Fruchtgeschmack. Sehr genial!
Außen hui und innen auch – was will man von einem kreativen Werbegeschenk mehr erwarten.

Kompliment an die Jungs von scake! Die Fototorte hat mich überzeugt. Auch der Preis von ca. 20 Euro ist bei einem Werbeartikel dieser Güte absolut OK.
Übrigens – scake bietet auch ein Partner- und Affiliateprogramm. So könnt ihr ganz easy eine Scheibe vom Kuchen abhaben.